Viele Motorradbesitzer kennen das Problem: Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wurde das geliebte Motorrad gestohlen. Das ist ärgerlich, besonders wenn man bedenkt, wie viel Geld in das Gefährt investiert wurde - von den Motorradreifen bis hin zum Zubehör. In der heutigen Zeit gilt „Safety First!“ (Sicherheit geht vor).
Vorbeugende Maßnahmen
Um ein teures Motorrad zu schützen, reicht ein Schloss allein nicht aus. Um vorbeugend zu sein, gibt es eine kleine Erfindung: den sogenannten GPS-Tracker. Mit einer SIM-Karte bestückt, bekannt aus dem Handy, sendet dieser satellitengesteuerte Ortungspunkte. Sollte also mal die gute Harley oder Suzuki abhandenkommen, ließe sich so die Ortung schnell feststellen. Die Daten können präzise und schnell der Polizei übermittelt werden. Ohne GPS-Tracker wäre dies unmöglich.
Sollten Sie das Motorrad mal an Verwandte abgeben, beispielsweise den Sohn, haben Sie sicherlich Bedenken. Dieser könnte ja mal etwas zu viel Gas geben. Eine Alarmfunktion sollte auch nicht fehlen. Es gibt natürlich noch weitere Funktionen, die je nach Preisspanne des GPS-Trackers variieren. Den Tracker sollten Sie zudem gut versteckt anbringen, beispielsweise unter dem Sitz.
Diebstahlschutz für Zweiräder
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sein Zweirad, egal ob Motorrad, Motorroller, Mofa, Fahrrad oder E-Scooter, gegen Diebstahl zu sichern.
- Elektronische Sicherungen für Motorräder:
- Elektronische Wegfahrsperre: Diese verhindert das Starten oder Kurzschließen des Motorrads. Darüber hinaus erschwert sie das Auswechseln bzw. die Manipulation des Kombischaltermoduls. In der Regel verfügen alle „jüngeren“ Motorräder serienmäßig über eine Wegfahrsperre. Falls nicht, kann diese gegen Aufpreis bestellt werden, was unbedingt zu empfehlen ist.
- Diebstahlwarnanlage (DWA): Einige Hersteller rüsten Motorräder ab Werk mit einer DWA aus. Wurde das Motorrad ohne DWA geliefert, kann diese, wie die Wegfahrsperre, über den Fachhandel nachgerüstet werden.
- Mechanische Sicherungen für Zweiräder: Den besten mechanischen Diebstahl-Schutz bieten stabile Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Beim Kauf auf „geprüfte Qualität“ und hochwertiges Material, wie durchgehärteten Spezialstahl, sowie massive Schließsysteme achten. Hilfe bei der Suche nach einem guten Schloss bietet der Verband Schadensversicherer (VdS). Das Gütesiegel VdS steht für Qualität und Zuverlässigkeit. Mit dem VdS-Gütesiegel versehene Schlösser wurden in den VdS-Laboratorien umfangreichen und strengen Tests unterzogen. Auch die Stiftung Warentest veröffentlicht regelmäßig Tests von Fahrradschlössern im Internet: www.test.de.
Wichtig bei Fahrrädern und E-Scootern: Die Fahrzeuge immer anschließen, damit sie nicht weggetragen werden können. Hierfür beim Schlosskauf auf ein ausreichend großes Schloss zum Anschließen achten. E-Scooter bieten den Vorteil, dass diese zusammengeklappt und durch den Eigentümer mitgenommen werden können. Grundsätzlich sollte von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und E-Scooter nur in Ausnahmefällen unbeaufsichtigt abgestellt werden.
GPS-Tracking: Eine moderne Lösung
GPS-Tracker sind (versteckte) Sender am Fahrrad, die den Besitzer per SMS alarmieren, wenn das abgestellte Rad bewegt wird. Zudem übermitteln sie laufend den aktuellen Standort des Fahrrades.
Um an ein begehrtes Motorrad zu gelangen, haben Kriminelle gleich mehrere Methoden zur Hand:
- Am häufigsten wird der Bolzenschneider eingesetzt, während in den vergangenen Jahren aber auch immer öfter zu Eissprays gegriffen wird.
