Wo es Gewinner gibt, sind auch Verlierer! Wir haben die 15 relevantesten und neuesten E-Bike Motoren getestet und liefern euch die wichtigsten Erkenntnisse und Trends. Und die sind gravierend: Neue Player und neue Modelle verändern den Markt. Nach 7 Jahren küren wir erstmals wieder einen Motoren-Testsieger -aus gutem Grund!
2017 war das Jahr, in dem wir letztmals in unserem Motoren-Vergleichstest einen Testsieger gekürt haben. Danach war es schlichtweg nicht mehr möglich - unsere damalige Raison: „Den besten E-Mountainbike-Motor gibt es nicht mehr - dafür hat sich der Markt zu stark ausdifferenziert, und aufgrund der zahlreichen Individualisierungsoptionen macht eine isolierte Bewertung einzelner Modelle keinen Sinn. Schließlich kann der beste Motor nur so gut sein wie das Bike, in dem er steckt.
Von wegen Gegensätze ziehen sich an - Gegensätze lassen sich vereinen! Die ersten Vertreter einer neuen Generation an E-Bike-Motoren schaffen es, all die obigen Eigenschaften miteinander zu vereinen. Wobei es auch noch offene Fragen und Fragezeichen gibt, die nur die Saison 2025 beantworten kann. Doch wo es Gewinner gibt, da gibt es auch Verlierer: Die Daseinsberechtigung der Light-Support-E-MTBs schrumpft durch diese Entwicklung deutlich.
Die gute Nachricht: 2025 wird ein grandioses Jahr für E-Mountainbiker und es lohnt sich, allein aus technologischer Sicht, ein E-MTB der neuesten Generation zu kaufen! So viel vorweg: Für 2025 gibt es einen klaren Testsieger unseres gleichsam renommierten wie riesigen Motoren-Vergleichstests. Und einen Kauftipp! Lest unbedingt weiter, um mehr zu erfahren. Aber bitte vergesst nicht: Jeder Motor ist nur so gut wie das Bike, in dem er steckt.
Der Markt im Wandel: Wer setzt sich durch?
Für viele Motorenhersteller geht es 2025 um alles oder nichts! De facto gibt es mehr Motorenkonzepte, als die Bike-Marken aktuell abnehmen können. Die (Entwicklungs-)kosten sind dennoch da. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Bike-Marken aktuell eher vorsichtig agieren. Nicht weil der Bike-Markt per se schlechte Zahlen schreibt, sondern weil die Prognosen nicht erfüllt werden und einige Lager großer Hersteller aufgrund der letzten Jahre (Corona, Lieferkettenproblematik) immer noch zu voll sind.
Die entscheidende Frage ist: Wer setzt auf die richtige Technologie und kann ein stimmiges Gesamtpaket liefern, das weit mehr umfasst als maximale Performance oder eine gelungene Integration und Connectivity? Denn am Ende sind es entscheidende Details und natürlich auch Preispunkte, die dazu führen, dass Bike-Marken manch guten Motor gar nicht verbauen oder bereuen, es doch getan zu haben.
Viele Motorenhersteller scheitern daran, dass sie Antriebe mit guter Performance bauen, aber kein global funktionierendes Service-Netzwerk bieten oder garantieren können. Dahingehend wird es spannend, welche Motorenhersteller die Bike-Marken in den nächsten Jahren tatsächlich verbauen werden und an unseren Bikes zum Einsatz kommen. Der Druck auf die Motorenhersteller ist auf jeden Fall groß! Und das ist gut - vor allem für die Verbraucher: Konkurrenz belebt das Geschäft.
Der große E-Bike Motoren-Vergleichstest
Unser riesiger Motoren-Vergleichstest mit allen relevanten Systemen am Markt wird kontinuierlich um die neuesten Motorensysteme ergänzt. Ziel dieses E-Bike-Motoren-Vergleichs ist es, euch den ultimativen Marktüberblick zu geben und die Eigenschaften, den Umfang sowie Stärken und Schwächen der einzelnen Motorsysteme zu vermitteln, um euch beim Kauf eures (nächsten) E-MTBs bestens zu unterstützen.
