E-Mountainbike mit Bosch Motor im Test: Performance SX vs. Performance CX

Leichte E-MTBs sind im Trend und heben E-Biken auf ein neues, sportlicheres Level.

Das Prinzip Leichtbau

Damit Leichtbau auch spürbar wird, müssen einige Faktoren zusammenspielen, denn es reicht nicht, lediglich einen leichten Motor einzubauen!

  • Auch Akku, Rahmen und Komponenten müssen gewichtsoptimiert werden.
  • Wichtigster Punkt ist jedoch der Fahrer/die Fahrerin, die mehr Eigenleistung zusteuern müssen.
  • Denn die kompakteren Motoren entwickeln weniger Schub als ein Full-Size-Antrieb.

Sportlichen Fahrern kommen Light-E-Bikes jedoch entgegen, denn sie wollen sich ohnehin körperlich mehr fordern.

Das Minus an Unterstützung relativiert sich zudem aufgrund der Tatsache, dass ein leichteres Gesamtsystem generell weniger Energie benötigt.

Bezogen auf den Akku heißt das zum Beispiel: Ein 500 Wh-Akku ermöglicht in einem Light-E-Bike mehr Reichweite, als in einem schweren, klassischen E-Bike.

Performance SX = Minimal Assist? Ja und Nein

Ja, der Performance SX ist deutlich leichter und kompakter als sein großer Bruder Performance CX, aber er ist nicht der leichteste Motor auf dem Markt - was unserer Meinung nach jedoch kein Nachteil ist.Denn im Gegensatz zu seinen Mitbewerbern wie TQ oder Fazua - um zwei populäre Beispiele zu nennen - ist der SX immer noch kraftvoll genug, um auch für weniger ambitionierte E-Biker interessant zu sein.

Immerhin kann Boschs Newcomer bis zu 600 Watt Maximalleistung liefern - genau soviel wie der Kraftprotz Performance CX!

Performance CX: Update 2024

Ganz aktuell (Oktober 2024) hat Bosch die überarbeitete Version des Performance CX Motors vorgestellt.

Kurz: Der CX ist leiser und leichter geworden, und zwar um rund 100 Gramm.Außerdem wurde die interne Sensorik verbessert, so dass der Motor noch feinfühliger auf die Fahrmanöver des Fahrers/der Fahrerin reagiert.

Das soll sich insbesondere beim Anfahren an steilen Wegen positiv auswirken.

Seit der Einführung des ersten Bosch Performance Line CX-Motors im Jahr 2015 hat Bosch kontinuierlich an Leistung, Integration und Fahrmodi gearbeitet.

Die Entwickler von Bosch setzen bei all ihren Motoren konsequent auf ein geschlossenes Gesamtsystem, das auf die Kombination aus Motor, Akku und Steuerungseinheit optimiert ist, um eine nahtlose Integration zu gewährleisten.

Heute, in der fünften Generation, konzentriert sich Bosch auf Feinjustierungen, die vor allem das Ansprechverhalten, die Sensibilität und die Geräuschkulisse verbessern sollen.

Die Top 5 Neuerungen des neuen Bosch Performance Line CX-Motors:

  1. Bosch hat die Anzahl der Anschraubpunkte von drei auf zwei reduziert. Dadurch wird der Motor nicht nur leichter und bringt nun etwa 100 g weniger auf die Waage, wiegt damit jetzt ca. 2,8 kg und lässt sich vor allem viel einfacher in den Rahmen integrieren.
  2. Eine der wichtigsten Neuerungen betrifft den Antriebsstrang. Bosch hat den externen Antriebsstrang (Kette, Kettenblatt, Kassette) vom internen Antriebsstrang (Freilauf, Getriebe, Motor) entkoppelt.
  3. Dabei setzt Bosch auf eine neue Interpretation der Sensorsignale, die von Inertialsensoren, Kadenzsensoren und Geschwindigkeitssensoren erfasst werden. Der Inertialsensor misst Beschleunigung und Drehungen in sechs Dimensionen und erkennt Neigungs- und Steigungswinkel sowie Erschütterungen.
  4. Zusätzlich hat der Motor auch neue Features erhalten und bestehende wurden weiter verbessert, die nun dank der neu interpretierten Sensorik möglich sind.
  5. Bosch hat auch das Wärmemanagement verbessert. Der Motor soll jetzt weniger Hitze entwickeln, was bedeutet, dass er nicht so schnell ins Derating geht, sprich die Leistung drosselt, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Der Gewichtsunterschied liegt bei etwa 900 g.

