E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und eröffnen neue Möglichkeiten der Fortbewegung. Doch was kostet E-Biken wirklich im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln? Dieser Artikel bietet einen umfassenden Kostenvergleich pro Kilometer zwischen E-Bikes, Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV).
E-Bike-Kaufberatung
Wenn du dich entschieden hast, dir ein E-Bike zuzulegen, solltest du einige wichtige Punkte beachten:* **Preis:** E-Bikes unter 1300 Euro sind oft keine gute Wahl, da qualitativ hochwertige Komponenten entscheidend für eine lange Lebensdauer und Fahrfreude sind. Wir können dir kein E-Bike unter einer Preisgrenze von 1300 Euro wirklich empfehlen, weil es bei dieser Art Bikes auf mehrere technische Komponenten ankommt, die durchweg qualitativ hochwertig sein müssen, um eine lange Freude daran zu garantieren.* **Einsatzbereich:** Überlege, für welchen Zweck dein E-Bike hauptsächlich genutzt werden soll.* **Beratung:** Nutze die Möglichkeit einer professionellen Beratung, ob online (Telefonberatung) oder vor Ort im Fachgeschäft. Informiere dich gut, überlege, für welchen Zweck dein E-Bike überwiegend zum Einsatz kommen soll und nutze die Möglichkeit einer professionellen Beratung, ob Online (Telefonberatung) oder bei uns vor Ort im Fachgeschäft.* **Qualität:** Entsprechend zum Preis steigt auch die Qualität der Ausstattung, wozu auch die Einzelkomponenten zählen.Ab ca. 2000 Euro bist du in einer Preisklasse, in der du mit Sicherheit viel Fahrgenuss erleben wirst.
Kostenvergleich: Auto, ÖPNV, E-Bike
Um die Kosten der verschiedenen Transportmittel vergleichbar zu machen, betrachten wir die Kosten pro Kilometer. Wir haben uns daher gefragt, wie teuer die Alternativen Stand heute sind. BikeX wollte daher wissen, wie teuer die drei Alternativen miteinander verglichen derzeit wirklich sind. Um die Kosten möglichst transparent miteinander vergleichen zu können, haben wir sie für die einzelnen Transportmittel jeweils auf den Kilometer heruntergebrochen.
Auto
Der ADAC geht bei einem neuen Golf mit einem 1,5-l-Benzinmotor und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern von 54,2 Cent pro gefahrenem Kilometer aus. Der Automobil-Club geht darin bei einem neuen Golf, auch 2022 noch das beliebteste Auto der Deutschen, mit einem 1,5-l-Benzinmotor und einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern von 54,2 Cent pro gefahrenem Kilometer aus - 100 Kilometer kosten also Summa summarum satte 54 Euro! Darin berücksichtigt sind der Preis für den Neuwagen und der damit verbundene Wertverlust über fünf Jahre, sowie die Kosten für Kraftstoff, Steuern, Versicherungen, Werkstatt und sonstiges.**Kosten pro Kilometer mit dem Auto: 0,54 Euro**
ÖPNV
Für das Jahresticket auf Basis des angekündigten 49-Euro-Tickets sind hier nur noch 588 Euro im Jahr fällig, das macht pro Kilometer Kosten von - Achtung, Wortwitz - bahnbrechenden 5 Cent je Kilometer, 100 Kilometer kosten also nur 5 Euro.**Kosten pro Kilometer mit dem ÖPNV: 0,05 Euro**
E-Bike
In unserer Beispielrechnung sind wir von einem Neupreis von 3000 Euro für das E-Bike ausgegangen, die sich auf eine Nutzungsdauer von fünf Jahren verteilen. Für Strom haben wir mit 1 kWh pro 100 Kilometer eher konservativ gerechnet, die Kilowattstunde Strom kosten im deutschen Mittel derzeit 0,359 Euro (Stand Februar 2023). Rechnet man all diese Kosten in die Kalkulation mit ein und bricht sie auf den Kilometer herunter, dann kommt man auf 10 Cent pro gefahrenen Kilometer mit dem Pedelec - auf 100 Kilometern also gerade mal 10 Euro.**Kosten pro Kilometer mit dem E-Bike: 0,10 Euro**Die jährlichen Stromkosten belaufen sich auf schmale 40 Euro; den größten Anteil machen die oft teuren Verschleißteile in unserer Rechnung aus.
