Französische Seealpen Motorradrouten: Ein unvergessliches Erlebnis

Die französischen Seealpen sind ein Paradies für Motorradfahrer. Als langjährige Frankreich-Spezialisten nehmen wir euch mit auf diese anspruchsvolle und erlebnisreiche Reise in die Französische Alpen. Unsere Anreise führt uns durch die Vogesen, dem Jura, den Savoyer Hochalpen, den Rhone Alpen in die Region der Seealpen. Von unserem Basishotel nahe Barcelonnette unternehmen wir ausgewählte Tagestouren, die neben maximalem Fahrspaß die Schönheit dieser Alpen-Region zeigen.

Unsere Ausfahrten in den Parc National Du Mercantour und den Parc National des Ecrins mit einigen der höchsten Pässe Europas und dem Grand Canyon du Verdon sind spektakulär und hinterlassen mit ihren einzigartigen Panoramen sicherlich unvergessliche Eindrücke.

Die legendäre Route des Grandes Alpes

»Route des Grandes Alpes« - das ist mehr als nur die simple Bezeichnung einer Touristenstrecke durch die französischen Westalpen. Für viele Motorradfahrer verbirgt sich dahinter der ganz große Traum. Der Traum, einmal Kurven zu fahren, bis die Welt scheinbar aus den Fugen zu geraten scheint. Die »Route des Grandes Alpes« (RdGA) führt, wie der Name schon sagt, über einige der schönsten und auch höchsten Alpenpässe Frankreichs.

Die offizielle und durchgehend ausgeschilderte Strecke erstreckt sich über rund 700 Kilometer von Thonon-les-Bains am Genfer See bis nach Menton an der Côte d’Azur. Im offiziellen Streckenverlauf überquert die RdGA 17 Hochalpenpässe, davon neun über 2000 Meter. Höhepunkte sind sicherlich der Col de l’Iseran, der Col du Galibier, der Col d’Izoard und der Col de la Cayolle.

Darüber hinaus gibt es verschiedene reizvolle Nebenstrecken zur RdGA, die über weitere imposante Pässe führen, wie z.B. den Col d’Agnel in Italien oder den Col de la Bonette. Doch die Route des Grandes Alpes sowie die Gegenden links und rechts der Strecke haben noch so viel mehr zu bieten.

Historischer Hintergrund

Die »Route des Grandes Alpes« ist erst seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts als durchgehende Strecke befahrbar. Im Jahr 1909 begannen die Arbeiten an der Route. Bereits 1913 wird die noch lückenhafte Alpenstraße eingeweiht. Der Erste Weltkrieg unterbricht die Arbeiten bis 1918. Im Jahr 1930 ist der Bau der Straße so weit fortgeschritten, dass die Strecke Nizza-Chamonix in rund eineinhalb Tagen zurückgelegt werden kann. Ein wichtiges Teilstück kommt 1937 mit der Eröffnung der höchsten Passstraße Europas, dem 2.770 Meter hohen Col de l’Iséran, hinzu.

Highlights der Route des Grandes Alpes

Die Angaben über die Anzahl der Pässe an der »Route des Grandes Alpes« schwanken - je nach Zählweise - zwischen 17 und 21.

Col des Gets

Mit 1.172 Metern ein eher unscheinbarer Pass. Die Passhöhe liegt mitten im Ort Les Gets auf einem flachen Sattel und wird durch die dortige Ski-Station dominiert.

Col de la Colombière

Der Colombière weist teilweise schon Hochgebirgscharakter auf. Die Passhöhe ist von den markanten Gipfeln des Bornes-Massivs umgeben. Bei der Abfahrt hat man einen schönen Blick auf die felsige Aravis-Kette am Horizont.

Col des Aravis

Mit 1.487 Meter Höhe bildet er mit der Aravis-Kette den höchsten Gebirgszug der Savoyer Voralpen. Die Passhöhe mit Souvenirshop und Gasthof ist sehr touristisch ausgelegt.

Cormet de Roselend

Der erste Hochalpenpass der »Route des Grandes Alpes«. Der Cormet verbindet Albertville mit Bourg St. Maurice und bietet landschaftlich sehr viel Abwechslung. Durch bewaldetes Gebiet erreicht man zunächst den Col de Méraillet, der auf 1.605 Metern am Ende des bewaldeten Abschnitts liegt. Das Passschild steht auf einer großen Kreuzung und ist eher unspektakulär. Wenige Meter weiter bietet sich ein phantastischer Blick auf den Lac de Roselend. Hier lohnt ein Fotostopp. Am Rande des Sees liegt ein kleines Refugium. Die Strecke über den Col du Pré (1.703 m) führt von Beaufort über Arèches zum Lac de Roselend und gilt somit als alternativer Anfahrtsweg zum Cormet de Roselend. Und sie ist wegen seiner landschaftlichen Schönheit und des geringeren Verkehrs wohl auch die lohnendere Route. Kurz nach der Passhöhe befindet sich ein kleines Restaurant mit herrlichem Blick auf den Lac de Roselend.

