Bei Fahrradnaben, sei es für das Vorderrad, das Hinterrad, eine Getriebenabe oder einen Nabendynamo, sind Sie wahrscheinlich schon auf den Begriff der „Einbaubreite“ gestoßen. Die Einbaubreite ist ein wichtiger technischer Parameter, der den Abstand zwischen den Ausfallenden der Fahrradgabel (bei der Vorderradnabe) oder des Rahmens (bei der Hinterradnabe) beschreibt.
Warum ist die Einbaubreite wichtig?
Dieser Abstand ist entscheidend, wenn Sie eine bestehende Nabe gegen eine neue austauschen möchten, da die neue Nabe in die vorhandenen Aufnahmebereiche des Rahmens oder der Gabel passen muss. Unterschiedliche Fahrradtypen und Nabenmodelle erfordern unterschiedliche Einbaubreiten, weshalb es von großer Bedeutung ist, die korrekte Breite zu kennen, um eine fehlerfreie Montage zu gewährleisten.
Wie misst man die Einbaubreite?
Um die Einbaubreite an Ihrem Fahrrad zu messen, empfiehlt es sich, zunächst das Vorderrad oder Hinterrad auszubauen. Um die Einbaubreite vorne zu bestimmen, messen Sie den Abstand zwischen den beiden Ausfallenden der Gabel. Um die Einbaubreite hinten zu bestimmen, messen Sie den Abstand zwischen den beiden Ausfallenden des Rahmens.
Der Abstand lässt sich dann am besten mit einem Lineal, einem Zollstock oder idealerweise mit einem Messschieber ermitteln, da letzterer eine präzise und verlässliche Messung ermöglicht. Anstatt den Abstand der Innenkanten der Ausfallenden der Gabel oder des Rahmens zu messen, besteht auch die Möglichkeit, die bestehende Nabe direkt zu vermessen. Dies kann insbesondere dann nützlich sein, wenn Sie die genaue Einbaubreite der Nabe ermitteln möchten, ohne die Ausfallenden des Rahmens oder der Gabel zu messen.
Zur präzisen Messung empfiehlt es sich, einen Messschieber zu verwenden, da dieser eine hohe Genauigkeit bietet. Alternativ können Sie auch ein Lineal verwenden, wobei hier die Messgenauigkeit möglicherweise nicht ganz so präzise ist, da ein Lineal in der Regel weniger exakt als ein Messschieber ist.
Um die Einbaubreite korrekt zu ermitteln, messen Sie den Abstand zwischen den beiden Anliegeflächen der Nabe. Diese sind die Flächen, die beim Einbau der Nabe an den Ausfallenden des Rahmens oder der Gabel anliegen. Bei der Messung sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie bei Naben mit 5 mm Schnellspannern die Achsstummel (die Enden der Nabe, an denen die Schnellspannachse montiert wird) nicht mit einbeziehen. Diese haben keinen Einfluss auf die Einbaubreite und könnten das Messergebnis verfälschen.
Gängige Standard-Einbaubreiten
Nachfolgend listen wir Ihnen die gängigsten Standard-Einbaubreiten bei Naben auf.
- 135 mm (für Scheibenbremse z.B. Schnellspanner)
Befestigungssysteme für Laufräder
Aktuell sind im Bereich der sportlichen Räder, also bei Trekking- und Rennrädern sowie Mountainbikes, zwei Systeme mit zahlreichen Untervarianten zu finden:
- Schnellspanner
- Steckachse
Schnellspanner
Der Radrennfahrers Tullio Campagnolo erfand 1930 den klassischen Schnellspanner mit einer 5 mm Achse - und das sollte nicht seine letzte Erfindung bleiben - das Prinzip der Kettenschaltung geht ebenfalls auf Tullio Campagnolo zurück.
Aufbau
Der klassische Schnellspanner besteht aus fünf Teilen:
- Achse
- Hebel
- Kontermutter
- zwei Federn
Hebel und Achse sind fest miteinander verbunden, während die Kontermutter auf das Ende der Achse geschraubt wird. Die beiden Federn dienen dazu, den Schnellspanner bei der Montage in der richtigen Position zu halten. Dieser wird durch die eigentliche Achse der Nabe geschoben. Das Laufrad wird durch die nach unten offenen Ausfallenden in den Rahmen bzw. die Gabel geschoben und durch den Druck des Schnellspanners fixiert.