Beide Akkus sind DualBattery-fähig, was bedeutet, dass sie mit einem zweiten Akku oder dem 250-Wh-PowerMore-Range-Extender kombiniert werden können.

Auch neu: Bosch setzt in den neuen Akkus erstmals auf die leistungsstärkeren 2.170-Zellen anstelle der bisher verwendeten 1.865-Zellen.

Ebenfalls neu ist das Bosch Purion 400-Display, ein kompaktes 1,6-Zoll-Farbdisplay, das über ein Kabel mit dem System verbunden ist.

Kompatibel ist der Bosch Performance Line CX-Motor weiterhin mit dem Bosch ABS sowie dem neuen Bosch ABS Pro.

Fährt man mit dem neuen Bosch Performance Line CX bergauf, stehen wie gewohnt, je nach Bike-Hersteller, die vier Unterstützungsstufen Eco, Tour+, eMTB und Turbo zur Verfügung.

Durch die neue Interpretation der Sensordaten unterstützt der Motor jetzt noch dynamischer - besonders spürbar im eMTB-Modus mit Extended Boost.

Bosch hat hier deutliche Fortschritte gemacht, indem der externe Antriebsstrang (Kette, Kettenblatt, Kassette) vom internen Antriebsstrang (Freilauf, Getriebe, Motor) entkoppelt wurde.

Dadurch konnten mechanische Geräusche, die zuvor in Abfahrten störten, deutlich reduziert werden.

Ein weiterer Fortschritt liegt in der verbesserten Sensorik: Der Motor interpretiert die Sensordaten wie Kadenz, Geschwindigkeit und Neigung jetzt noch präziser, was für eine dynamischere Unterstützung sorgt.

Das neue Wärmemanagement soll verhindern, dass der Motor bei langen Anstiegen zu schnell überhitzt und ins Derating geht, sodass die volle Leistung konstant abrufbar bleibt.

Zusätzlich gibt es mit Hill Start ein neues Feature, das das Anfahren am Berg erleichtert.Auch Hill Hold und die Schiebehilfe wurden überarbeitet - die Schiebehilfe passt sich nun automatisch der Gehgeschwindigkeit an.

Auch wenn die Maximalleistung des SX in Watt der des Performance CX entspricht - der Unterschied liegt im Drehmoment. Also wie kraftvoll der Antrieb seine Power entfaltet.

Konkret: Der Performance SX kann im Gegensatz zum CX (85 Nm) „nur“ 55 Nm (Newtonmeter) auf die Kette bringen.

Er reagiert also nicht so explosiv und verlangt vom Fahrer/der Fahrerin eine höhere Tretfrequenz.

Das niedrigere Drehmoment ist dem Motorgehäuse geschuldet, denn um das kompakte Maß erreichen zu können, musste Bosch beim internen Getriebe auf eine Gangstufe verzichten.

Während der Performance CX mit drei Untersetzungsstufen arbeitet, sind es beim SX derer nur zwei.

Datenvergleich und Einsatzbereiche

Auf den ersten Blick sieht der Performance SX wie ein geschrumpfter Performance CX aus, ein typischer Bosch Motor eben.Faktisch besitzt er 20 Prozent weniger Volumen, was ihn im Rahmen deutlich unauffälliger wirken lässt.

Weiterer positiver Effekt: Durch sein schmaleres Gehäuse verringert sich auch der so genannte Q-Faktor, also der horizontale Abstand der Kurbeln zueinander.

