E-Bike Reichweite 150 km Test: Die besten Modelle im Überblick

Das Angebot an Elektromotorrädern wächst langsam, aber stetig. Immer mehr Hersteller setzen auf E-Antrieb. Doch viele kleinere Hersteller und Start-ups vertrauen auf die Weiterentwicklung der Akku-Kapazitäten und bieten reine Elektro-Modelle an. Die Größen der Motorradbranche halten sich mit eigenen Entwicklungen immer noch etwas zurück.

E-Bikes im Test: Reichweite und Alltagstauglichkeit

Die Stiftung Warentest hat elf Allrounder auf den Prüfstand gestellt. Für Ausflüge in die Natur, längere Touren und Fahrradurlaube sind elektronische Trekkingräder ideal: Sie können dank ihrer Ausstattung sowohl im Straßenverkehr als auch im Gelände zum Einsatz kommen. Mit einem Trekking-E-Bike sollen Sie dabei ohne große Mühe von A nach B kommen, selbst wenn Sie viel Gepäck dabeihaben.

Trekking-E-Bikes im Test der Stiftung Warentest

Für ihren Test hat die Stiftung Warentest elf Trekking-Pedelecs unter die Lupe genommen, darunter acht mit Mittel- und drei mit Heckmotor. Zum Testfeld gehören Trekkingräder von Marken wie Kalkhoff, KTM, Cube, Kettler oder Hepha genauso wie solche von Anbietern wie Fischer, Llobe oder Zündapp.

Für die Gesamtwertung achten die Prüfer vor allem darauf, wie gut die E-Bikes fahren: Fahrverhalten, Komfort und Wendigkeit werden unter anderem untersucht. Daneben spielen der Antrieb, die Handhabung sowie Sicherheit und Haltbarkeit eine Rolle für das "test"-Qualitätsurteil. Zusätzlich achtet die Stiftung Warentest auf Schadstoffe.

Die Testergebnisse fallen gemischt aus: Während ein Großteil der Pedelecs mit Mittelmotor "gut" abschneidet, reicht es bei den E-Bikes mit Heckmotor nur für "befriedigende" Gesamtnoten.

Den Testsieg teilen sich mit der Note "gut (1,8)" zwei Trekking-E-Bikes der Marken Kalkhoff und KTM. Auf dem zweiten Platz landet ein deutlich günstigeres Elektrofahrrad von Cube ("gut (2,0)"). Ebenfalls "gut" sind Modelle von Pegasus, Kettler und Hercules. Die untersuchten Räder von Fischer und Hepha sind zumindest noch "befriedigend".

Das beste E-Bike mit Heckmotor stammt vom Hersteller Maxtron. Es erhält das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (3,2)". Knapp dahinter landen Elektrofahrräder der Hersteller Llobe und Zündapp.

Testsieger: Kalkhoff Trekking-E-Bike

Das Testergebnis: Mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (1,8)" landet das Trekking-E-Bike von Kalkhoff gemeinsam mit einem Modell von KTM auf dem ersten Platz. Die Stiftung Warentest vergibt für alle Prüfpunkte "gute" Teilnoten. In puncto Sicherheit und Haltbarkeit erreicht der Testsieger sogar ein "Sehr Gut".

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Reichweite (laut Hersteller): max. 120 km
  • Akku: vollintegrierter Bosch-Akku mit 625 Wh und 17,4 Ah
  • Antrieb: Bosch-Motor mit 250 W
  • Schaltung: Kettenschaltung mit 10 Gängen von Shimano
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremse von Tektro
  • Federgabel: ja
  • StVZO-Ausstattung: ja
  • Gewicht: ~28 kg (zulässiges Gesamtgewicht: 170 kg)

Produktdetails: Das Trekking-E-Bike der Marke Kalkhoff ist mit seiner hohen Reichweite ideal für Ausflüge. Seine Ausstattung mit Beleuchtung, Gepäckträger und hochwertigen Komponenten überzeugt und gewährleistet, dass Sie sich unterwegs keine Sorgen machen müssen. Besonders gut ist die maximale Zuladung: 170 Kilogramm dürfen Fahrrad, Gepäck und Fahrer zusammen wiegen. Das ist deutlich mehr als bei vielen anderen Rädern. Auch deshalb eignet sich das Modell für längere Touren.

