E-Mountainbike Auslaufmodelle im Test: Günstiger Fahrspaß im Gelände

E-Mountainbiken ist ein kostspieliges Hobby. Dank des Wandels vom Verkäufer- zum Käufermarkt dürfen sich die Kunden nun die Hände reiben.

Lidl Crivit Peak 709 vs. Canyon Grand Canyon:On 7

Für nur 1799 Euro ist das Lidl Crivit eines der günstigsten E-Hardtails auf dem Markt. Um genau diese Frage zu klären, haben wir uns nicht nur das Crivit Peak 709, sondern auch ein Referenz-Bike von Canyon besorgt. Aber Achtung: Das getestete Canyon Grand Canyon:On 7 ist ein Auslaufmodell und nicht mehr unbegrenzt verfügbar - aktuell nur in den Größen L und XL.

Der Vorteil: Statt ursprünglich 3299 Euro kostet das Versender-Hardtail nur noch 2299 Euro - und ist damit schon deutlich näher dran am unschlagbaren Preis des Crivit Peak von Lidl. Deutlich teurer bleibt es dennoch.

Setup und Fahrgefühl

Für 9,95 Euro liefert der Discounter den stattlichen Karton samt E-Hardtail nach Hause. Lidl verspricht eine 93-prozentige Vormontage. Die sieben Prozent gehen zügig von der Hand: Lenker gerade stellen, Vorderrad rein, Pedale dran, Luft aufpumpen und fertig. Sogar die Bremsen bieten einen erstaunlich knackigen Druckpunkt, laufen schleiffrei und auch die günstige Shimano Cues-Schaltung verschluckt sich nicht beim Jonglieren der Gänge.

Damit gestaltet sich das Setup sehr einfach, fast schon zu einfach. Denn bis auf den Reifendruck gibt es wenig Stellgrößen, um das Crivit aufs Fahrergewicht anzupassen. Die verbaute Federgabel besitzt nur eine vorspannbare Stahlfeder, die wenig Spielraum lässt und nahezu ungedämpft nach einer Kompression wieder herausschnellt.

In diesem Punkt erfüllt die Rockshox Judy Silver im Canyon weitaus besser die Minimalanforderungen. Per Luftdruck lässt sich die Federgabel ans Fahrergewicht anpassen und die einfache Zugstufe unterbindet ein unkontrolliertes Ausfedern.

Entspanntes Cruisen zum Biergarten oder eine Radtour am Wochenende mit Sightseeing stehen auf der Bucketlist des Crivit ganz weit oben. Und dafür ist das günstige E-Hardtail auch wie geschaffen. Selbst in Größe L fällt die Sitzposition sehr entspannt und deutlich kürzer als beim Canyon aus. Man sitzt aufrecht und kompakt.

Der Sattel ist weich gepolstert, die Hände werden von ebenso weichen Flügelgriffen gestützt. Das gelingt zumindest im Sitzen, solange nicht zu viel Last auf den Händen liegt. Durch die zahm profilierten Maxxis-Rekon-Reifen rollt das Crivit auch auf Asphalt leise ab. Interessant: Lidl spendiert seinem Preisbrecher sogar einen Fidlock-Flaschenhalter, der alleine für immerhin rund 20 Euro gehandelt wird. Auch die Zugverlegung durch den Steuersatz hat sich das Crivit von der teuren Konkurrenz abgeschaut, wenn auch der Lenkanschlag fehlt.

Wer doch den Abzweig vom Schotterweg in den Trail wagt, kommt mit dem Crivit früh ans Limit. Die Gabel bietet zu wenig Gegenhalt und von Dämpfungskontrolle kann man hier noch nicht mal ansatzweise sprechen. Zudem klappern Gabel, Kette, Motor und Züge um die Wette. Hier fährt das Canyon eine Spur souveräner, wenn auch ebenfalls mit lauter Geräuschkulisse.

Motorleistung im Vergleich

Im Praxistest schiebt der Mivice-X700-Motor stetig an und soll laut Werksangabe sogar 100 Newtonmeter Drehmoment liefern. Dabei kann der Fahrer zwischen drei Unterstützungsstufen wählen. Im direkten Vergleich zum „alten“ Bosch CX der vierten Generation, der in unserem Canyon-Referenzbike verbaut ist, hat der Mivice deutlich weniger Power.

