E-Scooter gehören in Großstädten zum Straßenbild und erfreuen sich auch als attraktive Alternative zu Fahrrädern immer größerer Beliebtheit bei Privatbesitzern. In vielen europäischen Großstädten sind Elektro-Tretroller weit verbreitet, in Deutschland inzwischen auch.
Grundlagen und Definitionen
Offiziell heißen die Kraftfahrzeuge, die in der Presse E-Scooter genannt werden, Elektrokleinstfahrzeuge. Mit den Begriffen kann man schon mal durcheinanderkommen. Sowohl Elektro-Tretroller als auch Elektro-Motorroller werden oft als E-Roller abgekürzt. Auch die Bezeichnung E-Scooter findet für beide Fahrzeugtypen Verwendung.
Wo dürfen E-Scooter fahren?
E-Scooter dürfen nicht schneller als 20 km/h fahren und grundsätzlich nicht auf Gehwegen benutzt werden. Die Fahrzeuge dürfen nur von einer Person benutzt werden. E-Scooter dürfen nicht nebeneinander fahren, wer mit dem Gefährt abbiegt, muss wie beim Fahrradfahren Handzeichen geben. Beim Abstellen darauf achten, dass niemand behindert wird.
Die Fahreigenschaften der Elektroroller sind ähnlich wie beim Fahrrad. Deshalb sollen für sie im Prinzip die gleichen Regelungen gelten wie für Fahrräder. Sie dürfen nur auf Radwege, Radfahrstreifen und Fahrradstraßen. Sind die nicht vorhanden, dürfen sie auf die Fahrbahn, auch außerhalb geschlossener Ortschaften. Auf kombinierten Rad- und Fußwegen müssen Scooterfahrer den Fußgängern absoluten Vorrang gewähren.
Auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen, die durch Zusatzzeichen für E-Scooter freigegeben sind, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und besonderer Rücksichtnahme gefahren werden.
Geschwindigkeitsbegrenzungen
Die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit für die Elektrokleinstfahrzeuge beträgt 20 km/h. Deutschland entschied sich im internationalen Vergleich für eine geringe Höchstgeschwindigkeit, die sich auf 20 km/h beschränkt.
Es ist herrlich, sich auf einem eigenen E-Scooter den Wind um die Nase wehen zu lassen - und auch mal richtig Geschwindigkeit aufzunehmen. Dennoch gilt, ganz unabhängig vom Modell: denk immer daran, vorausschauend und verantwortungsvoll zu fahren, und das Tempo zu drosseln, wenn es die Verkehrssituation erfordert.
E-Scooter bis 25 km/h
Auch wenn entsprechende Modelle aktuell verhältnismäßig günstig sind, macht ein Kauf diese E-Tretroller wenig Sinn. Denn eine Verkehrsteilnahme ist höchstens mit einer Sondergenehmigung möglich. Diese ist allerdings schwer zu bekommen und mit hohen Kosten verbunden.
Die Nutzung solcher E-Scooter ist im öffentlichen Straßenverkehr untersagt und daher nur auf Privatgeländen möglich.
Verkehrsregeln und Bußgelder
Nach den E-Scooter Verkehrsregeln wird eine Betriebserlaubnis benötigt. Nur mit dieser ist es rechtlich erlaubt am Straßenverkehr teilzunehmen. Bei den E-Rollern besteht nach den E-Scooter Verkehrsregeln zudem eine Versicherungspflicht.
Wenn Du Dich an die E-Scooter Verkehrsregeln hältst, entgehst Du nicht nur dem Risiko von Bußgeldern, sondern schützt Dich und andere Verkehrsteilnehmer. E-Scooter Verkehrsregeln sorgen für Sicherheit und diese geht beim E-Roller fahren immer vor.
Bei Verstößen gegen die Verkehrsregeln drohen Bußgelder:
| Tatbestand | Bußgelder |
|---|---|
| Bei Rot über die Ampel | zwischen 60 und 180 € |
| Fahren auf dem Gehweg | 15 bis 30 € |
| Fahren auf der Autobahn | 20 € |
| Fahren ohne Versicherungskennzeichen | 40 € |
| Fahren ohne Betriebserlaubnis | 70 € |
| Nebeneinander fahren | 15 bis 30 € |
| Elektronisches Gerät (z.B. Handy) benutzt | 100 €, 1 Punkt |
Alkohol am Steuer
Viele Nutzer von E-Scootern glauben, man dürfe auch damit fahren, wenn man ein wenig über den Durst getrunken hat. Doch E-Scooter sind wegen ihres Motors Kraftfahrzeuge. Es gelten dieselben Promillegrenzen wie bei Autos.