Das heißt, ein E-Bike mit SX Motor ermöglicht einen natürlicheren Bewegungsablauf beim Pedalieren.Damit fühlt sich ein SX-Bike fast wie ein klassisches Bike ohne Antrieb an.

Intelligente Elektronik

Dass der Performance SX trotz geringerer Kraftentfaltung sehr effizient arbeitet, hat er der ausgeklügelten Bosch-Software zu verdanken.

Am meisten profitiert der Fahrer davon, wenn er im Fahrmodus „eMTB“ unterwegs ist, wobei permanent die Leistung analysiert wird, die der Fahrer dem Antrieb zusteuert.

Dementsprechend reagiert der Motor automatisch mit mehr oder weniger Unterstützung.Diese Dosierung geschieht fließend, so dass der Motor immer dann Energie spart, wenn sie nicht benötigt wird.

Andererseits gibt er Leistung frei, wenn der Fahrer beim Pedalieren Gas gibt.

Beim Performance CX Antrieb steht neben eMTB mit Tour+ sogar noch ein weiterer Automatik-Modus zur Verfügung.Unbedingt nutzen sollte man auch die eBike Flow App, die weitere Optionen bietet, um die Leistung des Antriebs in feinen Stufen an die Wünsche des Fahrers/der Fahrerin anzupassen.

Der Bosch Performance Line CX hat eine exzellente Motorsteuerung, er hat ausreichend Power, er ist robust und von allen Motorenherstellern hat Bosch die beste Serviceabdeckung.

So zählt der Bosch CX mit 2,9 Kilo nicht zu den leichtesten Motoren. Außerdem surrt er relativ laut, wenn man ihm Leistung abverlangt und klappert beim Rollen über den Trail deutlich hörbar. Außerdem nimmt sein großes Baumaß vielen EMTBs die ästhetische Komponente.

Anders als seine Vorgänger hat der Motor kein kleines Ritzel mehr, das immer über ein Getriebe angesprochen wird, sondern ein großes Kettenblatt mit 28 bis 38 Zähnen.

Damit hat Bosch in der 4ten Generation vor allem einen großen Painpoint in den Griff bekommen.

Oberhalb der Unterstützungsgrenze von 25 km/h muss man nicht mehr den Widerstand des Getriebes mit treten. Außerdem wurde das Baumaß im Vergleich zu den Vorgängermotoren reduziert und die Motorsteuerung deutlich verbessert.

Die Kinderkrankheiten ist der Bosch CX Gen 4 los. Auf der Eurobike 2024, der Leitmesse der Fahrrad-Industrie, war hinter verschlossenen Türen schon die 5te Generation des Bosch CX Motors zu sehen.

Im Herbst 2024 sollen bereits Bikes mit dem neuen Bosch CX Gen 5 ausgeliefert werden.

Das Baumaß hat sich nochmals etwas verringert und wenn man bei Bosch die Aufgaben gemacht hat, dann dürfte der Motor auch deutlich leiser werden.

Die Race Edition des Bosch CX Motors wurde dagegen speziell für Fahrer entwickelt, die nochmal etwas mehr Fahrspaß im Gelände aus ihrem Bike kitzeln wollen.

Der Motor hat mit 85 Newton Meter zwar ein identisches Drehmoment im Vergleich zum normalen CX Motor, ist mit speziellen Kühlrippen aber etwas hitzebeständiger. Außerdem hat er einen kraftvollen Race-Fahrmodus und ist minimal leichter als der normale CX Motor. Er ist markant grau und wurde speziell für sportliche Fahrer entwickelt.

Prinzipiell können Bosch Motoren nur mit Bosch Akkus kombiniert werden. Andere Hersteller wie z.B. Shimano sind hier deutlich offener. Die auf das Unterrohr aufgesetzten PowerPack Akkus von Bosch sind im sportlichen Bereich kaum noch zu sehen. Dafür kommen immer mehr Bikes mit Akkus, die im Unterrohr integriert sind.

