Die 8 besten Pumptrack-Bikes im Test: Welches Dirtbike mit 26 Zoll Laufrad bietet den meisten Fahrspaß?

Jeder Biker sollte einmal in seinem Leben durch einen Pumptrack gerollt sein. Wer einmal sein MTB über aufeinanderfolgende Kuppen gedrückt und durch eine Anliegerkurve gepusht hat, der wird wiederkommen. Pumptrack-Fahren hat Suchtfaktor! Das Tolle dabei: Es handelt sich um einen extrem niederschwelligen Spaß. Schon kleine Kinder können auf Laufrädern über die Wellen fetzen und auch betagte Bike-Veteranen finden auf dem Pumptrack neue Fahrfreude.

Die meisten Pumptracks sind öffentliche Sportanlagen, die völlig kostenfrei besucht werden können. Nun ist es an der Zeit, das zu ändern, denn Pumptrack-Fahren ist längst Volkssport. Immer mehr Gemeinden kommen auf den Trichter, dass eine „Rollsportanlage“, wie es im Beamtendeutsch so schön heißt, Jung und Alt begeistern kann.

Viele Biker entführen ihr ganz normales MTB auf den Pumptrack oder bauen ein altes Hardtail zur Pump-Maschine um. Trotzdem gibt es Bikes, die sich auf einem solchen Kurs wohler fühlen, als andere. Dirtbikes finden neben Slopestyle- und Street-Action auf dem Pumptrack ein ganz neues Einsatzgebiet.

Wir luden acht verschiedene Bikes zum Test-Pumpen. Welches dieser acht Bikes bringt den meisten Fahrspaß auf dem Pumptrack? Wir haben die unterschiedlichsten Konzepte getestet.

Pumptrack-Biken ist nicht nur ein ausgezeichnetes Fitness-Training, sondern schult ganz nebenbei auch wichtige Grundtechniken fürs Biken im Gelände. Doch extra dafür ein Bike kaufen? Wir wollten wissen, ob sich das lohnt und wenn ja: Welcher Hersteller schickt das spaßigste Konzept auf den Rundkurs?

Um zu klären, welches Bike auf dem Pumptrack der beste Begleiter ist, wählten wir das Testfeld nach einer möglichst großen Diversität aus. Besonders spannend: Die Kandidaten unterscheiden sich in Konzept, Preis, Vertriebsweg und Laufradgröße teils deutlich voneinander. Vorhang auf für die Nominierungen im Bereich “Bestes Pumptrack-Bike”!

Die Testkandidaten im Überblick

  • Specialized P3 (1700 Euro)
  • Specialized P4 (1700 Euro)
  • XPro Digga Cream (2300 Euro)
  • Octane One Melt Pump (699 Euro)
  • Rocky Mountain Flow (1200 Euro)
  • Rose The Bruce 2 (1199 Euro)
  • Cube Flying Circus (1099 Euro)
  • Cube Reaction Pro (1399 Euro)

Detaillierte Testberichte der Dirtbikes

Specialized P3

Das Specialized P3 stand uns mit seinen 26-Zoll-Laufrädern als perfekter Vergleichskandidat zum P4 auf größeren Rädern zur Verfügung. Mit innen verlegten Zügen, Boost-Hinterbau, Vorbereitung für eine Schaltung und sogar eine Variostütze besitzt der Specialized-Rahmen einige Alleinstellungsmerkmale.

Bis auf die 26-Zoll-Laufräder ist das Bike identisch mit dem P4. In Kurven zeigen die kleinen Räder ein Ticken mehr Drehfreude. Diese Spritzigkeit spielt dem Fahrspaß auf engen Lines in die Karten. Andererseits muss die Line auch genau getroffen werden, denn das kürzere Bike verzeiht weniger Fehler. Auch in der Luft liegt es nicht ganz so stabil wie der große Bruder.

Technische Daten Specialized P3

  • Preis: 1700 Euro
  • Laufradgröße: 26”
  • Rahmengrößen: Einheitsgröße
  • Material: Aluminium
  • Lenkerbreite: 760 mm
  • Vorbaulänge: 35 mm
  • Federweg: 100 mm
  • Gewicht Komplettbike: 11,14 kg
  • Gewicht Laufräder: 4079 g
  • Übersetzung: 30 / 13

Ausstattung Specialized P3

  • Gabel: Marzocchi Bomber DJ
  • Kurbel: Specialized P.Series
  • Laufräder: Specialized P.Series
  • Reifen: Specialized Kicker Sport, 26 x 2,1”
  • Bremsanlage / Scheibengröße: Sram Level T / 160 mm

Specialized P4

Wer nicht weiß, dass im Specialized P4 große 27,5-Zoll-Laufräder stecken, dem wird auf der ersten Runde durch den Pumptrack vermutlich gar nichts auffallen. Steigt man danach auf das 26-Zoll-Pendant P3, ist der Unterschied aber deutlich zu spüren. Die etwas höhere Front ergibt ein homogeneres Fahrgefühl.

