Im Berufsverkehr sind Busse und Bahnen oft überfüllt, und Fahrräder dürfen während der Stoßzeiten oft nicht mitgenommen werden. Hier kommen Falträder ins Spiel, die gefaltet als Gepäck gelten und somit keine Fahrkarte benötigen und nicht unter das Rad-Verbot fallen.
Falträder sind ideale Verkehrsmittel, um Radfahren und öffentlichen Nahverkehr zu verbinden. Das Falten muss man üben, bis man es stressfrei beherrscht. Es gibt grundsätzlich zwei Arten, die Räder zu falten: entweder über Gelenke im Hauptrahmen oder über Schwingen an Front und Heck. Der Vorteil der Schwingen-Faltung ist, dass der Rahmen einteilig und stabil bleibt und die Kontaktstellen als Federung eingesetzt werden können. Alternativ werden die Gelenke sehr massiv ausgeführt.
Zum Falten gehört auch eine einschiebbare Sattelstütze, die den eingeklappten Hinterbau festhält oder als Abstellstütze dient. Dazu kommt die meist abklappbare Lenksäule. Zusammengehalten von Magneten, Haken, Gummis oder Sattelstütze, lassen sie sich meist gut tragen, manchmal rollen und auch in kleinen Nischen verstauen.
Falttechnik und Packmaß
Brompton ist bekannt für das kleinste Packmaß und ist etwas größer als ein kabinentauglicher Rollkoffer. Ähnlich kompakt ist das Birdy von Riese & Müller, während das zweifach knickbare Tern BYB etwa einem mittleren Rollkoffer entspricht. Dahon und Falter lassen sich einfacher klappen, bleiben aber etwas länger und breiter.
Beim Tragen ist das Gewicht entscheidend. Ob das Rad 12,5 oder 15 Kilogramm wiegt, macht einen Unterschied. Leicht sind im Test das Brompton, das Birdy und das „nackte“ Dahon. Je kompakter das Faltmaß, desto besser ist der Schwerpunkt. Praktisch ist, wenn sich Räder im gefalteten Zustand gut rollen lassen, idealerweise mit Trolleyrollen wie bei Tern.
Unter so viel Falttechnik leidet die übrige Ausstattung oder der Preis ist entsprechend gehoben. Die einfache Shimano Claris ersetzt dann die sonst bei 1000 Euro übliche Deore, V-Bremsen dominieren das Bild und insbesondere die Lichtanlagen fallen oft mau aus, soll der Preis noch akzeptabel bleiben. Oder die Alltagsausstattung fällt gleich ganz weg.
Rahmen und Fahrgefühl
Von Falträdern gibt es in der Regel nur eine Rahmenform und -höhe. Durch sehr lange, ausziehbare Sattelstützen eignen sie sich je nach Modell für Fahrer zwischen 1,40 und 2,10 Meter Größe. Zwar sind einige Lenker ausziehbar oder an verschiedene Größen angepasst, aber die Lenkerhöhe ist oft nicht flexibel. Dadurch sind Falträder für große Menschen oft zu klein und sportlich zu fahren. Mit zunehmendem Tempo beruhigt sich das System und entwickelt teils sportliche Attitüden.
Dahon Falträder im Detail
Wer auf der Suche nach einem neuen Klapprad für den Weg zur Arbeit, den täglichen Pendelverkehr oder den nächsten Urlaub ist, sollte sich die Dahon Klappräder ansehen. Die Räder des weltgrößten Faltradherstellers stehen für Innovation, Qualität und Nachhaltigkeit. Dahon bringt über 40 Jahre Erfahrung mit und hat den Markt für Klappräder maßgeblich geprägt.
Dahon Mu Uno
Das „Mu Uno“ wird von Dahon im Bereich Sport geführt, ist aber durch seine Funktionalität eher für die Innenstadt geeignet. Der Klappmechanismus erfüllt in Sachen Qualität höchste Ansprüche und ermöglicht ein Faltmaß von 86 x 40 x 93 cm. Das Rad kann im gefalteten Zustand über die Lenkerstange geschoben werden und ist mit elf Kilogramm Gewicht problemlos zu tragen. Allerdings fehlen Zusatzausstattung wie Licht, Gepäckträger und Fahrradständer.
Die hohe Qualität des Rades bringt auch bei höherer Geschwindigkeit einen gehobenen Fahrkomfort mit sich. Auch der Riemenantrieb spielt in Sachen Komfort eine wichtige Rolle, da er geräuschlos ist und das Fetten der Kette entfällt. Das Rad ist bis zu einer Fahrgeschwindigkeit von 25 km/h völlig stabil. Das Dahon Mu Uno kommt ohne Gangschaltung aus und besitzt daher einen Antrieb mit 1-Gang. Für eine sichere Fahrt besitzt das Dahon Mu Uno vorne eine Felgenbremse, während hinten eine Rücktrittbremsnabe verbaut ist. Felgen, Gabel und Rahmen sind von Dahon selbst produziert und aus Aluminium hergestellt.
Dahon Faltrad Vergleich 2025
Im Jahr 2025 bietet Dahon zwölf Klapp- und Falträder an, darunter klassische Modelle für den urbanen Alltag, sportliche Varianten und E-Falträder.
