Der Name Piaggio ist in der Sparte der Roller Programm. Als Marktführer im Rollerbau hat sich der Hersteller aus Italien auf kleine Stadtroller spezialisiert.
Piaggio Ape: Ein Kultmobil aus Italien
Die Piaggio Ape ist ein kultiges Kleintransporter-Mobil, das sich ideal für vielseitige Anwendungen eignet. Seit 1947 ist der Lastenroller Piaggio Ape ein italienisches Kultfahrzeug. Die APE ist der perfekte Begleiter für den Alltag - sei es für den großen Einkauf, den Transport sperriger Güter oder für Freizeitaktivitäten mit Fahrrädern im Gepäck.
Mit ihrer kompakten Bauweise ist die APE wendig und perfekt für den Stadtverkehr geeignet. Sie bietet Ihnen niedrige Anschaffungskosten, geringen Spritverbrauch und einen robusten 2-Takt-Motor, der äußerst zuverlässig ist.
EIN ZEITLOSER MYTHOS, EINE IKONE IM NEUEN KLEID, DIE SICH TROTZDEM IMMER TREU BLEIBT. Ape wurde der Öffentlichkeit am 23. Es steht also der 70. Geburtstag für dieses besonders sympathische Fahrzeug bevor, das auf der ganzen Welt bekannt und vielseitig wie kein anderes ist.
Kein Nutzfahrzeug auf der ganzen Welt hat eine mit Ape vergleichbare Geschichte: Deshalb haben wird beschlossen, Ihnen diese ganz genau zu erzählen!
Historischer Hintergrund und Produktionsende
Piaggio hat Produktion und Vertrieb der legendären Ape nach fast 80 Jahren Bauzeit in Europa eingestellt. Nach 76 Jahren Produktion sagt Hersteller Piaggio: „Basta“. Schuld seien die neuen EU-Normen, heißt es im toskanischen Pontedera bei Pisa. Das Ende haben die Gewerkschaften publik gemacht.
Der Zweitakter der „Ape“ erfüllt geradeso die Norm Euro 4. Den Antrieb abgastechnisch zu optimieren wäre sehr aufwändig. „Und es wäre keine Ape mehr“, räumt selbst Angelo Capone, Sekretär der FIOM in Pisa ein. Eine Umrüstung lohnt wohl auch nicht, weil das historische Gefährt in Europa nur noch wenige Abnehmer findet.
Abgelöst hat die Ape längst der vierrädrige Transporter „Porter“, den ein Viertaktmotor antreibt. Der besteht die strengen EU-Normen. Allerdings erfüllt das knatternde Dreirad auch längst keine Sicherheitsvorgaben wie Airbag, ABS oder ESP.
Die Entscheidung für den Produktionsstopp habe sich somit schon länger abgezeichnet, gestehen die Gewerkschaften. Vom Aus für die dreirädrige Ikone sind 1.100 Mitarbeiter betroffen. Gleichwohl herrsche vorsichtiger Optimismus.
Fortsetzung der Produktion in anderen Regionen
Zwar wird die Ape aus Italien verbannt - doch sie lebt weiter. Das Modell ist in vielen Entwicklungsländern als „Tuktuk“ beliebt. In Indien prägen die oft - bienengerecht - schwarzgelb angestrichenen Dreiräd-Taxis das Straßenbild vieler Städte. Auf dem Subkontinent soll die Produktion im seit 1963 bestehenden Piaggio-Werk fortgesetzt werden.
Technische Details und Varianten der Piaggio Ape
Die klassische Ape hat einen Motor mit 150 Kubikcentimeter Hubraum. Es kamen aber auch Versionen mit 50er-Rollerantrieb auf den Markt. Die Nutzlast dieser Modelle beträgt immerhin 200 Kilogramm. Später wurde die Motorisierung erweitert. Ein Modell mit Dieselantrieb und 700 Kilogramm Nutzlast ist bis jetzt im Programm gewesen.
Motorisierung: Das Modell Ape 50 wird durch einen Einzylinder-Zweitakt-Benzinmotor angetrieben. Bei der Ape 50 entfällt das für Zweitakt-Motoren typische manuelle Mischen des Kraftstoffs aus Benzin und Öl.
Abmessungen: Die Abmessungen des Piaggio Ape unterscheiden sich in Hinblick auf Modell und Aufbau sehr deutlich. Der Ape 50 Kasten ist mit einer Länge von 2,50 Metern das kleinste Modell. Die maximale Zuladung beträgt beim Ape 50 bis zu 170 Kilogramm. Das Modell Ape Classic 400 ist mit bis zu 750 Kilogramm Nutzlast hingegen ein echter Leistungsträger.
Varianten: Seit Ende 2024 werden keine neuen Piaggio Ape mehr in Europa verkauft. Die letzten verfügbaren Modelle waren die Piaggio Ape 50 sowie die Piaggio Ape Classic 400. Beide Modelle sind mit Pritschen- und Kastenaufbau erhältlich. Daneben gab es nur auf Bestellung eine Variante ohne Aufbau.
Design und Interieur
Das Exterieur der Ape ist rein auf Zweckmäßigkeit ausgelegt und orientiert sich am Design der ersten Ape Modelle aus den 40er Jahren. Die letzten Modelle verfügten über moderne LED-Scheinwerfer für bessere Sicht und längere Haltbarkeit.
