Die Ducati-Scrambler-Baureihe wurde technisch gründlich überarbeitet, wobei auch am Image der Modelle Icon, Full Throttle und Nightshift gefeilt wurde. Die Marketingabteilung preist sie als "Next Gen Freedom" an - jung, bunt und spaßig.
Primär ist die neue Ducati Scrambler moderner, leichter und bunter geworden. Alleine für die Icon gibt es sechs Dekorsets, die in unter einer Stunde montiert sein sollen und für überschaubare 285 Euro einen ganz neuen Look bieten. Ride-by-Wire ersetzt die früheren Bowdenzüge und macht zwei Fahrmodi ("Road", "Sport") möglich. Der Zweizylinder überzeugt durch feine Gasannahme, eine sehr angenehme Leistungsabgabe und genügend Power.
Die 185 Kilogramm leichte Scrambler ist ein ausgesprochen leicht zu handhabendes, dabei kein bisschen nervöses Motorrad geworden. Schon kleine Kommandos am Lenker genügen und die Italienerin tut, was ihr Fahrer von ihr erwartet. Willig schnappt sie nach jeder Kurve und absolviert diese präzise und stabil.
Gegenüber der ersten Generation hat Ducati nun fast alles integriert, was heute en vogue ist: Die schräglagenabhängig regelnde Traktionskontrolle ist vierstufig einstell- oder auch abschaltbar, dazu hält sich ein Kurven-ABS in Reserve. Eher freut man sich über die neue Technik, denn es gibt nun Voll-LED-Beleuchtung inklusive eines charakteristischen Tagfahrlichts sowie ein gut ablesbares, stilistisch einfach gehaltenes TFT-Display im Cockpit.
Die Elektronisierung geht allerdings, wenn auch gegen Mehrpreis, noch weiter: Sogar ein Quickshifter zum kupplungslosen Gangwechsel ist lieferbar. Gegen Zuzahlung bei der Icon, in Serie bei den teureren Versionen Nightshift und Full Throttle.
Technische Daten der Ducati Scrambler Icon (2023)
- kW/PS: 54 kW/73 PS
- Hubraum: 803 cm³
- Drehmoment: 67 Nm
- Leergewicht: 185 kg
- Maximales Gewicht: 365 kg
- Sitzhöhe: k.A. mm - k.A. mm
- Preis: 10.590 €
Weitere Technische Details
- Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
- Normverbrauch: 5,2 l/100 km
Fahrwerk:
- Rahmen: Stahl-Gitterrohrrahmen
- Gabel: 41 mm ø USD-Telegabel vorne, 150 mm Federweg
- Schwinge: Aluminiumguss-Schwinge hinten, Zentralfederbein, Vorspannung einstellbar, 150 km Federweg
- Räder: Aluminiumgussräder
- Reifen: vorne 110/80 R 18, hinten 180/55 R 17
- Bremsen: 330 mm ø Einscheibenbremse vorne, 245 mm ø Einscheibenbremse hinten
Assistenzsysteme:
- Zwei Fahrmodi
- Kurven-ABS
- Schräglagenfähige Traktionskontrolle
Maße und Gewichte:
- Radstand: 1449 mm
- Sitzhöhe: 795 mm
- Gewicht fahrfertig vollgetankt: 185 kg
- Zuladung: 173 kg
- Standgeräusch: 93 dB(A)
- Tankinhalt: 13,5 l
Der Hersteller sieht die Tribute Pro als Hommage an den luftgekühlten Zweizylinder und feiert damit dessen 50-jähriges Jubiläum bei Ducati. Die spezielle Lackierung "Giallo Ocra" mit dem einst von Giugiaro entworfenen Logo auf dem Tank sowie die schwarzen Speichenräder zeichnen dieses Modell aus.
Im Vergleich zu den davor verfügbaren 1100er-Scramblern zeichnen sich die Pro-Versionen durch einen hochgelegten, doppelläufigen Endschalldämpfer sowie ein Stummelheck mit geänderter Sitzbank aus. Die Sport Pro bietet als Besonderheiten ein Öhlins-Fahrwerk, Brembo-Bremsen mit radial montierten Vierkolben-Monoblock-Bremssätteln sowie einen tieferen Lenker mit Rückspiegeln im Café-Racer-Stil.
Auch die Pro-Varianten werden von einem 63 kW/86 PS starken Euro-5-V2 angetrieben und bringen fahrfertig knapp über 200 Kilogramm auf die Waage.
Ducati Scrambler 1100 Pro: Technische Daten
- Motor: Luftgekühlter Zweizylinder-V-Motor (90°), 1079 ccm Hubraum
- Leistung: 63,0 kW bei 7500/min
- Max. Drehmoment: 88,0 bei 4750 U/min
- Ventile: 2 Ventile/Zylinder, Einspritzanlage
- Höchstgeschwindigkeit: k.A.