Ob der Akku aus dem Unterrohr entnehmbar ist oder nicht, hängt von der Konstruktion des Fahrradherstellers ab. Die PowerTube Akkus gibt es mit 500, 625 oder 750 Wh Kapazität.

Mit Gewichten von 3 bis 4,3 Kilo sind sie im Vergleich zu moderneren Akkus von DJI oder auch Orbea verhältnismäßig schwer. Auch bei der Größe schaffen es andere Hersteller, einen vergleichbaren Energiewert in kleineren Akkus zu verpacken.

Das Purion Display von Bosch vereint Display und Schalter in einem Bauteil. Viele EMTBs mit Bosch Motor kommen deshalb mittlerweile komplett ohne Display daher. Das ist die finale Konsequenz des aktuell nicht ganz stimmigen Portfolios in diesem Bereich.

Etwas klobig dagegen: Der Bosch LED Remote.

Gerade erst vorgestellte Konkurrenten wie der neue ZF Motor oder DJI Avinox Motor leiten dagegen die nächste Evolutionsstufe unter den Full Power EMTB Motoren ein. Sie werden stärker, sie werden kleiner, sie werden leichter.

Bosch-Motoren funktionieren nur mit Bosch-Akkus. Hier wiegt der Powertube 750 ca. 4,4 Kilo.

Shimano hat ein offenes Akkusystem, wo jeder Fahrradhersteller eigene Akkus verwenden kann.

Aktuell gibt es einen 600er und einen 800er Akku von DJI, der den Avinox Motor speisen kann. Der 600er Akku wiegt 2,9 Kilo, der 800er Akku schafft es auf 3,7 Kilo.

Es hat seinen Grund, warum der Bosch Performance Line CX Motor zu den beliebtesten Motoren auf dem Markt gehört. Er leistet sich jenseits des Getrieberasselns bergab kaum Schwächen.

Klar ist aber auch: In der Gen 4 spielt der Motor in keinem Bereich mehr ganz vorne mit. Es gibt mittlerweile stärkere, kleinere, leichtere und leisere Motoren mit mehr Features. Der Bosch Performance Line CX ist zuverlässig und kann im Falle eines Problems auf eine solide Servicestruktur zurückgreifen.

Ab Sommer 2025 gibt’s mehr Leistung für den neuen CX, ganz einfach per Firmware-Update. Bis zu 100 Nm und 750 Watt können dann über die Flow-App freigegeben werden.

Bevor wir zu den Motoren kommen, müssen wir noch einen kleinen Exkurs zur neuesten Generation an E-MTBs und Motorkonzepten wagen. Im Sommer 2024 haben wir unseren großen Light-E-MTB-Vergleichstest mit 9 aktuellen Modellen durchgeführt. Die schockierende Erkenntnis? Die Ära der Light-E-MTBs geht zu Ende.

Mit der neuesten Generation an Motorensystemen und Akku-Konzepten braucht es keine Kategorisierung mehr: Light-E-MTBs sind zwar die letzten Jahre voll im Rampenlicht gestanden und galten als Speerspitze der Entwicklung. Doch nun sind sie vom Aussterben bedroht.

Die Akku-Kapazität war die letzten Jahre eines der heißesten Themen der E-MTB-Welt.

In gewissen Motordrehzahl- und Lastbereichen werden manche Motoren sehr laut, während andere recht leise agieren. Hinzu kommt das mechanische Klappern, das v. a.

Ein leicht und gut integrierbares Motorsystem bietet hier klare Vorteile für die Bike-Marken. Nicht nur, um einen tiefen Schwerpunkt und ein besseres Handling zu erreichen. Ebenso wichtig ist es, ästhetische Bikes zu gestalten.

Neben der Integration von Software-Features gehen einige Hersteller noch einen Schritt weiter und integrieren weitere Bike-Komponenten wie etwa Schaltungen oder Bremssysteme.