Das Interieur des Piaggio Ape 50 und der Ape Classic ist sehr spartanisch gehalten. Die letzten Modelle der Euro 4 Serie erhielten ein verbessertes Armaturenbrett mit schönerer und besser lesbarer Grafik sowie eine neue Bremsanlage für besseren Komfort.
Piaggio MP3: Ein Dreirad-Roller der Extraklasse
Der Piaggio MP3 gilt als Begründer der Dreirad-Roller-Klasse. Mit 2023 bringen die Italiener in Form des MP3 530 hpe Exclusive die luxuriöseste Variante auf den Markt. Sie bilden ein Nischenprodukt, das unter tagtäglichen Pendlern sehr geschätzt wird: Dreiradroller.
Mit 2023 schickt ihn der italienische Hersteller in die nächste Runde und stattet das 530 Exclusive Modell mit unglaublicher Ausstattung aus. Ein sicheres Pendlerfahrzeug mit gutem Wind- und Wetterschutz, auf dem man den Stau komfortabel bezwingen kann - das ist der Piaggio MP3.
Deshalb darf man den Piaggio MP3 530 Exclusive auch mit dem B-Führerschein bewegen. Möglich wird das unter anderem auch durch das Fußbremspedal, das sowohl Vorder- als auch Hinterradbremse aktiviert.
Während diese auf klassischen Zweiradrollern zu Stresssituationen führen können, ist das auf einem Dreirad, wie dem MP3, nicht der Fall. Denn in der Front verbaut Piaggio ein ausgeklügeltes Parallelogramm, das zwei 13 Zoll Felgen aufnimmt.
Um diesem Problem entgegenzuwirken, verbaut Piaggio serienmäßig einen Rückwärtsgang MIT Rückfahrkamera! Über einen Schalter am Dashboard wechselt man in den Retourgang, der mit dem Elektrostarter bedient wird.
Das Lebendgewicht von 280 Kilogramm ohne Fahrer muss auch effizient bewegt werden. Dazu verbaut Piaggio einen 530 ccm großen hpe (high performance engine) Einzylinder mit 44 PS und 50 Nm Drehmoment.
Wer komfortabel und unkompliziert pendeln möchte, ist am MP3 genau richtig. Die Bedienung unterscheidet sich nicht von einem normalen Maxiscooter, nur das Fahrgefühl ist etwas träger.
Ausstattung, Windschutz und Sicherheit - der neue Piaggio MP3 530 Exclusive bietet alles. Mit dem 2023er Update haben die Italiener den Dreiradroller auf das nächste Level gehoben und bieten ein sehr gut abgerundetes Paket in dieser Klasse.
Fiat Tris: Ein möglicher Nachfolger der Piaggio Ape
Eine andere italienische Traditionsfirma will in die Ape-Fußstapfen treten: Fiat hat den Tris (italienisch für "Dreier") vorgestellt, der künftig mit einer modernen Interpretation des Ape-Designs deren Job übernehmen will - als Multifunktions-Transporter mit Sympathie-Garantie.
Der Tris wird in drei verschiedenen Ausführungen angeboten: als reines Fahrgestell, mit Plattform oder mit Ladepritsche. Die Kabine ohne Türen lässt sich schnell und bequem betreten; gleichzeitig sorgen Dach, Frontscheibe und Scheibenwischer für eine gewisse Wetterfestigkeit.
Je nach Modellvariante lassen sich bis zu 540 Kilogramm Nutzlast und ein Ladevolumen von maximal drei Kubikmetern transportieren - und das bei einer kompakten Gesamtlänge von nur 3,17 Metern. Die durchdachte Bauweise ermöglicht sogar den Transport einer Euro-Palette und sorgt gleichzeitig für eine hohe Wendigkeit im Stadtverkehr.
Angetrieben wird der Tris von einem 48-Volt-Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 9 kW (12 PS) und einem maximalen Drehmoment von 45 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h. Die verbaute Lithium-Batterie mit einer Kapazität von 6,9 kWh erlaubt eine Reichweite von bis zu 90 Kilometern und lässt sich an einer normalen Haushaltssteckdose in weniger als fünf Stunden vollständig aufladen.
Aktuell ist dieses Segment fest in chinesischer Hand, die zum Lasten-Dreirad umgebauten Motorräder sind beispielsweise in Nordafrika allgegenwärtig.
Olivier Francois, CEO von Fiat, bei der Präsentation des Tris: "Wir glauben, dass sein Potenzial weit darüber hinausgeht: Europa könnte der nächste Schritt sein, denn diese intelligente und nachhaltige Lösung spricht eine universelle Sprache."
Preislich wird der Tris voraussichtlich in der Liga des Citroën Ami oder Opel Rocks E mitspielen.
Alternativen zur Piaggio Ape
Es gibt nur wenige Alternativen zu den Kabinenrollern von Piaggio. Dazu zählen Autorikschas des indischen Herstellers Bajaj und seit 2022 der Microlino der Schweizer Micro Mobility Systems AG. Neu hinzugekommen ist der Fiat TRIS, ein vollelelektrisches Dreirad, das als direkter Nachfolger der Ape konzipiert wurde.
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