Millionen Deutsche pendeln regelmäßig zur Arbeit. Um ihren Alltag aufzupeppen, nutzt Redakteurin Sandra Leinfelder ein Faltrad als zusätzliche Alternative zur Bahn. Das kompakte Maß der E-Falträder im zusammengelegten Zustand ermöglicht es sie fast überall mit hinzunehmen. Denn auch im Faltradsegment schreitet die Elektrifizierung fort.
Was ist ein E-Bike Klapprad?
Die typischen Klappräder der 1970er Jahre waren einfache Modelle, die nach dem Lösen einer großen Schraube oder eines großen Hebels einfach in der Mitte zusammengeklappt wurden. Schon dieser simple Vorgang machte das Rad kompakter, so dass es in der Wohnung, im Kofferraum, in der Bahn oder im Wohnmobil weniger Platz benötigte.
Nicht alle modernen Falträder werden einfach mit einem Scharnier mittig zusammengeklappt. Grundsätzlich sollte man beachten, dass Klappräder und Klapprad E-Bikes umso leichter zu transportieren sind, je kompakter sie zusammengefaltet werden können - manche Modelle passen sogar in eine zugehörige Tragetasche. Meistens sind diese kleinen Bikes mit kleinen Laufrädern ausgestattet, die in der Regel weniger Fahrkomfort und Dynamik bieten als größere Laufräder.
Arten von E-Bike Klapprädern
Klapprad E-Bikes gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Es gibt E-Bike Klappräder mit Rücktritt, auch Mobilemaster bietet entsprechend Bikes an, ein anderes Beispiel ist Saxonette mit dem Premium Plus. Die Mehrzahl der angebotenen Klapprad E-Bikes sind Pedelecs mit Motorunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h, es gibt aber auch E-Bike Klappräder, deren Motor bis 45 km/h Schub generiert.
Oftmals ist ein E-Bike Klapprad mit tiefem Einstieg konstruiert. Solche Modelle sind klassisch als Unisex-Bikes für Damen und Herren gleichermaßen ausgelegt. Sein waagrechtes Oberrohr ermöglicht nämlich keinen Durchstieg, ein Bein muss über den Sattel geschwungen werden und das Oberrohr lässt zudem dem Rock oder dem Kleid keinen Platz.
E-Bike Klapprad Modelle im Test
Top Modelle im Überblick
Auch für das Jahr 2025 gibt es wieder einige interessante Modelle auf dem Markt. Hier eine Übersicht:
- Bergamont Paul-E
- Flyer Upstreet 2
- Brompton Electric C-Line Explore
- Vektron Q9 von Tern
- Cube Fold Hybrid Comfort 500
- Legend Etna
- Fischer Agilo 2.0
Ausgewählte Modelle im Detail
Im Folgenden werden einige der genannten Modelle detaillierter betrachtet:
- Cube Fold Hybrid Comfort 500: Das Cube Fold Hybrid Comfort 500 ist ein E-Faltrad mit einem leichten Aluminiumrahmen und einem Bosch Performance Motor. Es bietet eine Shimano Nexus 5-Gang-Schaltung. Die hydraulischen Shimano-Scheibenbremsen sorgen für Sicherheit, während das auffällige electricblue´n´reflect-Design für Sichtbarkeit im Stadtverkehr sorgt.
- Brompton Electric C-Line Explore: Brompton baut das Electric C-Line Explore mit klassischem Stahlrahmen und entsprechend filigranem Erscheinungsbild auf. 17,4 Kilo wiegt das schlanke Rad mit Frontmotor, Brompton 6-Gang-Schaltung und Felgenbremsen.
- Flyer Upstreet 2: Das elegante Upstreet 2 von Flyer nutzt einen Bosch Mittelmotor. Für Komfort sorgen sein tiefer Einstieg und die gefederte Sattelstütze. Flyer setzt bei diesem E-Faltrad auf eine Nabenschaltung und Scheibenbremsen von Shimano.
- Hercules Rob Fold R5: Hercules hat mit der Rob-Fold-Reihe ein ebenso spannendes wie auch simples E-Klapprad im Programm. Denn anders als sonst üblich wird das E-Bike einfach nur in der Mitte zusammengeklappt, der Lenker kann unangetastet stehen bleiben.
Weitere getestete Modelle
Im grossen BikeX-Klapprad-Test 2025 wurden auch Modelle von Cube, Eovolt, Gudereit, Hercules, Tern und Vello getestet.
