„Cooles Bike“, ruft mir der eine Nachbar gleich morgens zu. „Wow! Was fährst du denn da?“, dann einen Tag später ein anderer. Keine Frage: Die E-Bikes von My Esel sind ein Hingucker. Ein Rahmen aus Holz? Aufmerksamkeit ist bei der mehrtägigen Testfahrt mit dem neuen E-SUV PRO also schon mal garantiert. Skandinavisch-minimalistisch wirkt das Design und irgendwie nachhaltig. Ist halt was anderes als Stahl, Carbon oder Alu.
My Esel E-SUV PRO: Ein Hingucker mit E-Antrieb
Nicht nur deswegen fühle ich mich von Anfang an wohl und sicher auf dem SUV-Modell von My Esel. Selbst eine 16-prozentige Steigung nimmt der Hinterrad-Nabenmotor eigentlich ganz knackig. Der E-Antrieb ist fast unsichtbar, dafür aber bei Bedarf umso spürbarer: Steht der Fahrmodus auf den Stufen 4 oder 5, schiebt der Upea-Nabenmotor mit der durchdachten Drehmomentsteuerung derart kräftig an, dass glatt Erinnerungen an den „Turbo Boost“ von VanMoof wach werden. Und das Gute für Pendler: Der Antrieb bietet auch einen hundertprozentigen Freilauf. Per Knopfdruck wechselt man vom Fahrrad zum E-Bike und wieder zurück.
Fahrgefühl und Rahmenqualität
Bei den ersten Fahrten über einen Schotter-Trail entlang der Isar zeigt sich: Der Holzrahmen absorbiert die Vibrationen wirklich ordentlich; und trotzdem hat man überhaupt nicht den Eindruck, dass er „flext“. Das ist der umgangssprachliche Ausdruck dafür, wenn sich etwas elastisch verformt. Ganz im Gegenteil: Der Rahmen wirkt komfortabel und trotzdem von verblüffend hoher Steifigkeit. My Esel beteuert, die Bike-Rahmen nur aus dem Holz langsam wachsender, heimischer Bäume zu fertigen; also wirklich nachhaltig. In Traun in Oberösterreich werden sie gefräst und zusammengebaut. Quasi lokal.
Holzrahmen: Wasserfest und holzwurmsicher?
Eine spezielle Vierfach-Versiegelung schützt das Holz vor jeder Witterung, beteuert der Hersteller.
Die Geschichte hinter My Esel
Entstanden ist die Idee 2014 aus reiner Not. Christoph Fraundorfer, der Erfinder, ist groß - 1,95 Meter, um genau zu sein - und irgendwie fand er kein passendes Fahrrad für sich. Tolle Wendung dann: Heinz Mayrhofer, immerhin 18 Jahre lang Chefentwickler bei Fischer, war von der Idee derart begeistert, dass er Mitgründer von My Esel wurde. Das heißt: Mehrere Holzschichten fungieren als Verbund. Eines seiner Mitbringsel: Der Rahmen wird im Plattenverfahren hergestellt.
Praxistest und Alltagstauglichkeit
Gerade mal 22 Kilogramm wiegt mein Test-Bike und es hat sich nicht nur an der Isar bewährt, sondern auch in der Stadtmitte. Gut, mit Handschuhen sind die Fahrmodi-Tasten gar nicht so einfach zu bedienen und der Akku ist so gut im Rahmen integriert, dass er nicht entnommen werden kann, um ihn zu laden. Ansonsten rundum sorglos. Die sehr, sehr kleine Ladebuchse ist etwas versteckt an der Unterseite des Rahmen, knapp über dem Tretlager. Heißt natürlich auch: Wer sich ein My Esel zulegt, bräuchte einen Stromanschluss im Radschuppen oder man müsste es in die Wohnung tragen. Aber warum auch nicht, das Holz macht das E-SUV PRO ja sowieso fast zu einem Einrichtungsgegenstand.
