JobRad®: Auch Nachteile? Was Sie wissen müssen

Neues Rad, weniger Steuern und mehr Zeit an der frischen Luft - die Vorteile liegen auf der Hand. Aber hat JobRad® auch Nachteile für Arbeitnehmer:innen? Lohnt sich JobRad® wirklich? Hier findest du Antworten auf die großen Fragen des Dienstrad-Leasings.

Wann lohnt sich ein Dienstrad mit JobRad® (nicht)?

Klingt ja toll, das mit dem Dienstrad von JobRad®. Nur wo ist der Haken? Lohnt sich JobRad® wirklich für alle? Die Antwort ist einfach: JobRad® lohnt sich am meisten, wenn du die volle Laufzeit von 36 Monaten erfüllen kannst. Du liebst deinen Job und möchtest die nächsten drei Jahre bei deiner:m Arbeitgeber:in bleiben? Dann kannst du die Vertragslaufzeit von 36 Monaten erfüllen und profitierst auch von der vollen Ersparnis bei deinem Dienstrad von JobRad®.

Auswirkungen auf die Rente

Einer der größten JobRad®-Nachteile sei die geringere Rente, so lautet es immer wieder. Stimmt das denn? Mache jetzt den Faktencheck!

Mögliche Auswirkungen auf spätere Rentenansprüche werden immer wieder als Nachteil des Dienstrad-Modells genannt. Wenn es im Zusammenhang mit dem Dienstrad-Leasing um das Thema Rente geht, ist meist auch die Rede von der sogenannten Gehaltsumwandlung, denn die ist der Grund dafür, dass das Fahrradleasing einen Einfluss auf spätere Rentenansprüche haben kann: Entscheidest Du Dich für das Dienstrad-Leasing per Gehaltsumwandlung, verringert sich Dein Bruttogehalt und damit auch die Berechnungsgrundlage für Steuern und Sozialabgaben. Es ist also richtig, dass durch die Gehaltsumwandlung Rentenbeiträge und damit auch spätere Ansprüche aus der Rentenkasse reduziert werden können.

Die exakten Werte sind im Einzelnen abhängig von individuellen Faktoren wie der Höhe des KV-Zusatzbeitrags, dem Wohnort oder auch der Steuerklasse. Anhand eines Beispiels kannst Du Dir aber eine ungefähre Vorstellung davon machen, in welcher Größenordnung Deine Rentenbezüge von der Gehaltsumwandlung beim Dienstrad-Leasing beeinflusst werden: In dem Beispiel wird über den Arbeitgeber ein 3.500 Euro teures Fahrrad geleast. Dafür werden während der dreijährigen Leasinglaufzeit monatlich 107 Euro aus dem Bruttogehalt (im Beispiel 3.000 Euro) umgewandelt und die Berechnungsgrundlage für die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung entsprechend reduziert. Die dadurch weniger eingezahlten Rentenbeiträge bewirken dann eine Senkung der monatlichen Rentenhöhe um etwas mehr als drei Euro.

Wie oben beschrieben ist die Gehaltsumwandlung also nicht nur die Voraussetzung dafür, dass Du beim Dienstrad-Leasing Steuern und Sozialabgaben reduzierst und so bei der Anschaffung Deines neuen Fahrrads richtig viel sparen kannst, sondern auch der Grund dafür, dass Deine Rente dadurch etwas geringer ausfallen kann. Kritiker des Dienstrad-Modells, die das als Argument gegen das Dienstrad-Leasing anführen, vergessen aber oft zu erwähnen, dass diese Auswirkungen nicht nur das Dienstrad betreffen, sondern alle Bereiche, in denen die Möglichkeit zur Gehaltsumwandlung genutzt wird. Beispiele dafür sind die betriebliche Altersversorgung (bAV) und das Leasing eines Dienstwagens.

Neben der Gehaltsumwandlung gibt es auch eine Variante des Dienstrad-Modells, bei der das Leasing sich nicht auf die Höhe Deiner Rentenansprüche auswirkt: Das ist der Fall, wenn Dein Arbeitgeber die Kosten für das Dienstrad-Leasing komplett übernimmt und Dir das Fahrrad zusätzlich zum gezahlten Gehalt überlässt. In diesem Fall ändert sich Dein Bruttogehalt durch das Dienstrad-Leasing nicht, so dass auch die Rentenansprüche unverändert bleiben.

Bei Dienstrad-Leasing per Gehaltsumwandlung zahlen Sie weniger Steuern und Sozialversicherungsbeiträge - und damit auch weniger Beiträge in die Rentenversicherung. Allerdings sind die Einbußen für die spätere Rente minimal und in der Regel geringer als die Ersparnis durch das Dienstrad-Leasing. Das zeigt ein Rechenbeispiel: Wird ein Dienstrad im Wert von 2.500 € geleast, reduziert sich der Rentenbeitrag um weniger als 7 € monatlich, jeweils für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer.