Das macht sich auch im Reichhöhentest bemerkbar, wo es bei einem konstanten Fahrerinput von 150 Watt mit lediglich 10,2 km/h im Schnitt vorwärts geht. Auch das Einsetzen des Motors geschieht etwas träger als beim reaktiven Bosch. Das Crivit braucht eine Extra-Bedenkzeit bis der Wunsch des Fahrers in Vortrieb umgewandelt wird. Sogar auf einen Nachlauf des Motors verzichtet das Crivit im Gegensatz zum Bosch.

E-Bikes des Jahres: Ein Rückblick auf 2021

2021 war ein echtes Boom-Jahr für E-Bikes. Viele Hersteller haben ihre Modelle komplett überarbeitet, um noch leistungsfähigere Akkus, smartere Motoren und eine bessere Gesamtperformance zu bieten. Einige der besten E-Bikes 2021 haben es geschafft, nicht nur in Sachen Technik, sondern auch im Design neue Maßstäbe zu setzen.

Es gibt natürlich viele E-Bikes 2021, die sich als echte Auslaufmodelle entpuppen könnten, weil die Technik so schnell voranschreitet. Ein gutes E-Bike aus dem Jahr 2021 könnte genau das Richtige sein, wenn du auf Qualität setzt und nicht immer das allerneueste Modell brauchst.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Zunächst einmal solltest du dir überlegen, wofür du das E-Bike überhaupt nutzen möchtest. Geht es dir um tägliche Fahrten in der Stadt oder planst du längere Touren? Vielleicht reizt dich auch ein E-Mountainbike für Abenteuer abseits der Straßen?

  • Akkukapazität: Die meisten E-Bikes haben heutzutage eine Akkureichweite von 60 bis 120 Kilometern.
  • Motorleistung: E-Bikes sind mit verschiedenen Motoren ausgestattet.
  • Rahmen und Gewicht: Leichte Rahmen aus Aluminium oder Carbon sind besonders beliebt.
  • Fahrkomfort: Neben der Technik spielt auch der Komfort eine große Rolle.

Natürlich gibt es auch E-Bike Auslaufmodelle, die in Sachen Preis-Leistung unschlagbar sind. Diese Bikes bieten oft die gleiche Qualität wie die neuesten Modelle, nur zu einem besseren Preis.

Top-Marken im E-Bike-Segment

Die besten E-Bikes 2021 kamen von Herstellern, die du auf jeden Fall kennen solltest, wenn du überlegst, dir ein neues Rad zuzulegen.

  • Haibike: Bietet eine große Auswahl an E-Mountainbikes und Trekkingrädern an.
  • Cube: Eine deutsche Marke, die für Qualität und Innovation steht.
  • Kalkhoff: Bekannt für ihre robuste Bauweise und ihre ausgeklügelte Technik.
  • Specialized: Bekannt für ihre High-End-Modelle im Sportbereich.

E-Bike-Auslaufmodelle - Eine echte Chance

Die E-Bike Auslaufmodelle aus dem Jahr 2021 sind oft genauso gut wie die neuesten Modelle, nur zu einem günstigeren Preis.

E-Mountainbikes um 4000 Euro im Check

Diese 17 vollgefederten E-MTBs beweisen eindrücklich, dass du schon um 4000 Euro richtig viel E-Mountainbike-Spaß für dein Geld bekommst. Die hier gezeigten vollgefederten E-Mountainbikes versprechen mit ihren dicken Motoren von Bosch, Shimano oder Yamaha samt ihren reichweitenstarken Akkus spaßige Touren und (teils) richtige Bergab-Action.

So gut sind die 4000-Euro-E-MTBs

Die meisten Bikes verorten sich in der klassischen "Touren-Fully"-Klasse mit 130-mm-Federweg. Das reicht für erste Trail-Abenteuer im heimischen Mittelgebirge, auf harten Alpen-Trails sehen wir diese E-MTBs aber eher weniger. Auch die weitere Ausstattung ist mitunter einfach, aber keinesfalls schlecht.