Col de l’Iseran

Er ist mit 2.764 Metern der höchste Pass der Alpen. Die legendäre "Route des Grandes Alpes" verbindet die Höhepunkte der französischen Seealpen miteinander. Er ist der höchste befahrbare Gebirgspass der Alpen, zentraler Bestandteil der legendären "Route des Grandes Alpes" und dementsprechend anspruchsvoll. Mit atemberaubenden Ausblicken auf das Isère-Tal geht es hinauf zur Passhöhe, die klimatisch bedingt viele Tage im Jahr in Wolken liegt. Eine kleine Kirche, ein Hospiz sowie unendliche Weiten bilden die Passhöhe.

Col de la Bonette

Will man noch höher hinaus, muss man weiter bis zur Cime de la Bonette, die mit ihrer extra angelegten Rundstrecke auf 2.802 Meter hinaufführt. Die Route de la Bonette ist eine ca. 80 km lange Alternativroute zur RdGA, die über einige hohe Alpenpässe führt und mit der Straßenschleife um die Cime de la Bonette ihren Höhepunkt erreicht. Der Col de la Bonette wird oft als der höchste Straßenpass der Alpen bezeichnet, eigentlich zu Unrecht, denn erst mit der Umrundung der Cime de la Bonette erreicht man die Höhe, um den Col de l’Isèran oder das Stilfser Joch zu übertrumpfen. Allerdings wird wohl kaum jemand, der diese Strecke befährt und es nicht eilig hat, den Umweg über die Schleife auslassen und den kurzen Weg über den eigentlichen Pass wählen - er würde sich das spektakuläre Panorama entgehen lassen, das sich von der kurzen Ringstraße aus bietet. Die kurze Straße, die den Gipfel der Cima de la Bonette umrundet, beginnt und endet am Col de la Bonette. Am Scheitel der Straße befinden sich ein Gedenkstein und eine Aussichtstafel. Der Blick von hier über die Alpen ist atemberaubend, gute Sicht vorausgesetzt. Den Aufstieg zum Gipfel sollte man auf sich nehmen, das Panorama entschädigt für die Anstrengung.

Col du Télégraphe

Der Col du Télégraphe gilt mit 1.566 Metern als Eintrittstor zum Col du Galibier.

Col du Galibier

Der Col du Galibier ist mit 2.645 Metern der fünfthöchste asphaltierte Alpenpass und mit seinem grandiosen Panorama landschaftlich ein absolutes Highlight und einer der schönsten Pässe der Route. Bei klarer Sicht kann man von der Passhöhe sogar das Mont-Blanc-Massiv sehen.

Col du Lautaret

Der Lautaret ist ein eher unscheinbarer, aber sehr gut ausgebauter Verbindungspass ohne nennenswerte Highlights. Am Pass selbst befindet sich ein großer Alpengarten.

Col d’Izoard

Der Izoard hat verkehrstechnisch keine große Bedeutung, da es durch das Durance-Tal eine gute Alternativstrecke gibt. Im unteren Teil ist er bewaldet, im oberen Teil eröffnet sich jedoch eine grandiose Serpentinenstrecke in zerklüfteter und wilder Felslandschaft. Auf der Passhöhe befindet sich nur ein Obelisk und ein kleiner Laden, ansonsten wirkt alles eher wie eine Wüstenlandschaft. Die »Casse déserte« ist absolut beeindruckend und landschaftlich gesehen ist der Col d’Izoard einer der abwechslungsreichsten Pässe der Route.

Col de Vars

Der gut ausgebaute Col de Vars markiert die Grenze zwischen den Départements Hautes-Alpes und Alpes-de-Haute-Provence und ist häufig Bestandteil der Tour de France.

Col de la Cayolle

Der Cayolle beeindruckt mit einer bizarren Felsenlandschaft und besticht mit Ruhe und wilder Romantik. Die Landschaft entwickelt jetzt immer mehr einen südlichen Charakter. Von Norden kommend beginnt die wunderschöne Anfahrt durch die Schluchtenlandschaft »Gorges du Bachelard«. Erst spät ist ein wirklicher Anstieg auszumachen, der in wenigen Kehren zum Scheitel des Passes führt. Die Abfahrt gen Süden ist das komplette Gegenteil.

