Die Erfolgsgeschichte der Marke Hercules beginnt im späten 19. Jahrhundert.
Die Anfänge: 1886 - 1900
Im Jahr 1886 startet die Geschichte der Hercules Fahrräder. Damals verfolgte Carl Marschütz eine Idee: Er wollte das Fahrrad für jedermann entwickeln. So wurde die Marschütz & Co. Velocipedfabrik in Nürnberg gegründet.
Damit ist Hercules Bikes das zweitälteste Fahrradunternehmen von ganz Deutschland. Qualitativ waren die Räder schon immer auf höchstem Niveau. Mit zehn Arbeitern wurde damals gestartet, schon im ersten Jahr wurden mehr als 100 Räder ausgeliefert.
Im Jahr 1896 besaß die Firma bereits 250 Mitarbeiter, es gab 120 Maschinen für die Fertigung und es wurden nun rund 6500 Fahrräder produziert - eine stolze Zahl. Allerdings galt das Radfahren immer noch als Luxusangelegenheit und es mussten rund 170 Mark investiert werden, was viel Geld war. Zum Vergleich: Ein Arbeiter hätte etwa zehn Wochen für solch ein Rad arbeiten müssen.
Gegründet im Jahr 1886, entwickelte sich Hercules schnell zu einem der bedeutendsten Fahrradhersteller in Deutschland. In den ersten Jahren produzierte Hercules hauptsächlich preisgünstige Fahrräder für den deutschen Markt. In den frühen 1900er Jahren war das Unternehmen dann schon zu einem der größten Fahrradhersteller in Deutschland geworden.
In England wurden, unter anderem, seit dem Jahr 1910 in Coventry, England Fahrräder unter dem Namen Hercules Cycle & Motor Co. für die Massen produziert. In den 1930er Jahren war Hercules aus England sogar größter Fahrrad-Hersteller Groß-Britanniens und der Welt.
Im Laufe der Jahrzehnte wurden klassische Fahrräder wie Hochräder und Sicherheitsniederräder produziert - stets stand dabei die deutsche Wertarbeit im Fokus.
Hercules Werke wurden 1886 als Fahrradfabrik gegründet.
Expansion und Innovationen im frühen 20. Jahrhundert
1904 wurde die Neuzeit bei Hercules eingeläutet. Damals wurde ein hochmodernes Fahrzeug entwickelt, das Motorrad. Es wurden Prototypen gebaut, ab 1905 ging das Motorrad bei Hercules in die Serienproduktion.
Im Jahr 1909 stellte Hercules sein erstes motorisiertes Fahrrad vor, das von einem kleinen Benzinmotor unterstützt wurde. Im Jahr 1912 folgte die Einführung eines Mofas.
In den 1920er Jahren begann Hercules, seine Fahrräder in andere Länder zu exportieren, unter anderem in die Vereinigten Staaten.
Kriegszeiten und Wiederaufbau
Allerdings musste der Firmeninhaber in die USA fliehen, da inzwischen der Zweite Weltkrieg ausgebrochen war. Am Ende des Kriegs standen nur noch 25 Prozent des Unternehmens, der Wiederaufbau begann.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Fahrradproduktion in Deutschland eingestellt, da das Land auf die Kriegsproduktion umstellte. Nach dem Krieg nahm Hercules die Produktion von Fahrrädern und kleinen Motorrädern wieder auf. In den 1950er Jahren führte das Unternehmen eine Reihe von Mopeds und Motorrollern ein.
Der Aufstieg der E-Bikes
In den fünfziger Jahren erfuhr das Fahrrad dann einen wahren Boom. Hercules gilt als der Entdecker des Elektroantriebs für Räder, die in der Stadt unterwegs sein sollten.
Der entscheidende Wandel gelang 1985, als Hercules sein erstes E-Bike auf den Markt brachte. Das E1, ein Motorrad auf Basis eines Elektromotors wurde zwischen 1973 und 1977 einige tausend Male an den Mann (und die Frau) gebracht.
Bis 1985 wurden verschiedene Prototypen für Pedelecs erarbeitet, es wurden Marktanalysen und Tests durchgeführt. Verkauft werden konnten die Pedelecs damals noch nicht.
1990 dann wurde das erste Leichtmofa von Hercules verkauft - mehr als 19.000 Mal!
Deutsche Zweirad Union und Wiederbelebung in der Neuzeit
In den 1960er Jahren wurde Hercules von der deutschen Zweirad Union übernommen.
Die Produktion von Fahrrädern wurde bis Anfang der 1980er Jahre fortgesetzt, als das Unternehmen den Betrieb einstellte.
Im Jahr 2009 wurde die Marke Hercules von einem neuen Eigentümer wiederbelebt und stellt nun wieder Fahrräder her.