Das gleiche gilt für externes wie internes Laden des Akkus. Dahingehend spielen auch der After-Sales-Support und die Wartungsfreundlichkeit eine entscheidende Rolle: Ersatzteile und guter Service vor Ort sind enorm wichtig, denn viele von uns besitzen ihre Bikes über mehrere Jahre hinweg und so sind diese Faktoren unabdingbar.

Was man also beim Kauf unbedingt mitbedenken sollte, ist die Zuverlässigkeit des Systems und das entsprechende Servicenetzwerk, vor allem dann, wenn man nicht in den Hauptmärkten des E-Bike-Booms wie etwa Zentraleuropa unterwegs ist.

Und auch der Preis spielt eine Rolle, obwohl dieser schwer isoliert betrachtet werden kann, da man immer ein Komplett-Bike kauft, nicht nur den Motor.

Schließlich verästelt sich der Markt der E-MTBs in immer feinere Zweige. Doch die meisten Spezialisten sind nicht mehr als Randerscheinungen. Dagegen gibt es wohl keine andere Fahrradkategorie, die eine breitere Zielgruppe anspricht, als motorisierte All Mountains.

Kräftige Motoren, ausdauernde Akkus und robuste Ausstattungen liefern sorgenfreien Spaß in allen Höhenlagen. Aber wer hat das beste Paket im Portfolio?

Die spannendsten neuen Bikes mit dem neuen Bosch Performance Line CX:

  • Bulls Sonic Evo-R, Sonic AM und Copperhead AM
  • Cube Stereo Hybrid und Reaction Hybrid
  • Haibike Allmtn
  • Ghost E-Riot CF
  • Mondraker Chaser und Prime
  • Focus Jam²
  • Corratec E-Power RS und MTC 120 / 140
  • Norco Sight VLT
  • UPDATE 2.5.2025: DJI-Hype hin oder her - mittlerweile gibt es schon eine ganze Menge Bikes, die weiterhin auf den Platzhirsch Bosch-Performance CX setzen. Jetzt lassen die Schwaben das nächste große Ding aus dem Sack: Ab Sommer 2025 gibt’s mehr Leistung für den neuen CX, ganz einfach per Firmware-Update. Bis zu 100 Nm und 750 Watt können dann über die Flow-App freigegeben werden. Die Sache hat nur einen kleinen Haken: Die Hersteller müssen das Update erst für ihre Bikes freigeben. Wir rechnen aber damit, dass die meisten Bike-Marken dem kostenlosen Power-Plus ihren Segen geben dürften. Alle Details zum Update gibt’s hier.

UPDATE 30.10.2024: Nach den ersten Updates mit Orbea, Conway, Centurion und Santa Cruz sind mittlerweile noch mehr E-Bikes mit dem neuen CX-Motor am Start. Vorhang auf für die neuen Kandidaten von Mondraker, Merida und Flyer. So findet ihr jetzt schon fast 30 Bikes in diesem Artikel!

Der neue Bosch CX: Nach langem Warten endlich da! Der Bosch Performance Line CX ist in seiner neuesten Ausbaustufe für das Modelljahr 2025 erschienen. Schon seit den Erlkönigen auf der Eurobike wurde rund um den neuen Motor spekuliert. Jetzt können wir das Geheimnis um den Topseller endlich lüften.

Neben ausführlichen Labor- und Praxistests haben wir das System mit den neuen Powertube-Akkus auch ausführlichen Reichweitentests unterzogen.

Im Folgenden werden einige Modelle mit dem neuen Bosch Performance Line CX kurz vorgestellt:

Santa Cruz Bullit:

Das neue Bullit hat 170 Millimeter Federweg, Mullet-Laufräder, einen 600er Akku aus Gewichtsgründen, soll rund 22 Kilo wiegen und kostet ab 7649 Euro.

Cannondale Moterra:

Das Bike gibt’s in zwei Varianten. Als All Mountain in 29 Zoll und mit extra langen Kettenstreben für maximalen Kletterspaß und als auf Fahrspaß bergab gepoltes Enduro mit Stahlfederdämpfer ab Werk. Vorerst gibt’s das Rad nur mit Vollcarbon-Rahmen, die Preise beginnen bei 6999 Euro.

