Kampenwand Mountainbike Tour Informationen

Die anspruchsvolle MTB-Tour ist ein ultimativer Klassiker für gut trainierte Mountainbiker. Die MTB-Runde auf die Steinlingalm gehört zu den großen Klassikern im Chiemgau, besonders wegen des traumhaften Panoramas auf den Chiemsee und die Kampenwand!

Die Route zur Steinlingalm

Los geht die Tour in Rottau ca. 3,5 Kilometer von Grassau entfernt. Durch das malerische Rottauer Tal, vorbei an der Hachau, bis zur großen Kreuzung nach der Vorder Alm. Weiter geht´s um die Gedererwand herum, um die Maiswand und dann immer weiter Richtung Kampenwand.

Alternativ starten Sie Ihre Tour in Aschau i.Chiemgau am Parkplatz Scheibenwandstraße und radeln erst durch den Ort und dann auf dem Fahrradweg bis Außerkoy, diese Strecke sollte man als "Warm up" sehen. In Außerkoy biegen Sie die Teerstraße rechts in Richtung Seiseralm ab und folgen dem Straßenverlauf, immer nun allmählich beginnenden Anstieg berauf, bis zum Wanderparkplatz in Aigen und den dann immer steiler werdenden Anstieg bis zur Weggabelung „Stachus“ in Richtung Kampenwand. Die Beschilderung führt Sie weiter um die Maiswand herum Richtung Gipfel. Bald haben Sie es geschafft und Sie erreichen die Steinlingalm.

Über Kraimoos und den Seiserhof gelangt Ihr zum Parkplatz Hintergschwendt/Aigen. Ab dort führt eine Schotterstraße stetig bergauf Richtung Gorialm/Kampenwand. Wir passieren die Gori- und die Schlechtenbergalm und stellen uns den letzten Steigungen hinauf zur Steinlingalm (1.450 m). Den gezackten Felskamm der Kampenwand im Rücken und mit dem atemberaubenden Blick ins Tal genießen wir die Brotzeit.

Ab der Gori-Alm wird es auf dem steilen Fahrweg herausfordernd. Am Stachus geht es über einer Forst-/Schotterstraße geradeaus weiter über die Schlechtenberger Kapelle, bis zum geteerten Stück bis zur Gorialm, genannt das Goriloch mit einer Steigung von 20 %, ist dies die größte Herausforderung der Tour. An der Gorialm und Schlechtenbergalm mit Schotter- und Asphaltierten Abschnitten vorbei bis zu Ihrem Ziel der Steinlingalm.

Das berüchtigte Goriloch

Die wohl größte Herausforderung der Tour ist das sog. Goriloch auf Höhe des Rossleitenlifts. Der Abschnitt ist zwar geteert, aber mit einer Steigung von 20 % nur mit viel Muskelkraft zu überwinden. Doch die Tour hat es in sich: Die extrem steilen Abschnitte im berüchtigten Goriloch sind zwar asphaltiert, aber giftig steil!

Abfahrt und zusätzliche Optionen

Die anschließende Abfahrt von der Steinling-Alm nach Rottau verläuft auf dem bekannten Weg zurück. Um den Rückweg anzutreten, folgen Sie dem Weg wieder zurück, bis zur Gabelung in Richtung Maisalm. Dort biegen Sie nun links zur Maisalm ab und fahren steil auf einer Teerstraße zurück ins Tal. Sie finden sich am Wanderparkplatz in Kohlstatt ein.

Wer es sportlicher starten möchte, kann den ersten Anstieg bis zum "Stachus" über die Maisalm nehmen, dann ist der Rückweg der gleiche.

(Wem unterwegs unwohl wird, kann die Gori- und Steinlingalm auslassen und am Stachus direkt zur Maisalm abfahren. So wird die Runde einfach und deutlich leichter durchführbar!)

Anspruchsvolle Downhill-Strecken

Abfahrt von der Schlechtenbergalm nordwärts leicht bergab auf grobfelsigem Hangweg. Ist mit guter Geschwindigkeit fahrbar. Unterhalb des Sutten geht es in den Wald, wo es technisch anspruchsvoller wird, weil zu dem teils offenem Felsen noch schlüpfrige Wurzelstöcke hinzukommen und ein Ausrutschen einen Sturz ins steile Tal nach sich ziehen kann.