Ein Wendepunkt in der Geschichte des Unternehmens ist die Trennung der Motorrad- und Fahrradsparte im Jahr 1995: Dadurch kann sich HERCULES vollständig auf die Weiterentwicklung hochwertiger Fahrräder konzentrieren.
Ein neues Kapitel beginnt 2014 mit der Übernahme durch die ZEG: Der Fokus liegt nun auf der Stärkung des stationären Fachhandels und der Integration innovativer Technologien.
Hercules heute
Heute nun gilt Hercules als die beliebteste und auch die bekannteste Fahrradmarke in Deutschland. Hercules bietet inzwischen wieder eine große Auswahl an verschiedenen Fahrradmodellen an, von Einsteigermodellen bis hin zu Top-Rennrädern.
Die Bikes von Hercules überzeugen durch robuste Komponenten, innovative Technik und ein modernes Design. Ob du auf der Suche nach einem eleganten City Bike, einem leistungsstarken Trekkingrad oder einem flexiblen E-Faltrad bist - Hercules bietet für jeden Bedarf passgenaue Lösungen.
Hercules als beliebter Markenname für Fahrrad-Hersteller in Deutschland und EnglandHercules ist ein sehr beliebter Firmen-Name für Fahrrad-Hersteller gewesen, vor allem in vor der Jahrhundertwende um 1900 herum.
Seit mehr als einem Jahrhundert steht HERCULES für Innovation und Qualität. Dass sich diese traditionellen Werte auch in das moderne Fahrradzeitalter übertragen lassen, zeigt ein Blick in die jüngere Vergangenheit.
Insbesondere im Bereich der E-Bikes setzte man zahlreiche Trends und ging mit wegweisenden Konzepten auf die Bedürfnisse der Radfahrer ein.
Wer sich das erste Mal ein Hercules Fahrrad kaufen möchte, kann mit einem besonderen Einstiegsrad starten. Das Hercules Spyder Street gilt als geeignetes Rad, überzeugt durch passende Ausstattung und den nötigen Komfort. Außerdem kann es bei Bedarf nachgerüstet werden.
Neben den genannten Modellen kommen von Hercules noch viele weitere Fahrräder in Betracht, wenn ein solides Rad gekauft werden soll. Die Modelle sind für jeden Anspruch gemacht, sollen also denen der Hobbyradler genauso gerecht werden, wie denen eines Vollblutsportlers.
Die Modelle wechseln ständig, wobei die neueren Modelle stets auf den althergebrachten und erfolgreichen Modellen aufbauen. Damit ist es möglich, ein Fahrrad zu kaufen, welches seinem Vorgänger vielleicht ähnelt, aber nicht gleicht.
Wer doch einmal ein zweites Hercules Rad kaufen möchte, weil das Vorgängermodell nicht mehr ganz seinen Wünschen entspricht, wird also innerhalb der gleichen Modellreihe sicherlich ein geeignetes Rad finden können.
Modelle im Fokus
Gerade bei Hercules sind es die Pedelecs, die sich größter Beliebtheit erfreuen. Ein Beispiel dafür ist das Hercules SPORT PRO, welches eher sportlich daher kommt und auch 2012 einen großen Absatz haben dürfte.
Das Hercules Rocco überzeugte die Kunden ebenfalls in der Vergangenheit und wird wohl auch in Zukunft eines der meistverkauften Räder sein. Genannt werden muss zudem das Exell Lite, ein Trekkingbike, welche für den Einsatz in Stadt und Land gemacht wurde.
Ausgezeichnet wurde unter anderem das Modell Futura SL I-12, das mit nur 17,7 kg das leichteste E-Bike in der Geschichte des Unternehmens ist. Im Jahr 2025 setzt HERCULES den Fokus auf das Thema „leichtes Alltagsrad“ und präsentiert dazu die neue Baureihe Futura SL mit Gewichte von teilweise unter 20 Kilo.
Mit der neuesten Generation des Rob Fold zeigt sich die Erfahrung von HERCUELS als E-Faltrad-Pionier.
Das Hercules Rob Fold F8 ist das Paradebeispiel für ein innovatives E-Faltrad.
Besonders beliebt bei uns ist das HERCULES Rob Fold, ein kompaktes E-Faltrad, das sich ideal für Stadtfahrten, Pendler:innen oder die Mitnahme im Wohnmobil eignet. Trotz seiner handlichen Maße bietet es einen leistungsstarken Motor, eine aufrechte Sitzposition und eine überraschend stabile Fahrdynamik. Der Akku ist elegant im Rahmen integriert, und durch den Faltmechanismus lässt sich das Bike in wenigen Sekunden platzsparend verstauen.