My Esel E-Gravel im Test
Der erste Eindruck zählt. Und bleibt hängen. Das My Esel E-Gravelbike ist kaum zu übersehen. Egal, wo es auftaucht. Es bleibt nicht lange unbemerkbar. Stoisch steht es da. Die Walnuss-Optik verleiht dem Bike besondere Eleganz und Einzigartigkeit, die Shimano-Komponenten (GRX Di2) gliedern sich gekonnt in den Gesamteindruck ein und die Carbonlaufräder machen das Fahrrad mit dem Holzrahmen bereits im Stand schnittig und schnell. Auffällig ist die versteckte Präsenz von Motor und Akku. Das My Esel E-Gravelbike entpuppt sich erst beim genauen Hinschauen als E-Bike (Pedelec, wenn wir es genau nehmen). Dank Hinterradnabenantrieb und dem im Holzrahmen verbauten Akku.
Besonderes Detail am My Esel E-Gravelbike ist der neue, alt bewährte Hollow-Tech Holzrahmen. Im Vergleich zu den früheren Modellen wurden hier die „Ecken“ abgerundet. Damit wirkt der Rahmen zärtlicher und weicher. Die Maserung wird perfekt akzentuiert. Befestigungsmöglichkeiten für Kotflügel, Licht und Gepäck sind auch schon serienmäßig mit dabei. Er prägt sich ein und schraubt die Erwartungen nach oben. Was können 42 NM Kraft und 250 Wh Ausdauer mit 15,8 kg Schönheit anfangen?
Schon beim ersten Tritt offenbart sich die Stärke des My Esel E-Gravelbikes. Quasi im Stand. Die Unterstützung ist im Bruchteil einer Sekunde dank Anfahrtshilfe sofort da und begleitet einen bis weit über die 25 km/h Schwelle hinaus. Das Ganze schon mit Stufe 1 von 3, wenn man es kann. Und will. Hat man dieses „Grundverständnis“ intus, dann steht dem E-Bike-Spass nichts im Wege. Also nicht einfach darauf lostreten, sondern intelligent und behutsam die Unterstützung ausnutzen. Speziell bergauf.
Stufe 1 reicht aus, um Bergpassagen mit bis zu 25 km/h+ hinauf zu cruisen. Motor und Muskelkraft lassen die 15,8 kg schnell vergessen. Solange der E-Gravel rollt, rollt er. Und steht er einmal, bringt ihn zuerst die Anfahrtshilfe und dann die Unterstützung schnell ins Rollen. Das ist sein Geheimnis. Erst wenn man das E-Gravel wieder einmal heben muss, fällt das Gewicht auf.
Der integrierte Drehmomentsensor weiß ganz genau, wann er mehr und wann er weniger Kraft mitsteuern darf und soll. Dieses Wissen gilt es gekonnt zu nutzen. Schottern ohne Ende. Und dann weiter am Asphalt. E-Bikes sind keine Motorräder. Außerdem läuft der Akku bei Stufe 1 lang genug, um das Ende der Unterstützung so lange wie möglich hinauszuzögern. Das längste der Gefühle waren 95 Kilometer gut dosierte und schlau verwaltete Reichweite. Immerhin mit 600 Höhenmetern bei einem Schnitt von 26 km/h.
Alles in allem fährt sich der My Esel E-Gravel sensationell gut. Die von mir gefahrene Größe M hat Wind und Wetter überstanden, rasante Abfahrten überlebt und auch künstlich herbeigeführte Gefahrensituationen bravourös gemeistert. Die 45 mm Reifen sorgen immer für Halt, Stabilität und Spurtreue. Sogar ein fiktiver Elch-Test hat dem Rad nicht geschadet.
Wer braucht ein My Esel E-Gravel?
Nachdem ich aber den My Esel E-Gravel testen, fahren und kennenlernen durfte, muss ich mir eingestehen, dass diese Frage weit komplexer ist. Dabei geht es wohl nicht um das Brauchen oder nicht. Wohl eher um das Wollen. Wer will denn eigentlich einen My Esel E-Gravel? Ich würde ihn wollen. Zum Beispiel als Alltagsfahrrad. Die Blicke, die das Rad auf sich zieht, sind Balsam für das Seelenego. Oder als spezielles Trainingsfahrrad. Kraftausdauer lässt sich damit sehr gut und effizient trainieren. Mit oder ohne Unterstützung.