- Normverbrauch: 5,2 l/100 km
- Rahmen: Gitterrohrrahmen/Stahl
- Gabel: 45 mm Up-Side-Down-Gabel, 150 mm Federweg
- Schwinge: Aluminium-Zweiarmschwinge hinten, 150 mm Federweg
- Assistenzsysteme: Kurventaugliches ABS
- Leergewicht: ca. 210 kg
- Zul. Gesamtgewicht: 396 kg
- Abmessungen: Länge/Breite/Höhe 2190 / 895 / 1330 mm
- Sitzhöhe: 810 mm
- Tankinhalt: 15,0 l
- Preis: 15.290 Euro zuzügl.
Die "große" Scrambler 1100 ging 2018 als klassisches Retrobike an den Start und musste es mit Großkalibern wie BMW R nineT (109 PS) oder Triumph Thruxton R (97 PS) aufnehmen.
Wie die Modellbezeichnung bereits anklingen lässt, ist die Urban Motard weniger für große Reisen als vielmehr für das städtische Umfeld konzipiert worden. Stil, Sportlichkeit und Fahrspaß sieht man im Vordergrund. In der Urban Motard arbeitet der 803 Kubikzentimeter große "kleine" Twin mit einer Leistung von 53,7 kW/73 PS. Beim Drehmoment (66,2 Nm zu 90,5 Nm) ist der Abstand zum Elfhunderter-Motor wesentlich größer.
Die Urban Motard rollt auf 17 Zoll Speichenrädern und trägt einen hohen vorderen Kotflügel. Die seitlichen Nummerntafeln greifen den Supermoto-Stil auf.
Weitere Modelle und deren technische Daten
Hier eine Übersicht weiterer Ducati Scrambler Modelle und ihrer technischen Daten:
- Ducati Scrambler Full Throttle (2023): 54 kW/73 PS, 803 cm³, 67 Nm, 191 kg
- Ducati Scrambler Icon (2021): 54 kW/73 PS, 803 cm³, 67 Nm, 192 kg
- Ducati Cafe Racer (2017): 54 kW/73 PS, 803 cm³, 67 Nm
- Ducati Scrambler Desert Sled (2019): 54 kW/73 PS, 803 cm³, 67 Nm
- Ducati Classic (2016): 54 kW/73 PS, 803 cm³, 68 Nm, 186 kg
- Ducati Sixty2 (2016): 30 kW/40 PS, 399 cm³, 34 Nm, 183 kg
- Ducati Scrambler Nightshift (2023): 53 kW/72 PS, 803 cm³, 65 Nm, 185 kg
- Ducati Srambler Full Throttle (2015): 54 kW/73 PS, 803 cm³, 68 Nm, 186 kg
- Ducati Scrambler Icon (2015): 55 kW/74 PS, 803 cm³, 68 Nm, 186 kg
- Ducati Scrambler Icon Dark (2020): 54 kW/73 PS, 803 cm³, 67 Nm, 189 kg
Mit ihren 400 Kubik ist die Sixty2 dabei zudem deutlich näher an den Urahnen der Modellfamilie, denn der erste Spross erblickte mit 250 Kubikzentimetern Hubraum das Licht der Motorradwelt - und mehr als 450 ccm waren es bei der Original-Scrambler auch nie.
Der kleine, luftgekühlte 90-Grad-V2 gibt seine Leistung linear ab, braucht aber nach dem Kaltstart einen Augenblick, bis er sauber Gas annimmt. Die Befehle der rechten Hand werden Ducati-typisch recht hart umgesetzt und von entsprechenden Lastwechselreaktionen begleitet. Das bassige Brummen des Zweizyilnders geht ab etwa 5000 Umdrehungen in der Minute in ein leicht heiseres Bellen über - italienische Momente also auch bei der kleinsten aller Ducati.
Der sechste Gang ist etwas lang übersetzt und entsprechend zäh. Er empfiehlt sich allenfalls für die Autobahn, auf der die Sixty2 mit immerhin 155 km/h Topspeed durchaus nicht verloren ist und Dutzende Kilometer ermüdungsfrei abspult.
Das angestammte Revier der kleinsten Ducati ist aber natürlich die Landstraße. Aufgrund ihrer kompakten Abmessungen ist die Sixty2 zwar ein Kurvenräuber, entsprechend ihrer Auslegung aber kein unbedingter Schräglagenjäger, zumal der hintere Pirelli MT 60 RS an den Flanken doch hin und wieder ein wenig nervös wirkt.
Die Bremse ist gut dosierbar, fordert selten das ABS heraus und packt auch hinten gut zu.
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