Besondere Modelle im Fokus
Hercules Rob Fold R5 im Detail
Während der Preis für das Einsteigermodell R7 mit 2899 Euro recht human ausfällt, schlägt unser getestetes Topmodell R5 mit satten 4199 Euro zu Buche. Einmal mehr zieht ein Aggregat aus dem Ländle ins Tretlager ein, im R5 steckt der Performance-Line-Cruise-Motor mit satten 75 Newtonmetern Drehmoment. Zudem wird er von einem 545-Wattstunden-Akku flankiert.
Einfacher Klappmechanismus
Der größte Clou des Rob Fold ist dessen Klapp-Mechanismus. Denn anders als üblich wird das E-Bike nur einmal vor dem Motor zusammengefaltet - das war es auch schon. Ein kleiner Federzug hält dann das Vorderrad am Rahmen.
Hohes Gewicht
Wo es wirklich hakt, ist beim Gewicht: satte 26,8 Kilogramm wog das Testrad auf der Redaktionswaage - das ist einsame Spitze.
Ausstattung
Shimano liefert Nabenschaltung und Naben, Schwalbe die griffigen 20-Zoll-Gummis, Gates den Carbon-Riemen, Limotec eine federnde Sattelstütze, Tektro eine Hydraulikbremse.
Fahrverhalten
Im Alltag gefahren: Hercules Rob Fold R5Bleibt der Fahr- und Alltagstest - und hier weiß das Rob Fold voll zu überzeugen. Einmal mehr ist der super verarbeitete Alu-Rahmen eine Bank und selbst unter widrigsten Bedingungen stabil wie ein Stahlträger. Die Sitzposition lässt sich breit einstellen - sowohl kleine 1,60 als auch große 1,80 Piloten fühlten sich auf Anhieb wohl. Insgesamt sitzt man eher hoch auf dem Rad.
SmartEC Camp-20D
Das SmartEC Camp-20D E-Klapprad überzeugt mit zertifizierter Sicherheit, einem hochwertigen Aluminiumrahmen und klappbaren Pedalen. Es bietet ein kompaktes und praktisches Design, das ideal für den mobilen Einsatz ist. Die hohe Qualität des Aluminiumrahmens sorgt für Stabilität und Langlebigkeit. Dank der klappbaren Pedale lässt sich das E-Klapprad einfach und platzsparend verstauen. Mit dem SmartEC Camp-20D E-Klapprad können Sie bequem und sicher unterwegs sein.
E-Motos K20 Faltrad
In Anbetracht unseres Vergleichs zeichnet sich das E-Motos K20 Faltrad durch seine durchdachten Features aus. Die Benutzerfreundlichkeit steht im Vordergrund, und die Kompaktheit erhöht den Mobilitätsfaktor erheblich. Abgerundet wird das Paket durch die energiesparende LED-Beleuchtung, die zugleich für Sicherheit und Effizienz steht.
AsVIVA B13
Das Klapprad B13 von Asviva befindet sich im oberen Preissegment, bietet jedoch eine hohe Langlebigkeit dank seiner robusten Reifen. Die Sechs-Gang-Kettenschaltung in Kombination mit den fünf Motorstufen ermöglicht eine vielseitige Fahrt. Der unauffällige Akku am Fahrradrahmen stört nicht während des Fahrens. Dieses Produkt eignet sich besonders für anspruchsvolle Fahrer, die Wert auf Langlebigkeit und Vielseitigkeit legen.
Fafrees F20
Die Mobilitätslandschaft wird von dem revolutionären Fafrees F20 E-Bike aufgemischt. Mit seinem beeindruckenden 36 V 16AH Akku bietet es eine bemerkenswerte Reichweite von 60 bis 80 Kilometern im vollelektrischen Modus und sogar 100 bis 130 Kilometern mit Pedalunterstützung. Die robusten 3,0 Zoll dicken Reifen machen das Rad zur idealen Wahl für anspruchsvolle Mountainbike-Touren, und mit einer Tragfähigkeit von bis zu 150 kg ist auch für Stabilität und Sicherheit gesorgt.
HITWAY BK5
Das Hitway E-Bike bietet eine personalisierbare und sichere Fahrerfahrung dank seiner zwei Arbeitsmodi und der einstellbaren Höhe, die verschiedene Fahrstile und Körpergrößen unterstützt. Die intelligenten Displays halten alle wichtigen Informationen stets im Blick des Fahrers. Die Scheibenbremsen und die LED-Beleuchtung sorgen für zusätzliche Sicherheit.