Im Keller oder in der Garage würde der My Esel E-Gravel bei mir nicht verstauben. Es macht Spass und lässt den sportlichen Charakter nicht vermissen. Gewünscht hätte ich mir unendliche Power für längere Ausfahrten (100k +). Weil man sich schnell an die Unterstützung gewöhnt und den Kopf lieber für andere Gedanken freihätte. So fährt ein Verbrauchsrechner ständig mit.
Details zum My Esel E-Gravel Performance Modell
Gefahren wurde das My Esel E-Gravel Performance Modell. UVP € 6.650,- inkl. Ust. Aufpreis für Maßfertigung € 800,-.
- Motor: UPEA
- Akku: Hochwertiger 250 Wh Akku (optional 350 WH)
- Reichweite: 80 km*
- Ladezeit: 100 % in 3 Stunden I 60 % ca. 1 Stunde
- Rahmen: My Esel HollowTech Rahmen aus Walnussholz
*Bei den Reichweitenangaben handelt es sich um durchschnittliche Erfahrungswerte von My Esel. Aufgrund von Topografie, Unterstützungsstufe und Eigenleistung sind aber auch deutlich höhere oder geringere Reichweite im Vergleich zur Angabe möglich.
Holz Fahrrad Testbericht - My-Esel
Viele kennen Holz Fahrräder seit der TV-Investoren Show „2 Minuten 2 Millionen“. 2017 holte sich die Trauner Firma „My-Esel“ einen Investor an Board und will nun den Fahrradmarkt revolutionieren. Ob die Charaktereigenschaften eines Esels, Dummheit und Sturheit, dazu beitragen, wird sich zeigen.
Preis und Komponenten
Vergleicht man den Preis dieses Crossbikes mit zb. Die beigefügten Komponenten, wie Schaltung, Bremsen, Zahnräder, Federung, Reifen, Felgen, Fahrradpedale oder Sattel, sind maximal Durchschnitt und ich habe keine Ahnung, woher der hohe Preis kommt. Wenn man einfach so tausend Euro mehr zahlen will, dann ist man bei My-Esel richtig.
Fahrgefühl und Einsatzbereich
Die letzten 2,5 Tage bin ich ca. 200 Kilometer mit dem neuen Cross Holz Bike von My-Esel geradelt. Das Rad hat den Test ausgehalten und war okay zu fahren. Auf der Straße und bei langen Geraden läuft das Bike rund, ruhig und schnell dahin. Man kann richtig Gas geben und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 27 km/h ist kein Problem. Aber auch das gibt es bei günstigeren Anbietern.
Am Oedter See kann man ein paar Sprünge machen und es gibt kleinere „Steilkurven“. Die Federgabel vorne ist okay, hinten oder im Sattel gibt es selbst um über 2.650 Euro keine Federung. Daher sollte man lieber auf der Straße bleiben. Wie viele Sprünge so ein Holzrahmen wirklich aushält, kann man wohl auch nicht genau sagen. Zurück zum Ursprung. Holprige, enge Waldwege sind einfach zu meistern. Das Bike läuft auch hier zügig dahin. Die kantigen Außenstollen der Cross-Reifen sorgen auch auf Schotter für genügend Grip. Auf Kopfsteinpflaster in der Linzer Innenstadt ist das Fahren okay. Hier machen auch Bikes von anderen Herstellern ab und zu Probleme. Die Vibrationen und Erschütterungen werden halbwegs absorbiert. In diesem Bereich wäre wohl eine qualitativ hochwertigere Federgabel notwendig.
Fazit zum My-Esel Cross Bike
Die eingebauten Komponenten sind Durchschnitt. Alle Kabel verlaufen im Rahmen. Das hat My Esel gut gemacht. Will man für ein Fahrrad etwas mehr zahlen, dann ist das Holzfahrrad eine gute Alternative. Wie lange die Holzrahmen wirklich halten, wird sich erst in den nächsten Jahrzehnten zeigen. Die Garantie geht ja nur 5 Jahre, normale Fahrräder halten Jahrzehnte. Ob das bei einem Holzrahmen auch so sein wird?
