Die Ducati Supersport 1000 DS wurde von 2003 bis einschließlich 2006 produziert und ist das letzte luftgekühlte Supersport-Modell mit dem klassischen Desmodue-Zweiventilmotor.
Motor der Ducati Supersport 1000 DS
Der Motor mit 992 cm³ Hubraum wird 2003 neu eingeführt und trägt die Bezeichnung „DS“ für „Dual Spark“, da pro Zylinder zwei Zündkerzen verbaut sind. Diese Technik verbessert die Verbrennung und senkt die Emissionen. Der Motor basiert auf dem weiterentwickelten Aggregat der Supersport 900, verfügt jedoch über eine Nasssumpfschmierung und nicht - wie fälschlich oft angenommen - über eine Trockensumpfschmierung.
Technische Daten im Überblick
Hier eine Übersicht der technischen Daten der Ducati 1000 DS im Vergleich zur 800 SS:
| Daten | Ducati 1000 SS | Ducati 800 SS |
|---|---|---|
| Motor | Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor | Luftgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor |
| Hubraum | 992 cm³ | 803 cm³ |
| Bohrung x Hub | 94,0 x 71,5 mm | 88,0 x 66,0 mm |
| Verdichtungsverhältnis | 10,0 : 1 | 10,3 : 1 |
| Nennleistung | 63 kW (86 PS) bei 7750/min | 55 kW (75 PS) bei 8250/min |
| Max. Drehmoment | 88 Nm (9,0 kpm) bei 5750/min | k.A. |
Fahrwerk und Bremsen
Im Modelljahr 2003 ersetzt die Supersport 1000 DS die Supersport 900. Sie übernimmt den typischen Ducati-Gitterrohrrahmen, erhält jedoch eine überarbeitete Geometrie. Die Vorderradführung erfolgt über eine 43-mm-Upside-Down-Gabel von Showa, das hintere Federbein ist voll einstellbar. Die Bremsanlage stammt von Brembo und besteht vorn aus zwei 320-mm-Scheiben mit Vierkolben-Festsätteln.
Ausstattung und Komfort
Das Cockpit kombiniert einen analogen Drehzahlmesser mit einem digitalen LC-Display für Geschwindigkeit, Kilometerzähler und Uhrzeit. Ein verstellbarer Windschild ist nicht vorhanden.
Die Sitzposition ist sportlich, aber nicht extrem, was längere Fahrten ermöglicht. Der Soziusplatz ist vorhanden, jedoch nur eingeschränkt komfortabel. Ducati gibt für das Modell eine zweijährige Garantie ohne Kilometerbegrenzung.
Modelljahre 2004-2005
In den Jahren 2004 und 2005 bleibt die Supersport 1000 DS technisch unverändert. Ducati bietet keine offizielle „Sport“-Version mit Öhlins-Fahrwerk oder Marchesini-Felgen an. Alle Varianten nutzen weiterhin die Showa-Gabel und das einstellbare Federbein. Die ab Werk montierten Reifen sind Pirelli Diablo. Ein serienmäßiges ABS ist in keinem Modelljahr verfügbar.
Modelljahr 2006
2006 wird die Supersport 1000 DS letztmalig produziert. Technisch bleibt sie gegenüber dem Vorjahr unverändert. Mit dem Ende der Baureihe stellt Ducati die luftgekühlte Supersport-Linie ein. Nachfolger mit wassergekühltem Motor folgen erst Jahre später mit anderer Modellbezeichnung.
Zielgruppe und Sicherheit
Die Supersport 1000 DS richtet sich an erfahrene Fahrer. Die sportliche Sitzposition, das hohe Drehmoment und das Fehlen elektronischer Assistenzsysteme wie ABS machen sie für Einsteiger weniger geeignet. Die Ducati Supersport 1000 DS ist in keinem Modelljahr mit ABS ausgestattet.
Vergleich mit der Supersport 900
Die 1000 DS verfügt über einen größeren Hubraum, eine Dual-Spark-Zündung, ein digitales LC-Display und eine überarbeitete Rahmengeometrie. Die Supersport 900 hat einen einfacheren Motor mit Einzelzündung und ein rein analoges Cockpit.
Tankinhalt und Reichweite
Der Tankinhalt beträgt laut offizieller Ducati-Angabe 16 Liter. Eine offizielle Reichweitenangabe existiert nicht. Bei einem realistischen Verbrauch von ca. 6,5 l/100 km ergibt sich eine Reichweite von etwa 240 km.
Zusätzliche Informationen
Das Standgeräusch der Ducati Supersport 1000 DS liegt laut Zulassungsbescheinigung bei 94 dB(A).
Vergleich mit anderen Ducati-Modellen
Die Ducati SuperSport S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die Ducati Hypermotard 939 mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit gleichem Hubraum gegenüber. Das maximale Drehmoment der SuperSport S von 97 Newtonmeter bei 6.500 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 95 Nm Drehmoment bei 7.500 Umdrehungen bei der Hypermotard 939.
Bei der SuperSport S federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Öhlins mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Öhlins. Die Hypermotard 939 setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down mit 43 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung, Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die Ducati Hypermotard 939 hat mit 170 mm vorne und 150 mm hinten ein einen deutlich längeren Federweg als die Ducati SuperSport S mit 130 mm vorne und 144 mm hinten.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der SuperSport S vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Hypermotard 939 vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 245 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt SuperSport S auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Hypermotard 939 Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der Ducati SuperSport S misst 1.478 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 810 Millimeter. Die Ducati Hypermotard 939 ist von Radachse zu Radachse 1.493 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 870 Millimeter. Mit einem fahrfertigen Gewicht von 210 kg ist die SuperSport S ähnlich schwer wie die Hypermotard 939 mit 204 kg.
In den Tank der SuperSport S passen 16 Liter Sprit. Bei der Hypermotard 939 sind es ebenfalls 16 Liter Tankvolumen.
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