Der Hubraum, oft auch als Motorvolumen bezeichnet, ist ein Maß für das Volumen, das in den Zylindern eines Motors verfügbar ist. Angegeben wird er in Kubikzentimetern (ccm) oder Litern.
Definition des Hubraums
Als Hubraum oder Hubraumvolumen wird der Raum eines Zylinders zwischen der Zylinderkopfinnenseite und dem Totpunkt des Kolbens bezeichnet. Die Zahl, welche normalerweise als Hubraum angegeben wird ist eigentlich der gesamte Motorhubraum, der sich aus dem Hubraum aller Zylinder erschließt.
Wo finde ich den Hubraum im Fahrzeugschein?
Im Fahrzeugschein findest Du den Hubraum unter der Stelle “P.1” und ist dort als drei- oder vierstellige Zahl angegeben. Im Fahrzeugschein, auch als Zulassungsbescheinigung Teil I bekannt, finden Sie den Hubraum im Feld P.1 im mittleren Teil des Scheins. Hast du noch einen alten Fahrzeugschein, steht die Hubraumangabe in der Regel in Feld 8.
Das entspricht dem genauen Hubraum in Kubikzentimetern. Dieser wird im Fahrzeugschein aufgeführt und in Kubikzentimetern angegeben. Diese Zahl wird dann aber auf Liter aufgerundet: 998 ccm werden demnach z.B.
Die Bedeutung des Hubraums
Der Hubraum ist eine wichtige Kenngröße bei Verbrennungsmotoren. Er gibt an, wieviel Liter Kraftstoff-Luft-Gemisch mit einem Kolbenhub zum Antrieb genutzt werden können. Dabei werden immer alle Zylinder zusammengezählt - ein Vierzylinder-Motor mit zwei Litern Hubraum besteht also aus vier Zylindern mit je einem halben Liter Hubvolumen.
Je größer der Hubraum bei einem Fahrzeug ist, umso mehr Motorleistung ist grundsätzlich möglich, denn umso mehr Kraftstoff kann mit einem einzigen kombinierten Kolbenhub verbrannt werden. Hier kommt es aber noch auf eine Reihe weitere Faktoren an.
Der Hubraum in Kubikzentimetern liefert Angaben darüber, wie viel Kraftstoff und Luft ein Kolbenhub verwerten und verdichten kann. Das bedeutet, dass ein 2-Takter bei jeder Umdrehung und Vollgas etwa 125 ccm Benzin-Luftgemisch ansaugt. Ein Viertakter saugt alle 2 Umdrehungen diese Menge an.
Leistung: Ein größerer Hubraum bedeutet in der Regel mehr Kraft. Die Größe des Hubraums bestimmt die Anzahl des Drehmoments. Die Leistung wird also vom Hubraum, Drehzahl und Mitteldruck bestimmt.
Wie immer gilt: Welche Motorgröße die richtige für Dich ist, hängt von Deinen Bedürfnissen und Anforderungen an Dein Auto ab.
Einfluss auf Betriebskosten
Je größer der Motor, desto höher die Leistung und auch der Kraftstoffverbrauch. Das resultiert in höheren Spritkosten und nimmt auch Einfluss auf Fixkosten wie die Kfz-Steuer.
Für Benzinmotoren beträgt die Abgabe zwei Euro pro angefangenem Kubikzentimeter, während bei Diesel-Fahrzeugen dieser Betrag sogar auf 9,50 Euro pro 100 ccm ansteigt.
Hubraum und Führerschein
Die Leistung ist nämlich maßgebend für die Fahrerlaubnis, denn es gibt verschiedene Motorradführerscheine. Anhand des Hubraums im Verhältnis zum Gewicht (0,1 kW pro Kilogramm) wird die Leistung berechnet. Das bedeutet: Je mehr Hubraum ein Motorrad besitzt, umso spezieller ist die Ausbildung in der Fahrschule.
Motorradfahren ohne A1-Führerschein: Wenn du Glück hast und einige Voraussetzungen erfüllst, musst du nicht die komplette A1-Ausbildung absolvieren.
A1-Ausbildung für Klasse A2: Willst du später Motorräder der Klasse A2 fahren, musst du hierzu zusätzlich die Ausbildung der Klasse A1 durchlaufen.