Zu den bisher getesteten Systemen von Bosch, Brose, FAZUA, GIANT, Panasonic, Pinion, Shimano, Specialized, TQ und Yamaha gesellen sich nun der spannende DJI Avinox und der brandneue Bosch Performance Line CX Gen5-Motor hinzu.
Für unseren E-Bike-Motoren-Vergleichstest haben wir mit allen Motorsystemen unzählige Testruns absolviert und Abertausende Höhen- und Tiefenmeter gesammelt: Auf der gleichen Teststrecke im direkten Vergleich für ein optimales Benchmarking und in verschiedenen Bikes in unterschiedlichem Terrain. Warum in unterschiedlichen Bikes? Nicht jeder Motor performt in jedem Bike gleich. Denn wie deutlich die Stärken und Schwächen eines Motors hervorkommen, hängt auch von der Charakteristik des Bikes ab, in dem der Motor steckt.
Kein Magazin testet eine derart große Anzahl an aktuellen E-MTBs intensiver und länger als wir. Außerdem haben wir das Labor vom renommierten Prüfinstitut Velotech in Beschlag genommen, um alle Motoren auf dem Prüfstand zu testen.
Deshalb haben wir die Laborergebnisse mit Bedacht in die einzelnen Testberichte einfließen lassen. Uns helfen sie, Praxiseindrücke zu untermauern und zusätzliche Erkenntnisse zu liefern. Aber generell gilt: Was man nicht auf dem Trail spürt bzw.
Die Top 7 Eigenschaften eines guten E-Bike Motorsystems
Ein gutes Motorsystem setzt sich aus vielen entscheidenden Faktoren zusammen, die das Fahrerlebnis maßgeblich beeinflussen. Doch welche Eigenschaften sind besonders wichtig, um das Beste aus eurem E-MTB herauszuholen? Das sind die Top 7!
- Leistungsdaten: Die reinen Leistungsdaten wie etwa Drehmoment oder Maximalleistung haben beim E-Bike Motor die gleiche Strahl- und Anziehungskraft wie die PS eines Automotors. Dennoch sollten sie nie an vorderster Stelle stehen. Egal ob Einsteiger oder Experte, egal ob man auf sicheres oder schnelles Fahren aus ist - Ansprechverhalten, Dosierbarkeit und Leistungsentfaltung sind mindestens genauso wichtig wie die Motorleistung oder das Drehmoment.
- Motorengeräusche und Lautstärke: Ein weiterer Faktor sind Motorengeräusche und die Lautstärke unter Last. In gewissen Motordrehzahl- und Lastbereichen werden manche Motoren sehr laut, während andere recht leise agieren. Hinzu kommt das mechanische Klappern.
- Akkus und Reichweite: Jeder Motor braucht Saft, sprich: einen Akku. Eine sinnvolle Auswahl an Akku-Optionen mit hoher Energiedichte und gut in den Rahmen integrierbaren Akku-Formen ist fundamental. Ein leicht und gut integrierbares Motorsystem bietet hier klare Vorteile für die Bike-Marken. Nicht nur, um einen tiefen Schwerpunkt und ein besseres Handling zu erreichen. Ebenso wichtig ist es, ästhetische Bikes zu gestalten.
- Motor-Ökosystem: Das Motor-„Ökosystem“ bestimmt, ob das Handling Freude oder Frust bereitet. Freude entsteht durch intuitive Remotes in Kombination mit einem informativen, übersichtlichen und gut ablesbaren Display. Klobige, schlecht platzierte Remotes mit überdimensionierten Displays ohne Mehrwert hingegen führen eher zu Frust. Intuitive Apps machen es zu einem Kinderspiel, die Motorcharakteristik individuell anzupassen und zusätzliche Fahrdaten, Informationen oder gar Systemfehler anzuzeigen.
- Integration von Komponenten: Neben der Integration von Software-Features gehen einige Hersteller noch einen Schritt weiter und integrieren weitere Bike-Komponenten wie etwa Schaltungen oder Bremssysteme. Shimano und Bosch haben eigene ABS-Systeme, die für mehr Sicherheit vor allem auf losen Untergründen sorgen.