Preis-Leistungs-Sieger: Cube Trekking-E-Bike

Das Testergebnis: Das Trekking-E-Bike von Cube erreicht im Test die Gesamtnote "gut (2,0)" und belegt damit den zweiten Rang. Beim Fahren ist es sogar minimal besser als das Modell von Kalkhoff. Allerdings gibt es für die schlechtere Handhabung Abzüge. Alle anderen Teilnoten sind "gut". Und da es deutlich günstiger ist als die beiden Testsieger, zeichnet die Stiftung Warentest das Cube-Rad als Preis-Leistungs-Sieger aus.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Reichweite (laut Hersteller): max. 150 km
  • Akku: vollintegrierter Bosch-Akku mit 625 Wh und 17,4 Ah
  • Antrieb: Bosch-Motor mit 250 W
  • Schaltung: Kettenschaltung mit 10 Gängen von Shimano
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremse von Shimano
  • Federgabel: ja
  • StVZO-Ausstattung: ja
  • Gewicht: 26,6 kg (zulässiges Gesamtgewicht: 140 kg)

Produktdetails: Das E-Bike der Marke Cube punktet mit einer besonders hohen Reichweite. Sie sollten aber immer bedenken, dass diese wie bei allen Elektrofahrrädern von verschiedenen Faktoren wie dem Fahrverhalten und der Streckenbeschaffenheit abhängt: Die 150 Kilometer auf dem Papier werden deshalb auf der Straße kaum erreicht. Dennoch ist die Leistung beachtlich. Und auch die Ausstattung gefällt. Ein eher seltenes Feature ist die gefederte Sattelstütze für mehr Komfort.

Bestes E-Bike mit Heckmotor: Maxtron Trekking-E-Bike

Das Testergebnis: Mit der Gesamtnote "befriedigend (3,2)" kann das Maxtron-Modell zwar nicht mit den Testsiegern mithalten, es ist aber im Test das beste Trekking-E-Bike mit Heckmotor. Aufgrund der schwächeren Leistung ist das Elektrorad laut Stiftung Warentest nicht für lange Touren oder steile Berge geeignet. Es ist allerdings das preiswerteste E-Bike im Test.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Reichweite (laut Hersteller): max. 100 km
  • Akku: vollintegrierter LG-Akku mit 360 Wh und 10 Ah
  • Antrieb: Shengyi-Motor mit 250 W
  • Schaltung: Kettenschaltung mit 8 Gängen von Shimano
  • Bremsen: hydraulische Scheibenbremse von Zoom
  • Federgabel: ja
  • StVZO-Ausstattung: ja
  • Gewicht: ~25 kg (zulässiges Gesamtgewicht: 130 kg)

Produktdetails: Im Vergleich zum übrigen Testfeld bringt das Maxtron-Bike die geringste Leistung mit. Dennoch soll es laut Anbieter bis zu 100 Kilometer mit einer Akkuladung schaffen. Und auch die Ausstattung geht mit mehreren Unterstützungsstufen und einer Schiebehilfe, Gepäckträger und Federgabel in Ordnung - vor allem, weil kein anderes Trekking-E-Bike im Test so günstig ist. Gerade für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer ist es daher durchaus einen Blick wert.

Worauf Sie beim Kauf eines Trekking-E-Bikes achten sollten

Erfreulicherweise schneidet mehr als die Hälfte der Trekking-E-Bikes im Test mit guten Noten ab und ist damit zu empfehlen. Die Ergebnisse der Stiftung Warentest zeigen, dass Modelle mit Mittelmotor generell besser abschneiden als solche mit Heckmotor. Sie sind allerdings auch teurer, was sich etwa bei den Testsiegern von Kalkhoff und KTM zeigt. Ein etwas günstigeres gutes Elektrofahrrad im Test stammt von der Marke Cube. Die Prüfer zeichnen es entsprechend auch als Preis-Leistungs-Sieger aus.