Bei vergleichbarer Kettenstrebenlänge geht das P4 minimal schwerer aber immer noch sehr gut aufs größere Hinterrad. Mit längerem Radstand und flacherem Lenkwinkel besitzt es mehr Laufruhe und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten. Da die Kurvenlage gleichzeitig immer noch sehr gut ist, geht das Konzept 27,5-Zoll-Dirtbike voll auf.

Technische Daten Specialized P4

  • Preis: 1700 Euro
  • Laufradgröße: 27,5”
  • Rahmengrößen: Einheitsgröße
  • Material: Aluminium
  • Lenkerbreite: 760 mm
  • Vorbaulänge: 35 mm
  • Federweg: 100 mm
  • Gewicht Komplettbike: 11,43 kg
  • Gewicht Laufräder: 4229 g
  • Übersetzung: 30 / 13

Ausstattung Specialized P4

  • Gabel: Marzocchi Bomber DJ
  • Kurbel: Specialized P.Series
  • Laufräder: Specialized P.Series
  • Reifen: Specialized Kicker Sport / 27,5 x 2,1”
  • Bremsanlage / Scheibengröße: Sram Level T, 160 mm

XPro Digga Cream

Geschweißt in Bosnien-Herzegowina und zusammengesetzt in Regensburg ist das Digga etwas ganz besonderes - in der auf 15 Stück limitierten Cream-Version sowieso. Vom ersten Meter an generiert das sehr steife Bike ähnlich viel Tempo, wie Rocky und das große Specialized.

Gleichzeitig fällt die Geometrie aber kürzer aus. Jede Zuckung hat auf dem hochreaktiven Digga Konsequenzen. Um auf Line zu bleiben verlangt das nach einer guten Fitness und Fahrtechnik. Andererseits setzt das direkte Handling Impulse sofort um - spaßig und super für Tricks! Wer das Digga beherrscht, erhält ein quirlig-schnelles Dirtbike made in Europe.

Technische Daten XPro Digga Cream

  • Preis: 2300 Euro
  • Laufradgröße: 26”
  • Rahmengrößen: Einheitsgröße
  • Material: Aluminium
  • Lenkerbreite: 720 mm
  • Vorbaulänge: 32 mm
  • Federweg: 100 mm
  • Gewicht Komplettbike: 11,66 kg
  • Gewicht Laufräder: 4226 g
  • Übersetzung: 30 / 12

Ausstattung XPro Digga Cream

  • Gabel: Rockshox Pike DJ
  • Kurbel: DMR AXE
  • Laufräder: XPro / Ruff Cycles
  • Reifen: Goodyear Wingfoot Dirt / Park, 26 x 2,2”
  • Bremsanlage / Scheibengröße: Magura MT4 / 180 mm

Octane One Melt Pump

Eine gute Geometrie kostet nichts. So ist es auch beim günstigsten Bike des Tests. Leider wird die zwar kurze aber gelungene Basis durch die auf dem Pumptrack unbrauchbare RST-Federgabel zunichte gemacht.

Ohne Gegenhalt taucht diese sofort weg und der Fahrer hängt tief über der Front. Zudem lässt sich der viel zu schnelle Rebound nicht verstellen und hebelt den Piloten früh aus, sobald die Geschwindigkeit steigt. Zusammen mit einem harten Bottom-Out vermittelt das kaum Kontrollgefühl. Mit einer Starrgabel wären Pumptrack-Biker besser beraten. So aber ist das Octane One kein guter Deal. Schade!

Technische Daten Octane One Melt Pump

  • Preis: 699 Euro
  • Laufradgröße: 26”
  • Rahmengrößen: Einheitsgröße
  • Material: Aluminium
  • Lenkerbreite: 740 mm
  • Vorbaulänge: 45 mm
  • Gewicht Komplettbike: 11,98 kg
  • Gewicht Laufräder: 4545 g
  • Übersetzung: 26 / 14

Ausstattung Octane One Melt Pump

  • Gabel: RST Gila
  • Kurbel: Samox
  • Laufräder: Octane One / Rodi
  • Reifen: Kenda Small Block Eight, 26 x 2,1”
  • Bremsanlage / Scheibengröße: Tektro CL520 / 160 mm

Rocky Mountain Flow

Abgesehen vom Cube-Touren-Hardtail stellen die Kanadier das längste Testbike. Nach etwas Eingewöhnung lässt sich das Flow schneller durch den Pumptrack bewegen, als jeder andere Kandidat. Auf der Geraden zieht es dank geringem Gewicht und flotten Reifen allen davon.