- Das vergleichsweise klassische Knacken der Schlösser mit Dietrichen ist eine weitere Alternative.
- Diese Optionen kommen grundsätzlich dann zum Einsatz, wenn das Bike lediglich mithilfe des eingebauten Lenkschlosses oder schlichten Ketten bzw. Bügelschlössern abgesichert wird.
Um das Zweirad gegen den Diebstahlvorgang selbst zu schützen, ist es notwendig, die jeweiligen Methoden zu erschweren oder nach Möglichkeit komplett auszuhebeln:
- Bei manchen Motorrädern bietet sich die Anbringung eines Bremsscheibenschlosses an.
- Kräftige Bügelschlösser können je nach Qualität auch hydraulischen Bolzenschneidern vorläufig widerstehen, lassen durch ihren geringen Umfang jedoch nur selten eine Befestigung an der umgebenden Infrastruktur (z.B. Straßenlaternen) zu, mit dem das Tragen und Verladen unterbunden werden kann.
- Durch die starre Struktur können sie während der Fahrt außerdem viel Stauraum wegnehmen.
- Beide Schwächen können vom Kettenschloss ausgeglichen werden, das leicht und platzsparend transportiert und für das Festbinden an naheliegenden Säulen, Straßenschildern oder ähnlichem wie bei Fahrrädern genutzt werden kann.
Hierbei kommt es allerdings maßgeblich auf die Qualität des Materials und die Verarbeitung des Schlosses an, da ansonsten der Bolzenschneider den Dieben wieder gute Chancen einräumt, auch wenn ein Davontragen vorläufig verhindert wird.
Weitere Tipps zur Diebstahlprävention
Je nachdem, wo das Bike abgestellt wird, können verschiedene Faktoren eine große Rolle für die Diebstahlwahrscheinlichkeit spielen. In fremden Umgebungen werden Fahrzeuge oft außerhalb des direkten Sichtfelds geparkt, was die persönliche Überwachung und ein Eingreifen im Ernstfall meist verhindert.
Um Kriminelle gar nicht erst auf das Motorrad aufmerksam zu machen, sollte darauf geachtet und gegebenenfalls bei den Grundstücksbesitzern (z.B. Restaurants, umliegende Anwohner, usw.) nachgefragt werden, ob das Parken abseits des Blickfelds der Straße möglich ist.
Eine vergleichbare Situation ergibt sich bei der dauerhaften Unterbringung des Fahrzeugs zu Hause: Viele Menschen besitzen keine eigene Garage, haben darin nicht genügend freien Platz oder lediglich einen offen zugänglichen Carport zur Verfügung. Vor allem zahlreiche Motorrad- oder Autobesitzer in Großstädten verfügen über keinen Stellplatz für ihr Fahrzeug, aufgrund fehlender Platzkapazitäten.
Aus diesem Grund bieten unterschiedliche Anbieter auch Mietgaragen an, die bei Immobilienscout gezielt in der Nähe gefunden oder auch vermietet werden können, sollten selbst freie Stellplätze zur Verfügung stehen.
Wird das Motorrad hingegen doch länger außerhalb einer Garage abgestellt, empfehlen sich passend zugeschnittene Planen (Motorradgaragen), die zumindest einen leichten Witterungs- und Sichtschutz gewähren.
Je nachdem, um welchen Garagentyp es sich handelt, sind die Sicherheitsaspekte auch unterschiedlich zu bewerten, was auch bei der Wahl einer Mietgarage zu beachten ist. Lautdem Immobilienportal existieren unter anderem Massiv- und Fertiggaragen, die durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften auch unterschiedlich sicher sind.
Was tun, wenn das Motorrad gestohlen wurde?
Leider kann trotz großzügigster Sicherheitsmaßnahmen ein Diebstahl nie vollkommen ausgeschlossen werden. Jedoch können die Chancen auf ein Wiederfinden mithilfe eines versteckten GPS-Senders deutlich erhöht werden. An einer sinnvollen und unauffälligen Stelle angebracht, führt dieses nach der Registrierung und Initiierung des Geräts per Computersoftware, zum aktuellen Standort des Zweirads.