Trekkingräder sind auch als E-Bikes echte Allrounder und daher laut Stiftung Warentest vor allem für Personen geeignet, die viel fahren. Und das sowohl im Alltag als auch auf Reisen oder bei Touren. Trekking-E-Bikes sind in der Regel verkehrssicher ausgestattet und können daher im Straßenverkehr genutzt werden.

Typisch sind der Stiftung Warentest zufolge eine leicht nach vorn geneigte Sitzposition, eine Kettenschaltung und ein belastbarer Gepäckträger. Häufig kommen Diamant- oder Trapezrahmen zum Einsatz: Das versteifende Oberrohr gewährleiste nämlich ein verbessertes Fahrverhalten des Rads - ein Vorteil vor allem für Vielfahrer.

Natürlich verspricht ein Akku mit größerem Energieinhalt eine höhere Reichweite. Er wird in Wattstunden (Wh) angegeben und liegt bei den Trekking-E-Bikes im Test zwischen 360 und 625 Wattstunden. Eine mindestens ebenso große Rolle spielen jedoch andere Faktoren. So ist beispielsweise entscheidend, welche Unterstützungsstufe ausgewählt wird und wie die Strecke beschaffen ist.

Weitere E-Bike-Modelle mit beachtlicher Reichweite

Neben den von der Stiftung Warentest getesteten Modellen gibt es weitere E-Bikes, die mit einer Reichweite von 150 km oder mehr überzeugen. Dazu gehören:

  • Kalkhoff Entice 7 Advance+ ABS: 150 Kilometer Reichweite mit einem 750-Wh-Akku und Bosch Performance Line CX Motor.
  • Hercules NOS SUV 2.2 Tiefeinsteiger (2023): Maximale Reichweite von bis zu 150 Kilometern mit einem 630 Wh Akku und Shimano STEPS EP8 Mittelmotor.
  • Royal Enfield: Flying Flea C6: Die C6 soll im Stadtverkehr eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern bieten und ab 2026 im Leistungssegment der 125er-Klasse antreten.
  • Cube Trekking E-Bike: max. 150 km Reichweite mit vollintegrierter Bosch-Akku mit 625 Wh und 17,4 Ah.

Die Bedeutung der Reichweite bei E-Bikes

Die Reichweite eines E-Bikes ist ein entscheidender Faktor, der die Kaufentscheidung maßgeblich beeinflusst. Sie gibt an, wie weit Sie mit einer vollständigen Akkuladung fahren können. Insbesondere Pendler, Tourenfahrer und alle, die längere Strecken ohne häufiges Aufladen zurücklegen wollen, profitieren von einer hohen Reichweite.

Faktoren, die die Reichweite beeinflussen

Die Reichweite eines E-Bikes wird von mehreren Faktoren beeinflusst:

  • Akkukapazität: Gemessen in Wattstunden (Wh), ist einer der wichtigsten Faktoren.
  • Effizienz der Motoren: Ein effizienter Motor nutzt die Energie des Akkus optimal.
  • Bauweise des E-Bikes: Gewicht und Aerodynamik spielen eine Rolle.
  • Fahrstil: Ständiges Beschleunigen und Bremsen können den Akku schneller entleeren.
  • Wind und Wetter: Gegenwind und Kälte können die Reichweite reduzieren.
  • Unterstützungsstufe: Je mehr Unterstützung, desto geringer die Reichweite.

Tipps zur Optimierung der Reichweite

Um die Reichweite Ihres E-Bikes zu optimieren, können Sie folgende Tipps beachten:

  • Wählen Sie eine niedrigere Unterstützungsstufe.
  • Fahren Sie gleichmäßig und vermeiden Sie ständiges Beschleunigen und Bremsen.
  • Achten Sie auf den Reifendruck.
  • Vermeiden Sie Fahrten bei starkem Gegenwind.
  • Pflegen Sie den Akku gemäß den Herstellerangaben.