So viel Geschwindigkeit muss aber erst einmal kontrolliert werden und lässt den Fahrer vor Kurven in die Bremse greifen. Auf engen Kurven ist die kleinere Rahmengröße die bessere Wahl. Zu viel des Guten ist auch der extrem breite Lenker. Ungewöhnlich für Rocky ist das faire Preisschild trotz der gut funktionierenden Manitou-Gabel mit Luftfeder.

Technische Daten Rocky Mountain Flow

  • Preis: 1200 Euro
  • Laufradgröße: 26”
  • Rahmengrößen: M / L (getestet)
  • Material: Aluminium
  • Lenkerbreite: 780 mm
  • Vorbaulänge: 40 mm
  • Federweg: 100 mm
  • Gewicht Komplettbike: 11,05 kg
  • Gewicht Laufräder: 4169 g
  • Übersetzung: 30 / 14

Ausstattung Rocky Mountain Flow

  • Gabel: Manitou Circus Expert
  • Kurbel: Rocky Mountain 2PC
  • Laufräder: Rocky Mountain TR30
  • Reifen: Maxxis DTH, 26 x 2,3”
  • Bremsanlage / Scheibengröße: Sram G2 R / 160 mm

Rose The Bruce 2

Nicht nur preislich platziert sich das Rose im Mittelfeld. Auch mit ausgewogenen Fahreigenschaften konnte das Versender-Bike alle Tester überzeugen. Nicht zu lang und nicht zu kurz trifft es ein stimmiges Maß aus Laufruhe und Agilität.

Bei der hochfrequenten Gewichtsverlagerung auf einem Pumptrack lässt sich der Sweetspot einfach treffen. Auch aufs Hinterrad geht das The Bruce willig. Ein stimmiges, hochwertiges Ausstattungspaket rundet das unkomplizierte Handling ab. Breite Felgen und eine gute Reifenwahl sorgen für angenehme Dämpfung.

Technische Daten Rose The Bruce 2

  • Preis: 1199 Euro
  • Laufradgröße: 26”
  • Rahmengrößen: M / L (getestet)
  • Material: Aluminium
  • Lenkerbreite: 760 mm
  • Vorbaulänge: 35 mm
  • Federweg: 100 mm
  • Gewicht Komplettbike: 11,2 kg
  • Gewicht Laufräder: 4203 g
  • Übersetzung: 32 / 13

Ausstattung Rose The Bruce 2

  • Gabel: Rockshox Pike DJ
  • Kurbel: Truvativ Descendant
  • Laufräder: Reverse Black One
  • Reifen: Maxxis Ikon, 26 x 2,35”/ DTH, 26 x 2,3”
  • Bremsanlage / Scheibengröße: Sram Level R / 160 mm

Cube Flying Circus

Zusammen mit dem Octane One erzeugte das Cube das kürzeste Fahrgefühl im Test - und das, obwohl wir den längeren Rahmen orderten. Auch der sehr schmale Lenker passt besser zu kleinen Fahrern. Enge Richtungswechsel setzt das Flying Circus zackig um.

Steigt die Geschwindigkeit, erzeugt die Laufruhe der längeren Test-Rivalen jedoch mehr Fahrsicherheit. Die schwere Manitou-Stahlfedergabel funktioniert gerade noch okay, sorgt aber für eine etwas unausgeglichene Gewichtsverteilung. Insgesamt fällt es auf dem Bike mit der fetzigen Lackierung so etwas schwerer Geschwindigkeit aufzubauen.

Technische Daten Cube Flying Circus

  • Preis: 1099 Euro
  • Laufradgröße: 26”
  • Rahmengrößen: M / L (getestet)
  • Material: Aluminium
  • Lenkerbreite: 680 mm
  • Vorbaulänge: 45 mm
  • Federweg: 100 mm
  • Gewicht Komplettbike: 11,77 kg
  • Gewicht Laufräder: 4034 g
  • Übersetzung: 28 / 15

Ausstattung Cube Flying Circus

  • Gabel: Manitou Circus Sport
  • Kurbel: Race Face Affect DH
  • Laufräder: Cube Ex 23
  • Reifen: Schwalbe Billy Bonkers, 26 x 2,25”
  • Bremsanlage / Scheibengröße: Tektro HD-M 275 / 160 / 160 mm

Empfehlungen für Dirt Jump Bike Felgen 26 Zoll

Du bist auf der Suche nach den perfekten Felgen für dein Dirt Jump Bike? Dann bist du hier genau richtig! Die erste Frage, die du dir stellen solltest, ist: Welchen Typ von Felge möchtest du? Denn es gibt zwei Hauptkategorien von Felgen für Dirt Jump Bikes: Stahl und Aluminiumfelgen.