Holz-Gravelbikes im Vergleich: My Boo Soto vs. My Esel Gravel Bike
Es muss nicht immer Metall oder Carbon sein. Hersteller wie MyBoo und My Esel beweisen, dass Fahrräder auch aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz gebaut werden können. Im Vergleich treten zwei Gravelbikes an: Das Bambus-Bike My Boo Soto und das Holz-Rad My Esel. An den staunenden Augen vorbeifahrender Radsportler konnte man genau ablesen: Hää, was fahren die denn? Richtig, unsere Redakteure waren nicht mit zwei gewöhnlichen Gravelbikes im Stuttgarter Forst in Richtung Schwarzwald unterwegs. Sondern mit dem neuen myBoo Soto mit Bambus-Rahmen und dem My Esel Gravel Bike, das aus mehrschichtigem Holz oberösterreichischer Wälder hergestellt ist.
My Boo Soto: Gravelbike aus Bambus
Der Kieler Fahrrad- und E-Bike-Hersteller myBoo hat einen großen Anteil daran, dass Fahrräder aus Bambus inzwischen nicht mehr als reine Exoten stigmatisiert sind. Hergestellt werden die myBoo-Bambus-Rahmen in Ghana. So vergehen zwischen Anpflanzung und Verarbeitung durchschnittlich 3-4 Jahre. So lange braucht die Bambuspflanze, bis sie ausreichend verholzt ist und den richtigen Härtegrad zur Weiterverarbeitung erreicht hat. Zum Vergleich: Hölzer aus den hiesigen heimischen Wäldern benötigt mindestens das Zehnfache an Wachstumszeit. "die Wertschöpfung und Qualifizierung der Mitarbeiter soll dem Land erhalten bleiben", so MyBoo.
Das Rahmendesign des myBoo Soto hat im Vergleich zu den bisherigen myBoo-Rahmen ein einschneidendes Update erfahren: Sowohl das Oberrohr als auch die beiden Hinterbaustreben werden zunächst geteilt, dann ein wenig Material abgetragen, um anschließend wieder zusammengefügt zu werden. Waren die myBooschen Bambus-Rahmen bislang gerade im Bereich der Muffen mehr als üppig (um nicht klobig zu sagen), bedingt die Verwendung eines neuen Materials eine weniger auftragende Verbindung zwischen den Rohren. Mit Shimanos 1 x 11er GRX-Gruppe montieren die Kieler die Gravelgruppe schlechthin. Als Bremsscheiben spendiert myBoo dem Soto die IceTech-Scheiben, deren Struktur unterwegs für zusätzliche Kühlung sorgt.
Fahreindruck MyBoo Soto
Die Sitzposition ist dabei leicht gestreckt. Erst auf Kopfsteinpflaster spielt das MyBoo jedoch seinen "Material"-Trumpf deutlich aus. Der Bambus flext spürbar, die Unebenheiten werden komfortabel gedämpft. Auf der Waldautobahn mit hohem Tempo ist das Fahren äußerst angenehm, ohne zu weich zu sein. Trotzdem ist genug Steifigkeit vorhanden, wenn einmal kräftig in die Pedale getreten wird. Tatsächlich kommt es auch auf schmalen Trails ganz gut zurecht, zu ruppig sollte es dort aber nicht zugehen. Einziger wirklicher Kritikpunkt ist der sehr dünne Lenker. Er trägt nicht zum Fahrkomfort bei, ganz im Gegenteil.
Die Sitzhaltung ist auf dem Soto recht entspannt, die aufgezogenen 40 mm Schwalbe-Pneus sind für Feld-, Wald- und Wiesenwege sowie feiner bis normaler Schotter wie geschaffen. Bei groben Unebenheiten flext der Bambusrahmen spürbar und verschafft ein komfortables Fahrgefühl. Aber Achtung: Der Bambusrahmen ist nicht weich, er hält die Balance zwischen Komfortabilität und Stabilität. Insgesamt glänzt das komfortorientierte Gravelbike dank seines elastischen Rahmenmaterials mit ausgewogenen Fahreigenschaften und souveränem Geradeauslauf.