Für den Erwerb des Motorradführerscheins gibt es mehrere unterschiedliche Klassen. Der Stufenführerschein beispielsweise berechtigt zunächst die Klasse A2 (leistungsreduziert). Nach 2 Jahren besteht die Möglichkeit zum Erwerb der Klasse A.
Bist du im Besitz der Führerscheinklassen A1 oder A2, kannst du diese auf die nächsthöhere Stufe erweitern. Dazu ist es erforderlich, dass du die bisherige Fahrerlaubnis mindestens schon 2 Jahre hast. Möchtest du von der Klasse A2 in die Klasse A aufsteigen, meldest du dies am besten kurz vor Verstreichen der zweijährigen Frist an.
Motorradklassen nach Hubraum
Die Welt der Motorräder ist vielfältig und faszinierend. Eine der wichtigsten Unterscheidungen, die man als Einsteiger oder auch erfahrener Fahrer kennen sollte, ist die zwischen den verschiedenen Motorradklassen, basierend auf dem Hubraum (ccm). Der Hubraum eines Motors, gemessen in Kubikzentimetern (ccm), gibt das Volumen der Zylinder des Motors an.
Je größer der Hubraum, desto mehr Luft und Kraftstoff kann der Motor verbrennen und desto mehr Leistung kann er erzeugen.
- Motorräder bis 125 ccm: Motorräder bis 125 ccm sind ideal für Anfänger.
- Motorräder mit 600 ccm: Motorräder mit 600 ccm bieten eine gute Balance zwischen Leistung und Handhabung.
- Motorräder mit über 1000 ccm: Motorräder mit über 1000 ccm sind definitiv leistungsstark und erfordern mehr Erfahrung und Können.
Für erfahrene Fahrer, die nach maximaler Leistung und Komfort suchen, sind Motorräder über 1000 ccm die beste Wahl.
Tipps für den Kauf eines 125ccm Motorrades
Die Auswahl an verschiedenen Modellen und Preisklassen ist umfangreich. Auf Gebrauchtmarktbörsen erhältst du ältere Modelle, die deutlich weniger Geld kosten können.
Was sind die wichtigsten Empfehlungen vor dem Kauf eines 125ccm Motorrades?
Platz 1 belegt laut Auto-Bild die KTM 125 Duke. Optisch ist sie der KTM 790 Duke wie aus dem Gesicht geschnitten. Auch das Fahrwerkskonzept ist der 790 Duke gleich. Das Leergewicht der 125 Duke beträgt 153 kg und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 144 km/h. KTM geht hierbei an das gesetzlich vorgeschriebene Leistungslimit von 15 PS. Überzeugen kann das Mini-Naked-Bike mit Euro 4 und ABS.
Welches 125ccm Motorrad ist das Beste?
Unter 10 getesteten Modellen hat die Beta RR 125 4T LC Motard 2020 am besten abgeschnitten. Mit 13 PS bewegt sich die Supermoto in einem preislichen Rahmen von 4.490 Euro. Im Gegensatz zur direkten Konkurrenz steckt bei diesem Modell die Vorderachse in einer 41 Millimeter Telegabel und wirkt damit weicher abgestimmt. Hinten besitzt das Motorrad ein Monofederbein mit abstimmbarer Federspannung und Umlenkung.
Welche 125er ist die Leichteste?
Im ADAC-Vergleich wurde die Suzuki GSX-R 125 als die leichteste Maschine bewertet. Sie wiegt 134 kg und hat einen vergleichsweise sparsamen Verbrauch von 2,3 Liter. Allerdings kann sie mit einer Höchstgeschwindigkeit von 112 km/h mit 15 PS nicht ganz mit den anderen Achtelliter-Sportlern mithalten. Ein besonderes Highlight bietet die Wave-Bremsscheibe und das digitale Cockpit.
Vor dem Kauf einer 125 ccm-Maschine solltest du dir vorher Gedanken machen, auf was es dir ankommt. Schnelligkeit, Optik oder Bauweise. Auch der Preis ist natürlich ein wichtiger Faktor. Es lohnt sich, auch nach gebrauchten Leichtkrafträdern Ausschau zu halten, um Geld zu sparen.
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