Unabhängig davon, ob ein GPS-Empfänger angebracht oder dieses entdeckt und entfernt wurde, ist natürlich mit Ausnahme des Ortungsverfahrens die Vorgehensweise bei einem tatsächlich eingetretenen Diebstahl grundsätzlich gleich:
- Zunächst muss die Polizei darüber informiert werden und die Entwendung des Fahrzeugs angezeigt werden, damit eine Fahndung ausgeschrieben werden kann.
- Darüber hinaus ist es absolut essentiell, dass die Versicherung schnellstmöglich über den Diebstahl in Kenntnis gesetzt wird. Diese wird in aller Regel eine Anzeige bei der Polizei sogar vorschreiben, bevor eine mögliche Schadensregulierung oder andere Maßnahmen erfolgen.
Auch ist es üblich, dass sie zuvor ein paar Wochen abwarten, ob sich am Sachverhalt nicht noch etwas ändert. Nicht selten werden Motorräder ein paar Stunden nach dem Diebstahl an einem unauffälligen Ort wieder abgestellt, da einige Diebe nicht am Verkauf, sondern vielmehr am Nervenkitzel interessiert sind oder schlicht die Konsequenzen einer Entdeckung fürchten. So kann es sein, dass ein gestohlenes Bike nur wenige Kilometer vom ursprünglichen Ort wieder auftaucht.
Noch ein Tipp zu den Versicherungen: Nicht jeder Schaden wird von jeder Versicherung übernommen, wie dieser Artikel zeigt.
GPS-Tracker im Detail
GPS-Tracker können im Alltag nützlich sein - einen Diebstahl verhindern können sie jedoch nicht. Nutzerinnen und Nutzer sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Tracker lediglich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, das gestohlene Fahrzeug oder den gestohlenen Gegenstand nach dem Diebstahl wiederzufinden und so den Schaden zu verringern. Ein GPS-Tracker kann somit zwar eine sinnvolle Ergänzung sein, ersetzt jedoch keinen Diebstahlschutz.
Laut Definition handelt es sich bei einer GPS-Ortung also um die Lokalisation eines Objekts mit Hilfe eines GPS-Senders. Das Objekt kann dabei eine Person, ein Tier, ein Auto, eine Tasche oder ein Koffer sein. Die genaue Standortbestimmung läuft in der Regel per GPS-Satellitennavigation. Der GPS-Sender ist dabei stets mit einem GPS-Empfänger verbunden und sendet diesem die aktuelle Position. Dabei wird eine sehr hohe Genauigkeit erreicht, und die erfassten Daten können mit nur wenigen Sekunden Verzögerung übertragen werden. Die einzige Voraussetzung für eine Live-Ortung ist die Verbindung mit einem Transmitter und dem Mobilfunknetz.
Für die meisten GPS-Tracker benötigt man eine SIM-Karte. Dabei fallen für die Verwendung meist Gebühren, die oftmals vom Mobilfunkprovider und nicht vom Hersteller des Trackers erhoben werden. Außerdem sind die meisten Geräte mit einem kleinen Akku ausgestattet, der regelmäßig aufgeladen werden muss. Bei manchen Trackern steht bereits ein Aufladen nach rund einer Woche an.
Wenn der GPS-Tracker an Autos oder Gegenständen angebracht wird, die im eigenen Besitz sind, gibt es hierfür keine rechtlichen Einschränkungen. Hat man also am eigenen E-Bike, Fahrrad, Auto oder Koffer einen versteckten Tracker angebracht, darf man im Falle eines Diebstahls die entsprechenden Daten und Hinweise direkt an die Polizei weiterleiten.
Bei der Wiederbeschaffung von Diebesgut ist die Polizei jedoch an geltendes Recht gebunden. Steht das gestohlene Rad zum Beispiel im Keller oder zugriffsgeschützten Innenhof einer Wohnsiedlung, sind auch der Polizei ohne richterlichen Durchsuchungsbeschluss erst einmal die Hände gebunden. Wer in einem solchen Fall zur Selbstjustiz greift und den vermuteten Dieb bzw. die vermutete Diebin zur Rede stellt oder das Rad sogar zurückstiehlt, macht sich unter Umständen strafbar.