VecoCraft Nemesis
Das VecoCraft-E-Bike-Nemesis sichert sich zwar keinen der oberen Ränge, trotzdem begeistert uns das E-Bike-Klapprad in unserem Vergleich. Der Rahmen lässt sich einfach falten, was uns begeistert, und der komfortable Sattel erhöht den Sitzkomfort um einiges, was einen weiteren Vorteil darstellt. Zudem verfügt das E-Bike über eine Batterie mit Zellen von Samsung, was unser positives Gesamtbild zusätzlich abrundet.
Einkaufshilfe für E-Bike Klappräder
Bei Bedarf nutzen Sie einfach den Elektroantrieb und schon meistern Sie dank der Elektromotor-Unterstützung nahezu jede Herausforderung. Ein gutes E-Klapprad sollte eine ausreichend hohe Akku-Laufzeit bieten und über einen leistungsstarken Motor und zuverlässige Bremsen verfügen.
Wichtige Auswahlkriterien
Für die Kaufentscheidung sind Auswahlkriterien wie Eignung (für Damen oder Herren), Radgröße, Elektromotor-Typ, Schaltsystem, Bremsen, Ausstattung und Unterstützung relevant.
- Eignung für den Nutzer: Damen- oder Herrenrad
- Radgröße
- Elektromotor-Typ: Mittelmotor, Nabenmotor am Vorderrad oder Nabenmotor am Hinterrad
- Schaltsystem
- Bremsen
- Ausstattung
- Unterstützung
Worauf muss man bei einem Elektro Klapprad achten?
Vor dem Kauf eines Elektro Klapprads ist es wichtig zu wissen worauf man achten sollte und was ein gutes Rad von einem schlechten unterscheidet.
Wichtige Kriterien
- Hochwertiger Akku
- Reichweite des Akkus
- Ladezeit
- Geschwindigkeitsstufen und Höchstgeschwindigkeit
- Anfahrhilfe
- Gewicht
E-Bike Klapprad Test - Das Wichtigste in Kürze
Für das Pendeln mit der Bahn sollte dein Klapprad möglichst leicht und kompakt sein. Für Fahrten durch das Gelände kann es ein Fatbike mit dicken Reifen und ordentlich Power sein. Die meisten E-Bikes haben 250 Watt Leistung. Interessant ist das Drehmoment. Je größer, desto besser ist die Power bzw. der Anzug. Beim Akku solltest du auf den Wert der Wattstunden achten (Volt*Ah=Wh). Je mehr Wh, desto größer ist die maximale Reichweite. Die Klappräder aus meinem Test haben 320 bis 950 Wh Akkukapazität.
Empfehlungen und Testsieger 2025
Im Folgenden die Empfehlungen und Testsieger im Überblick:
- Meine Empfehlung: Vakole VT4 (Bewertung: 8,9 von 10)
- smartEC Camp-20D und Camp-20H: Meine Empfehlung der Mittelklasse
- Tern Vektron S10: Ein leichtes E-Klapprad (Bewertung: 9,2 von 10)
- SAXONETTE Compact Plus: Ein leichtes Elektro-Klapprad mit Rücktrittbremse
- MYVELO Rio und Palma: Testsieger in der Kategorie Elektro-Fatbike-Klapprad
- Vakole Y20 Pro mit einer Reichweite von 83 Kilometern (Bewertung: 8,7 von 10)
- MYVELO Molinar: Mein aktuelles Lieblings-Klapprad für den Wald und die Berge
- Hitway BK6S: Mein Preistipp und der Kompromiss zwischen Faltrad und Fatbike
- Engwe L20 SE: Entspannt mit großer Ausstattung und viel Komfort unterwegs
ADAC Klapp- und Falträder Test
Falt- bzw. Klappräder sind praktisch und leicht zu transportieren - aber sind sie auch wirklich empfehlenswert? Im ADAC Test zeigten acht falt- bzw. klappbare Fahrräder sehr unterschiedliche Charakteristiken.
ADAC Testsieger
Testsieger ist das Modell G Line von Brompton mit einer soliden 2,3 im Gesamtergebnis. Dahinter folgen drei weitere Modelle von Riese & Müller (2,4), Coast-Bikes und Dahon (jeweils 2,5) mit der Note "gut".
