Spätestens zum Winter hin stellt sich die Frage: Wie und wo stelle ich mein Motorrad sicher unter, damit es nicht vor sich hingammelt? Ob über den Winter, die Urlaubszeit oder verregnete Wochen - nicht jeder hat eine Garage zum Unterstellen seines Motorrads. Deshalb ist es wichtig, einige Vorkehrungen zu treffen, um Schäden zu vermeiden und sicherzustellen, dass es sofort und problemlos einsatzbereit ist, wenn Sie es wieder benutzen wollen.
Die Herausforderung: Motorradparken in Duplex-Garagen
In vielen Städten sind sogenannte Duplex-Garagen mittlerweile Standard. Das als erstes einfahrende Auto wird dabei auf der Parkfläche nach oben gezogen, so dass darunter ein weiterer Parkplatz entsteht. Eigentlich sollen diese Garagen natürlich dazu dienen, mehr Parkraum zu schaffen, doch wenn ein Motorrad auf dem ‘oberen Parkplatz’ steht und nach oben gezogen wird, kann es immer sein, dass es dabei umfällt.
Rechtliche Aspekte
Ein Urteil des Amtsgerichts München (AZ: 282 C 8621/07) macht deutlich, dass der Motorradbesitzer einen möglichen Schaden nicht einmal vom Verwalter der Garage einfordern kann. Die Richter entschieden, dass Duplex-Garagen generell nicht für Zweiräder ausgelegt seien und dass der zuständige Verwalter auch nicht die ordnungsgemäße Sicherung eines dort abgestellten Motorrads überprüfen müsse. Die Sicherung des Gefährts obliegt allein dem Zweiradbesitzer.
Tipps zur sicheren Unterbringung
Hier sind einige Tipps und Tricks, wenn du dein Motorrad für mehrere Wochen oder Monate unterstellen willst oder musst, damit du sie auch in einem ordentlichen Zustand wieder vorfindest:
- Wetterverhältnisse berücksichtigen: Ein Bike, welches wochenlang Wind, Regen, Schnee und auch Sonne ausgesetzt ist, wird dir eher früher als später die Probleme bereiten. Feuchtigkeit führt zu Korrosion und macht viele Teile am Bike anfällig für Rost, was wiederum in teuren Werkstattbesuchen resultiert.
- Faltgarage nutzen: Solltest du nicht über eine Garage oder ein Carport verfügen, empfiehlt es sich, in eine atmungsaktive Faltgarage zu investieren. Zeitgleich schützt die Plane dein Bike vor zu starker Sonneneinstrahlung, welche auf Dauer die lackierten Teile deines Motorrads angreift.
- Windschutz suchen: Achte darauf, dass dein Stellplatz nicht unbedingt in einer Windschneise ist. Ein Innenhof oder zwischen Autos in einer Seitenstraße erfüllen den Zweck.
- Hauptständer verwenden: Wenn dein Motorrad über einen Hauptständer verfügt, nutze ihn auch. Alternativ können auch Montageständer verwendet werden.
Diebstahlschutz
Gerade in Großstädten sind die eben erwähnten Seitenstraßen und Innenhöfe leider nicht mehr die sicherste Lösung. Einige wenige haben das Glück ihre Maschine in Wohnung, Keller oder Garagen abstellen zu können. Für andere bleibt nur ein gutes Schloss - im besten Fall sogar zwei. Ein Bremsscheibenschloss hat sich dabei als am Sichersten herausgestellt. Wenn du dazu ein Panzerkettenschloss an einem festen Gegenstand sicherst, bist du auf einem guten Weg.
Pflege vor dem Abstellen
Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Reinigen und Pflegen verschiedener Motorradteile. So sollte auf jeden Fall die Kette gereinigt und geschmiert, die Batterie geladen, die Flüssigkeiten (Bremse, Kühlung, Öl, Benzin) geprüft und der Reifendruck erhöht werden. Wenn du dann noch mit Korrosionsschutz über anfällige Teile, wie den Krümmer, gehst, meisterst du den Job!
Spezielle Lösungen für Duplex-Garagen
Einige Motorradfahrer haben spezielle Lösungen für das Parken in Duplex-Garagen entwickelt:
- Motorradwippe mit Fixierung: Eine Motorradwippe kann auf dem Boden der Bühne verschraubt werden, um das Motorrad zu stabilisieren. Zusätzlich kann eine Wegrollsicherung verhindern, dass sich die Wippe nach hinten öffnen kann.
- Ständer mit Vierkant-Profil: Ein einfacher Ständer, in den das Motorrad gestellt werden kann, kann mit einem Vierkant-Profil versehen werden, das in die Lamellen des Garagenbodens greift und so ein Verrutschen verhindert.
Alternativen zur Duplex-Garage
Wenn das Parken in einer Duplex-Garage zu riskant oder aufwendig erscheint, gibt es auch alternative Unterbringungsmöglichkeiten:
- Faltbare Garagen: Die italienische Firma stellt faltbare Garagen her, unter anderem für Motorräder. Dabei könnt Ihr Euch Farbe, die Art der Platten und der Folierung aussuchen.
- Holzgaragen: Bei “Holz-Garage”, einer Firma aus Zossen (südlich von Berlin), könnt Ihr wetterfeste Garagen aus massivem Holz ordern.
- Faltgarage von Bikehome: Die Firma “Bikehome” aus Tiefenthal in der Pfalz bietet eine ganzjährig einsetzbare Faltgarage an.
Garagennutzung und rechtliche Aspekte
Garagen gelten als Stellplätze und dürfen nicht zweckentfremdet werden. Ein notwendiger Stellplatz ist zunächst für das Abstellen von Kraftfahrzeugen bestimmt. Motorräder dürfen also auch in einer Garage geparkt werden. Bei notwendigen Garagen ist das grundsätzlich nicht möglich, denn die Nutzung als Lagerfläche ist hier nicht vorgesehen.
Entscheidend ist, dass ein Kraftfahrzeug dort abgestellt werden kann. So dürfen auch Winterreifen oder Dachgepäckträger in der Garage gelagert werden, sofern ausreichend Platz dafür vorhanden ist.
Batteriepflege während der Standzeit
Das Aufladen einer Motorradbatterie ist unerlässlich, vor allem, wenn das Motorrad lange Zeit steht. Häufiges Aufladen verhindert die Selbstentladung Ihrer Batterie und verlängert ihre Lebensdauer bis zu dreimal. Wenn Sie sich fragen, welches Ladegerät Sie verwenden sollten, wenn Sie Ihr Motorrad abstellen, könnten Sie das intelligente Ladegerät CT5 POWERSPORT verwenden, mit dem Sie sicherstellen können, dass Ihr Motorrad immer einsatzbereit ist.
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