Für Personen gilt: Sie dürfen grundsätzlich nur dann per GPS-Tracking überwacht werden, wenn sie zuvor ihr Einverständnis dazu gegeben haben. Eine Ausnahme gilt für Kinder. Somit dürfen Eltern ihre Kinder in der Regel via GPS-System verfolgen.
AirTags als Alternative?
Um ein gestohlenes Motorrad wiederzufinden, haben sich GPS-Tracker bewährt. Eine preiswertere Lösung sind der Einsatz von Apple AirTags - wenn sie sich unauffällig am Bike verstecken lassen. Die AirTags lassen sich mit Hilfe der »Wo ist?«-Funktion mit einem iPhone (oder anderem Apple-Gerät) orten. Moderne Hardware gibt sogar Richtung und Entfernung zum verlorenen Gegenstand an.
Nachdem die Reichweite des primär genutzten Funkstandards Bluetooth äußerst begrenzt ist, nutzt Apple einen Trick. Die AirTags kommunizieren immer mit dem nächstgelegenen Apple-Gerät, wem auch immer dieses gehört, und übermitteln ihren Standort - für beide Partner vollkommen anonym, wie Apple versichert. Dieses Gerät meldet die Positionsdaten an die iCloud, die wiederum die Standortinformationen an den Eigentümer der AirTags weiterleitet.
Im Fahrradbereich sind AirTags mittlerweile als Tracking-Tools weitverbreitet. Warum diese Technologie also nicht auch für das Motorrad nutzen, dachten sich die Tüftler bei Muc-Off. Sie entwickelten einen AirTag-Halter, der sich mit mitgelieferten Halterungen dezent am Kabelbaum befestigen lässt. Das unauffällige Produkt besteht aus zwei Kunststoffschalen und einem aus Aluminium gefrästen Rahmen. Verschluss und Fixierung erfolgen mit speziellen Schrauben, so dass eine Entfernung ohne den passenden Schlüssel nicht so einfach möglich ist.
Egal, ob du eine dicke Maschine oder eine leichte Enduro fährst - dein Motorrad ist nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern (d)ein treuer Begleiter, der dir mit Sicherheit ans Herz gewachsen ist. Doch was, wenn es plötzlich verschwunden ist? 😢Geklaut oder einfach nur umgeparkt - die Panik ist groß. Genau hier kommt ein AirTag von Apple oder dessen Alternativen ins Spiel. Aber kann dieses kleine Gadget wirklich dein Motorrad zuverlässig orten? Ist es eine echte Alternative zu GPS-Trackern, oder sind die Grenzen schnell erreicht? Wir klären das für dich und zeigen dir, wie du das Maximum an Sicherheit aus diesen Winzlingen herausholen kannst!
Kurz und knapp gesagt: Ja, aber es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest. Der AirTag kann relativ einfach an deinem Motorrad befestigt werden, und solange sich Apple-Geräte in der Nähe befinden, sendet er seine Position an dein „Wo ist?“-Netzwerk. So weit, so bekannt.
Falls dein Motorrad gestohlen wird und ein Dieb es mit einem Transporter einfach abtransportiert, kannst du es mit etwas Glück noch verfolgen, solange sich genug Apple-Geräte in der Umgebung befinden. Wenn das Motorrad jedoch in einer abgelegenen Garage landet oder eben von seinem “neuen Besitzer” zerlegt wird, ist die Positionsbestimmung oft nicht mehr möglich.
AirTag: Vor- und Nachteile
In Ballungsräumen funktioniert der AirTag zuverlässig, da er regelmäßig von Apple-Geräten „gesehen“ wird. In Europa beträgt der Marktanteil der iOS-fähigen Mobilgeräte im Jänner 2025 übrigens ca. 34%, wohingegen er in den USA im November 2024 ca. 53% betrug. Abhängig von deinem Wohnort, kannst du dein Motorrad in einer vollen Stadt bestenfalls in Echtzeit verfolgen.
Befindet sich dein Motorrad allerdings in einem dünn besiedelten Gebiet, kann es dauern, bis es sich “bei dir meldet” und du eine neue Positionsmeldung bekommst. Ein echter GPS-Tracker mit SIM-Karte ist hier oft die bessere Wahl, da er unabhängig vom „Wo ist?“-Netzwerk funktioniert.