Scott Patron:

Die klassischen Patrons sind mit eher zahmen Reifen mehr auf klassische Touren ausgerichtet. Trail-Fans sollten besser gleich zur federwegsstarken ST-Variante greifen.

Nicolai S18 Swift:

Zugunsten von Gewicht und agilem Handling verbaut Nicolai nur die 600er Batterie. So bleibt das Chassis schlank und die Waage bei deutlich unter 24 Kilo stehen. Das ist wenig für ein fahrstarkes E-Enduro mit 180 Millimetern Hub, zumal mit robuster Ausstattung und Alu-Rahmen. Typisch Nicolai: Das S18 Swift wird natürlich in Niedersachsen geschweißt und gefräst, der Preis liegt mit 10.999 Euro hoch.

Haibike Hybe:

Beim neuen Hybe zieht Haibike alle Register und stellt so ein E-Enduro mit 170/165 Millimeter Federweg und echten 23 Kilo auf die Trails. Haibike hat das Hybe bewusst als High-End-Bike positioniert, die Preise für den Carbon-Boliden beginnen erst bei 7499 Euro.

Whyte Kado:

Das All Mountain Kado setzt dagegen auf eine größere Batterie und mehr Nehmerqualitäten. 160/150 Millimeter Hub, Bosch CX und große Batterie: Das Kado gibt’s ab 4999 Euro. Hier das Topmodell für 8499 Euro.

Transition Regulator:

Das Regulator CX mit großem Bosch-Motor und 600er Akku. Mit nur 21,3 Kilo für das Topmodell soll das Transition richtig leicht sein, die Geometrie verspricht eine ausgewogen All-Mountain-Performance. Die Preise beginnen bei für Transition-Verhältnisse fast schon fairen 7999 Euro.

Flyer Uproc Evo:X:

Für das neue Modelljahr mit dem neuen Performance Line CX wurde das E-Enduro nochmal extremer gezeichnet. So ist der Akku jetzt zugunsten von Optik und Gewicht fest verbaut, der Federweg wächst um 10 auf 180/170 Millimeter. Mindestens 7399 Euro werden für das Bike mit Vollcarbonrahmen fällig. Die Top-Variante bleibt mit Fox-Performance-Fahrwerk erstaunlich bescheiden und kostet 8999 Euro.

Mondraker Crafty 2025:

Für den neuen Bosch-Motor wurde das Chassis komplett überarbeitet: Der Dämpfer arbeitet nun nicht mehr stehend vor dem Sitzrohr sondern liegt flach im Rahmen. Das bringt den Schwerpunkt etwas tiefer. Typisch Mondraker: Das Bike fällt lang aus, die Kettenstreben sind mit 455 bis 465 Millimetern sogar richtig lang. Das gefällt Kletter-Assen aber nicht unbedingt Manual Fans. Preise beginnen bei 7199 Euro.

Merida eOne-Eighty:

Die Eckdaten des eOne-Eighty: Brachiale 180 Millimeter Federweg, Mullet-Laufradmix, Alu-Rahmen und eine Freigabe nach der Downhill-Kategorie ASTM 5. Die Preise für den Alu-Freerider beginnen bei 4999 Euro.

Conway Xyron LT und Xyron ST:

Doch beim Xyron mit dem neuen Bosch Performance CX bleibt Conway beim Design mit stehendem Dämpfer. Alle Räder kommen mit 29 Zoll an Front und Heck. Das Xyron LT kommt in zwei Ausstattungsvarianten mit Carbonrahmen für 6499 und 8499 Euro. Das ST-Modell gibt es auch mit Alu-Rahmen ab 4499 Euro, die Top-Variante mit Carbon-Chassis kostet 7999 Euro.

Centurion No Pogo:

Neuer Bosch-Motor mit Powertube 800, wahlweise auch dem leichteren Powertube 600. Ein Federwegsupdate auf 170 Millimeter und Laufräder im Mullet-Format.