ADAC Testkriterien
- Fahren
- Handhabung
- Sicherheit und Haltbarkeit
- Schadstoffe in Griffen und Sattel
ADAC Empfehlungen an die Hersteller
- Die Haltbarkeit der Falt- und Klappräder muss den geltenden Anforderungen standhalten. Rahmen dürfen nicht brechen
- Die Bremsen müssen auch bei nassen Verhältnissen ihre Leistung bringen. Hier sollte mindestens das vorgeschriebene Verhältnis erreicht werden
- Bedienungsanleitungen zum Falten bzw. Klappen der Räder müssen im Lieferumfang enthalten sein. Zudem sollte ein Typenschild mit der Herstelleradresse und notwendigen Angaben wie zul. Gesamtgewicht am Rahmen vorhanden sein
- Alle Bikes sollten serienmäßig mit einer Lichtanlage und Reflektoren ausgestattet sein
- Lichtanlagen müssen der StVZO entsprechen und dürfen vor allem nicht blenden
ADAC Tipps für Verbraucher
- Vor dem Kauf sollte der geplante Einsatz des Falt- bzw. Klapprades überdacht werden. Ist geringes Packmaß wichtig oder soll der Klappmechanismus möglichst simpel sein?
- Mechanik und Fahrverhalten der Räder sind sehr unterschiedlich. Eine Probefahrt und das Ausprobieren des Zusammenklappens ist vor dem Kauf angeraten
- Unbedingt auf das zulässige Gesamtgewicht des Falt- bzw. Klapprades achten und dabei auch Gepäckträger und Gepäck bedenken
- Vor dem Kauf abklären, ob das Falt- bzw. Klapprad beim Reisen oder Pendeln im individuellen öffentlichen Nahverkehr ohne Probleme mitgenommen werden kann
Vorteile eines E-Klapprads
- Geringes Packmaß
- Flexibilität
- Angenehmes Fahrgefühl
- Umweltfreundlichkeit
- Gesundheitsfördernd
- Kostenersparnis
- Zeitersparnis
Beliebte Einsatzgebiete
- Pendeln
- Stadterkundung
- Camping und Freizeit
- Urlaub
- Menschen mit eingeschränkter Mobilität
- Unternehmen und Lieferdienste
Empfehlenswerte faltbare E-Bikes
Keteles Klapprad E-Bike mit Breitreifen
Wir beginnen mit einem typischen E-Fatbike. Dennoch ist der Rahmen mit einer maximalen Zuladung von 200 kg sehr belastbar. Dieses 20-Zoll-Elektrofahrrad setzt auf sehr breite Reifen mit 4 Zoll.
Tern Vektron S10
Mit dem S10 der Vektron-Modellreihe kaufst du ein E-Klapprad auf 20-Zoll-Reifen. Der „Bosch Performance“-Motor gibt die Richtung vor. In Kombination mit dem „Bosch Powerpack“ ergibt sich ein leistungsstarkes Duo für maximalen Fahrspaß.
SachsenRAD E-Folding Race Bike F11 MagPuma
Nimm Platz auf dem ergonomischen SachsenRAD-Sattel und tritt in die Pedale. Den Rest übernehmen der 250 Watt starke Motor und der Lithium-Akku mit 7,8 Ah.
Bergamont E-Ville SUV 7.3 FH Wave
Ein voll ausgestattetes Unisex-E-Faltrad mit einer hochwertigen Shimano-Gangschaltung. Ideal zum Reisen und für Pendler, die Wert auf Sicherheit und Robustheit legen.
Mammut E-Fold 9
Dein vielleicht optimaler Begleiter für viele Lebenslagen. Schon im einsatzbereiten Zustand ist der kleine und flinke Flitzer beeindruckend.
Kaufkriterien für E-Klappräder
- Motorleistung
- Reichweite
- Akkukapazität
| Modell | Motor | Akku | Reichweite | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|
| Cube Fold Hybrid Comfort 500 | Bosch Performance | k.A. | k.A. | Leichter Aluminiumrahmen, Shimano Nexus 5-Gang-Schaltung |
| Brompton Electric C-Line Explore | Frontmotor | k.A. | k.A. | Stahlrahmen, Brompton 6-Gang-Schaltung |
| Flyer Upstreet 2 | Bosch Mittelmotor | k.A. | k.A. | Tiefer Einstieg, gefederte Sattelstütze |
| Hercules Rob Fold R5 | Bosch Performance Line Cruise | 545 Wh | k.A. | Einfacher Klappmechanismus, hohes Gewicht |
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