Kettenpflege beim Motorrad: Test und Vergleich

Die Motorradkette ist ein Bauteil, das oftmals vernachlässigt wird. Ehrlich gesagt nervt die Kettenpflege auch ein wenig, da es eben keine saubere Sache ist. Trotzdem solltest du die Kettenreinigung und das Ölen bzw. Schmieren der Kette in keinem Fall vernachlässigen.

Dies verspricht eine deutlich längere Lebensdauer der Kette und Antriebskomponenten und spart am Ende Geld oder verhindert sogar Schäden am Fahrzeug selbst. Erstens ist eine gut gepflegte Kette für die Sicherheit unerlässlich.

Die Kette ist ein wesentliches Element des Antriebssystems und sorgt für die Übertragung der Motorleistung auf das Hinterrad. Eine schlecht gewartete Kette kann reißen oder überspringen, was zu einem plötzlichen Verlust der Antriebskraft führen kann. Dies kann besonders gefährlich sein, wenn du gerade in einer Kurve fährst oder beschleunigst, da es zu einem Kontrollverlust über das Motorrad kommen kann.

Außerdem ist es möglich, dass die gerissene Kette schwerwiegende Schäden am Fahrzeug hervorruft (z.B. Darüber hinaus kann eine verschlissene Kette die Gesamtleistung des Motorrads beeinträchtigen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass eine schlecht gepflegte Kette Schmutz, Staub und Ablagerungen ansammeln kann.

Wartungsintervalle und Faktoren

Wie oft eine Kette beim Motorrad gepflegt werden muss, ist von extrem vielen Faktoren abhängig. So ist es zum Beispiel nicht unerheblich, ob du nur bei Schönwetter oder auch im Regen fährst. Nässe schadet dem Kettenöl bzw. Kettenfett und die Kette muss somit öfter gewartet werden. Auch der Untergrund spielt eine Rolle. Offroadfahrer sollten ihre Kette öfter warten, als reine Straßenfahrer.

Zudem ist die Wahl des Schmiermittels maßgeblich für den Wartungsintervall verantwortlich. Neben diesen Faktoren spielt aber auch die Kettenbauart eine Rolle. Ganz allgemein kann man von einem gesunden Wartungsintervall von 250-500 Kilometern ausgehen. In einigen Handbüchern der Fahrzeuge ist aber auch von 1.000 Kilometern die Rede, was wir aber für deutlich zu lange halten.

Schritte zur Kettenpflege

Um diese Gefahren zu minimieren, sollte die Kettenpflege zu einem festen Bestandteil deiner Motorradwartungsroutine gehören. Zunächst legst du den Leerlauf ein, damit sich das Hinterrad frei drehen lässt. Anschließend sprühst du die Kette mit einem Kettenreiniger ein, drehe dabei das Hinterrad um alle Kettenglieder zu erwischen. Nach einer kurzen Einwirkzeit, kannst du nun mit der Kettenbürste die Kette säubern.

Versuche die Kette in verschiedenen Positionen aufzusetzen, um auch in alle Winkel der Glieder zu gelangen. Dies entfernt die letzten Rückstände und vor allem auch den Kettenreiniger, der die Anhaftung des Öls oder Schmierfetts später verhindert. Im Idealfall lässt du die Kette nach der Reinigung noch ca. Ggf.

Nachdem du deine Kette gründlich gereinigt und getrocknet hast, geht es an das Schmieren. Trage dazu Kettenöl oder Kettenfett gleichmäßig auf. Es geht hier nicht darum, die Kette seitlich einzusprühen, sondern die Rollen, Verbinder und O- bzw. Drehe dazu das Hinterrad, damit du die Kette quasi permanent durchdrehst. Beginne nun gleichmäßig Kettenfett auf die Rollen und Verbinder aufzutragen. Führe diese Schritt an der linken und rechten Seite der Kette aus.

Nach dem Auftragen des Kettenfetts solltest du im Idealfall ca. 24 Stunden warten, damit dieses aushärten kann und die bestmögliche Haftung auf der Kette erzielt. In der Regel sind die meisten Kettensprays aber schon nach rund 1-2 Stunden einsatzbereit. Wer ein Scott Oiler Kettenschmiersystem* verbaut hat, kann sich die Arbeit übrigens sparen.