Col de Valberg

Der Col de Valberg verbindet auf 1.673 Metern die Orte Guillaumes und Beuil und ist ähnlich wie der Col des Saisies mehr eine Ortschaft als ein typischer Alpenpass.

Col de la Couillole

Zusammen mit dem Col de Valberg bildet der Couillole eine überaus flüssig zu fahrende Strecke, die viel Fahrspaß bietet.

Col de Turini

Der vorletzte Pass der RdGA ist der Col de Turini mit 1.607 Metern in den provencialischen Seealpen. Bekannt geworden ist er durch die Rallye Monte Carlo und als Schauplatz einer rasanten Verfolgungsjagd in einem James-Bond-Film.

Col de Castillon

Der Col de Castillon ist mit seinen 706 Metern der letzte Pass der »Route de Grandes Alpes«.

Weitere bemerkenswerte Pässe und Orte

  • Menton: Der malerische Küstenort ist ein würdiges Ziel der Route des Grandes Alpes, wenn sie nach offiziell 668 Kilometern die Côte d‘Azur erreicht.
  • Lacets de Montvernier: Achtzehn übereinander gestapelte Haarnadelkurven führen aus dem Tal auf die insgesamt 3.400 Meter lange Steigung. Siebzehn dieser Kehren winden sich auf einer Strecke von zwei Kilometern, das bedeutet etwa alle 120 Meter einen Richtungswechsel von fast 180 Grad.
  • Col de la Croix de Fer: Der Pass liegt in einer herrlichen alpinen Landschaft und bietet ein fantastisches Panorama mit Blick auf die Chaîne de Belledonne und die Aiguilles d’Arves.
  • Col de Glandon: Die Auffahrt zum Col de Glandon von Süden her, vorbei am idyllisch gelegenen Lac de Grand Maison, besticht durch herrliche Landschaften und wenig Verkehr.
  • Alpe d’Huez: Vor allem als Skigebiet bekannt, bietet Motorradfahrern eine kurvenreiche Anfahrt mit oft starkem Verkehr und vielen Radlern auf der Strecke, die sich den berühmten Anstieg emporschrauben.
  • Col du Mont Cenis: Die Straße über den Col du Mont Cenis verbindet Lanslebourg-Mont-Cenis in Frankreich mit Susa in Italien. Die Passhöhe liegt auf französischer Seite, nördlich des Stausees Lac du Mont Cenis, an dessen Nordostufer die Straße verläuft. Der Stausee bietet vor allem bei Sonnenschein ein fantastisches Panorama und lädt zu Fotostopps ein.
  • Col d’Agnel: Der Col d’Agnel zählt nach dem Stilfser Joch und dem Col de l’Iseran zu den höchsten Alpenpässen und ist die höchste grenzüberschreitende Passstraße der Alpen.

Tourenvorschläge

Die Tour kann 7-9 Tage dauern. Sie zieht sich über die Klassikerpässe (Iseran, La Bonette, Galibier usw.) durch die italienisch / französischen Seealpen bis zur Verdon Schlucht. Dabei fahren wir viele noch unbekannte Geheimtipps (Aussichtspunkte, Pässe, Cols). Weiter gehts dann von der Verdonschlucht hoch über das Code de Laval (Valance) wieder nach oben.

Mögliche Highlights je nach Wetter, Können der Teilnehmer, Lust & Laune:

Col des Gets, Col de la Colombiere, Col des Aravis, Col des Saisies, Cormet de Roselend, Col de l'Iseran, Col de la Bonette, Col de la Cayolle, Col D’Allos, Col des Champs, Col de Valberg, Col de Vars, Col d'Izoard, Col du Mont Cenis, Col du Galibier, St. Bernhard, Col de Chaussy, Col de la Madeleine, Gorges du Verdon,…etc.

Anforderungen und Schwierigkeitsgrade

Wir bieten Touren in verschiedenen Schwierigkeitsgraden an:

  • Level 1: Unsere Standard-Trainings für Touren- und Wiedereinsteiger.
  • Level 2: Für bereits etwas Fortgeschrittene und Wiedereinsteiger.
  • Level 3: Für sattelfeste Biker und routinierte Wiedereinsteiger.

Anforderungen (Level 3):

Beherrschen des Motorrads in allen Fahrsituationen, flüssiger Fahrstil im Rahmen der StVO. Flüssiges Durchfahren von Kurven, zügiges Überholen im Rahmen der StVO. Du solltest die erlaubten Tempolimits, auch auf Landstraßen, jederzeit erreichen können.

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