Übrigens: Wusstest du, dass AirTags keine Bewegungsmeldungen senden? Wenn dein Motorrad gestohlen wird und sich bewegt, erhältst du dabei keine Benachrichtigung. Wenn du eine Echtzeit-Ortung möchtest, solltest du über spezielle GPS-Tracker nachdenken. Firmen und Hersteller wie Monimoto, Invoxia oder SizzApp bieten Geräte an, die ihre Position über das Mobilfunknetz senden. Diese Geräte funktionieren zuverlässiger, benötigen aber eine SIM-Karte und oft ein kostenpflichtiges Abo.
Übrigens: AirTag-ähnliche Tracker anderer Anbieter wie Tile oder Chipolo können eine AirTag-Alternative sein, haben aber ein kleineres Netzwerk als das Apple „Wo ist?“-System.
Clevere Verstecke für AirTags
Ein clever versteckter AirTag kann ein wertvolles Backup sein. Gute Verstecke sind:
- Unter der Sitzbank
- Im bzw. unter dem Heckrahmen
- In der Werkzeugbox oder Verbandskasten
- In einer speziellen Halterung
- In einer kleinen Tasche unter einer Verkleidung
- Im Batteriefach
Wichtig ist, dass der AirTag nicht sofort ins Auge fällt und die Bluetooth-Verbindung nicht durch Metall gestört wird. Die Bluetooth-Reichweite des AirTags beträgt im Freien um die 50 Meter. Für größere Distanzen ist er auf das „Wo ist?“-Netzwerk angewiesen.
Um die begrenzte Reichweite von Bluetooth zu überwinden, nutzt der AirTag Crowd GPS, die es ermöglicht, von jedem in der Nähe befindlichen iOS-Gerät erkannt zu werden und somit einen größeren Erkennungsbereich zu bilden. Das bedeutet, dass er nur dann zuverlässig funktioniert, wenn regelmäßig Apple-Geräte in der Nähe sind. Anders als ein GPS-Tracker kann er also nicht überall aktiv eine Position melden.
Die neuesten AirTag-Modelle sind mit Ultra Wideband (UWB) ausgestattet - einer Technologie, die im Vergleich zu Bluetooth eine (noch) präzisere Ortung auf kurzen Distanzen ermöglicht.
Wenn du auch in abgelegenen ländlichen Gebieten oder auf abgelegenen Parkplätzen “auf Nummer sicher” gehen möchtest, wird es ein wenig schwieriger. Ohne Apple-Geräte in der Nähe gibt es keine aktuellen Positionsmeldungen. Hier versagen AirTags oft - ein GPS-Tracker mit Mobilfunkverbindung ist für solche Szenarien besser geeignet.
Kurz und knapp: Der AirTag hält etwa ein Jahr mit einer CR2032-Knopfzelle. Apple benachrichtigt dich übrigens auf deinem iPhone oder iPad, wenn der Batteriewechsel fällig ist.
AirTag: Entdeckung durch Diebe
Ob Diebe einen AirTag entdecken und entfernen können, hängt natürlich davon ab wo du ihn versteckst. Aber grundsätzlich gilt: Leider ja. Apple hat Schutzmechanismen gegen Stalking (bzw. Diebstahl) eingebaut. Nach einiger Zeit gibt der AirTag einen Warnton von sich ab, wenn er mit einer fremden Person unterwegs ist. Ein kluger Dieb wird das wissen und nach dem AirTag suchen. Daher: gut verstecken!
Für dein eigenes Motorrad kannst du den AirTag ohne Probleme nutzen. Aber Vorsicht: Die Ortung fremder Personen oder Fahrzeuge ohne deren Zustimmung solltest du definitiv unterlassen. Per se ist es gesetzlich nicht verboten, aber wird als moralisch verwerflich angesehen und befindet sich in einer strafrechtlichen Lücke.
