Durchfahrt für Motorräder verboten: Bedeutung und Konsequenzen

Das Verkehrszeichen "Durchfahrt verboten" begegnet uns oft im Straßenverkehr, und es ist wichtig, seine Bedeutung genau zu kennen. Es gibt Straßen, die nicht alle Verkehrsteilnehmer befahren dürfen. Die Einschränkungen sind je nach Verbotsschild unterschiedlich. Daher ist es wichtig, dass du die geltenden Verkehrszeichen kennst.

Was bedeutet das Verkehrszeichen 260?

Das Verkehrszeichen 260 ist ein rundes Schild mit roter Umrandung und einem Motorrad (oben) und einem Auto (unten) in der Mitte. Beide sind durch einen Strich getrennt. Das Verkehrszeichen 260 beschränkt das allgemeine Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge aller Art (250) auf mehrspurige Kfz und Motorräder.

Für wen gilt das Verbot?

Das Zeichen 260 gilt zum Beispiel für alle Kraftfahrzeuge, Radfahrende hingegen dürfen durchfahren.

Ausnahmen vom Durchfahrtsverbot

Es ist möglich, dass bestimmte Personengruppen von dem Verbot ausgenommen werden. Hierzu können etwa Fahrradfahrer und Anwohner zählen. Entsprechendes ist durch ein Zusatzzeichen unter dem Verkehrsschild anzuzeigen.

Häufig sieht man das Zusatzschild "Anlieger frei" zusammen mit dem Zeichen 250 "Durchfahrt verboten". Anlieger ist, wer ein an der Straße anliegendes Grundstück bewohnt oder zu einer Erledigung aufsuchen muss. Es genügt irgendeine Beziehung zum Anliegergrundstück. Dann dürfen Sie den gesperrten Bereich befahren.

Landwirtschaftliche Fahrzeuge haben ein grünes Kennzeichen. Nur wenn dass Zusatzzeichen VZ 1026-36 bzw. "Landwirtschaftlicher Verkehr frei" beim Zeichen 260 dürfen landwirtschaftliche Fahrzeuge weiterfahren. Dazu gehören zum Beispiel Traktoren und Mähdrescher.

Rechtliche Aspekte und Bußgelder

Wer eine Straße mit diesem Schild verbotswidrig passiert oder hier parkt, riskiert ein Bußgeld. Bei Vorschriftszeichen muss man immer mit Sanktionen rechnen. Wie hoch die Strafe ausfällt, variiert.

Die Begründung des OLG lautet, dass der ruhende Verkehr durch das Verkehrsschild 260 nicht erfasst wird. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat die Rechtsbeschwerde eines Motorradfahrers zugelassen, der sein Kraftrad in einer Straße mit Verkehrszeichen Nr. 260 geparkt hatte und ein Verwarngeld zahlen sollte. Es ist nicht klar zu erkennen, ob ein Halten und Parken von Krafträdern durch das Schild verboten ist.

Ist die Durchfahrt verboten, liegt die Strafe für das Befahren mit einem Pkw bei 55 Euro. Das Bußgeld für einen „Durchfahrt verboten“-Verstoß mit dem Fahrrad beläuft sich auf 25 Euro. Punkte in Flensburg gibt es beim Verstoß gegen „Durchfahrt verboten“ nicht.

Bußgelder bei Missachtung des Durchfahrtsverbots

Hier eine Übersicht über die Bußgelder bei Missachtung des Durchfahrtsverbots:

Verstoß Bußgeld in Euro
Durchfahrtverbot mit einem Kfz nicht beachtet 50
… mit einem Kfz mit Anhänger 55
… mit einem Bus 55
… mit einem Kfz über 3,5 t zGG (außer Pkw und Bus) 100
Durchfahrtverbot mit einem Rad oder Elektrokleinstfahrzeug (E-Scooter) missachtet 25
... mit Behinderung 30
... mit Gefährdung 35
... mit Unfallfolge 40

Unterschiedliche Verkehrszeichen

Das „Einfahrt verboten“-Schild kennzeichnet die im allgemeinen Sprachgebrauch auch als „Einbahnstraße“ bezeichneten Straßen. Das Schild, das Ihnen die Durchfahrt verbietet, ist ein weißer Kreis mit rotem Rand.

Verbot der Einfahrt vs. Durchfahrt verboten

Das Verkehrszeichen „Einfahrt verboten“ ist ein roter Kreis mit einem weißen Querbalken in der Mitte. Das „Einfahrt verboten“-Schild zeigt einen roten Kreis mit einem weißen Strich, der mittig platziert ist. Du kannst es also gut von der Optik unterscheiden.

Das Verbot der Einfahrt bedeutet für dich, dass die Einfahrt in eine bestimmte Fahrbahn und für eine Fahrtrichtung untersagt ist. Das kommt vor allem bei Einbahnstraßen und Autobahnauffahrten vor. Von der anderen Seite ist das Befahren üblicherweise möglich.

Ein Durchfahrtsverbot gilt hingegen in beiden Richtungen. Merke dir, dass bei diesen Schildern das Befahren für beide Fahrtrichtungen untersagt ist.

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