Jetzt, wo du weißt, welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Felgentypen haben, kannst du dich für den passenden entscheiden. Wenn du dich für Stahlfelgen entscheidest, dann gibt es noch eine weitere Wahl: Chromstahl oder Legierungsfelgen.

Wenn du dich für Stahlfelgen entscheidest, dann ist die Wahl zwischen Chromstahl und Legierungsfelgen eher eine Frage des Preises.

Vor- und Nachteile von Laufradgrößen

Für viele Mountainbiker waren Räder mit 26 Zoll lange Zeit das Maß der Dinge. Seit einigen Jahren gibt es MTBs aber auch mit 27,5 Zoll oder gar mit den deutlich größeren 29-Zoll-Laufrädern - und das aus gutem Grund: Immer mehr Fahrer schwören auf die besonderen Fahreigenschaften der größeren Räder, mit denen sie hohe Geschwindigkeiten erreichen und auch halten können. Zudem rollen die Räder besser über Unebenheiten hinweg.

Allerdings haben die XXL-Reifen auch Nachteile. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen sind sie schwerer, wodurch sich auch ihre rotierende Masse vergrößert. Dies führt dazu, dass die Räder auch in der Beschleunigung langsamer werden. Kleinere Laufräder sind oft agiler und lassen sich in verwinkeltem Gelände leichter um die Kurven fahren.

Zudem können Räder mit 29 Zoll für Fahrer unter 160 cm Körpergröße zu groß und damit im Handling zu sperrig sein. In diesem Fall ist eine Laufradgröße von 27,5 oder 27,5+ Zoll meistens die bessere Wahl.

Etwas größer als die 26-Zöller versprechen die 27,5-Zoll-Laufräder auf den ersten Blick die ideale Kombination aus den Vorteilen der 26er und 29er. Einige Hersteller setzen daher auf sogenannte “Mullet-Bikes” mit einem 29er Vorderrad und 27,5 Zoll Hinterrad.

Vpace Danny26

Das Grundkonzept des Danny26 orientiert sich an seinem kleineren Geschwistermodell Danny24. Vpace setzt auch hier auf einen robusten Aluminiumrahmen mit Singlespeed-Antrieb. Die Geometrie ist an die größeren Laufräder und die Zielgruppe angepasst worden.

So verfügt das Vpace Danny26 über einen etwas längeren Reach und einen flacheren Lenkwinkel, was mehr Laufruhe bei höheren Geschwindigkeiten versprechen soll.

Ausstattung für Pumptrack und Dirtjumps

Bei der Komponentenwahl setzt Vpace auf bewährte Teile, die den Anforderungen im Pumptrack und bei Dirtjumps gerecht werden sollen. Die Federgabel Manitou Junit Circus 26" bietet 100 Millimeter Federweg. Sie verfügt über eine Luftfederung mit einstellbarer Zug- und Druckstufendämpfung, was eine präzise Abstimmung auf das Fahrergewicht und den Einsatzzweck ermöglichen soll.

Eine Besonderheit: Die hydraulische Scheibenbremse von Shimano ist nur am Hinterrad angebracht. Aktuell ist die Montage einer Vorderradbremse laut Hersteller aufgrund der Naben-Gabel-Kombination am Danny26 nicht möglich.

Leichtbau für mehr Agilität

Ein besonderes Augenmerk hat Vpace auf ein möglichst geringes Gesamtgewicht gelegt. Durch den Einsatz leichter Komponenten und die Verwendung von konifizierten Aluminiumrohren für den Rahmen soll das Danny26 trotz der größeren Laufräder nur unwesentlich schwerer ausfallen als das 24-Zoll-Modell. Das Gewicht: 10,4 Kilogramm.

Anpassungsmöglichkeiten für individuelle Vorlieben

Um verschiedenen Fahrstilen und Vorlieben gerecht zu werden, bietet Vpace einige Anpassungsmöglichkeiten. So kann der Lenker in der Höhe variiert werden, und auch die Vorbaulänge lässt sich je nach Wunsch anpassen. Die Sitzposition ist bewusst kompakt gehalten, um maximale Bewegungsfreiheit beim Pumpen und Springen zu gewährleisten.

Einsatzbereich und Zielgruppe

Das Vpace Danny26 ist primär für den Einsatz auf Pumptracks und im Dirtpark konzipiert. Hier soll es seine Stärken in puncto Agilität und Kontrolle voll ausspielen können. Vpace betont jedoch, dass das Bike auch für urbanes Fahren und leichte Trails geeignet ist. Die Hauptzielgruppe seien Jugendliche und junge Erwachsene, die ein spezialisiertes Bike für diese Einsatzbereiche suchen.

Verfügbarkeit und Preis

Das Vpace Danny26 ist ab sofort für 1149 Euro verfügbar.

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