- Technischer Aufbau und Redundanz: Neben der Haptik und Usability sind auch der technische Aufbau und die Redundanz gewisser Bauteile wichtig: Lässt sich das Bike auch weiterhin einschalten und nutzen, wenn beispielsweise die Remote bei einem Crash kaputt geht? Das gleiche gilt für externes wie internes Laden des Akkus. Dahingehend spielen auch der After-Sales-Support und die Wartungsfreundlichkeit eine entscheidende Rolle: Ersatzteile und guter Service vor Ort sind enorm wichtig, denn viele von uns besitzen ihre Bikes über mehrere Jahre hinweg und so sind diese Faktoren unabdingbar.
- Passendes Motorsystem: Letztendlich ergibt sich aus all diesen Aspekten für jeden Fahrer das passende Motorsystem - ihr müsst nur euer Match finden. Während manche E-Bike Motoren sehr spezielle und schmale Einsatzbereiche abdecken und z. B.
Das Ende der Light-E-MTBs?
Im Sommer 2024 haben wir unseren großen Light-E-MTB-Vergleichstest mit 9 aktuellen Modellen durchgeführt. Die schockierende Erkenntnis? Die Ära der Light-E-MTBs geht zu Ende. Mit der neuesten Generation an Motorensystemen und Akku-Konzepten braucht es keine Kategorisierung mehr: Light-E-MTBs sind zwar die letzten Jahre voll im Rampenlicht gestanden und galten als Speerspitze der Entwicklung. Doch nun sind sie vom Aussterben bedroht. Denn Full-Power-Motorsysteme werden immer kleiner, kräftiger und leichter und machen bisherige „Light Support“-Systeme an E-MTBs über kurz oder lang überflüssig.
Wie bereits oben erwähnt, wird das Akku-Konzept immer wichtiger und entscheidet sogar darüber, ob ein Bike am Ende ein Light-MTB ist oder nicht. Unser Light-E-MTB-Vergleichstest 2024, an dem viele leichte E-MTBs mit Full-Power-Motoren teilgenommen und auch abgesahnt haben, hat das klipp und klar bewiesen!
Akkukapazität und Reichweite
Die Akku-Kapazität war die letzten Jahre eines der heißesten Themen der E-MTB-Welt. Nach Jahren des Wettrüstens um maximale Akku-Kapazitäten haben sich die meisten Hersteller auf einem gesunden Maß eingep...
KTM Cento 10: Ein Topseller im Test
Der erste Testplatz im Flizz Eurobike E-Bike-Test in der E-Bike-Saison 2022/2023 gehört einem der beliebtesten City- und Trekking-E-Bikes, unserem Topseller KTM Cento 10 und dem Cento 10 Plus. KTM bietet 3 Rahmenarten an. Das Cento 10 macht beim Thema Fahrkomfort viel richtig. Auf dem KTM Cento 10 sitzt man sportlich bequem. Selbst bei anspruchsvollen Steigungen bleibt das Fahrgefühl unbeeinträchtigt.
Je nachdem wie groß die individuellen Ansprüche an die Reichweite sind, kann bei allen Cento 10 Modellen zwischen einem 625 Wh oder 750 Wh Akku gewählt werden. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal sind die Displays, denn hier ist je nach Modell ein Bosch Intuvia, Intuvia 100, Kiox oder Kiox 300 verbaut.
Das Cento 10 punktet mit enormer Laufruhe, hochwertigen Komponenten, einer entspannten Sitzposition und der im Straßenverkehr benötigen Sicherheit.
ADAC E-Mountainbike Test: Sicherheit und Fahrkomfort
Der ADAC hat acht E-Mountainbikes bis 5000 Euro nach den Kriterien Fahren, Antriebssystem und Motor, Handhabung, Sicherheit und Verarbeitung sowie auf Schadstoffe getestet. Ergebnis: Sechsmal "gut", zweimal "befriedigend". Plus: Tipps für e-MTB-Fahrer.
Das Cube bietet neben sehr guten Bremsen umfassende Informationen auf dem Display und eine Schiebehilfe mit Rückwärtsblockade. Die Sitzposition erlaubt darüber hinaus eine angenehme Fahrt auf ebener Straße.