My Esel Gravel Bike: Schotterrenner aus Schichtholz
Holz bot die Möglichkeit, auch größere Rahmen mit entsprechender Stabilität auszustatten. Und die Beschaffung des Rohstoffes ist einfacher, lokaler und weniger energieaufwendig als bei Stahl, Aluminium oder Carbon. Mit insgesamt 14 verschiedenen E-Bike- und Fahrradmodellen hat sich das Portfolio von My Esel und das Unternehmen mehr als ordentlich entwickelt. Ein My Esel Holz-Rahmen besteht aus mehreren einzeln gefrästen Holz-Verbundplatten, ist innen hohl und bietet Platz für Kabel, Bremsschläuche, Bowdenzüge oder einen Akku beim E-Bike. Produziert werden die Rahmen am Standort in Vorchdorf, das Holz stammt aus den umliegenden Nutzwäldern.
Im Vergleich zu seinem Bambus-Pendant prägt das My Esel Gravel Bike seine sportliche Ausrichtung, stets bereit für den nächsten Antritt und die nächste Kurve. Dazu kombiniert My Esel die bewährten Shimano GRX-Gruppe mit 2 x 11 Gängen und ein Cockpit mit nur leicht ausgestelltem Lenker: optimiert für die schnelle Runde. Dazu passen auch die montierten 40 mm breiten Schwalbe G-One Allround reifen, deren Noppen den Speed auf Schotter ermöglichen und auch auf Asphalt schnell rollen.
Fahreindruck My Esel Gravel Bike
Es ist schon beachtlich, was man aus Holz alles herstellen kann. Der aus vielen Schichten Holz hergestellte Rahmen zeigt höchste Handwerkskunst mit vielen durchdachten Details. Die Kanten des Rahmens sind eckig, Aerodynamik steht bei dem Bike nicht im Vordergrund, es wirkt insgesamt eher massiv. Durch die Geometrie ist das My Esel überraschend wendig und agil, trotz des Gewichts von rund 12 kg. Der Lenker hat einen leichten Flair, liegt gut in der Hand und vermittelt stetige Sicherheit auf Wald, Feld- und Schotterwegen. Die 2fach GRX 600 lässt auch an Anstiegen genug Spielraum, um "nach oben" zu kommen.
Die klaren Kanten und die exakte Verarbeitung gefallen mir schon rein optisch sehr. Das bewahrheitete sich dann auch unterwegs, wo mich das Rennradfelling weder auf Asphalt noch auf den Waldwegen verließ. Das sportliche Erlebnis unterstützt auch der Lenker mit seinem moderaten Flair und ist mit seinen Griffmöglichkeiten Unterlenker - Bremsgriffe - Oberlenker überall gut zu greifen.
Fazit zu den Holz-Gravelbikes
Sucht man einen - abgesehen von der Oberflächenstruktur - signifikanten Unterschied bzgl. der Nutzung zu bewährten Rahmenmaterialien, findet man im Grunde keinen. Die Stabilität des Bambusrahmens braucht sich jedenfalls nicht zu verstecken. Die Stabilität, Robustheit, Design und Wartungsaufwand?
Auch beim My Esel zeigen sich - außer in der Bauart - in Bezug auf die Nutzung und Pfelge keinerlei Unterschiede zu einem herkömmlichen Rad. Das My Esel Gravel Bike besitzt einen sportlichen Charakter mit entsprechenden schnittigen Fahreigenschaften. Die Komponentenauswahl aus dem Shimano-Regal harmoniert sehr gut mit dem Temperamet des Schotterflitzers.
Nachhaltigkeit von Fahrrädern aus Holz
Bambus wächst schnell und pflegeleicht unter den richtigen klimatischen Bedingungen heran, heimische Hölzer ebenfalls, brauchen aber länger. Der Herstellungsprozess eines Holzrahmens ist zweifelsfrei deutlich energieschonender im Vergleich zu Alu, Carbon oder Stahlrahmen, die allerdings weitgehend recycelt werden können. Doch nicht jedes Fahrrad ist (gleich) umweltfreundlich. Dieses Mal ist nicht das Dramatische, das Bedrohliche gemeint. Sondern es geht zur Abwechslung mal um die positiven Nebeneffekte. Wie schnell sich Eingefahrenes ändern kann.