Hier eine Übersicht einiger Modelle:
- Dahon Hit: 6-Gang Kettenschaltung (Urban), V-Bremsen, Aluminiumrahmen
- Dahon Mariner I7U: 7-Gang Nabenschaltung (Urban), V-Bremsen, Schutzbleche und Gepäckträger
- Dahon Mariner D8: 8-Gang Kettenschaltung (Urban), V-Bremsen, Gepäckträger und Schutzbleche
- Dahon Vybe I3: 3-Gang Nabenschaltung (Urban), V-Bremsen, Aluminiumrahmen
- Dahon Vybe D7: 7-Gang Kettenschaltung (Urban), V-Bremsen, Gepäckträger und Schutzbleche
- Dahon Ciao I7U: 7-Gang Nabenschaltung (Urban), tiefer Einstieg, Schutzbleche und Gepäckträger
- Dahon Briza D8: 8-Gang Kettenschaltung (Urban), 24-Zoll-Räder, tiefer Einstieg, Gepäckträger und Schutzbleche
- Dahon SUV D6: 6-Gang Kettenschaltung (Urban), V-Bremsen, Aluminiumrahmen
- Dahon Piazza D8: 8-Gang Kettenschaltung (Sport), V-Bremsen aus Aluminium, Dalloy-Aluminiumrahmen
- Dahon Mu D8: 8-Gang Kettenschaltung (Sport), Dalloy Sonus Aluminiumrohre, Dahon Custom V-Bremsen, Gewicht: 11,0 kg, Faltmaß: 81 x 38 x 68 cm
- Dahon Curl EI4: 4-Gang Nabenschaltung (E-Bike), 16-Zoll-Räder, Scheibenbremsen, Aluminiumrahmen, Modelljahr 2023
- Dahon Unio E20: 9-Gang Kettenschaltung (E-Bike), mechanische Scheibenbremsen, Dalloy-Aluminiumrahmen
Dahon Vybe D7 im Test
Das Dahon Vybe D7 bietet ein schlichtes und elegantes Design in verschiedenen Farbkombinationen. Die Verarbeitung ist qualitativ hochwertig, und der Aluminiumrahmen ist stabil und für Personen zwischen 145 und 190cm Körpergröße geeignet. Die 7-Gang Shimano Kettenschaltung ermöglicht flüssige Gangwechsel und meistert kurze oder lange Anstiege. Weitere Ausstattungsmerkmale sind die Starrgabel, V-Bremsen und 20-Zoll-Reifen.
Das Gewicht von 11,9 kg liegt im Durchschnitt der Klappräder und ermöglicht ein problemloses Handling. Der Faltvorgang ist einfach und schnell erlernbar, und das Klapprad steht stabil auf dem Boden. Das Faltmaß beträgt 67 x 34 x 72cm.
Der Sitzkomfort ist eher standardmäßig, aber für kurze Strecken ausreichend. Das Dahon Vybe D7 ist wendig und flink in der Stadt unterwegs und lässt sich auch auf schottrigem Untergrund und Wiesen gut kontrollieren. Ein solides, zuverlässiges und spaßbereitendes Klapprad!
Wissenswertes zur Marke Dahon
Dahon wurde 1982 von Dr. David T. Hon und seinem Bruder Henry Hon in Los Angeles gegründet. Die Marke hat über 200 Patente im Bereich Faltrad-Technologie angemeldet und ist Mitglied der Global Alliance for EcoMobility.
Dank der Schnellspann-Technik dauert das Zusammenklappen eines Dahon-Faltrades in der Regel unter 15 Sekunden. Für bestimmte Einsatzgebiete und Anwender sollte ein Klapprad möglichst leicht und kompakt sein.
Leichte Falträder und E-Bike Klappräder
Ein kompaktes und leichtes Faltrad unter 10 kg ist ideal, wenn du es häufig tragen musst. Ein leichtes E-Bike Klapprad unter 20 kg erleichtert den Transport trotz Motor und Akku.
Beispiele für leichte E-Bike Klappräder:
- BTWIN E-Fold 900 1 Second: 18,9 kg, Hinterradnabenmotor mit 250 Watt, 252 Wh Akku, Shimano 7-Gang-Schaltung, hydraulische Scheibenbremsen
- Fiido X: 19,8 kg, Rahmen aus Magnesiumlegierung, Akku in der Sattelstange integriert, Drehmomentsensor, hydraulische Scheibenbremsen
- Zündapp Z101: 21 kg, 250 Watt-Motor, 270 bzw. 345 Wh Akku, Gepäckträger, Reflektoren, Klingel und Schutzbleche
Ein leichtes Faltrad mit MotorunterstützungMein Elektro-Klapprad Test zeigt, dass Falträder mit Unterstützung deutlich schwerer sind, als normale Modelle ohne Unterstützung. Das liegt an den Komponenten Motor und Akku. Trotzdem gibt es auch hier (je nach Hersteller und Ausführung) leichtere und schwerere Falt- und Klappräder. So sprechen wir bei einem E-Bike Klapprad unter 20 kg, von einem leichten Elektro-Klapprad.
Das leichteste E-Bike Klapprad unter 20 kg ist das ADO Air Carbon* mit 14,1 kg. Es hat einen 250 Wattmotor und der Akku ist in der Sattelstütze versteckt.
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