Weitere Nachteile und Überlegungen

Elternzeit, Sabbatical oder andere Auszeiten: Leben ist Veränderung. Die meisten Unternehmen bieten in solchen Fällen Lösungen wie z. B. eine vorübergehende Ratenerstattung an. Informiere dich bei dem:der JobRad®-Bevollmächtigten in deinem Unternehmen zu den genauen Regelungen.

Du möchtest vor Ablauf der 36 Monate kündigen, gehst in Rente oder möchtest dich selbstständig machen? In Absprache mit deinem Unternehmen kannst du das Rad kaufen oder zurückgeben.

Vorzeitige Vertragsbeendigung

Wenn Du Dein Jobrad bereits nach wenigen Monaten nicht mehr nutzen willst/kannst oder das Unternehmen verlässt, kann ein Nutzerwechsel oder eine vorzeitige Vertrags­beendigung anfallen. Dann entstehen allerdings häufig zusätzliche Kosten, weil die vereinbarte Leasingdauer nicht voll genutzt wird. Welche Beträge konkret fällig werden, hängt stark von den individuellen Vertragskonditionen ab. Manche Anbieter erlauben einen Nutzerwechsel innerhalb der Firma. Es kann aber auch sein, dass Du das Rad entweder übernehmen musst oder bestimmte Restzahlungen anfallen.

Arbeitgeberwechsel

Bei einem Arbeitgeber-Wechsel kann der bestehende Vertrag auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden, wenn dieser mit BusinessBike zusammenarbeitet. Sollte dies nicht der Fall sein, gibt es verschiedene Optionen: Auf Wunsch lösen wir den Vertrag vorzeitig auf und nehmen das BusinessBike kostenlos zurück - ab dem ersten Monat des Leasings. Außerdem ist ein vorzeitiger Kauf oder eine Übertragung an einen anderen Nutzer im Unternehmen möglich. Ausfallmanagements haben wir immer die passende Lösung parat, wenn sich das Leben ändert.

Diebstahl und Schäden

Dank Dienstrad-Leasing werden auch hochpreisige Fahrräder für mehr Menschen erschwinglich. Doch was, wenn das geleaste E-Bike gestohlen wird oder das Mountainbike bei einem Sturz zu Bruch geht? Müssen die Raten dann weitergezahlt werden, obwohl das Dienstrad nicht genutzt werden kann? Und wer übernimmt die Reparaturkosten?

Ein BusinessBike ist ein Gebrauchsgegenstand - deshalb sind normale Gebrauchsspuren wie Kratzer bei der Rückgabe kein Problem.

Übernahme nach Leasingende

Zwar dürfen wir aus steuerrechtlichen Gründen kein Kaufangebot zusichern, dennoch haben Sie in der Regel die Option, das BusinessBike am Ende der Leasingzeit zu attraktiven Konditionen zu kaufen. Der Übernahmepreis liegt aktuell bei 18 % der unverbindlichen Preisempfehlung. Die anfallende Versteuerung übernehmen wir.

Eingeschränkte Wahlmöglichkeiten

Um von den Vorteilen des Dienstrad-Leasings zu profitieren, muss das Fahrrad über den Arbeitgeber geleast werden. Ob Mountainbike, Cityrad oder Cargobike - darüber entscheiden allein die Arbeitnehmer als Nutzer der Diensträder.

Geringe Nutzung

Wer schlecht ausgebaute Fahrradwege auf dem Arbeitsweg hat oder aus anderen Gründen kaum Rad fährt (Stichwort Schweinehund), ist mit einem Jobrad nicht ideal beraten.

Zu geringes Gehalt

Wer kaum oder keine Steuern und Sozialabgaben zahlt, bei dem kann die Ersparnis tatsächlich geringer ausfallen. Ob sich das Dienstrad bei einem bestimmten Gehalt lohnt, darüber kann unser Leasingrechner Aufschluss geben.

Voraussetzungen für Arbeitgeber

Damit ein Jobrad-Modell umgesetzt werden kann, braucht es die passende Infrastruktur im Unternehmen. Erstmal muss Dein Arbeitgeber ein Jobrad anbieten, also einen Leasinganbieter auswählen und im Idealfall ein internes Mobilitäts­portal einrichten oder einem bestehenden System beitreten. Was noch wichtig ist:

  • Umsatz­besteuerung: Das Unternehmen muss prüfen, wie die Umsatzbesteuerung bei Leasingraten und Wartungskosten gehandhabt wird.
  • Sachbezugs­freigrenze: Je nach Gesetzeslage können bestimmte Sach­zuwendungen durch den Arbeitgeber innerhalb einer Freigrenze steuerfrei sein. Für Fahrräder gelten jedoch spezielle Regelungen, bei denen die Gehalts­umwandlung zum Tragen kommt.
  • Widerrufsmöglichkeit: Meist gibt es eine vertraglich geregelte Widerrufsmöglichkeit für den Fall, dass Arbeitnehmer kurzfristig aus dem Unternehmen ausscheiden oder sich die Rahmen­bedingungen ändern.

JobRad® lohnt sich für dich?

Konntest du dich überzeugen? Dann steig auf!

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