Das Kettenschmiermittel hat große Auswirkungen auf Wartungsintervall, Haftungseigenschaften und auch den Abschleuder-Effekt. Lange haben wir nach einem Kettenfett gesucht, das gut haftet, exzellent schmiert und das Motorrad nicht verschmutzt. Nach wirklich extrem vielen Produkttests sind wir schließlich bei den Motorex Produkten zur Kettenpflege gelandet,die wir deshalb auch bei uns im Shop mit gutem Gewissen anbieten.

Die Motorex Kettensprays wurden dabei extra auf verschiedene Einsatzzwecke zugeschnitten und sind somit wirklich die beste Wahl. Außerdem gefällt uns das S100 Dry Lube Kettenspray gazn gut, das aber leider ein paar Nachteile hat.

Empfohlene Kettensprays

  • Chainlube Racing: Es bietet sich nicht nur für den Rennstreckeneinsatz an, sondern ist auch für alle Straßenfahrer bestens geeignet. Das Racing Kettenspray hat den großen Vorteil, dass es sehr gut aushärtet und somit nicht abschleudert.
  • Road Strong: Die speziell für die Straße entwickelte Mixtur hinterlässt einen zuverlässigen und lang anhaftenden Schmierfilm, der auch bei Nässe gut schützt.
  • Offroad Kettenspray: Das Offroad Kettenspray verfügt über exzellente Kriecheigenschaften. Dadurch kann es tief in die Kette eindringen und Schmutz und Wasser verdrängen. Das Chainlube Offroad geht eher in Richtung Öl und eignet sich aus unserer Sicht nicht wirklich gut für den Straßeneinsatz. Außerdem ist die Haltbarkeit des Offroad Sprays nur beschränkt, was regelmäßiges Nachschmieren notwendig macht.
  • Adventure Chainlube: Der weiße Kettenschmierstoff glänzt abseits befestigter Strassen durch seine wasserfesten und staubabweisenden Eigenschaften. Gleichzeitig riskiert er aber keine Kompromisse bei der Tourentauglichkeit, da durch die spezielle Formulierung eine maximale Haftkraft erzielt wird.
  • S100 Dry Lube Kettenspray: Es haftet an, trocknet fest und bildet einen hauchdünnen Schutz- und Schmierfilm. Da Spray ist vollkommen abschleuderfrei und eine sehr saubere Sache. Ablagerungen, Fettpakete und Schmutz in der Kettenabdeckung gehören hiermit der Vergangenheit an. So hält es nicht besonders lange und die Schmierschicht ist bereits nach wenigen hundert Kilometern aufzufrischen.

MOTORRAD Kettenspray Test: Die Ergebnisse

MOTORRAD hat 13 Kettensprays getestet - in der Praxis und im Labor. Welcher Schmierstoff für die Kette holt sich den Sieg im Test?

Im großen Labor- und Anwendertest treten 13 Motorrad-Kettensprays verschiedener Hersteller gegeneinander an. Welches Kettenspray holt sich den Sieg im Vergleichstest? Welche Arten von Schmiermitteln für Motorradketten gibt es überhaupt? Und worauf ist bei der Pflege der Motorradkette zu achten?

Hier eine Zusammenfassung der Top-Platzierungen im Test:

  1. Platz 1: S100 Weißes Kettenspray 2.0 (Testsieger)
    • Anbieter: Dr. O. K. Wack
    • Füllmenge: 400 ml
    • Anwendung: perfekt dosierbar, kaum Vernebelung, sehr gute Sichtbarkeit, sehr gute Bedienungsanleitung, sehr gute Materialverträglichkeit
    • Fazit: Überragende Schmierleistung, befriedigendes Abschleuderverhalten, ausreichend geringe Anschmutzung, sehr guter Korrosionsschutz, sehr gutes Kriechvermögen - Testsieg!
    • MOTORRAD-Bewertung: Sehr gut
  2. Platz 2: Louis Dry Lube Kettenspray, ehem. Procycle (Kauftipp)
    • Anbieter: Louis
    • Füllmenge: 400 ml
    • Anwendung: gut dosierbar, praxisgerechter Sprühstrahl, kaum Vernebelung, geringe Sichtbarkeit, gute Bedienungsanleitung; schlechte Materialverträglichkeit (ABS)
    • Fazit: Sehr gute Schmierleistung, sehr gutes Abschleuderverhalten, geringe Anschmutzung, mäßiger Korrosionsschutz, sehr gutes Kriechvermögen - Preis-Leistung top, klarer Kauftipp!
    • MOTORRAD-Bewertung: Sehr gut
  3. Platz 3: S100 Dry Lube Kettenspray
    • Anbieter: Dr. O. K. Wack
    • Füllmenge: 400 ml
    • Anwendung: perfekt dosierbar, optimaler Sprühstrahl, kaum Vernebelung, mäßige Sichtbarkeit, sehr gute Bedienungsanleitung; schlechte Materialverträglichkeit (ABS)
    • Fazit: Gute Schmierleistung, sehr gutes Abschleuderverhalten, geringe Anschmutzung, befriedigender Korrosionsschutz, sehr gutes Kriechvermögen.
    • MOTORRAD-Bewertung: Sehr gut