Die Saxonette: Ein Kult-Fahrrad mit Motor
Die Saxonette des Herstellers Hercules ist purer Kult und kann auf eine traditionsreiche Geschichte blicken. Ursprünglich wurde die Bezeichnung Saxonette für Motoren des Herstellers Fichtel und Sachs gebraucht, die Zwei-Takt-Motoren zum Einbau für Fahrräder auf den Markt brachten.
Die erste Generation dieser mit Motor ausgestatteten Fahrräder wurden zwischen den Jahren 1938 und 1940 gebaut. Auf der Automobilmesse in Berlin im Jahr 1937 erregte dieses Gefährt und seine Technik wahrlich großes Aufsehen.
In Lizenz produzierten einige Hersteller den Zwei-Takt-Motor mit Nasenkolben. Unter den Herstellern, die diesen Motor bauten, waren auch etliche bekannte deutsche Firmen wie Bismarck, Anker, Excelsior, Elfa, Panther, Meister, Hecker, Gold-Rad, Victoria, Urania, Presto und Wanderer - also eine ganze Menge.
Die Firma Hecker legte sich auf den Einbau des Motors am vorderen Rad fest.
Im Jahr 1987 wurde in der Bundesrepublik die Produktion der zweiten Baureihe der Saxonette gestartet. Ab diesem Zeitpunkt und dem Label des Herstellers Hercules.
Für weitere Fahrradmodelle wurde der Einbaumotor der Firma Sachs ab dem Jahr 1993 auch in England und den Niederlanden verkauft, hier allerdings unter der Bezeichnung Spartamet.
Die Saxonette der zweiten Generation war ebenfalls ein Fahrrad, das über einen Hilfsmotor verfügte. Abhängig von der jeweiligen Höhe des Rahmens, die zwischen 50 und 58 cm variierte, sowie der jeweiligen Modellausführung, also, ob es sich um ein Damen- oder ein Herrenrad handelte, kam das Rad auf ein Gewicht zwischen 24 und 27 Kilogramm.
Die Saxonette der Firma Hercules machte sich einen Ein-Zylinder-Motor mit einem 1-Gang-Getriebe zunutze, der durch den Fahrtwind gekühlt wurde. Der Hubraum des Motors betrug 30ccm. Das Verdichtungsverhältnis der Saxonette lag bei 7,5 zu 1. Seine Leistung entfaltete die Saxonette mit 0,7 Pferdestärken bei 3750 pro Minute. Das maximale Drehmoment betrug 1,59 Newtonmeter bei 3750 Umdrehungen pro Minute. Bezüglich des Kraftstoffes brauchte der Motor eine Zwei-Takt-Mischung. Gestartet wurde das Fahrrad entweder elektronisch oder einen manuellen Seilzug. Der gesamte Tank fasste ein Volumen von knapp 2 Litern Kraftstoff.
Das Fahrrad war aus einem Starrrahmen gefertigt, entweder einem Diamantrahmen oder einem Rahmen mit integriertem Durchstieg und einer nicht gefederten Gabel. Der Rahmen maß eine Höhe von 48 cm und wurde vorne sowie hinten durch eine Trommelbremse zum gebremst. Auch eine Rücktrittbremse war integriert. Auf der Vorderachse war eine Bereifung mit 26 Zoll vorgesehen, auf der Hinterachse ebenfalls.
Innovation und Technik
Hercules hat eine lange Tradition in der Herstellung von hochwertigen Fahrrädern und ist seit vielen Jahren ein wichtiger Akteur auf dem deutschen Fahrradmarkt. Die Fahrräder von Hercules waren stets solide Stahlräder, keine Hingucker, aber sehr zuverlässig.
Die Top-Modelle von Hercules wurden durchaus mit hochwertigeren Komponenten bestückt, aber die Rahmen sind sicher nicht vergleichbar mit spektakulären japanischen oder italienischen Rahmenbauern.
Die Hercules E-Bikes überzeugen durch eine hochwertige Verarbeitung, robuste Komponenten und den Einsatz modernster Technik. Besonders hervorzuheben ist die Integration leistungsstarker Bosch-Motoren - von der Active Line über die Performance Line bis hin zur Performance Line CX. Die Akkus variieren dabei in Kapazitäten von 400Wh bis 750Wh, was beeindruckende Reichweiten von bis zu 175 km ermöglicht.
Ergonomische Griffe, komfortable Sättel und hochwertige Federgabeln (z. B. E-Bikes sind eine nachhaltige Alternative zum Auto. Hercules bietet ein vielseitiges Portfolio an E-Bike Modellen. Die Hercules City E-Bikes sind speziell für den urbanen Einsatz konzipiert. Mit einem tiefen Einstieg, einer aufrechten Sitzposition und wendigem Handling sind Modelle wie das Hercules Futura Compact 10 ideal für Ausflüge in der Stadt.