Den letzten Platz im Vergleich belegt das "Strike eRIDE 940" von Scott. Bei diesem Fully-Modell zeigten sich im Test sicherheitsrelevante Defizite. Zudem ist das Bike von Scott in der Preisklasse nur mit einem 500-Wh-Akku ausgestattet. Bei allen anderen E-Mountainbikes im Test sind Akkus mit 750 Wh oder 630/621 Wh verbaut. Entsprechend ist nur eine vergleichsweise geringe Reichweite (70 Kilometer) bzw. Reichhöhe (1371 Meter) möglich.
Die mit einem Finger zu bedienenden Modelle sind dabei nicht nur leichter zu handhaben, sondern in Kombination mit reichlich Bremskraft und guter Dosierbarkeit den schwächeren und weniger ergonomischen Zweifingerbremsen deutlich überlegen. Bergab kann so immer ein Finger an der Bremse und gleichzeitig der Lenker gut im Griff bleiben.
Je nach Akkugröße schaffen die Fullys zwischen 110 Kilometer (Bulls, Cube, KTM) und 80 bzw. 90 Kilometer (Giant, Radon, Canyon) in der Ebene. Entsprechend variieren die Reichhöhen: Die drei Reichweiten-Sieger schaffen mit einer Akkuladung über 2000 Höhenmeter, Gipfelkönig ist das Cube mit 2179 Höhenmetern.
Wichtige Tipps für E-Mountainbike Fahrer
Das richtige Bike zu finden, bedarf einer klaren Vorstellung darüber, was man damit machen möchte. Nur die ideale Größe des Bikes inkl. der optimalen Einstellung der Dämpferelemente bietet ultimativen Fahrspaß. Dies muss beim Fachhändler erfolgen. Oftmals bietet dieser ein "Bikefitting" an, das dann mit dem Kauf verrechnet wird.
Neben der Größe ist auch das "Lenkerfitting" entscheidend. Hier gilt: Zuerst Bremse, dann Sattelstütze, dann die Schaltung. Diese sollten gut vom Griff aus erreichbar sein. Beim Bremshebel ist die "Einfingerbremse" eine unverzichtbare Ausstattung für die sichere Downhill-Fahrt.
Die Bikes lassen sich alle etwas unterschiedlich fahren - so kommt man an einer ausgiebigen Probefahrt nicht vorbei. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf Ergonomie und Handling gelegt werden, gefolgt von der Handhabung der Bedieneinheit und deren Informationsumfang.
Ein E-Mountainbike ist ein Sportgerät, das der Übung bedarf. Der ADAC empfiehlt, vor dem Kauf nicht nur eine ausgiebige Probefahrt, sondern auch ein "Bikefitting" beim Fachhändler zu machen: Dort wird die Größe richtig angepasst und die Dämpfung optimal eingestellt.
Cube Kathmandu Hybrid Pro 750: Ein zuverlässiger Begleiter
Das Cube Kathmandu Hybrid Pro 750 aus dem Jahr 2023 hat sich in der Welt der E-Bikes als zuverlässiger Begleiter erwiesen. Mit einer Kombination aus sportlicher Leistung und hohem Fahrkomfort, ist dieses Trekkingrad ideal für alle, die sowohl auf der Straße als auch auf unbefestigten Wegen unterwegs sind.
Der Bosch Drive Unit Performance CX Generation 4 Motor bringt ein Drehmoment von 85 Nm und eine Leistung von 250 Watt mit sich. Mit einem leistungsstarken Bosch PowerTube 750 Akku wird sichergestellt, dass dir während längerer Fahrten nicht der Strom ausgeht. Unter optimalen Bedingungen ist es möglich, Distanzen von bis zu 120 km oder mehr zurückzulegen.
Dank der breiten Schwalbe Big Ben-Bereifung und der ausgeklügelten Federung meistert dieses Rad sowohl Asphalt- als auch Schotterwege mit Leichtigkeit. Steigungen stellen dank des hohen Drehmoments von 85 Nm kein Problem dar. Die kraftvollen 180 mm Scheibenbremsen garantieren Sicherheit, wenn du bei wechselnden Wetterbedingungen unterwegs bist.