Weitere Platzierungen:

  • Platz 4: Castrol Chain Spray O-R (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
  • Platz 5: Louis Weißes Kettenspray, ehem. Procycle (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
  • Platz 6: Racing Dynamite Weißes Kettenspray (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
  • Platz 7: Racing Dynamic Dry Lube Kettenspray (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
  • Platz 8: WD-40 Specialist Motorbike Kettenspray (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
  • Platz 9: Caramba Motorrad Ketten-Spray weiß (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
  • Platz 10: Liqui Moly Kettenspray Weiß (MOTORRAD-Bewertung: Gut)
  • Platz 11: Motul Chain Lube Road+ C2+ (MOTORRAD-Bewertung: Befriedigend)
  • Platz 12: PDL Profi Dry Lube (MOTORRAD-Bewertung: Befriedigend)
  • Platz 13: Motorex Chain Lube Road Strong (MOTORRAD-Bewertung: Befriedigend)

Fettig oder fettfrei? Der Glaubenskrieg der Kettenschmierung

Seit vielen Jahren herrscht ein gewisser Glaubenskrieg in Sachen Kettenschmierung. Die eher pragmatisch, also technikorientierte Fraktion griff bislang zu fetthaltigen Sprays. Durch abgeschleudertes Schmiermittel vollgeferkelte Felgen und Schwingen? Ekelige Fettklumpen, die sich bei etwas nachlässiger Pflege zum Dauerschmodder hinter Ritzelabdeckung und Kettenrad entwickeln? Der Fett-Fraktion völlig egal; denn gutes Schmiervermögen, bestmöglicher Korrosionsschutz, möglichst lange Pflege-Intervalle und ordentliche Sichtbarkeit beim Aufsprühen gingen den Fetties über alles.

Dass sie damit wohl ziemlich richtig lagen, bestätigte 2010 auch der letzte MOTORRAD-Kettenspraytest: Fett lag eindeutig vorn, fettfrei hatte damals nicht den Hauch einer Chance.

Wie gut sind Dry-Lube-Kettensprays?

Und trotzdem schworen einige Ketten-Ästheten weiterhin auf "trockene" Kettensprays, neudeutsch "Dry Lube". Und so erweiterten die Hersteller ihr Kettenspray-Programm um Dry-Lube-Produkte. Die haben offensichtlich nur noch wenig mit den technisch doch arg hinterherhinkenden Produkten von 2010 zu tun. Wie kommt’s? Zum einen hat sich in Sachen Rohstoff-Angebot eine Menge getan. Zum anderen haben aber wohl viele Chemiker eine Menge Hirnschmalz investiert, um neue Rezepturen zu entwickeln, die es schaffen, die zum Teil gegensätzlichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen - der Marktdruck hat es möglich gemacht.

Besonders bei der Schmierleistung, und dabei insbesondere beim Verschleißschutz, haben die Dry-Lube-Kettensprays gewaltig auf- und ihre fettigen Mitbewerber teilweise sogar überholt. Das war 2010 nahezu undenkbar.

Um nämlich die Zusammensetzung besonders gut schmierender Dry-Lube-Kettensprays zu stabilisieren, kommen in einigen Rezepturen keine "klassischen" Kohlenwasserstoffe als Lösemittelmatrix zum Einsatz. Eine alternativ gewählte polare Lösemittelbasis verhilft dem Mittel zwar zu besagten Schmierleistungs-Bestleistungen, verträgt sich aber leider nicht mit ABS-Kunststoff. Theoretisch (und im Laborversuch) kann das zu Spannungsrissen führen.

Für die Praxis gibt es aber Entwarnung: Unlackiertes ABS kommt am Motorrad praktisch nicht vor, da besagte Plaste im "Rohzustand" nicht UV-stabil ist. Dieser Sachverhalt zeigt aber exemplarisch, wo für Kettenspray-Entwickler die Herausforderungen liegen.