SUV-E-Bikes im Test

SUV-E-Bikes vereinen mehrere Nutzungsmöglichkeiten. Neben dem täglichen Weg zur Arbeit oder zum nächsten Supermarkt eignen sich die SUV-E-Bikes dank der bequemen Sitzposition und stabilen Bauweise auch prima für Touren selbst auf holprigen Straßen oder Wegen. Allerdings sind sie oft teurer und schwerer als ihre leichtgewichtigen Pendants.

Empfehlenswerte SUV-E-Bikes

Hier sind einige empfehlenswerte SUV-E-Bikes im Überblick:

  • Pegasus Premio EVO 10 Lite: Hoher Komfort kombiniert mit starker Leistung für Alltag und lange Touren.
  • Fischer All Terrain E-Bike Terra 4.0i Unisex: Günstiges SUV-E-Bike mit soliden Komponenten und Bafang-Motor.
  • KTM Macina Style 720: Komfortables Fahren mit luftgefederter Suntour NCX-D-Gabel und Bosch Performance Line CX Motor.
  • Hercules NOS SUV 2.2 Tiefeinsteiger (2023): Vielseitiges SUV-E-Bike mit Shimano STEPS EP8 Mittelmotor und RockShox 35 Gold Federgabel.
  • Rose Mayor Plus 2 SUV MidStep: Durchdachte Ausstattung, hohe Reichweite und starker Bosch-Motor.

Alternative E-Bike-Modelle und Konzepte

Neben den traditionellen E-Bikes gibt es auch innovative Konzepte und Modelle, die sich durch besondere Eigenschaften auszeichnen:

  • Heybike EC Compact Sport: Ein handliches Stadt-E-Bike mit sportlichen Genen und guter Verarbeitung.
  • Engwe P275 ST: Ein Pendler-E-Bike mit großem Akku, starkem Mittelmotor und ergonomischer Sitzposition.
  • Fiido D11: Ein E-Bike Klapprad mit Hinterradnabenmotor und 417-Wh-Akku mit einer Reichweite von bis zu 100 Kilometer.

E-Motorräder: Eine wachsende Alternative

Das Angebot an Elektromotorrädern wächst langsam, aber stetig. Noch sind rein elektrisch angetriebene Motorräder auf Deutschlands Straßen Exoten, denn viele Motorradfahrende scheuen wegen der begrenzten Reichweite den Umstieg auf ein Elektrobike. Doch viele kleinere Hersteller und Start-ups vertrauen auf die Weiterentwicklung der Akku-Kapazitäten und bieten reine Elektro-Modelle an. Die Größen der Motorradbranche halten sich mit eigenen Entwicklungen immer noch etwas zurück.

NIU RQi Sport

Die Reichweite des NIU RQi Sport liegt bei ca. Das E-Motorrad sieht nicht nur wie ein richtiges Motorrad der Leichtkraftklasse Le3 aus, es fühlt sich beim Besteigen sogar noch erwachsener an. Mit je 23 Kilo bunkern sie 5,1 kWh Energie und versorgen damit den im Rahmen fixierten Elektromotor, der seine Spitzenleistung von gut 10 PS mit 30 Newtonmeter ohne Getriebe direkt über eine Kette ans Hinterrad abgibt.

Dies ermöglicht im Dynamic-Modus echte 101 km/h, mittels einer Boost-Taste sind für 30 Sekunden sogar 126 drin. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Tempomat, ABS vorn und hinten, selbstrückstellende Blinker, Traktionskontrolle und ein topmodernes Display inklusive Dashcams.

Can-Am Pulse und Origin

Die Bikes sind 2025 zu Preisen um 17.000 Euro in den Handel gekommen, beide auf der gleichen Antriebsbasis. Den Akku, eine 8,9 kWh starke Lithium-Ionen-Einheit, haben die Spezialisten am Firmensitz in Valcourt/Quebec zusammen mit der Steuerungs- und Lade-Elektronik selbst entwickelt. Den E-Motor liefert die österreichische Tochterfirma Rotax zu.