Besonders hervorzuheben ist die gefederte Sattelstütze, die es dir ermöglicht, auch auf unwegsamem Terrain entspannt zu sitzen. Der verstellbare Lenker erlaubt es dir, die Sitzposition individuell anzupassen, was zusätzlich zur angenehmen Diskrepanz zwischen Komfort und sportlichem Fahren beiträgt. Angebrachte LED-Lichter am Gepäckträger und im hinteren Schutzblech sorgen dafür, dass du auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar bist.
Mit einem Preis von 3.699,00 € erhältst du nicht nur ein Trekkingrad, sondern ein ganzheitliches Paket aus Qualität und Performance. Die intuitive Anordnung der Bedienelemente ermöglicht es dir, während der Fahrt schnell auf alle wichtigen Funktionen zuzugreifen.
Reichweitenvergleich: Specialized, Giant, Liv, Scott und Orbea
Wir vergleichen die Reichweite von E-Bikes der Marken Specialized, Giant, Liv, Scott und Orbea. Was leisten die E-Drive Systeme der großen Marken aus unserem Webshop?
Reichweite kommt bei E-Bikes immer von Energie. Es spielt immer eine Rolle, wie gut du dein Frühstück in Energie umsetzen kannst. Wenn du in das Datenblatt eines E-Bikes blickst, siehst du ein E-Drive System mit einem Motor und dessen Stärke in Newtonmeter oder Watt sowie einem Akku mit der bestimmen Größe in Wattstunden.
Giant und Liv nutzt beispielsweise die Smart Assist Technologie, bei der eine Vielzahl von Sensoren permanent Werte wie Steigung, Geschwindigkeit und Trittfrequenz ermitteln. Der Widerstand spielt eine entscheidende Rolle für die benötigte Energie.
Specialized verwendet in den Produktbeschreibungen einiger E-Bikes Angaben der Reichweite Idealbedingungen und bei anderen durchschnittlichen Bedingungen. So findest du 130 km beim Specialized Turbo Vado SL unter Idealbedingungen und 100 km Reichweite beim Turbo Vado 5.0 der sogenannten “ride-anywhere range”.
Für die E-Bikes von Giant und den Frauen-Power E-Bikes von Liv findest du bei BikeHouse24 Vergleichswerte zur Reichweite, die vom Hersteller angegeben werden. Dabei bewegt sich die Anzahl der Kilometer mit einem E-Bike aus dem Hause häufig zwischen 50 und 200 km Reichweite.
Scott zeigt sich bei der Ausstattung der E-Bikes mit Spitzen-Komponenten der deutschen Marken Bosch und Mahle und verwendet an einigen Bikes TQ-Komponenten. Mit einem 500 Wh Akku können etwa 80 Kilometer Reichweite mit dem E-MTB und etwa 100 km mit dem E-Citybike erwartet werden.
Nach ausgiebigen Tests der hauseigenen Piloten verortet Orbea die Reichweite der E-Bikes mit einem 360 Wh Akku bei guten 70 Kilometern und 2.500 Höhenmetern.
ElektroRad-Test 2025: Ein Ausblick
Immer wieder ab November trudeln sie ein in unserer Redaktion und bei unseren Testern: die neuesten E-Bikes aller Klassen. Für uns Tester - in diesem Jahr die ElektroRad-Redakteure Tobias Jochims und Stephan Kümmel, sowie zurück im ElektroRad-Team unser neuer/alter Test- und Technikleiter Georg Zeppin - bedeutet das die arbeitsreichste Zeit des Jahres: der E-Bike Test 2025.
Mehr als 120 Parameter umfasst unser Testschema. Das ist übrigens komplett neu. Die Technik der E-Bikes ist stetig im Wandel. Daher war es dringend an der Zeit, unsere wichtigste Bewertungsgrundlage zu überarbeiten.
Mit dem neuen Testschema hält auch eine neue Unterkategorie Einzug in den GERT: Trekking-Light. Denn diese Klasse war vor wenigen Jahren eine Nische, wird inzwischen aber immer wichtiger. Etwas reduzierte Motorkraft, kleinere Akkus, dafür Fahrleistungen, die sehr nah dran sind am klassischen Trekkingrad ohne Motor. Dieses Konzept lockt zahlreiche Pendler, Tourenfahrer und sogar Radreisende an.