| Transportmittel | Kosten pro Kilometer || :------------- | :------------------ || Auto | 0,54 Euro || ÖPNV | 0,05 Euro || E-Bike | 0,10 Euro |E-Bike Typen
E-Bikes können die Möglichkeiten erweitern, Fahrrad zu fahren statt den Pkw zu nutzen (siehe UBA-Verbrauchertipp Elektroräder). Je nach deinen Präferenzen und Fahrwegen kannst du zwischen einem City E-Bike, Trekking E-Bike oder Speed Pedelec wählen.* **E-City-Bikes, einfache Trekking- und Hardtail-E-Bikes sowie Cross-E-Bikes** liegen in einer günstigeren Preisklasse. Die zweckmäßige Ausstattung sowie Robustheit zeichnen diese Fahrräder aus.* **Aluminiumrahmen und gute Federungskomponenten** sind hier bereits Standard.* **E-Bikes in einer höheren Preisklasse** bestehen aus wesentlich leichteren Materialien, was längere Touren ermöglicht. Die Komponenten sind unschlagbar, ganz gleich, ob du dich dabei auf den leichten Alu- oder Carbonrahmen konzentrierst oder ein E-Mountainbike einem E-Rennrad vorziehst: du kannst dich über sehr leistungsstarke Motoren und Akkus freuen und wirst in keinem Fall mit Mankos rechnen müssen.
Umweltaspekte und Vorteile von E-Bikes
Im Vergleich zum Auto sind E-Bikes günstiger, ökologischer, gesünder, häufig schneller und definitiv platzsparender. Steigt man vom Standard-Fahrrad auf ein E-Bike um, dann hat dies keinen Umweltnutzen - denn allein die Herstellung des erforderlichen Akkus, also die Aufwände für die Rohstoffgewinnung, Herstellungsprozesse sowie Transport und Logistik, verursachen zusätzliche CO2-Emissionen. Es kommt also darauf an, dass man mit dem E-Bike Fahrten mit anderen motorisierten Verkehrsmitteln ersetzt.Vergleicht man die Treibhausgasemissionen, so erzeugt ein übliches Pedelec 15 Gramm, ein Pkw hingegen 194 Gramm CO2-Äquivalente je Personenkilometer. Vereinfacht gesagt, ist das Pedelec also mehr als 12-mal klimafreundlicher als das Auto. Für eine noch bessere Klimabilanz sollte der E-Bike-Akku mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen werden.
E-Bike Versicherung
E-Bikes sind nicht nur bei ihren Besitzern sehr beliebt, sondern auch bei Dieben. In Deutschland werden jährlich etwa 150.000 E-Bike-Diebstähle gemeldet. Eine E-Bike Fahrradversicherung ist, das sei hier schonmal vorweggenommen, für höherwertige E-Bikes auf jeden Fall sinnvoll.Besitzer eines E-Bikes haben drei Möglichkeiten, ihr Pedelec zu versichern:1. Einschluss in die Hausratversicherung2. Spezielle E-Bike Versicherung (Diebstahl, Beschädigung, Verschleiß, Schutzbrief) abschließen3. E-Bike DiebstahlversicherungDer Beitrag für ein 2.500 Euro teures E-Bike liegt bei rund 60-70 Euro im Jahr.
ADAC E-Bike Test
Getestet hat der ADAC zehn preiswerte E-Bikes mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h. Überprüft wurden Tiefeinsteiger-Pedelecs unter 2000 Euro auf Fahreigenschaften, Antrieb, Handhabung, Sicherheit sowie Schadstoffe.Im Gesamtergebnis des Tests sind nur zwei von zehn Pedelecs gut, fünf befriedigend, eines ist ausreichend. Aber es gibt auch zwei mangelhafte Modelle. Mit einer Akku-Reichweite von 73 Kilometern im Test (genormter Reichweitenzyklus nach R200 vom Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) auf dem ADAC Prüfstand) ist mit dem Deruiz auch ein entspannter Tagesausflug möglich.
| Hersteller/Modell | Preis in Euro | ADAC Urteil |
|---|
| Deruiz E-Bike Quartz,28 Zoll Trekking Elektrofahrrad | 1399 | 2,5 |
| Fischer E-Bike Cita 2.2i | 1949 | 2,5 |
| Lidl/Crivit Urban E-Bike Y.2 | 1599 | 2,8 |
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