Neben der offenen Leistung von 35 kW/48 PS gibt’s Pulse wie Origin natürlich auch als 11-kW-Version, passend für B196- und A1-Aspiranten. Beide Versionen schaffen locker stattliche 129 km/h - von solchen Höchsttempi können verbrennende 125er nur träumen. Die Reichweite macht das Bike für Pendler interessant - Can-Am gibt für den wenig praxisgerechten WMTC-Zyklus 115 Kilometer an. Die Ausstattung kann sich sehen lassen: 10,25-Zoll-TFT mit Apple-Carplay-Integration sowie Touchscreen-Funktionalität und einlegbarem rückwärtigem Kriechgang.

Elektrische Ninja von Kawasaki

Die vollverkleidete Ninja e-1 steht den Verbrennermodellen optisch in nichts nach. Mit 5 kW/7 PS Dauer- sowie der über einen "E-Boost"-Button kurzzeitig abrufbaren Spitzenleistung von 9 kW/12 PS handelt es sich allerdings ebenfalls um ein Leichtkraftrad. Angetrieben wird die elektrische Ninja von einem bürstenlosen E-Motor, der sich vor der Hinterradschwinge befindet und seine Kraft ohne Getriebe oder Kupplung per Kette ans Hinterrad leitet.

Mit Road und Eco stehen zwei Fahrmodi zur Wahl. Im Eco-Mode fährt die elektrische Kawa 64 km/h und mit Boost-Funktion bis zu 75 km/h schnell. Beim Road-Mode sind es 88 beziehungsweise 99 km/h. Außerdem gibt es einen Walk-Mode mit Rückwärtsgang als Schiebe- und Rangierhilfe für das 140 Kilogramm schwere Elektro-Bike. Das unverkleidete Schwestermodell Z e-1 wiegt 135 Kilogramm.

Beide Motorräder sind in den Farben Silber und Lime-Green matt erhältlich. Strom kommt aus zwei herausnehmbaren Akkupaketen.

Honda EV Fun Concept

Im November 2024 stellten die Japaner das seriennahe Konzeptfahrzeug EV Fun vor. Der Motor sitzt zwischen dem großen Batterieblock und dem einarmig geführten Hinterrad, das über einen Riemen angetrieben wird. Technische Details hat Honda noch keine genannt. Die mögliche Reichweite gibt der Hersteller allerdings mit 100 Kilometern an.

Das künftige Einsatzspektrum der EV Fun beschränkt sich daher wohl auf das urbane und suburbane Umfeld. Allerdings setzen die Japaner auf einen CCS-Ladeanschluss, der den Weg in die Welt der Schnelllader ebnet.

Im Laufe des Jahres 2025 will Honda ein der EV Fun Concept ähnliches Serienmodell auf den Markt bringen. Das bedeutet: Der Markteinführung in Europa steht nichts mehr im Wege.

Kymco RevoNex

2025 soll die elektrisch angetriebene Mischung aus Streetfighter und Supersportler auf den Markt kommen. Für rund 9990 Euro erhält man einen Elektromotor mit 20 kW/27 PS Dauerleistung und 30 KW/40 PS Spitzenleistung.

Geholfen hat dabei Harley-Tochter Livewire, mit der Kymco eng zusammenarbeitet. Die Technik der RevoNex stammt vom Livewire-Modell S2 Del Mar. Kymco schweigt sich noch über die technischen Daten des RevoNex aus. Sie dürfte aber wie ihr Schwestermodell von Livewire eine Dauerleistung von 30 kW/40 PS, eine Spitzenleistung von 63 kW/84 PS sowie eine Reichweite von über 160 Kilometern haben.

Livewire S2 Del Mar

Zu diesem Zweck entwickelte man zusätzlich zum Modell S2 Del Mar zwei weitere S2-Versionen: die Alpinista und die Mulholland. Die drei Varianten sind antriebsseitig selbstverständlich identisch, unterscheiden sich aber im Lenkkopfwinkel und damit in der Konzeption wie auch in den Radgrößen und der Sitzposition.