Vor- und Nachteile
- + Der größte Vorteil des klassischen Schnellspanners liegt darin, dass er es ermöglicht, die Laufräder schnell ein- und auszubauen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn es, wie in Radrennen, um wenige Sekunden geht.
- - Der größte Nachteil des klassischen Schnellspanners liegt - neben der geringeren Verwindungssteifigkeit gegenüber Steckachsen - darin, dass es möglich ist, die Laufräder aus Unachtsamkeit schräg einzubauen.
Verbreitung
Der Achsdurchmesser von Naben mit klassischem Schnellspanner beträgt vorne 9mm und hinten 10mm. Die Achse des Schnellspanners, der durch die Achse der Nabe geschoben wird, beträgt stets 5mm. Die Einbaubreite von Schnellspannnaben beträgt vorne immer 100mm. Am Hinterrad sind 130mm bei Rennrädern und Crossern üblich. Mountainbikes und Trekkingräder haben eine Einbaubreite von 135mm.
Schnellspanner sind aktuell in erster Linie an Rädern mit Felgenbremsen zu finden. Eine Ausnahme bilden Trekkingräder - hier werden auch an Rädern mit Scheibenbremsen Schnellspanner verbaut.
Steckachse
Klassische Schnellspanner galten lange Zeit als alternativlos. Erst vor ungefähr 10 Jahren kam mit der Steckachse eine innovative Antwort auf den Markt. Motor dieser Entwicklung war, wie so oft im Radsport, der Mountainbike-Bereich. Hier waren Steckachsen zunächst vor allem an Rädern mit viel Federweg zu finden - also im Enduro, Freeride und Downhill Bereich.
Aufbau
Während du herkömmliche Schnellspanner durch die eigentliche Achse der Nabe hindurchschiebst, handelt es sich bei Steckachsen um eigene Achsen. Die Rahmen von Rädern mit Steckachsen weisen keine nach unten offenen Ausfallenden auf. Stattdessen werden die Laufräder zuerst in den Rahmen eingesetzt, dann wird die Achse hindurch geschoben.
Steckachsen bestehen aus einem einzigen Teil. In der einfachsten Ausführung handelt es sich um eine Achse, die ein Gewinde auf der einen und einen Kopf mit Sechskant auf der anderen Seite besitzt. Steckachsen können je nach Ausführung verschraubt oder ähnlich wie ein Schnellspanner zunächst verschraubt und dann über einen Hebel festgezogen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Befestigung über einen Bajonettverschluss, der dann wiederum über einen Hebel gesichert wird (z.B. Focus R.A.T.).
Vor wenigen Jahren wurde der sogenannte „Boost“-Standard von dem Radhersteller Trek in Zusammenarbeit mit dem Komponentenhersteller SRAM entwickelt. Dieser Standard umfasst breitere Einbaumaße als zuvor. Die Vorderradnabe wurde von 100 auf 110 mm erweitert, die Hinterradnabe von den für Steckachsen üblichen 142 auf 148 mm.
Für die Entwicklung des Boost Standards lassen sich zwei Gründe ausmachen:
- Höhere Seitensteifigkeit: Der Vorteil der breiteren Naben liegt darin, dass die Seitensteifigkeit der Laufräder, die durch das Aufkommen von 27,5 und 29“ Laufrädern gesunken war, auf ein höheres Level gebracht werden konnte.
- Breitere Reifen: Die bis zu 3“ breiten Reifen von 27,5+ Rädern hatten in den 100 mm breiten Gabeln sehr wenig Platz zur Seite. Auch am Hinterbau wurde daher durch das breitere Einbaumaß zusätzlicher Platz geschaffen.
Vor- und Nachteile
- + Steckachsen zeichnen sich durch eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber hohen Bremskräften aus als herkömmliche Schnellspanner. Die Bremskraft, die über Scheibenbremsen aufgebaut wird, muss von der Bremsscheibe über die Nabe und die Speichen auf Felge und Reifen übertragen werden. Dank ihres großen Durchmessers verwindet sich die Steckachse weniger als die Achsen herkömmlicher Naben und überträgt so mehr Bremskraft auf das Rad.
- + Ein weiterer Vorteil des Systems besteht darin, dass es nun, anders als beim Schnellspanner, nicht mehr möglich ist, Laufräder aus Versehen schräg zu montieren - die Laufräder werden stets korrekt montiert! Dadurch schleift auch die Bremse nicht mehr, da das Rad immer exakt steht.
