"Trials Rising" ist mehr Geschicklichkeits- als Rennspiel: Ein falscher Tastendruck und der Fahrer liegt unterm Motorrad.
Der Zieleinlauf in "Trials Rising" ist eine Art Panorama tödlicher Unfälle: je absurder, desto besser.
Zum Schluss fällt man immer auf die Nase. Weil man mit dem Motocross-Motorrad gegen eine Wand rast, in einen Haufen explodierender Fässer springt oder von einem Krankenwagen überfahren wird.
Aber man wird es wieder versuchen. "Trials Rising" ist eines der Spiele, die einen nicht aufgeben lassen - weil man ahnt, dass man sie beherrschen könnte.
Und leider weiß man auch immer, warum: Weil man etwas falsch gemacht hat. Zu viel Gas gegeben, falsch gebremst, einen Sprung falsch eingeschätzt. Man fällt aber auch davor sehr häufig hin.
"Trials Rising" ist der neueste Teil der vom finnischen Redlynx-Studio entwickelten "Trials"-Reihe.
In ihr geht es darum, ein Motocross-Motorrad über eine Strecke zu bringen, die mit Hindernisparcours nur unzureichend beschrieben wäre.
Das klingt erstmal nach einem Spiel für eine sehr spezielle Zielgruppe, schließlich ist Motocross nicht unbedingt der populärste Sport der Welt.
Auf den zweiten Blick aber wird klar, warum die Reihe so beliebt ist und weshalb so viele Fans darauf gewartet haben: "Trials Rising" ist extrem herausfordernd, aber nie unfair.
Eingabemöglichkeiten gibt es nicht viele: Gas geben, bremsen, den Oberkörper der Fahrer nach vorn und hinten bewegen, in der Spur bleibt das Bike von allein. Eigentlich aber sind das mehr als genug. Viel mehr Möglichkeiten hat man nicht.
Schließlich spricht das Motocross-Bike sehr schnell an, mit leichtem Knopfdrücken schafft man sehr viel Bewegung.
Die Strecken von "Trials Rising" sind anspruchsvoll: Hohe Sprünge wechseln sich mit Bodenwellen ab, die mit schnellen Bewegungen ausgeglichen werden müssen.
Für die eigentlich interessante Umgebung hat man erst einmal wenig Sinn. Ob man durch eine alte russische Raketenbasis steuert, ein Hollywood-Filmset zerstört oder in Spanien ein Tomatenfest durchspringt: Zuerst einmal zählt das Durchkommen, die Umgebung sickert erst nach und nach ins Bewusstsein. Und wird dadurch eigentlich noch spektakulärer.
Etwas penetrant ist das ständige Aufploppen von Lootboxen, also Schatzkisten mit digitalen Belohnungen, die man gefühlt nach jedem Rennen bekommt und die man alternativ kaufen kann, was bei einem 40-Euro-Spiel ein fragwürdiges Nebengeschäft ist.
Da es aber beim Inhalt um rein kosmetische Dinge ohne direkt Einfluss aufs Spiel geht - Kleidung für den Fahrer, Siegermoves oder Verzierungen für das Bike etwa - kann man sie auch einfach ignorieren. Das Spiel wird durch diesen Zusatzinhalt nicht besser oder leichter.
Alles in allem ist "Trials Rising" ein Fest, wenn man Spiele mag, die bislang unentdeckte Fähigkeiten fordern.
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