Nicht gesunken ist der mittlere Preis. Er liegt bei 4950 Euro und somit etwas über dem Vorjahresschnitt.
Bosch Performance CX: Ein detaillierter Testbericht
Mit großem Tam-Tam verkündete Bosch Ende 2021 die Einführung eines ganz neuen Antriebssystems. Für viele eine Überraschung: Der Motor selbst blieb scheinbar unverändert. Dasselbe Äußere, dieselben Leistungsdaten, selbst der Name ist der gleiche wie vorher: Bosch Performance CX. Neu am sogenannten „Smart System“ waren aber die größeren Akkus mit 750 Wattstunden und die Bedienteile. Erstmals gab es mit dem Smart System nun auch eine eigene App und ein großes Versprechen: Jede Menge zukünftiger Features, möglich gemacht durch die Rechenleistung des „Smart Systems“.
Nach über zwei Jahren Erfahrung mit über 50 verschiedenen Testbikes und an die 10.000 Testkilometern zeigen wir, wie sich der Bosch im harten Bike-Alltag wirklich schlägt.
Bosch Performance CX: Die Fakten
- Gewicht: 2,96 / 2,7* Kilogramm (EMTB Messung)
- Max. Drehmoment: 85 Nm Drehmoment (Herstellerangabe)
- Max. Leistung: 600 Watt (Herstellerangabe)
- Max. Unterstützung: 340 / 400* Prozent
- Unterstützungsstufen: Eco, Tour+, E-MTB, Turbo, Race*
- Akkugrößen: 500, 625, 750 Wh
- Range Extender: 250 Wh
*Angaben beziehen sich auf den CX Race
Leistung und Drehmoment: So schlägt sich der CX in Labor und Praxis
Mit seinem Drehmoment von 85 Newtonmetern und seiner Leistung von 600 Watt nach Herstellerangabe ist der Bosch CX die Definition eines E-MTB-Motors. Wir unterziehen die Motoren daher immer eigenen Tests in einem unabhängigen Prüflabor, um hinterher die Leistungsdaten verschiedener Motoren objektiv miteinander vergleichen zu können.
Der Bosch Performance CX kann dabei immer wieder glänzen und spuckt auch auf dem Prüfstand echte 79 Newtonmeter und satte 566 Watt Spitzenleistung aus. Der schwäbische Antrieb liegt damit sehr nah an den Herstellerangaben und zeigt sich obendrein sehr Drehzahlfest. Selbst bei Trittfrequenzen von deutlich über 100 geht ihm nie die Puste aus.
Spritzig und sportlich: Das Fahrgefühl des Performance CX
In Puncto Fahrgefühl ist der Bosch Performance CX dafür ganz vorne mit dabei. Der Motor tritt sich rund, lässt sich exzellent dosieren und wirkt doch nie übermäßig sensibel oder nervös am Pedal. Besondere Stärke des Bosch CX ist der bewusste Nachlauf im E-MTB-Modus. Hört der Fahrer abrupt auf zu treten, schiebt der Antrieb bewusst noch ein Stück weiter. So lassen sich Stufen und Hindernisse bergauf leichter bezwingen.
Bleibt man bergauf doch mal hängen, kommt die Schiebehilfe ins Spiel. Die ist bei Bosch besonders durchdacht und effektiv. Sie kann einfach durch langes Halten der Nach-Unten-Taste und leichtem Bewegen des Rades aktiviert werden. Rutscht man mal von der Taste, oder muss man umgreifen, hält der Motor für ein paar Sekunden die Position, ohne dass das Rad zurückrollt. Hill-Hold nennt Bosch dieses Feature, das sich besonders in steilem Gelände bezahlt macht.