Verbreitung
Steckachsen erfreuen sich an Rädern mit Schreibenbremsen wachsender Beliebtheit - egal, ob Mountainbike, Rennrad, Crosser und Gravelracer. Auch Fatbikes sind meist mit Steckachsen ausgerüstet. Tendenziell ist der Durchmesser der Achsen größer, wenn ein Rad für den Einsatz in hartem Gelände gemacht ist. Beispielsweise sind an den Vorderrädern von scheibengebremsten Rennrädern (sowie Crossern und Gravelracern) typischerweise Achsen mit einem Durchmesser von 12 mm verbaut. An Mountainbike Hardtails und Race-Fullys sind 15 mm dicke Achsen zu finden. Im Enduro, Freeride und Downhill Bereich sind 20mm normal.
DT Swiss Thru Bolt
Der erste Hersteller, der mit Steckachsen arbeitete, war DT Swiss. Beim Thru Bolt System des Schweizer Herstellers wird die 9 bzw. 10 mm Achse einer klassischen Schnellspann-Nabe durch eine Steckachse mit entsprechendem Durchmesser ersetzt. Hierdurch kann eine Steckachse in einem Rahmen genutzt werden, die für klassische Schnellspanner ausgelegt sind.
Achsstandards
In den vergangenen Jahren ist eine Vielzahl an Achsstandards entstanden. Hier sollen die gängigsten Standards für Vorder- und Hinterrad dargestellt werden. Zugleich wird erläutert, in welchen Bereichen sie zu finden sind.
In der Tendenz lässt sich festhalten: Je härter das Gelände, in dem das Rad eingesetzt wird, desto breiter sind die Achsen und desto größer ist auch der Durchmesser.
Vorderrad-Standards
Am Vorderrad werden generell zwei unterschiedliche Breiten an Achsen verbaut - 100 und 110 mm (Boost). Am Fatbike sind darüber hinaus 135 und 150 mm breite Achsen zu finden.
Die Durchmesser der Achsen reichen von 9 mm an Rädern mit klassischem Schnellspanner über 12 und 15 mm Steckachsen bis hin zu Steckachsen mit 20 mm Durchmesser.
- 9x100 mm: Klassische Vorderradnabe, die mit 5 mm Schnellspanner montiert wird. Diese ist aktuell an Rennrädern mit Felgenbremsen und Trekkingrädern zu finden.
- 12x100 mm: Am weitesten verbreiteter Standard an Rennrädern, Crossern und Gravel Rädern mit Scheibenbremse.
- 15x100 mm: Standardmaß für Mountainbikes.
- 15x110 mm: Boost-Standard für Mountainbikes mit 27,5 und 29“ Laufrädern.
- 20x110 mm: Boost-Standard für Enduro- und Downhill-Mountainbikes.
- 10x135 mm: Einbaumaß aus den Anfängen des Fatbikes.
- 15x150 mm: Am weitesten verbreitetes Einbaumaß für Fatbikes mit Steckachse.
Hinterrad-Standards
Am Hinterrad sind neben den 10 mm dicken Schnellspannachsen Achsdurchmesser von 12 und 15 mm bei Steckachsen zu finden. Die Breite der Achsen ist nahezu unerschöpflich. Sie reicht von 130 mm über zahlreiche Zwischenschritte bis zu 197mm!
Während 130 und 135 mm ausschließlich mit klassischem Schnellspanner verbaut werden, sind den größeren Breiten 142, 148 und 157 mm Steckachsen vorbehalten. Fatbikes werden mit 170 und 190 mm (Schnellspanner) bzw. 177 und 197mm (Steckachsen) breiten Naben ausgestattet.
- 10x130 mm: Klassisches Einbaumaß an Rennrädern mit 5 mm Schnellspanner.
- 10x135 mm: MTB-Naben mit klassischem Schnellspanner. Auch an vielen Trekkingrädern zu finden.
- 12x142 mm: Einbaumaß für „klassische“ Steckachsen: an vielen Mountainbikes sowie an scheibengebremsten Rennrädern, Crossern und Gravelbikes zu finden.
- 12x148 mm: Boost Einbaumaß - zu finden an Mountainbikes mit 27,5 und 29“ Laufrädern.
- 12x157 mm: Standard Mountainbikes der härteren Gangart - Enduro und Downhill Bikes.