Es gibt nichts, was es nicht gibt: Wasserdichte Halterungen, 3D-gedruckte Verstecke und sogar unauffällige Einbau-Optionen. Alternativ kannst du auch improvisieren, indem du den AirTag in Schaumstoff einwickelst oder in einer kleinen Tasche verstaut einbringst. Wichtig ist, dass er nicht sofort gefunden wird.
Ein Beispiel für ein wirklich “kreatives” Versteck ist übrigens die AirBell, ein kleines Gehäuse für den Lenker in Form einer Fahrradklingel. Leider etwas unpassend für dein Motorrad und in dieser Konstellation auch wieder etwas auffällig, aber es ist eine ziemlich coole Idee und kann als Denkanstoß dienen.
Fazit
Der AirTag ist ein einfaches und günstiges Hilfsmittel, aber er ersetzt keinen vollwertigen GPS-Tracker. In Städten mit vielen Apple- bzw. iOS-Nutzern ist es nützlich, in abgelegenen Gebieten dagegen weniger.
Wenn du dein Motorrad wirklich absichern willst, setze auf eine Kombination aus GPS-Tracker, Schloss und Alarmsystem.
Aber hey - besser ein AirTag als gar nichts, oder?
Zusätzlich solltest du immer daran denken: Die beste Diebstahlsicherung ist eine Kombination aus mehreren Schutzmaßnahmen. Eine gute Versicherung sowie ein gutes Schloss oder Alarmanlage und ein sicherer Stellplatz sind essentiell. Der AirTag kann jedoch im Fall der Fälle ein nützliches Backup sein, um dein Motorrad nach einem Diebstahl wiederzufinden.
Falls du dein Motorrad endlich gesichert hast und noch nicht weißt, wohin dich deine nächste Tour führen soll, musst du unbedingt die Motobit App für Android oder iOS ausprobieren.Damit kannst du in wenigen Sekunden spannende Touren mit nur wenigen Klicks erstellen, dich navigieren lassen und deine Tour einfach mit GPS aufzeichnen.
ADAC Tipps für Verbraucher
- Fahrrad sicher abschließen, am besten an einem festen Gegenstand
- Alle Daten zum Fahrrad griffbereit haben, zum Beispiel in einem Fahrradpass
- GPS-Tracker mit SIM-Karte ist ein sinnvoller Diebstahlschutz
- Die Montage des Trackers kann Laien teilweise überfordern
- E-Bike-Akku beim Abstellen des Rads herausnehmen - teure Komponente
- Risiko der Einstellung von Services - Tracker dann unbrauchbar (siehe VanMoof)
- Folgekosten (z.B. SIM-Karten) beachten
- Bei Diebstahl: Immer die Polizei einschalten
Auf eigene Faust sollte das Fahrrad allerdings nicht zurückgeholt werden, denn das kann - je nachdem, wo das Fahrrad abgestellt ist - sogar strafbar sein. Nur wenn das Fahrrad unabgeschlossen wiedergefunden wird, kann es wieder in Besitz genommen werden. Ist es dagegen mit einem fremden Schloss angeschlossen, befindet es sich in einem Keller oder in einer Wohnung, kann man nicht selbst tätig werden. Das ist dann Aufgabe der Polizei.
Bei einem Diebstahl rät der ADAC daher dazu, sofort die Polizei einzuschalten. Mit einem Fahrradpass - entweder digital oder auf Papier - und den Standortdaten des GPS-Trackers ist die Erfolgschance laut Polizei München recht hoch, das eigene Fahrrad wiederzubekommen. So wurden bereits mehrere Fahrräder nach Diebstahl mithilfe der Ortung schnell wieder aufgefunden, und in einigen Fällen konnten die Daten des Trackers auch zur Identifizierung von Tatverdächtigen beitragen. Des Weiteren wurden einige hochwertige E-Bikes aufgrund der Ortung im Ausland ausfindig gemacht, was ansonsten nicht möglich gewesen wäre.
Ein Fahrradpass enthält sämtliche wichtige Informationen zur genauen Identifizierung des eigenen Fahrrads. Entweder wird der Fahrradpass digital in einer entsprechenden App/Internetdatenbank hinterlegt, oder er kann als PDF-Vordruck aus dem Netz - z.B. bei der Polizei - heruntergeladen und ausgefüllt werden.
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