Moustache Game 150 & Game 160:

Wie gewohnt fertigen die Elsässer in Aluminium. Das neue Chassis ist Grundlage für zwei neue Bikes: Das Game 150 mit 160/150 mm Federweg und das Game 160 mit 170/160 mm Federweg. Beide Modelle rollen vorne und hinten auf 29 Zoll.

Santa Cruz Vala:

Der Federweg landet bei 160/150 Millimetern - analog zum bekannten Heckler. Dazu kommen Mullet-Laufräder und - natürlich - ein Vollcarbonrahmen. Eher ungewöhnlich: Die Ingenieure verbauen “nur” den kleineren 600er-Powertube. Und zwar fest verbaut im Unterrohr.

Trek Rail+ und Powerfly+:

Das Carbon-Chassis bekommt am Heck einen Zentimeter mehr Hub spendiert, jetzt stehen vorne wie hinten 160 Millimeter zur Verfügung. Gleichzeitig haben die Amerikaner das Hinterrad geschrumpft. Das neue Rail+ rollt auf Mullet-Laufrädern mit 29 Zoll vorne und 27,5 Zoll hinten.

Bulls Sonic Evo-R, Sonic AM und Copperhead AM:

Mit dem E-Enduro Sonic EN‑R will Bulls eine besonders sportliche Zielgruppe ansprechen. Das EN‑R verfügt passend zum Einsatzzweck über 170/160 Millimeter Federweg und setzt auf Mullet-Laufradmix mit großem 29‑Zoll-Vorderrad. Der schicke Vollcarbon-Rahmen hält das Gewicht angenehm niedrig: Unser Testbike bringt in Größe M schlanke 21,96 Kilo­gramm auf die Waage. Daran hat auch der Akku seinen Anteil, denn Bulls setzt alle Karten aufs Fahrverhalten und verbaut dafür den kleineren Power­tube 600.

Für 2025 gibt es einen klaren Testsieger unseres gleichsam renommierten wie riesigen Motoren-Vergleichstests. Und einen Kauftipp!

Die Top 7 Eigenschaften eines guten Motorsystems:

  1. Ansprechverhalten, Dosierbarkeit und Leistungsentfaltung sind mindestens genauso wichtig wie die Motorleistung oder das Drehmoment.
  2. Motorengeräusche und die Lautstärke unter Last.
  3. Eine sinnvolle Auswahl an Akku-Optionen mit hoher Energiedichte und gut in den Rahmen integrierbaren Akku-Formen ist fundamental.
  4. Das Motor-„Ökosystem“ bestimmt, ob das Handling Freude oder Frust bereitet. Freude entsteht durch intuitive Remotes in Kombination mit einem informativen, übersichtlichen und gut ablesbaren Display.
  5. Einige Hersteller integrieren weitere Bike-Komponenten wie etwa Schaltungen oder Bremssysteme.
  6. Lässt sich das Bike auch weiterhin einschalten und nutzen, wenn beispielsweise die Remote bei einem Crash kaputt geht?
  7. Letztendlich ergibt sich aus all diesen Aspekten für jeden Fahrer das passende Motorsystem - ihr müsst nur euer Match finden.

BIKE-Tipps:

  • Tipp Tour: Cube Stereo Hybrid One44 SLT
  • Tipp Trail: Pivot Shuttle AM Ride
  • Testsieger: Santa Cruz Vala GX AXS

Vergleich der Motoren Bosch Performance SX und Performance CX

Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Eigenschaften der beiden Motoren:

Eigenschaft Bosch Performance SX Bosch Performance CX
Maximalleistung 600 Watt 600 Watt
Drehmoment 55 Nm 85 Nm
Gewicht Leichter als CX Ca. 2,9 kg
Getriebe 2 Untersetzungsstufen 3 Untersetzungsstufen
Q-Faktor Geringer Höher
Fahrmodi eMTB eMTB, Tour+

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