Die Reichweite des Performance CX: Schwere Akkus aber hohe Ausdauer
Statt 625 gab es zunächst nur dicke Akkus mit 750 Wattstunden, die für den Bosch Performance CX bis heute die Norm sind. Nachteil der großen Batterien: Zum einen das hohe Gewicht von fast 4,3 Kilogramm, zum anderen die enorme Länge. Das machte es den Bike-Herstellern schwer, kompakte und leichte Bikes für das Smart System zu bauen und beschränkte zudem die Kompatibilität mit kleinen Rahmen.
Dafür staunten wir nicht schlecht, als die ersten Testbikes an die 2000 Höhenmeter in unserem Standard-Testprozedere erkletterten. In unzähligen standardisierten Messfahrten sind an die 2000 Höhenmeter mit dem 750er Akku keine Seltenheit. Ein Wert der nur noch von echten Reichweiten-Spezialisten mit 900er-Akku, zum Beispiel Canyons Spectral:On CF, regelmäßig getoppt wird.
Von LED-Remote bis System-Controller: Bedienteile und Displays des Bosch CX
Vorgestellt wurde die aktuelle Generation des Bosch Performance CX im Smart System mit dem All-in-One Bedienteil LED-Remote. Sie ist gleichzeitig minimalistisches Display und Bedieneinheit und zeigt den Akkustand in 10-Prozent-Schritten sowie die gewählte Unterstützungsstufe an. Außerdem ist die LED-Remote Bluetooth-kompatibel und bildet so die Schnittstelle zwischen der App (s. u.) und dem Antriebs-System.
Statt der LED-Remote gibt es mittlerweile auch noch das Oberrohr-Display System Controller, das dieselben Funktionen bietet und über die kabellose Mini-Remote gesteuert wird. Optional kann man jede der Basis-Lösungen - LED-Remote, System-Controller und Purion-Display - noch mit einem der beiden größeren Kiox-Displays oder dem Smartphone-Grip aufrüsten. Hier lassen sich noch mehr Daten zur aktuellen Fahrt darstellen, zum Teil ist auch eine Navigation möglich.
Die E-Bike Flow App - Navigation, Individualisierung, Diebstahlschutz
Mit der Einführung des aktuellen Bosch-Systems setzt auch der schwäbische Hersteller erstmals auf eine eigene App. Mit ihr lässt sich zum Beispiel die Stärke der Unterstützung feineinstellen. Man kann hier kabellos das komplette Antriebssystem updaten, Aufzeichnungen der gemachten Touren einsehen und sich viele spannende Infos rund um die Nutzung des Bikes anzeigen lassen.
Bosch CX oder CX Race: Das sind die Unterschiede
Neben dem bekannten Bosch Performance CX gibt es mittlerweile auch noch die Special-Edition Performance CX Race, die speziell für das E-Bike-Racing optimiert wurde. Sie unterscheidet sich vor allem durch das um 150 Gramm reduzierte Gewicht vom Standard CX und verfügt außerdem über den speziellen Antriebsmodus „Race“.
CX, Shimano, Brose? Der Bosch im Vergleich mit der Konkurrenz
Wir konnten fast alle gängigen E-Bike-Antriebe schon ausführlich in der Praxis und im Labor testen und geben einen kurzen Überblick über die Unterschiede in Messwerten und Fahrgefühl.
Im Labor: Bosch kräftig und Drehzahlfest
Im Labor gehört der Bosch Performance CX definitiv zu den kräftigeren E-Bike-Antrieben. Er bietet ein gelungenes Drehmoment im unteren Bereich und toppt mit seiner Spitzenleistung fast alle gängigen Antriebe, mit Ausnahme echter Power-Boliden wie Rocky Mountains Dyname 4.0, dem Sachs und dem alten TQ HPR 120.
In der Praxis: Bosch sportlich und sensibel, Brose glänzt mit Sound und Drehmoment
In Puncto Fahrgefühl gibt sich der Bosch sportlich und dynamisch und setzt seine hohe Leistung erst bei kräftigem Treten frei. Im Umkehrschluss heißt das: Wer nicht ganz so kräftig in die Pedale tritt, kann mit Brose und insbesondere Shimano etwas mehr Leistung abrufen. Dafür ist die Dosierbarkeit der Leistung mit dem Bosch exzellent und unserer Erfahrung nach noch etwas besser als bei Yamaha und Shimano.
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