ACHTUNG: Kein Alkohol. Wer mit 0,5 - 1,09 Promille ein Kraftfahrzeug führt und dabei keine alkoholbedingte Auffälligkeit zeigt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und erhält einen Bußgeldbescheid.
Eine Straftat liegt immer dann vor, wenn der Kraftfahrzeugführer trotz einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille und mehr fährt. Aber auch bei geringeren Promillewerten ab etwa 0,3 Promille liegt nicht mehr nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern eine Straftat vor, wenn alkoholtypische Ausfallerscheinungen (Schlangenlinienfahrt, alkoholtypischer Unfall) festgestellt wurden.
Für Fahranfänger in der Probezeit sowie für Fahrer unter 21 Jahren besteht absolutes Alkoholverbot. Verstöße kosten 250 Euro Geldbuße. Dazu gibt es einen Punkt.
Versicherungspflicht für E-Scooter
Ja, in Deutschland ist eine E-Scooter Versicherung für Fahrzeuge mit Straßenzulassung gesetzlich vorgeschrieben. Diese Pflicht schützt sowohl den Fahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer im Schadensfall.
E-Roller müssen eine Versicherungsplakette tragen, sonst dürfen sie nicht auf öffentlichen Straßen benutzt werden. Die Plakette soll ähnlich aussehen wie das altbekannte Mofakennzeichen, aber deutlich kleiner. Außerdem soll sie als Aufkleber auf dem Rahmen befestigt werden können. Ein Hologramm soll für Fälschungssicherheit sorgen.
Welche Versicherung ist notwendig?
Die wichtigste Versicherung für einen Elektroscooter ist die Haftpflichtversicherung. Sie übernimmt Kosten für Schäden, die der Fahrer Dritten zufügt - sei es an Personen, Fahrzeugen oder Gegenständen. Ohne eine gültige Haftpflichtversicherung ist die Nutzung eines E-Scooters auf öffentlichen Straßen nicht erlaubt.
Wie wird die Versicherung nachgewiesen?
Die Versicherung wird durch eine Versicherungsplakette (Versicherungskennzeichen) nachgewiesen, die gut sichtbar am E-Scooter angebracht werden muss. Ohne gültige Plakette drohen Bußgelder, und der E-Scooter darf nicht im Straßenverkehr genutzt werden.
Wo bekommt man eine Versicherung für einen E-Scooter?
- Versicherungen bei traditionellen Anbietern: Viele große Versicherungsunternehmen bieten spezielle E-Scooter Versicherungsoptionen an. Die klassische Haftpflichtversicherung, die Schäden an Dritten abdeckt, gehört dabei zum Standard. Dabei lässt sich die Versicherung oftmals direkt online abschließen.
- Online-Plattformen und Vergleichsportale: Vergleichsportale ermöglichen es, verschiedene Anbieter zu vergleichen, Leistungen zu prüfen und Tarife zu wählen, die optimal zu den eigenen Bedürfnissen passen. Oft bieten Vergleichsportale auch günstige Kombitarife mit Teilkasko- oder Unfallversicherung an.
- Versicherungen im Fachhandel: Viele Händler, die E-Scooter verkaufen, bieten direkt Versicherungsservices an oder kooperieren mit Versicherungsunternehmen. Es lohnt sich, beim Kauf eines E-Scooters nachzufragen, ob eine Versicherung vor Ort abgeschlossen werden kann oder ob der Händler Empfehlungen für passende Anbieter hat.
Welche Versicherungen gibt es für E-Scooter?
- Haftpflichtversicherung
- Teilkaskoversicherung
- Unfallversicherung
- Zusatzversicherungen und Sicherheitspakete:
- Vollkaskoversicherung
- Pannenhilfe
- Erweiterte Haftpflicht
Was kostet die Versicherung?
Die Kosten für eine E-Scooter Versicherung hängen von Anbieter, Leistungsumfang und individuellen Faktoren ab.
- Haftpflichtversicherung (Basisschutz): 20 bis 40 Euro pro Jahr.
- Kombination mit Teilkasko: 40 bis 70 Euro pro Jahr.
Geplante Neuregelungen (Stand: 2025)
Die Elektrokleinstfahrzeugverordnung wird aktuell nach einer sogenannten Evaluation überarbeitet, weil die Zahl der Unfälle mit schweren Personenschäden steigt. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, hat das Bundesverkehrsministerium einen Entwurf für Neuregelungen vorgelegt.
Das bedeutet im Kern, dass immer dort, wo der Radverkehr freigegeben ist, automatisch auch der Verkehr mit E-Scootern freigegeben sein soll. Auf Gehwegen oder in Fußgängerzonen, die durch Zusatzzeichen für E-Scooter freigegeben sind, darf nur mit Schrittgeschwindigkeit und besonderer Rücksichtnahme gefahren werden.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums soll die Verordnung voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 in Kraft treten.
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