- 10x170 mm: Schnellspann-Nabe für Fatbikes.
- 12x177 mm: Nabe für Fatbikes mit Steckachse.
- 10x190 mm: Fatbike-Nabe für Rahmen mit Schnellspannaufnahme.
- 12x197 mm: Nabe für Fatbikes mit Steckachse.
Anpassung der Einbaubreite am Rahmen
Wenn der Rahmen oder die Gabel aus Stahl hergestellt sind, kann man die Einbaubreite ändern, um sie dem Mutternabstand der Nabe anzupassen. Wenn der Rahmen oder die Gabel aus Aluminium oder Kohlefaser sind, sollte man auf keinen Fall versuchen, die Einbaubreite zu erhöhen. Im Zweifelsfall macht man den Magnettest.
Idealerweise passen Rahmeneinbaubreite und Mutternabstand der Nabe perfekt zueinander. Das sorgt für einen leichten Radwechsel. In der Praxis gibt es jedoch einiges an Spielraum bei den Maßen. Eine klassische Konusnabe toleriert ein wenig Versatz in den Lagern. Im allgemeinen kann man sicher einen Größenunterschied in den Abständen auf diese Art wett machen.
Wie man einen Rahmen aufweitet
Es gibt einige Wege, einen Rahmen aufzuweiten. Der wahrscheinlich einfachste Weg ist es, einen Hebel zu benutzen. Wenn Du Dir unsicher bist, wie stark die Verbindung der Brücke an Ketten- oder Sitzstreben ist, kannst Du sie unter Zuhilfenahme von weichem Holz an dieser Stelle zusammen klemmen.
Stecke das Kantholz durch das hintere Rahmendreieck, so dass es unter dem oben liegenden Ausfallende und dem Sitzrohr verläuft. Wenn sich nichts geändert hat, versuche es erneut, indem Du etwas härter drückst. Das wiederholst Du so lange, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist.
Eine Gabel kann nicht auf die gleiche Weise wie ein Rahmen geweitet werden, weil man keinen Hebel gegen ein Sitzrohr anlegen kann. Die Gabel wird geweitet, indem man die Gabelscheiden auseinander drückt. Gut ausgestattete Fahrradläden haben Einspannvorrichtungen, mit denen sich Gabelausfallenden richten lassen.
Ausrichtung prüfen
Es ist wichtig, dass beide Ausfallenden genau gleich weit von der Mittellinie des Fahrradrahmens oder der Gabel entfernt sind. Andernfalls ist das Fahrrad nicht spurneutral. Idealerweise wird das mit einer speziellen Spannvorrichtung gemessen, in die der Rahmen am Tretlagergehäuse beidseitig eingespannt wird und dessen Flächen als Referenzpunkte nutzt.
Die normale Heimwerkertechnik benötigt nichts als eine Schnur und ein Lineal. Führe die Schnur nach vorn um das Steuerrohr herum und zurück zum anderen hinteren Ausfallende (wie im Bild zu sehen). Ziehe die Schnur stramm. Benutze ein Lineal, um den Abstand der Schnur zur Seite des Sitzrohrs zu messen. Nimm dieses Maß an beiden Seiten des Fahrrads.
Boost-Standard
Welche Veränderungen gab es an Hinterrad, Rahmen und Kurbel?
Auch am Hinterrad wurden bei Boost beide Speichenflansche symmetrisch um drei Millimeter nach außen verschoben. So wächst die Einbaubreite des Hinterrades um insgesamt sechs Millimeter, von 142 auf 148 Millimeter. Bei Super Boost Plus wächst die Einbaubreite um weitere neun Millimeter, also auf insgesamt 157 Millimeter an.
Um das jeweilige Laufrad aufnehmen zu können, muss auch der Hinterbau des Rahmens die entsprechende Breite haben - und das verbesserte die Reifenfreiheit. Die breitere Kettenlinie (unten dazu mehr) bei Boost und Super Boost erlaubte zudem den Einsatz größerer Lager und die Konstruktion breiterer Lagerpunkte, um den Hinterbau steifer zu machen.
Auf den Antrieb hat Boost folgende Auswirkungen: Durch den Versatz der Speichenflansche um drei Millimeter nach außen, wurde auch die Kassette um den gleichen Wert nach außen versetzt. Das wiederum verschob die Kettenlinie auf 52 Millimeter. So wurde die Reifenfreiheit auch im Verhältnis zur Kette verbessert.
