Die Ducati Monster 900 ist ein Motorrad mit einem ganz eigenen Charakter. Nachdem die 900er seit 2000 mit Einspritzung angeboten wurde, sinken die Preise für die alten Vergaserversionen allmählich. Im Folgenden werden verschiedene Aspekte des Tunings und der Modellhistorie dieser Maschine beleuchtet.
Modellhistorie der Ducati Monster 900 i.e. (2000-2002)
Die Ducati Monster 900 i.e. wird ab dem Modelljahr 2000 als Nachfolger der Monster 900 mit Vergasermotor eingeführt. Die Bezeichnung „i.e.“ steht für „iniezione elettronica“ (elektronische Einspritzung). Ducati ersetzt damit das bisherige Vergasersystem durch eine elektronische Benzineinspritzung von Magneti Marelli. Die Einspritzanlage verwendet ein 1.6M-Steuergerät mit 45-mm-Drosselklappen. Diese Umstellung verbessert die Kraftstoffdosierung und die Abgaswerte gegenüber dem Vorgängermodell.
Baujahr 2000 - Einführung der Einspritzung
Im Modelljahr 2000 erhält die Monster 900 i.e. den bekannten luftgekühlten 90°-V2-Zweiventilmotor (Desmodue) mit elektronischer Einspritzung. Das Getriebe bleibt ein Fünfganggetriebe. Das Fahrwerk besteht aus einem Gitterrohrrahmen aus Stahl, einer 43-mm-Upside-down-Gabel von Showa (nicht einstellbar) und einem einstellbaren Monofederbein hinten.
Baujahr 2001
Technisch unverändert. Es gibt keine dokumentierten Änderungen an Motor, Fahrwerk oder Elektronik. Farbvarianten und Dekore können je nach Markt variieren, stellen aber keine technische Weiterentwicklung dar.
Baujahr 2002 - letzte Modellpflege
Auch im letzten Produktionsjahr 2002 bleibt die technische Ausstattung der Monster 900 i.e. konstant. Ducati bietet weiterhin die Einspritzversion mit dem 904-cm³-Zweiventilmotor an. Die Produktion endet 2002. Abgelöst wird das Modell durch die Ducati Monster 1000 i.e., die ab 2003 mit einem überarbeiteten Motor und Sechsganggetriebe erscheint.
Sitzposition, Reichweite und Ausstattung
Die Sitzposition der Monster 900 i.e. ist leicht nach vorne geneigt, mit einem flachen Lenker und mittig positionierten Fußrasten. Die Sitzhöhe beträgt laut Ducati 795 mm. Ein Soziussitz mit Haltegriffen ist serienmäßig vorhanden. Der Tank fasst 16 Liter. Bei einem vom Hersteller angegebenen Verbrauch von 5,5 l/100 km ergibt sich eine rechnerische Reichweite von rund 290 Kilometern.
Ein Windschild ist serienmäßig nicht verbaut, kann aber als Originalzubehör nachgerüstet werden. Die Instrumentierung besteht aus zwei analogen Rundinstrumenten (Tachometer und Drehzahlmesser) sowie einer kleinen LC-Anzeige für Kilometerzähler und Uhrzeit. Die serienmäßige Bereifung ist vorn 120/60 ZR17 und hinten 160/60 ZR17. Reifenhersteller und -modell variieren je nach Auslieferung und Markt, Ducati nennt keine spezifische Marke in den offiziellen Unterlagen.
Häufige Fragen zur Ducati Monster 900 i.e.
- Ist die Ducati Monster 900 i.e. für Anfänger geeignet? Die Ducati Monster 900 i.e. richtet sich mit ihrer Leistungscharakteristik und Sitzposition eher an erfahrene Fahrer. Ducati positioniert das Modell nicht als Einsteigermotorrad.
- Hat die Ducati Monster 900 i.e. ABS? Nein, die Ducati Monster 900 i.e. ist serienmäßig nicht mit ABS ausgestattet. Auch als Option wird ABS für dieses Modell nicht angeboten.
- Monster 900 i.e. vs. Monster 900 Vergaser - Unterschiede? Der Hauptunterschied liegt in der Kraftstoffzufuhr: Die Monster 900 i.e. verwendet eine elektronische Einspritzung, während das Vorgängermodell mit Vergasern arbeitet. Weitere Unterschiede betreffen das Steuergerät und die Abgascharakteristik.
- Ducati Monster 900 i.e. Tankinhalt und Reichweite? Der Tankinhalt beträgt 16 Liter. Bei einem offiziellen Verbrauch von 5,5 l/100 km ergibt sich eine Reichweite von etwa 290 Kilometern.
