Yamaha PW E-Bike System: Ein Klassiker unter den Antrieben

Der Yamaha PW Mittelmotor verdient ohne Zweifel den Titel eines Klassikers unter den E-Bike Antriebssystemen. Seit seiner Vorstellung im Jahr 2014 hat der Yamaha PW Motor mit seiner harmonischen Unterstützung und seinem starken Drehmoment beeindruckt.

Die Fahreigenschaften des Yamaha PW Mittelmotors

Wo andere Antriebskonzepte für den Trekking E-Bike Bereich eine eher zurückhaltende Leistung zur Unterstützung bieten, bildet der Hersteller Yamaha mit seinem Klassiker die Ausnahme. Mit einem maximalen Drehmoment von 70 Nm lässt der Yamaha PW jedes Trekking-Pedelec zur echten Kraftmaschine avancieren und jede ausgiebige Tour länger andauern. Dank so viel Unterstützung hältst du länger durch, ohne in Kämpfe mit deiner eigenen Ausdauer zu geraten. Der Schwerpunkt liegt hier wie auch bei anderen Pedelec-Antrieben von Yamaha auf einem möglichst natürlichen Fahrgefühl. Nichts desto trotz soll die Unterstützung der Tretleistung kräftig ausfallen.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht zum einen im „Zero-Cadence-Support“ und zum anderen im Dreifach-Sensorsystem. Dank des „Zero-Cadence-Support“ spricht das Antriebssystem blitzschnell auf den ersten Tritt in die Pedale an. Mit der Gewissheit solch unmittelbarer Elektromotor-Unterstützung kann dir kein Hügel das Fürchten lehren, weder in der Stadt, noch in der freien Natur.

Pedaldruck, Pedalumdrehungen und Geschwindigkeiten werden über je einen Sensor permanent gemessen, um auf diesen Daten aufbauend die perfekte Unterstützung zu deinem gegenwärtigen Fahrverhalten zu liefern. Je stärker du trittst, desto aktiver ist auch der Yamaha PW Elektromotor!

Yamaha PW dosieren

Das Dreifach-Sensorsystem trägt viel dazu bei, die Unterstützung des Elektromotors anhand der Eigenleistung zu regulieren. Hinzu kommen die vier Fahrmodi „Eco+“, „Eco“, „Standard“, und „High“, unter denen du während der Trekking E-Bike Fahrt hin und her schalten kannst, um den Grad der Motorunterstützung zu wählen. Auf diese Weise bestimmt man nicht nur die Leistungsentfaltung des Elektromotors, sondern kann auch Einfluss auf den Verbrauch der Akkukapazität nehmen. Befindet man sich auf gerader Strecke, benötigt man weniger Power, als beim Erklimmen eines steilen Anstiegs.

Yamaha E-Bike Antriebe: Der Baukasten für perfekte E-Bikes

Yamaha baut ähnlich wie Mitstreiter Bosch E-Bike-Antreibe im Baukastensystem. Das bedeutet, es gibt verschiedene Motoren, unterschiedliche Akkus und dazu noch eine kleine Auswahl an Displays. Die Fahrradhersteller haben somit die Aufgabe, für ihre Kreationen die optimalen Komponenten zusammenzustellen, denn die einzelnen Bauteile sind untereinander kombinierbar. Der Vorteil für dich? Du bekommst an deinem Pedelec genau das was du brauchst. Und du musst nicht für etwas bezahlen, das du nicht willst.

Yamaha PWseries ST: Der neue Allrounder

Yamaha hat dem klassischen PWseries SE E-Bike Antrieb eine Überholung verpasst und brachte damit den neuen Allrounder ins Leben - der Yamaha PWseries ST. Er gilt als Yamaha’s aktuellster und neuester Standard, mit derselben Bedienfreundlichkeit des PWseries SE, aber dafür mit einem weitaus größeren Einsatzbereich. In dem Zuge wurde auch der Trittfrequenz-Bereich für die Antriebsunterstützung vergrößert und an höhere Trittfrequenzen angepasst. Dank der Gewichtsreduzierung von 100 g, ist der Antrieb auch noch mal leichter als sein bekannter Vorgänger. Der PWseries St ist damit nicht nur Allrounder im Bereich Einsatzzweck, sonder auch ein Allrounder in Richtung E-Biker.

