Damenrad E-Bike Test: Die besten City-E-Bikes im Vergleich

City-E-Bikes erfreuen sich großer Beliebtheit, ob zum Einkaufen, Kindertransport oder Pendeln auf dem Weg zur Arbeit. Daher hat IMTEST direkt zehn aktuelle Modelle sowohl im Alltag als auch im akkreditierten Labor von Qima getestet.

Die IMTEST-Favoriten

Das sind die IMTEST-Favoriten:

  • Testsieger (mit Federgabel): HoheAcht Grandamo Urbeno
  • Preis-Leistungs-Sieger (mit Federgabel): Kalkhoff Image 5.B Advance+
  • Testsieger (ohne Federgabel): Canyon Precede: ON Comfort 7
  • Preis-Leistung-Sieger (ohne Federgabel): Tenways CGO600 Pro

Weitere empfehlenswerte City-E-Bikes

  • 3. Platz (mit Federgabel): Stevens E-Brione Luxe 2. Generation
  • 4. Platz (mit Federgabel): Riese & Müller: Culture Touring
  • 2. Platz (ohne Federgabel): BMC 257 AMP AL ONE
  • 3. Platz (ohne Federgabel): Veloretti Electric Two:Ace

Die Testergebnisse im Detail

Reichweite, Energieverbrauch, Akkukapazität, Geschwindigkeit bei sechsprozentiger Steigung sowie Unterstützungsfaktor ermittelt das Prüflabor von Qima im Auftrag von IMTEST. Aber auch bei der Messung der Bremskraft setzt IMTEST auf das international zertifizierte Prüflabor. In Anlehnung an die Norm EN 15194 werden sowohl die Vorder- als auch Hinterradbremsen bei nassen und trockenen Bedingungen getestet.

Mit einer simulierten Handkraft von 60 Newton wird dann geprüft, wie hoch die Bremsleistung ist. Denn beim Bremsentest schnitten alle E-Bikes souverän ab. Die Modelle von Riese & Müller, HoheAcht, Kalkhoff und Velo de Ville glänzten sogar mit guten Werten.

Bei allen Testkandidaten ist die Nutzung nicht zwingend zum Fahren vorausgesetzt, sie bietet jedoch hilfreiche Features und Einstellmöglichkeiten. Neben den Basisdaten zur Tour, wie zurückgelegte Kilometer, Akkustand oder Durchschnittsgeschwindigkeit lassen sich beispielsweise die Unterstützungsstufen individuell feineinstellen. Mit den Apps von Tenways, Veloretti und Bosch können beispielsweise Touren geplant werden.

In Kombination mit dem Kiox 500-Display (bei Bosch), das beim Velo de Ville angebracht ist, hat der Fahrer eine Karte vor Augen und kann sich so bequem navigieren lassen. Alternativ hat man auch die Möglichkeit, sein Smartphone als Display zu nutzen, sollte wie beim Culture oder X20 keins dabei sein.

Die besten City-E-Bikes von HoheAcht und Canyon

Bei den Fahrrädern mit Federgabel punktet der Testsieger von Hohe Acht sowie der Preis-Leistungssieger von Kalkhoff jeweils mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 170 Kilogramm. Das Grandamo Urbeno kommt zusätzlich mit einer absenkbaren Sattelstütze, die gerade mit viel Gepäck im Stadtverkehr eine willkommene Hilfe ist. Beide E-Bikes besitzen zudem einen leistungsstarken Antrieb und bringen eine hohe Reichweite.

Auch ohne die Federgabel-Dämpfung macht dieses E-Bike Erledigungen in der Stadt zu einem Erlebnis. Denn das tolle Fahrgefühl zaubert schnell bei jedem Tritt ein Lächeln ins Gewicht. Mit einem Preis von 3.499 Euro bekommt man hier ein Rad zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotzdem nur etwa halb so teuer ist das sportliche City-E-Bike von Tenways, das sich den Preis-Leistungs-Sieg der Räder ohne Federgabel sichert.

Reichweite und Gewicht

Ein Rad, das nicht nur für die City gemacht ist, denn dank des leistungsstarken Bosch-Performance-Line-Motors mit 75 Newtonmeter, der mit einem 625 Wattstunden-Akku (gemessener Wert: 585 Wattstunden) kombiniert ist, absolvierte das E-Bike gute 78 Kilometer im Reichweitentest. Ambivalent: Das Rad bringt 30,1 Kilogramm auf die Waage, was das Tragen von ein paar Stufen zu einem großen Kraftakt werden lässt.

Dafür kann es mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 170 Kilogramm selbst eine Menge Last aufnehmen und eignet sich auch gut für große und kräftige Personen. Dabei bietet das E Bike auf allen Untergründen und in Kurven ein sehr gutes Fahrgefühl. Kommt es im Stadtverkehr zu einer Vollbremsung, kann sich sein Besitzer auf dem Rad sicher fühlen.

In Kombination mit dem 625 Wattstunden-Akku (gemessen: 578 Wh) bringt es das E-Bike beim Reichweitentest auf einen der höchsten Werte von 76 Kilometer. Mit einem Eigengewicht von 27 Kilogramm ist das E-Bike jedoch ähnlich schwer wie seine Federgabel-Kollegen, was sich in der Handhabung bemerkbar macht.