Für ambitionierte Radfahrer, die gerne viele Kilometer sammeln, sind die Hercules Trekking E-Bikes die ideale Wahl. Modelle wie das Hercules Alassio Pro vereinen den Bosch Performance Line CX Motor mit einem 750Wh Akku - perfekt für ausgedehnte Touren und anspruchsvolle Radreisen.
Beflügelt durch diesen Rückenwind, entstehen einige der innovativsten Produkte in der langjährigen Geschichte des Herstellers. Dazu gehört die erste Generation Rob Fold, das in seinem Erscheinungsjahr 2015 das wohl erste faltbare E-Bike überhaupt gewesen sein dürfte. Im gleichen Jahr sorgt auch das HERCULES E-Imperial für Aufsehen: Mit einer maximalen Zuladung von über 150 kg legt es die Messlatte für ähnliche E-Bikes. Übrigens: Auch heute hat HERCULES noch zahlreiche Modelle im Programm, die mit besonders hoher Zuladung glänzen - zu erkennen am Namenszusatz „HD“.
Darüber hinaus setzt HERCULES verstärkt auf die Integration von IoT-Technologien. Intelligente Vernetzung per App ermöglicht es den Kunden, ihre E-Bikes in Echtzeit zu überwachen, Diebstahlschutz-Features zu nutzen und Software-Updates einfach zu installieren. All das zu vermitteln, ist Sache des Fachhandels, zu dem HERCULES traditionell ein enges, partnerschaftliches Verhältnis pflegt. Klar gibt es heute andere Vertriebskanäle und Wettbewerber, die ganz aufs Internet setzen.
Um in der Fahrradbranche vorne mitzuspielen, muss man einen langen Atem haben - und am Puls der Zeit bzw. der Radfahrer sein. Marktanalysen schaffen Klarheit darüber, was in den kommenden Jahren besonders gefragt sein wird; neue Ideen werden kritisch auf Nutzen und Umsetzbarkeit geprüft. Auf Design und Konstruktion folgt das Testlabor mit computergestützte Belastungstests (FEM-Analyse) und Montageprüfungen an Prototypen.
Im Norden Deutschlands spiegelt das 2019 im Ecopark in Emstek eröffnete Vertriebsbüro eindrucksvoll das Selbstverständnis von HERCULES wider. Mit einer modernen Infrastruktur, Schulungsräumen und einer Teststrecke ist der Standort optimal auf die Zukunft ausgerichtet und bietet ideale Voraussetzungen für die Entwicklung neuer Modelle.
Gebrauchte Hercules Fahrräder
Auf dem Gebrauchtmarkt finden sich in den häufigsten Fällen ältere Hercules-Modelle. Wenn ein Fahrrad schon so lange überlebt hat, ist die Chance recht gut, dass es sich um ein stabiles gebrauchtes Hercules Fahrrad handelt, dass ordentlich gepflegt wurde.
HERCULES: Mehr als nur ein Fahrrad
HERCULES steht wie kaum eine andere Marke für zuverlässige Mobilität auf zwei Rädern. Ob E-Bike oder klassisches Trekkingrad: Die Fahrräder aus deutscher Produktion verbinden Tradition mit moderner Technik - robust gebaut, komfortabel im Alltag, wartungsarm im Einsatz.
Vor allem im E-Bike-Bereich hat sich HERCULES in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Vom stylischen City-Flitzer bis zum vollgefederten SUV-Bike für Pendler oder Tourenfahrer - das Sortiment bietet für fast jeden Anspruch ein passendes Modell. Komfort-Funktionen wie tiefere Einstiege, gefederte Sattelstützen oder integrierte Akkus treffen hier auf starke Motoren und Reichweiten, die den Alltag spürbar erleichtern.
Die Marke setzt auf praxisorientierte Ausstattung und durchdachte Details: Nabenschaltungen mit Riemenantrieb, Hydraulikbremsen, große Displays oder clevere Gepäcklösungen machen viele Modelle zu echten Allroundern für Stadt und Land.
Auch optisch hat sich bei HERCULES einiges getan: Die aktuellen Modelle kombinieren klare Linien mit modernen Farben und integrierten Komponenten. Ob sportlich oder klassisch - die Designs wirken aufgeräumt, zeitlos und unaufdringlich.
Bei HAVEABIKE findest du eine sorgfältig kuratierte Auswahl an HERCULES Modellen - vom E-Trekkingbike für lange Strecken bis zum zuverlässigen Alltagsrad.
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