Der neue Automatic Support Mode aus dem Hause Yamaha Motor, sorgt für eine enspanntere Fahrt auf dem E-Bike. Durch die automatische Einstellung der passenden Antriebsunterstützung passt sich der Antrieb auf die jeweilige Fahrsituation an und man selbst muss diese nicht mehr eigenhändig auswählen. Ob anfahren, beschleunigen, bremsen, abrollen oder steile Berge erklimmen, der Antrieb kümmert sich selbst darum und die Konzentration fällt ausschließlich auf das Bremsen und das Schalten. Die Auslegung auf sportliche E-Bikes sorgt dafür, dass die Software des Yamaha PWseries ST auf die verschiedenen Bedingungen angepasst werden muss. Wie zum Beispiel, auf die verschiedenen Trails mit vielen Steigungen und lockerem Untergrund. Damit auch bei solchen Bedingungen der dynamische Flair eines E-MTBs nicht verloren geht, sorgt die Software für ein natürliches Fahrverhalten, indem durchdrehende Reifen oder Wheelies beim anfahren vermieden werden können.

Yamaha E-Bike Motoren im Überblick

Yamaha bietet eine breite Palette an E-Bike Motoren, die auf unterschiedliche Bedürfnisse zugeschnitten sind. Hier ein Überblick:

  • Yamaha PW-X: Die sportliche Variante, speziell für E-Mountainbikes entwickelt.
  • Yamaha PWseries SE: Geeignet für sportliches Fahren und Alltagsfahrräder, mit Fokus auf sanfte Kraftentwicklung.
  • Yamaha PWseries TE: Der "kleinste" Motor, ideal für die Stadt und Kurzstrecken.
  • Yamaha PWseries 45: Ein Sonderfall, der Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h unterstützt (S-Pedelec).

Für die Saison 2020 hat Yamaha seinen Motoren-Kader neu aufgestellt: Aus dem sportlichen PW-X ist der PW-X2 geworden, die mittlere SE-Serie heißt jetzt ST. Der kleine Motor der TE-Serie wird weitergeführt. Außerdem gibt es einen neuen Multi-Akku mit 400Wh.

Yamaha PW-X2: Die perfekte Verschmelzung von Mensch und Maschine

Der PW-X2 liefert dir Leistung in Reinform, dafür hat er weiterhin einen Extra-Power-Modus, er kann im Automatic Support Mode ohne lästiges Schalten gefahren werden, schließlich soll dich absolut nichts ablenken vom Pfad vor dir. Der PW-X2 ist der Spezialist für extreme Mountainbikes, Performancebikes und ernstgemeinte Trekkingbikes.

Yamaha PW-ST: Ein E-Bike-Antrieb für jeden Zweck

Wo nicht ganz so viel Power vonnöten ist, verortet Yamaha seinen mittleren Antrieb. Die PWseries ST überzeugt ebenfalls mit einem Automatic Support Modus, das System sucht sich selbst das perfekte Assistenzlevel aus, liefert so optimale Unterstützung und spart gleichzeitig Energie. Die Kombination aus Quad Sensor System und Automatic Support Mode liefert ein lineares, stabiles und natürliches Fahrverhalten der E-Bikes. Ruckhaftes Anfahren, durchdrehende Räder oder lahme Starts am Hang sind so gut wie ausgeschlossen. Der neue PW-ST gleicht in seinen Spezifikationen dem PW-SE, allerdings ist er etwas leichter als sein Vorgänger. Auch dieser Pedelec-Antrieb ist an sportlichen Fahrrädern zu finden, er treibt E-Mountainbikes an, aber auch E-Tourenbikes, Cross-E-Bikes oder Fitness-E-Bikes. Als bedienfreundlicher Allrounder eignet er sich sowohl für E-Bike-Neulinge, als auch für alte Hasen, die schon länger in der Szene unterwegs sind.

Yamaha PW-X2 45 S-Pedelec-Antrieb: Für die Eiligen

Mit einem Antriebsassistenten, der dich bis zu einer Geschwindigkeit von bis zu 45km/h anschiebt, geht eben alles ein bisschen schneller. Der 2020er PW-X2 45 ist nicht nur leichter als der alte PWseries 45, Yamaha konnte außerdem das Drehmoment von 70 Nm auf 80Nm in einem Extreme Power Mode steigern.

Yamaha E-Bike Motoren im Überblick:

Merkmal PW-X PWseries SE PWseries TE PWseries 45
Assistenzlevel Extra Power Mode, High, Standard, Eco, Eco+ High, Standard, Eco, Eco+ High, Standard, Eco, Eco+ High, Standard, Eco, Eco+
Gewicht 3,1 kg 3,5kg 3,4kg 3,9kg
Leistung; Geschwindigkeit 250 W; 25km/h 250 W; 25km/h 250 W; 25km/h 500 W; 45km/h
Drehmoment 80Nm, bzw. 70Nm 70Nm 60Nm 70Nm
Empfohlener Fahrradtyp Mountainbike, Crossbikes, Trekkingräder Trekkingräder, Tourenbikes,Citybikes Citybikes Trekkingräder, Citybikes

Yamaha E-Bike Spezial: Proprietäre Technologien

Jeder Hersteller, der E-Bike-Motorsysteme baut, hat seine geheimen Superkräfte, die es möglich machen, die Antriebe von denen der Konkurrenz unterscheiden. Bei Yamaha sind es vor allem zwei Innovationen, die Antriebe besonders nutzerfreundlich machen.