Größter Wermutstropfen: Nicht jeder Hersteller verbaut in dieser Preisklasse sogenannte Vario-Sattelstützen, also Sattelstangen, die sich vom Lenker aus ins Sitzrohr versenken lassen. Solltest du dein zukünftiges E-MTB vorrangig auf Trails nutzen wollen, solltest du auf dieses Feature unbedingt achten!

Test-Übersicht: die besten E-MTBs 2023 im Test

Hier eine Tabelle mit einigen der besten E-MTBs um 4000 Euro:

Modell Motor/Akku Federweg Besonderheiten
Bulls Copperhead EVO AM 1 29 Bosch CX Smart / 500 Wh 150 / 140 mm Keine Vario-Sattelstütze, kleine Bremsscheiben
Canyon Neuron:ON AL 6.0 Shimano EP6 / (504) 630 Wh (120) 130 / 130 mm Für den Preis prima ausgestattet, kleine Rahmen nur mit 504-Wh-Akku
Centurion Numinis R800i Bosch CX Smart / 625 Wh 140 / 130 mm Für den Preis hervorragend ausgestattet, kleiner Rahmen nicht mit 750-Wh-Akku bestellbar
Radon Render AL 7.0 750 Bosch CX, 85 Nm max. Drehmoment 160 / 140 Millimeter Rockshox-Fahrwerk, Teleskopstütze und Vollfederung
Rockrider E-Expl 520 S Brose Drive T Alu, 70 Nm max. Drehmoment 140 / 140 mm Brose-Motor zum Kampfpreis
Conway eWME 8.9 MX Shimano EP8, 85 Nm 170 / 160 mm Fox Factory-Fahrwerk und -Teleskopstütze
Canyon Torque:On 7 Shimano EP600, 85 Nm 180 / 175 mm Freeride-Bike mit starkem Rock Shox-Fahrwerk

Qore Drive³ Peak by Brose: Spätzünder oder Auslaufmodell?

Der Qore Drive³ Peak by Brose ist kein unbeschriebenes Blatt, zumindest nicht für aufmerksame E-MTB-Fans. Bereits 2023 feierte der Antrieb sein Debüt auf der EUROBIKE. Mit 95 Nm Drehmoment, bis zu 600 W Spitzenleistung und einem Unterstützungsfaktor von 600 % klingt der neue Qore-Motor auf dem Papier nicht schlecht, aber alles andere als Benchmark-verdächtig.

Die spannendere Frage lautet: Hat das Solo-Debüt von Brose noch Potenzial? Wie schlägt sich der Qore Drive³ Peak by Brose auf dem Trail? Und wie stark unterscheidet er sich im Fahrgefühl vom S-Works 3.1 Motor?

Technische Details und Features

  • Maximalleistung: 600 W
  • Drehmoment: bis zu 95 Nm
  • Unterstützungsverhältnis: höchstens 600 %
  • Motorgewicht: 2,9 kg

Brose verspricht eine präzise dosierbare, kraftvolle und harmonische Unterstützung. Von der Masse abheben soll sich der Qore Drive³ Peak by Brose Motor mit besonderen Features wie dem per Tastendruck aktivierbaren Punch Mode, dem sich dynamisch anpassenden One Mode und dem Wechsel zu einem leisen Stirnradgetriebe anstelle des in früheren Brose-Motoren verwendeten Riemengetriebes.

Fahrgefühl und Vergleich

Fährt man mit dem Qore Drive³ Peak by Brose Motor an, spürt man deutlich, wann der Motor einsetzt, und auch das Entkoppeln an der 25-km/h-Grenze ist eindeutig und noch dazu eher unangenehm wahrnehmbar. Geht es direkt bergauf, zeigt sich der Motor kraftvoll, bringt die Power auf den Trail und liefert ordentlich Schub, der sich grundsätzlich gut dosieren lässt.

Die Feinfühligkeit und das harmonische Fahrgefühl von anderen Full-Power-Motoren wie dem Bosch Performance Line CX oder DJI Avinox M1 erreicht der Qore aber nicht. Besonders im Boost-Modus reagiert der Motor eher ungestüm, was ein unruhiges Fahrverhalten mit sich bringt.

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