Mit einer Reichweite von 43 Kilometern, einem geringen Energieverbrauch des Akkus (8,3 Wattstunden pro Kilometer) und einem hohen Unterstützungsfaktor lässt sich das E-Bike schnell durch den Stadtverkehr navigieren. Während das CGO600 Pro über Asphalt und Schotter schwebt, ruckelt es etwas mehr bei Kopfsteinpflaster.

Mit Werten von 51 Kilometer (Veloretti) und 43 Kilometer (Tenways) liegen die zwei Räder etwa gleich mit dem Culture touring und dem CEB 590. Reichweite vs. Lediglich das teuerste E-Bike im Testfeld, das Desiknio, enttäuschte mit nur 31 Kilometern Reichweite.

Sicherheit

Muss der Fahrer im Stadtverkehr plötzlich bremsen, kann er sich mit allen zehn Rädern sicher fühlen. Denn beim Bremsentest schnitten alle E-Bikes souverän ab. Die Modelle von Riese & Müller, HoheAcht, Kalkhoff und Velo de Ville glänzten sogar mit guten Werten.

Fahren wie auf Wolken

Ob mit oder ohne App, ein sehr gutes bis gutes Fahrgefühl bieten alle zehn Testkandidaten durchweg auf verschiedenen Bodenbelägen, in Kurven oder bei Steigungen. Die kleinen, feinen Unterschiede liegen im Detail.

Auch wenn die über 60 Millimeter-breiten Reifen vom Grandamo Urbeno gekonnt Unebenheiten auf der Straße parieren, verleihen sie dem Rad auch etwas Trägheit. Zu einer bequemen und komfortablen Fahrt trägt auch die Wahl des Sattels und der Griffe ungemein bei. Hier haben vor allem Kalkhoff, Canyon und HoheAcht eine gute Wahl betroffen und sich für besonders angenehme und ergonomische Komponenten entschieden. Dadurch bieten diese E-Bikes einen besonders hohen Wohlfühl-Faktor.

Im Gegensatz dazu stehen die E-Bikes von Tenways, Desiknio und BMC für spritzig, sportliche Fahrten durch die Stadt. Der Verzicht der Federgabel trägt bei diesen Rädern nicht nur zu einem geringen Gewicht bei, sondern auch zu einem agilen Antritt beim Losfahren. Während das BMC und das Desiknio ebenso gekonnt Kopfsteinpflaster parieren können wie die Federgabel-Räder, bietet das E-Bike von Tenways hier etwas weniger Dämpfung.

Was zeichnet ein City-E-Bike aus?

Dank ihrer Ausstattung lassen sich bei klassischen City-E-Bikes sowohl Kinder als auch Gepäck transportieren. Doch was ist es, was die City-E-Bikes so beliebt macht?

Bei den klassischen Modellen ist es auf jeden Fall die gelungene Mischung aus einer bequemen Sitzhaltung, komfortablem Fahrgefühl sowie breiten Reifen wie den beliebten Schwalbe Marathon Plus in 28 Zoll Größe, der konstruktiv auf das höhere Gewicht und das höhere Durchschnittstempo von Elektro-Fahrrädern abgestimm ist. Auch bügelt die in Kombination mit einer Federgabel Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster gekonnt aus.

Das macht ein klassisches City-E-Bike aus: Ein tiefer Einstieg und eine Rahmengeometrie, die eine aufrechte Sitzhaltung bietet. Zu den klassischen City-E-Bikes gesellen sich die modernen E-Räder, oft auch als „Inkognito-Rad“, leichte E-Bikes oder E-Bikes für Damen und Herren bezeichnet, denen man die elektrische Unterstützung kaum ansieht. In diesem Test sind das beispielsweise die Räder von Desiknio, Tenways oder Veloretti.

Und dann gibt es noch City-E-Bikes, die sich irgendwo dazwischen einreihen. Dazu gehört beispielsweise das Riese & Müller Culture touring, welches einen Diamantrahmen hat und trotzdem eine aufrechte, sportliche Sitzhaltung gibt. Das Culture ist alternativ auch als Tiefeinsteiger verfügbar. Und obwohl das Precede.ON Comfort 7 von Canyon ohne Federgabel kommt, bringt es nicht weniger Komfort.

Die fünf wichtigsten Fragen und Antworten rund um das City-E-Bike

  1. Was zeichnet ein klassisches City-E-Bike aus?
  2. Ist ein City-E-Bike nur für Fahrten in der Stadt geeignet?
  3. Wie unterscheiden sich City-E-Bikes mit und ohne Federgabel?
  4. Wie wichtig ist die Reichweite bei einem City-E-Bike?

Tabelle: IMTEST-Favoriten City E-Bikes

Kategorie Modell Besonderheiten
Testsieger (mit Federgabel) HoheAcht Grandamo Urbeno Hohe Reichweite, absenkbare Sattelstütze
Preis-Leistungs-Sieger (mit Federgabel) Kalkhoff Image 5.B Advance+ Hohes zulässiges Gesamtgewicht
Testsieger (ohne Federgabel) Canyon Precede: ON Comfort 7 Hoher Fahrkomfort, Carbon Starrgabel
Preis-Leistung-Sieger (ohne Federgabel) Tenways CGO600 Pro Sportlich, agil, gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

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