Man mündet auf Feldwege und hält sich rechts bis unter die Gedererwand (15hm bergauf). Die verlässt man nach ein paar 100m links für einen Pfad zum Adersberg, der eher einem Bachbett gleicht und technisch nicht einfach ist. Dieser mündet in einen größer und wieder eng werdenden Höhenweg bei den Fischweihern Adersberg - dabei ging es wieder 15hm bergauf. Am Adersberg gleich unterhalb des Gasthauses auf den unscheinbaren Wiesenweg genau nach Norden. Dieser "Uschis Trail" geht als schöner Singletrail immer sehr abwechslungsreich bergab. Sprünge inclusive!

Hinweise für Familien

Wer jedoch Übung mit Kinderanhängern besitzt, wird die Steilstellen meistern und die Steinlingalm mit seinen Kindern genießen können! Ist man mit Kindern unterwegs, ist das Moorschwimmbad in Aschau und das benachbarte Cafe Pauli mit seinem kleinen Tierpark mit Eseln, Ponys, Hasen, Ziegen der ideale Start- und Endpunkt der Tour!

Mit der Bayerischen Regionalbahn nach Bernau. Ob zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, die Kampenwand mit dem Radl erkunden hat zu jeder Tageszeit seinen Reiz.

Zusammenfassung der Tourdaten

Zusammenfassung:

  • Art: Schwere Mountainbike-Tour mit Kinderanhänger.
  • Highlights für Kinder: Kinderparadies Cafe Pauli mit vielen Tieren, Moorschwimmbad Aschau, Bergalm mit Weitblick und weitem Wiesengelände und Kletterbrocken.
  • Länge: 20 km.
  • Reine Fahrzeit: 2:30 Stunden.
  • Höhenmeter: 890 hm in Auf- und Abfahrt.
  • Rundtour: ja.
  • Wegbeschaffenheit: Gut ausgebaute Forststraßen und Wege sowie Asphaltstraßen. Extreme Steilstücke in der Auffahrt und stellenweise loser Schotter in der Abfahrt.
  • Technik: Exzellente Fahrradbeherrschung und sicheres Bremsen notwendig.
  • Kondition: sehr steile und kraftraubende Abschnitte bei der Auffahrt, die nur bei exzellenter Fitness ohne Motorunterstützung bewältigt werden können. Ein MTB mit Elektromotor ist von klarem Vorteil.

Kinderwagen-Eignung / E-Bike

  • Singletrailer, 1 Kind: sehr gut geeignet
  • Zweiradanhänger, 1 Kind: gut geeignet
  • Zweiradanhänger, 2 Kinder: wenig geeignet
  • Angehängtes Kinderrad: wenig geeignet

Ein MTB mit Elektromotor als Zug-Fahrrad ist für diese Tour fast zwingend notwendig! Die Route beinhaltet sehr steile (20 Prozent!) und kraftraubende Abschnitte bei der Auffahrt. Weiterhin wird die Fahrzeit durch Motorunterstützung reduziert, was den jungen Fahrgästen im Anhänger zu Gute kommt.

Anfahrt

Adresse fürs Navi: Höhenbergstraße 13, 83229 Aschau im Chiemgau (Ungefähre Adresse! Bitte hier nicht parken, sondern weiter zum Schwimmbad fahren)

Google-Routenplaner Im Detail: A8 Salzburg - Ausfahrt Frasdorf - Aschau - in Aschau am Kreisverkehr die zweite Ausfahrt. Hinter der Kinderklinik links in die Höhenbergstraße und dort der Beschilderung zum Cafe Pauli folgen. Parken am Moorschwimmbad.

Wegpunkte

Moorschwimmbad Aschau - Bärnsee - Innerkoy - Bucha - Außerkoy - Seiseralm - Hintergschwendt - Wanderparkplatz Aigen - Stachus - Schlechtenberger Kapelle - Gorialm - Steinlingalm - Gorialm - Maisalm - Aschau / Kohlstatt - Innerkoy - Moorschwimmbad Aschau

Die Kampenwand Umrundung

Die Umrundung eines markanten Berges ist für viele Mountainbike-Fans die Königsdisziplin, lernt man die «Persönlichkeit» doch aus allen Himmelsrichtungen (und zu allen Tageszeiten) kennen. Die Kampenwand ist so ein VIP («very important peak») und weit über den Chiemgau hinaus bekannt. Die tagesfüllende Runde um den 1664 Meter hohen Wächter des Chiemsees startet man am besten am Parkplatz der Kampenwandbahn oder der Tourist Information in Aschau. Los geht’s im Uhrzeigersinn entlang der Maiswand.