- Darf man mit der Ducati Monster 900 i.e. nach Tirol fahren? Das Standgeräusch der Ducati Monster 900 i.e. liegt laut Typgenehmigung bei unter 95 dB(A), womit sie auf den von Tirol betroffenen Strecken zugelassen ist.
Tuning der Ducati Monster 900
Bei der Bearbeitung der 900er Triebwerke gibt es eine Fülle an Beispielen und Erfahrung. Dynojet Kits beeinflussen auch die Laufruhe positiv. Stage 1 und Stage 2, je nach Ausstattung was an Auspuff montiert ist, findet Verwendung. Stufe 2 bringt ca. 3 PS und 5 Nm. Konsequente Lösung der Laufruhe und des Ansprechverhaltens ist natürlich der Keihin Vergaserkit in 39 oder 41mm. Ein messerscharfes Ansprechverhalten ohne Verzögerung gepaart mit der Zunahme an PS und des Drehmomentes!
Keihin bringen ca. 5 PS und ca. 10 Nm. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hervorragend und stellt ein effektives Tuning dar, ohne den Motor zerlegen zu müssen. Die Ventile werden auf 44-39, 45-39 oder 44-38 bzw. 45-38 umgearbeitet. Je nach Charakterwunsch des Motors. 45-39 und 44-39 werden für SS Typen mit Breitband Charakter verwendet und 45-38 bzw. 44-38 für Monster Typen mit mehr Drehmoment Wünschen. Diese Stufen sind die eigentliche Voraussetzung für Leistung, die bekanntlich bei jedem 4-Takter in den Köpfen steckt. Je nach Stufe von 6 bis 20 PS Zuwachs mit den entsprechenden Vergasern bzw. Auspuffsystemen, die je nach Bedarf bzw. Charakterwünschen ausgewählt werden sollten.
Auf 944 oder 985 ccm sollte immer darauf Wert gelegt werden die Wärme, die mehr produziert wird, ausreichend abzuführen. Soll heißen ein Anpassen des Auspuffsystems sollte immer in diese Überlegungen mit einbezogen werden. Der 944er Kit ist ein "bolt on" Kit ohne Aufspindeln des Gehäuses und kann also ohne Änderungen montiert werden. Der 985 er Kit muß entsprechend vorbereitet bzw. das Gehäuse aufgespindelt werden. Bei den 900er bietet man Tuning mit Garantie für den Straßengebrauch an. Hier ein Beispiel mit 944 ccm Kit und 45-39er Kopfbearbeitung Race, speziellen Nockenwellen gepaart mit 41er Keihins und einer Acrapovic Auspuffanlage.
Fußrastenanlagen
Zurückversetzte und höher positionierte Fußrasten gibt es für Klassiker und aktuelle Bikes. Wenn der Kniewinkel zu eng ist oder die Stiefelspitzen in Kurven frühzeitig über den Asphalt schleifen, möchte so mancher Biker mit Fußrastenanlagen aus dem Zubehör für Abhilfe sorgen.
Technische Daten - Ducati M 900 Monster
| Motor | Luft-/ölgekühlter Zweizylinder-Viertakt-90-Grad-V-Motor, je zwei obenliegende, zahnriemengetriebene Nockenwellen, zwei desmodromische betätigte Ventile pro Zylinder, zwei Mikuni-Gleichdruckvergaser, 0 38 mm, kontaktlose Transistorzündung, Hubraum 904 cm³, Nennleistung 54 kW (74 PS) bei 7000/min, Fünfganggetriebe, O-Ring-kette, E-Starter. |
|---|---|
| Fahrwerk | Gitterrohrrahmen aus Stahl, Upside-down.Gabel, Gleitrohrdurchmesser 41 mm, Zweiarmschwinge, Zentralfederbein mit Hebelsystem mit verstellbarer Federbasis und Zugstufendämpfung, Doppelscheibenbremse mit Vierkolbensätteln vorn, 320 mm, Scheibenbremse hinten, 245 mm, Leichtmetall-Gußräder, Federweg vorn /hinten 120/144 mm |
| Maße und Gewichte | Sitzhöhe 770 mm, Tankinhalt/Reserve 16,5/3,5Liter, Gewicht vollgetankt 204 kg |
| Service-Intervalle | alle 10 000km |
| Testwerte | Höchstgeschwindigkeit solo/mit Sozius 197/180 km/h, Beschleunigung 0-100 km/h solo/mit Sozius 3,9/5,3 sek, Verbrauch 5,2LiterKraftstoff Super |
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