Damit der Q-Faktor (der waagerechte Abstand der beiden Kurbelarme auf der Höhe der Pedalaufnahme) im Vergleich zum alten Achsstandard gleichbleiben konnte, wurden bei Boost-Kurbeln die Kettenblätter um drei Millimeter nach außen gesetzt. Das heißt nur der Stern (englisch „Spider") oder, bei Direktaufnahmen, das Kettenblatt sind bei Boost-Kurbeln an die veränderte Kettenlinie angepasst, ansonsten unterscheiden sich nicht zu Non-Boost-Kurbeln.
Bei Super Boost Plus ist die Kassette noch weiter nach außen geschoben und die Kettenlinie liegt je nach Bike zwischen 55 und 56,5 Millimetern. Das Kettenblatt ist meist um sechs Millimeter nach außen gesetzt und Du benötigst daher Super-Boost-kompatible Kurbeln. Der Q-Faktor bleibt bei Enduro- und Gravity-Bikes unangetastet.
Die richtige Steckachse finden
Wenn Du eine Ersatzachse brauchst, Dein Bike in einen Rollentrainer einspannen oder es in puncto Gewicht bzw. Farbe tunen willst, musst Du zunächst die passende Achse finden. Die meisten Steckachsen sind mit ihren Maßen beschriftet, was Dir die Suche erleichtert.
Um die Größen selbst zu ermitteln, gehst Du am besten wie folgt vor:
- Erstens misst Du den Durchmesser Deiner Steckachse: Ob dieser 15 oder 12 mm misst, lässt sich recht einfach bestimmen.
- Zweitens brauchst Du nun die Einbaubreite der entsprechenden Nabe.
- Drittens wird bei Hinterradachsen oft die effektive Länge der Steckachse angegeben, die natürlich deutlich über der Einbaubreite liegt. Miss hierfür die Länge der Achse ohne Achsenkopf; also ab dem Kragen, der außen am Rahmen anliegt und hinter dem der Hebel oder der Inbus- oder Torx-Kopf kommt.
- Viertens, und hier wird es meist knifflig, gibt es unterschiedliche Gewinde an den Steckachsen. Denn die Achse muss immer zu ihrem Gegenstück, der „Mutter“ in Rahmen oder Gabel passen, weshalb eine Steckachse auch immer zum Lieferumfang von Rahmen oder Gabel gehört.
Relativ einfach ist die Entscheidung bei Federgabeln: Über die Angabe des Herstellers und Boost oder Non-Boost kommst Du recht schnell zum Ziel. Bei Hinterradachsen musst Du eventuell die Gewindesteigung ermitteln. M12x1,0, M12x1,5 oder M12x1,75 sind die gängigen Maße - hierfür druckst Du Dir am besten eine Schablone aus, wie sie etwa bei Robert Axle Project erhältlich ist.
Dasselbe Vorgehen ist übrigens ratsam, wenn Du einen Adapter für die Montage eines Anhängers brauchst. Hierfür haben wir die Achsenadapter von Robert Axle Project im Programm, die jede erdenkliche Kombination ermöglichen. Achte aber unbedingt darauf, ob Dein Rahmen zum Fahren mit Anhänger freigegeben ist!
Tabelle: Achstypen Mountainbike (Nabenbreite)
| Vorderrad (Achsdurchmesser / Einbaubreite) | Hinterrad (Achsdurchmesser / Einbaubreite) | |
|---|---|---|
| Schnellspanner | 5 / 100 mm | 5 / 135 mm |
| Steckachse (klassisch) | 20 / 100 mm | 12 / 142 mm |
| Steckachse (Non-Boost) | 15 / 100 mm | 12 / 142 mm |
| Steckachse (Boost) | 15 / 110 mm | 12 / 148 mm |
| Steckachse (Superboost Plus) | 15 / 110 mm | 12 / 157 mm |
Tabelle: Achstypen Rennrad (Nabenbreite)
| Vorderrad (Achsdurchmesser / Einbaubreite) | Hinterrad (Achsdurchmesser / Einbaubreite) | |
|---|---|---|
| Schnellspanner | 5 / 100 mm | 5 / 130 mm |
| Steckachse | 12 / 100 mm | 12 / 142 mm |
| Road Boost | 12 / 110 mm | 12 / 148 mm |
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