Für den Kunden liegt die Sache etwas einfacher: Wer partout den technisch besten Testteilnehmer will, greift weiterhin zum fettigen Testsieger. Wer aber auf Dry Lube steht, wird mittlerweile ebenfalls "sehr gut" bedient.

Pflegetipps für die Motorradkette

Sie lackieren gern Rost und tapezieren mit Vorliebe Staub? Kein Problem, dann muss Sie das Thema Kettenreinigung auch nicht weiter belasten. Kleistern Sie weiterhin fleißig Kettenspray auf die bereits vorhandene Dreckkruste.

Das Schmiermittel hat dann zwar wenig Chance, dorthin zu gelangen, wo es benötigt wird; und Schmutz ist auch ein denkbar ungeeigneter Haftgrund. Aber irgendjemand muss ja schließlich für florierende Umsätze bei Kettensatz-Herstellern sorgen.

Technikaffine Geizhälse bevorzugen allerdings eine etwas andere Pflegetechnik. Und die beginnt mit der Kettenreinigung, einer je nach Einsatzbedingungen spätestens alle 3.000 bis 5.000 Kilometer anstehenden Arbeit.

Dabei sollte möglichst keine Chemiekeule wie zum Beispiel Bremsenreiniger zum Einsatz kommen, denn darauf reagieren manche O- oder X-Ringe allergisch: Sie quellen auf, verspröden gegebenenfalls, und das läuft ihrer abdichtenden Funktion zuwider. Also besser Kettenreiniger verwenden (16 Kettenreiniger im Vergleich). Fast alle Kettenspray-Anbieter haben solchen für sehr überschaubares Geld im Programm.

Beim Reinigen auch unter die Ritzelabdeckung und hinters Kettenrad schauen, denn da sammelt sich besonders gern Schmutz, und in Verbindung mit (fetthaltigem) Kettenspray bilden sich dort eindrucksvolle Altfettklumpen. Wer von "fett" auf "trocken" umstellen möchte, sollte das Thema Reinigung ganz besonders ernst nehmen. Nur eine zuvor völlig entfettete, gereinigte Motorradkette sorgt dafür, dass die DryLube-Produkte ihre Stärken wirklich ausspielen können.

Beim eigentlichen Schmieren geht es dann darum, die richtigen Stellen zu treffen: Das Kettenspray gehört hauptsächlich auf die Innenseite der Kette, also auf den Teil, der Ritzel und Kettenrad direkt zugewandt ist. Zwei Durchläufe sollten es beim Einsprühen schon sein.

Die Außenseite kann dann zum Schluss noch eine eher oberflächliche Sprayrunde spendiert bekommen, muss es aber nicht unbedingt. Viel wichtiger: Nicht sofort losfahren; denn das Kettenspray sollte minimal 30 Minuten ablüften. Ansonsten droht frühzeitiges Abschleudern.

Die besten Kettensprays im Vergleich

Wie auch in anderen Motorrad Kettenspray Test Berichten, stellen wir euch die beliebtesten Schmiermittel für die Kette vor. Darunter die Marken MOTUL, Dr. Wack und WD-40.

  • Motul C3 Offroad: Dieses Kettenspray zeichnet sich durch seine cremige und nicht klebrige Konsistenz aus. Es sorgt für eine effektive Schmierung der Kette und hilft dabei, Ablagerungen von Sand, Schlamm und Schmutz zu entfernen.
  • Dr. Wack S100: Das Kettenspray zeichnet sich durch seine spezielle Formel aus, die eine langanhaltende Schmierung und einen effektiven Schutz vor Verschleiß bietet. Ein weiterer Vorteil des Dr. Wack S100 Kettensprays im Test ist seine wasserabweisende Eigenschaft.
  • HKS Czech Extrem: Das Kettenspray bietet eine ausgezeichnete Schmierung und hervorragenden Schutz für die Motorradkette. Ein weiterer Vorteil des HKS Czech Extrem Kettensprays ist seine hohe Haftfähigkeit. Es haftet fest an der Kette und verhindert so das Abschleudern des Schmiermittels, selbst bei hohen Geschwindigkeiten oder in staubigen Umgebungen.
  • WD-40 Specialist: Das WD-40 Specialist Kettenspray bietet eine zuverlässige Schmierung und Pflege für Motorradketten. Es dringt tief in die Kettenglieder ein und bildet eine Schutzschicht, die die Reibung reduziert und den Verschleiß minimiert.
  • LIQUI MOLY Motorbike Kettenspray Weiß: Das Kettenspray von LIQUI MOLY bietet eine ausgezeichnete Schmierung und Pflege für die Motorradkette. Es dringt tief in die Kettenglieder ein und bildet eine langlebige Schutzschicht, die den Verschleiß minimiert und die Lebensdauer der Kette verlängert.