Um die Nordflanke der Kampenwand herum kurbelt man nun über die Maurer-Alm und die Vordere Rottauer-Alm zur Staffn-Alm, die gleich neben der Bergstation der Hochplattenbahn liegt. Auf einem breiten, aber teilweise sehr steilen Fahrweg (Trail Toleranz!) bremst man vorsichtig hinunter zur Talstation. Weiter geht’s auf stillen Wegen hoch über dem Achental Richtung Schleching - und zur Einkehrstation an der Dalsen-Alm (siehe auch Tour Nr. 22). Durch den Klausgraben zirkelt man nun bergab nach Hainbach. Hier gilt: Trail Toleranz - dann klappt’s zwischen Wanderern und Bikern wunderbar!

Alternativroute: Umrundung im Detail

Vom Ausgangspunkt Talstation Hochplattenbahn geht es südlich auf der Forststraße zum Kaiserblick. Dort nach kurzer Schiebestrecke in Richtung Weitwies zur Huber-Alm. Dort ebenfalls kurz schiebend an der Huber-Alm vorbei und anschließend auf der Forststraße unterhalb der Oberauer Brunst in Richtung Dalsen Almen. Von hier im Klausengraben am Bach entlang hinunter ins Priental in den Aschauer Ortsteil Hainbach. Dort fahren wir rechts bis zum Ortsteil Schwarzenstein, wo wir wieder rechts auf einen Forstweg einbiegen, der uns oberhalb von Aschau das Tal entlang führt, bis der Weg unterhalb der Maiswand nach Osten schwenkt. Die Einkehrmöglichkeit Maisalm liegt in der Nähe. Weiter geht es von hier wieder bergauf zum Rottauer Almgebiet der Maurer- und Weissen-Alm nördlich der Gedererwand. Von dort wieder abwärts in das Rottauer Tal von wo es unmittelbar stärker ansteigend hinauf zur Südseite des durchwegs bewaldeten Großstaffen geht.

Einkehrmöglichkeiten

Cafe Pauli, Ende März bis Anfang November durchgängig geöffnet. Dienstag ist Ruhetag.

Einkehrmöglichkeit: Vordere Dalsenalm (*); Maisalm (*); Berggasthof Staffn-Alm (bitte beachten Sie die individuellen Öfffnungszeiten) (*) almtypische Brotzeit, Kaffee und Kuchen während der Almweidezeit (bitte individuelle Öffnungszeiten beachten); Achental Wandernadel Kontrollstellen: Kaiserblick; Heinzen-Alm; Vorderdalsen-Alm (Huber-Alm); Besonderheiten: kinderfreundliche, bewirtschaftete Alm mit Kleintieren; historische Streichenkirche; Tipp: Radflickzeug für Pannen und Windjacke für kühle Abfahrten einpacken.

Weitere Informationen

Aussichtsreiche Runde, die aufgrund der steilen Wegabschnitte sakrisch schwer ist. Nur für Mamas und Papas mit straffen Wadeln!

Die Königstour auf die Kampenwand

Die Königstour auf die Kampenwand ist sicherlich die Auffahrt von Aschau über die Maisalm, hinauf zum Almengebiet der Kampenwand und weiter zur Steinlingalm. Von dort aus geht es über den Panoramahöhenweg bis zur SonnenAlm nahe der Bergstation der Seilbahn.

Aber auch wer „nur" die Etappe bis zum Almengebiet der Kampenwand, mit Liftstüberl, Gorialm und Schlechtenbergalm, geradelt ist, kann schon mächtig stolz auf sich sein. Immerhin hat man bis hierhin schon Steigungen bis zu 24 % bezwungen und die gemütliche Atmosphäre in den urigen Hütten ist allemal Grund genug für einen Halt. Wem an der Gorialm die Oberschenkel noch nicht genügend brennen, kann sich weiter auf der Forststraße bis zur Steinlingalm noch richtig auspowern. Dieses kurze, jedoch anspruchsvolle Stück unterscheidet zwischen Feierabend-Biker und Alpenüberquerer.

Alle, die ihre Muskeln auf dem Rad wieder entspannen wollen, packen auch noch die letzte Etappe von der Steinlingalm bis zur SonnenAlm. Auf dem fast ebenen Panoramaweg wird man für die Auffahrt mit einer durchweg traumhaften Aussicht auf den Chiemgau belohnt.

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