  • Quad Sensor System: Macht sich hauptsächlich in bergigem Gelände beliebt. Es registriert sofort, wenn dein E-Bike seinen Neigungswinkel ändert, wenn es also bergauf oder bergab geht. Es passt die Motorunterstützung entsprechend an.
  • Automatischer Unterstützungsmodus: Das System passt sich ohne weiteres Zutun an, du kannst allerdings auch auf Manualbetrieb umstellen und deinen Unterstützungsmodus selbst auswählen.

Die Powerpakete: Yamaha E-Bike Akkus

Yamaha hat drei verschiedene Akku-Systeme für dich im Programm: Da wären zum einen die Akkus, die auf dem Unterrohr befestigt werden, der voll integrierbare Multi-Akku und außerdem noch die Akkus, die auf dem Gepäckträger montiert werden.

Die Yamaha Batterien Down Tube und Rear Carrier (Gepäckträger) bekommst du in zwei verschiedenen Ausgaben, jeweils einen mit 500 Wh und einen mit 400 Wh. Die Akkus mit mehr Kapazität haben eine größere Reichweite, dafür laden sie etwas länger und schwerer sind sie auch. Der Multi-Akku bietet mit 600Wh die höchste Akkukapazität, ist aber auch deutlich schwerer.

Yamaha E-Bike-Akkus auf einen Blick:

Merkmal Multi-Akku Down Tube 500 Down Tube 400 Rear Carrier 500 Rear Carrier 400
Akkukapazität 600 Wh/36V 500 Wh/36 V 400 Wh/36V 500 Wh/36 V 400 Wh/36V
Gewicht 3,8 kg 3,0kg 2,9kg 3,0kg 2,9kg
Ladezeit 5,0 Std 4,0 Std 3,5 Std 4,0 Std 3,5 Std

Volle Übersicht: Die Displays

Yamaha bietet verschiedene Displays für seine E-Bike Systeme an:

  • Yamaha Display A: Kompakte Bauweise, simple Bedienung, ideal für E-Mountainbikes.
  • Yamaha Display C: Bietet ausführliche Angaben und kann per USB oder Bluetooth mit dem Handy gekoppelt werden.
  • Yamaha Display X: Robustes Design, ergonomische Handhabung, speziell für Action gebaut.

Yamaha PW-LINK-Motorsystem: Die E-Bike-Zukunft

Mit dem neuen PW-LINK-Motorsystem will Yamaha die Weichen für seine E-Bike-Zukunft stellen. Drei Motorvarianten, zwei Akkus, zwei Displays und eine neue App - alles ist vernetzt und individuell kombinierbar. Dadurch soll das modulare Konzept maximale Flexibilität für Hersteller und Nutzer ermöglichen.

Die drei neuen Motoren des PW-LINK-Systems sollen laut Yamaha den gesamten Bereich der E-Bike-Sparte abdecken. Als Flaggschiff für den E-MTB-Einsatz kommt der neue PW-X4-Motor zum Einsatz, der nun in die vierte Generation startet. Der kleinere und leichtere PW-L1-Motor soll ideal für Light-E-MTBs sein und bietet dementsprechend auch etwas weniger Power als sein großer Bruder. Als Letzter im Bunde soll der PW-S3-Motor den Bereich für Pendel- und Lastenräder abdecken.

Zusätzlich zu den drei neuen Motoren stellt Yamaha auch zwei neue Akkus vor. Vor allem der große 843-Wh-Akku war längst überfällig, da die Konkurrenz bereits seit Längerem mit solchen Kapazitäten glänzen kann.

Natürlich sollt ihr auf eurem Ride auch die nötigen Informationen über euer System im Blick behalten können. Dafür gibt es zwei Optionen: das Side-Display oder das Integrated-Display.

Mit dem neuen PW-LINK-System gibt es nun auch eine eigene App von Yamaha. Mit ihr lassen sich unter anderem die Unterstützungsstufen anpassen. Zudem bietet sie Akkuüberwachung, Anti-Diebstahl-Funktionen, Fahrdaten-Logging, Echtzeit-Coaching und Wartungserinnerungen.

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