Fündig geworden sind wir, natürlich, bei my Boo, deren Bambus-Rahmen auch sozial nachhaltig in Ghana produziert werden. Stahl benötigt in der Gewinnung und Herstellung deutlich weniger Energie als Aluminium, auch sind die direkten Umweltauswirkungen geringer. Außerdem sind in der Regel Stahlrahmen deutlich haltbarer, weil sie durch ihre bessere Elastizität weniger leicht Schaden nehmen. Auch sie müssen eventuell um die halbe oder Viertelwelt geschifft werden, um nach Deutschland zu kommen.
Titan? Über Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und damit lange Nutzungsdauer kommt auch Titan ins Spiel. Ein möglichst nachhaltiges Fahrrad funktioniert selbstverständlich nicht ohne nachhaltige Teile.
Holzlaufräder im Test
Ein Holzlaufrad ist der Klassiker unter den Kinderlaufrädern. Vor mehr als 20 Jahren wurde wahrscheinlich das erste Kinderlaufrad von Kokua „erfunden“. Und dies war ein Laufrad aus Holz. Lohnt es sich da überhaupt noch ein Holzlaufrad zu kaufen, oder sind andere Materialien viel besser geeignet?
Materialien und Bauweise
Während es von Puky Laufräder ausschließlich aus Metall (klassisch Stahl, inzwischen auch aus Alu) zu kaufen gibt, gibt es von Kokua noch immer eine große Auswahl an Holzlaufrädern in verschiedenen Größen und Farben. Holz oder Metall, beide Materialien haben Vor- und Nachteile und pauschal lässt es sich kaum sagen ob eines besser ist als das andere.
Vorteile von Holzlaufrädern
Ein Lauflernrad aus Holz besteht zum überwiegenden Teil aus einem natürlichen und nachwachsenden Rohstoff. Ein Puky Laufrad hingegen besteht hauptsächlich aus Stahl und Plastik. Holz ist in seiner Natürlichkeit ein sehr viel schönereres Material ist und damit perfekt für kindgerechtes Spielzeug und Kinderlaufräder geeignet ist. Es spricht die Sinne besser an und kann von den Kindern besser erfahren werden, es fühlt sich schöner an, es riecht besser, die Herkunft und Entstehung ist für die Kinder leichter zu begreifen.
Nachteile von Holzlaufrädern
So schön Holz als Werkstoff im Allgemeinen auch ist, so hat es leider doch einige Nachteile als Material für Laufräder. Oft ist zu lesen, dass ein Holzlaufrad schwerer ist als eines aus Alu. Aber, wie du in unserem Vergleich leichter Laufräder sehen kannst, stimmt dies so pauschal nicht. Das Holzlaufrad ist immer einfacher im Aufbau. Holz als Werkstoff ist es einfach sehr viel schwieriger solche Sachen wir Federung und Bremsen zu verwirklichen. Es gibt wohl kein Laufrad aus Holz mit Bremse.
Worauf achten beim Kauf eines Holzlaufrads?
Der Einfachere Aufbau der Holzräder ist bei allen Herstellern zu beobachten. Das bedeutet, dass du mit einem Holzlaufrad ein schönes und einfaches Laufrad bekommst, ohne unnötiges Zubehör und aus einem natürlichen Rohstoff. Weil auf das Nötigste reduziert kann dein Kind sich ohne Ablenkung auf das Laufradfahren konzentrieren. Die bewusste Entscheidung für ein Holzlaufrad befreit dein Kind also ganz automatisch von dem vielen Ballast der oft an Laufrädern aus Metall zu finden ist.
Leider gibt es aber auch Einschränkungen bei der Einstellbarkeit der Holzlaufräder. Während Laufräder aus Metall meistens eine stufenloses Einstellung des Sattels und des Lenkers erlauben, ist dies beim Laufrad aus Holz meistens nur eingeschränkt möglich. Der Lenker kann oft gar nicht verstellt werden und die Sattelhöhe nur in wenigen festen Schritten.
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