Angetrieben werden alle drei Modelle von einem 63 kW/86 PS starken E-Motor, der das fast schon sagenhaft hohe Drehmoment von 263 Newtonmetern stemmt. Kein Wunder, dass der Spurt auf 100 km/h in drei Sekunden machbar ist, zumal die Bikes unter 200 Kilogramm wiegen.

Hohe Geschwindigkeiten sind aber nicht Sinn und Zweck des Livewire-Trios, denn als vorrangiges Einsatzgebiet gilt der urbane Bereich. Hier kommt es auf Handlichkeit und leichte Manövrierbarkeit an. Große Reichweiten stehen nicht im Vordergrund.

Das ist auch gut so, denn der 10,5 kW fassende Akku liefert nach dem europäischen WMTC-Messverfahren im kombinierten Einsatz Energie für 111 (Del Mar) bis 122 Kilometer (Alpinista und Mulholland) Reichweite. Das Wiederaufladen erfolgt wahlweise über Nacht an der Haushaltssteckdose oder in zweieinhalb Stunden bei Level-2-Ladestationen.

Silence S05 Weekender

Mit der S05 Weekender haben die Spanier nun ein E-Motorrad vorgestellt, das als Leichtkraftrad an den Start gehen soll. Wie bei den anderen Fahrzeugen von Silence gibt es einen herausnehmbaren 5,6 kWh-Akku, der auch als Powerstation genutzt werden kann. Silence verspricht eine Reichweite von deutlich über 100 Kilometern.

Für den Vortrieb sorgt ein ins Hinterrad integrierter Nabenmotor, der die Maschine auf bis zu 120 km/h beschleunigt. Wann genau die S05 auf den Markt kommt, verrät Silence noch nicht.

Horwin Wildfire

Das Modell Wildfire soll mit einer Ladung rund 250 Kilometer (nach WMTC) weit fahren. Die Dauerleistung beträgt 11 kW, die Spitzenleistung gibt der Hersteller mit 34 kW an. So motorisiert soll die Wildfire in 6,9 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen.

Unter der Sitzbank befindet sich ein 10-Liter-Staufach für Einkäufe oder ein Ladekabel. Die beiden Akkus mit jeweils 6 kWh Kapazität sind entnehmbar und lassen sich zu Hause laden. Der Ladestand lässt sich dank Bluetooth-fähigem Batterie-Management-System auf dem Smartphone überwachen.

Tazzari Italian Volt Lacama

Die Lacama ist ein echtes Designerstück, die Leistungsdaten sind eindrucksvoll. Einziges Manko: Ein Serienmodell war bis dato noch nicht auf der Straße. Auf der Motorradmesse EICMA im November 2023 wurde die Lacama erstmals als Studie der Öffentlichkeit präsentiert. 2024 sollte das Serienmodell folgen. Doch obwohl der auf elektrische Leichtbaumobile spezialisierte Hersteller Tazzari Italian Volt mittlerweile übernommen hat, hat die überarbeitete Lacama noch nicht den Weg auf deutsche Straßen gefunden.

Falls die Version 2.0 dennoch in Serie geht, können sich Motorradfahrende über einen kompakten Axial-Flussmotor mit bis zu 110 kW/150 PS sowie 230 Newtonmeter Drehmoment freuen. Dank dieses Antriebs soll der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h in weniger als vier Sekunden möglich sein.

Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 230 km/h an. Für das große Batteriepaket im Zentrum des Bikes verspricht Italian Volt mehr als 200 Kilometer Reichweite.

Zusammenfassung: Die Vielfalt der E-Mobilität

Die Welt der E-Bikes und E-Motorräder ist vielfältig und entwickelt sich stetig weiter. Ob Trekking-E-Bike, SUV-E-Bike oder Elektromotorrad - für jeden Bedarf und Geschmack gibt es das passende Modell. Dabei spielt die Reichweite eine entscheidende Rolle, aber auch Komfort, Ausstattung und Fahrverhalten sind wichtige Kriterien bei der Kaufentscheidung.

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