Offroad-Kettensprays sind in der Regel robuster und bieten eine verbesserte Schmierung und Verschleißschutz. Dies liegt daran, dass Offroad-Fahrten oft extremere Bedingungen wie Schmutz, Schlamm, Sand und Wasser mit sich bringen, die die Kette stark beanspruchen können.

Weißes bzw. transparentes Kettenspray hat eine helle Farbe und bietet eine bessere Sichtbarkeit auf der Kette. Dadurch kannst du leichter erkennen, wo das Kettenspray aufgetragen wurde und ob die Kette ausreichend geschmiert ist.

Trockenes Kettenspray hat eine leichtere und dünnflüssigere Konsistenz im Vergleich zu normalem Kettenspray und trocknet sehr schnell auf der Kette.

Kaufberatung und wichtige Kriterien

Kettensprays sollten folgende Kriterien erfüllen: Sie schmieren die Kette und sorgen dafür, dass die Reibung zwischen Kette und Kettenrad minimiert wird. Dadurch schützt das Kettenspray die Kette vor Verschleiß. Neben dem Verschleißschutz sollte ein Kettenspray auch vor Korrosion schützen, gut haften, Schmutz abweisen und leicht anwendbar sein.

Neben den „normalen“ Kettensprays mit gewöhnlichen ölhaltigen Schmiermitteln gibt es seit geraumer Zeit eine Trockenschmierung, die sogenannten Dry-Lube-Kettensprays. Das Besondere daran ist, dass die Umgebung rund um die Kette sauber bleibt, da keine kleinen Teilchen abgeschleudert werden. So kann sich später kein Dreck festsetzen.

Wofür eignet sich Kettenspray?

Kettensprays bewahren die Kette vor Verschleiß, indem sie die Reibung zwischen Kette und Kettenrad reduzieren. Und die Sprays können noch einiges mehr, wie wir gleich noch sehen werden.

Worauf muss ich bei meinem persönlichen Motorrad-Kettenfett-Test achten?

Die wichtigsten Faktoren für Ihren eigenen Kettenspray-Test haben wir in diesem Abschnitt zusammengefasst.

Was ist besser - Kettenfett oder Kettenöl?

Das hängt davon ab, ob Sie auch bei Regen fahren und überwiegend auf asphaltierten Straßen. Dann ist Kettenöl geeigneter als Kettenfett, welches oft mit Teflon versetzt wird. Öl kann allerdings Flecken auf Ihre Motorradhosen hinterlassen.

Kettenspray Vergleich 2025: Die besten Produkte

Hier eine Übersicht der besten Kettensprays im Vergleich, basierend auf verschiedenen Tests und Bewertungen:

Produkt Bewertung Besondere Eigenschaften
Liqui Moly Racing Kettenspray P000496 Sehr gut Gute Schmierung, gutes Kriechverhalten, nicht schmutzabweisend
Liqui Moly Kettenspray Sehr gut Wasserabweisend, Kanüle enthalten, nicht für Offroad
Dr. Wack S100 2.0 Sehr gut Hohe Schmiereigenschaften, längere Einwirkzeit
Dr. Wack S100 Dry Lube Kettenspray Sehr gut Gegen Verschleiß, gutes Abschleuderverhalten
Dr. Wack F100 Sehr gut Kurze Einwirkzeit, für Fahrräder geeignet
Dr. Wack S100 High End Sehr gut Sehr gute Schmierung, guter Korrosionsschutz
Nigrin Moto-Bike Dry Lube Sehr gut Hohe Materialverträglichkeit, Kanüle enthalten
Hks CZECH HKS-104 Sehr gut Gute Schmiereigenschaften, kurze Einwirkzeit, für Offroad geeignet
Motul C2 Chain Lube Road+ Sehr gut Gute Schmierung, schmutzabweisend, kurze Einwirkzeit
Tunap Sports 1103380 Sehr gut Vielseitig nutzbar, dünner Schmierfilm

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