Die Funktion des Kill-Switch beim Motorrad

Viele Motorradfahrer stellen sich die Frage, wann und wofür der Kill-Switch eigentlich gedacht ist. Die Meinungen darüber gehen oft auseinander, und es entstehen Diskussionen darüber, ob die regelmäßige Nutzung des Kill-Switch schädlich für das Motorrad sein könnte. Dieser Artikel soll Klarheit schaffen und die Funktion des Kill-Switch beleuchten.

Was ist ein Kill-Switch?

Ein Motorrad muss von Gesetzeswegen einen NOT AUS SCHALTER besitzen. Primär ist der Killschalter vorgesehen, um in Situationen den Motor abzuschalten (=die Spritzufuhr zu unterbrechen), wenn das Gepfriemel mit dem Zündschlüssel zu lange dauern würde. Sprich, wenn sie dir hingefallen ist - oder wenn sie da liegt und du nicht mehr selbst an den Schlüssel rankommst, weil du 2 meter nebendran liegt. Viele benutzen auch den Schalter um das Mopped auszumachen. Wenn's schnell gehen muss, z.B.

Der sieht nicht so aus, als wenn der schnell ausleiern würde. Da steht explizit nichts von "nur im Notfall", sondern vom Not-AUS, und zwar lediglich des Motors. Somit ist - mir zumindest - klar, daß man diesen Not-Aus-Schalter in einem Notfall, aber halt auch generell benutzen kann.

Ein Notschalter ist in der Regel ROT, oder ROT gekennzeichnet. Schon diese Signalwirkung vermeidet langes Suchen nach einer Abstellmöglichkeit. Zudem sind diese Killschalter meistens Schalter mit drei Stellungen, wovon nur die mittlere ON ist. Dadurch ist die Richtung der Betätigung gleichgültig.

Wann sollte man den Kill-Switch benutzen?

Notfall ist für mich eine Situation, in der sich das Hinterrad noch - durch Motorkraft getrieben - dreht, zB nach einem Sturz. Um in Not- oder Gefahrensitutionen schnell den Motor zu stoppen ist der Killschalter da. Im Normalfall ist der mit dem rechten Daumen auch schnell auszulösen.

Nicht nur vom Fahrer, auch von Helfern, nach Unfall oder Sturz, wenn das Mopped womöglich noch mit drehendem Hinterrad läuft - kann jeder schnell eingreifen. Im gerwerblichen oder industriellen Bereich gibt es ein recht umfangreiches Vorschriftenwerk zu Notabschaltungen. Im Zweifelsfall betätigt der "Fremde" oder Helfer den nächstbesten rotgekennzeichneten Schalter.

Technische Aspekte

Grundsätzlich unterbrechen sowohl der Zündschalter als auch der Killschalter den Zündstromkreis. Der eine so gut wir der andere. Bei neueren Moppeds wird das Gleiche verursacht wie beim Ausschalten der Zündung mittels Schlüssel.

Bei kontaktgezündeten Motoren wird das Killschalterkabel einfach irgendwo mit in den Zündstromkreis (Lima/Kontakte/Zündspule) angeschlossen und führt beim Drücken des Schalters den Zündstrom auf Masse ab. Kein Funke mehr an der Kerze -> Motor aus.

Funktionsweise

Ok, scheint nicht schädlich zu sein den Killschalter zu benutzen, das is schonmal beruhigend. Aber was wird konkret geschaltet, wenn ich Ihn betätige, ich möchte gern das System verstehen. Er schaltet alle Teile der Elektrik ab, die mit dem Motor zu tun haben, aber nicht beispielsweise das Licht.

Der Zündstromkeis wird genauso unterbrochen wie der Stromkeis für die event. vorhandene Benzinpumpe....ist jendenfalls so bei meiner Dragstar und auch der Virago. Das gilt auch für Kühe! Licht brennt aber weiter!

Kill Switch Jetprime

Unser Kit mit dem Namen "Kill Switch" hat die Funktion, das Schlüsselschloss für Motorräder, die für den Renneinsatz bestimmt sind, zu ersetzen. Es wird in Kombination mit der KEY BOX (Schlüsselbehälter / Emulator) geliefert, in der der Originalschlüssel des Motorrads zusammen mit der Antenne untergebracht ist. Wie alle unsere Produkte werden sie aus Vollmaterial hergestellt.

Der Taster hat immer die Schutzart IP69K und eine Absorptionsbeständigkeit, die weit über den Gebrauchswert hinausgeht. Mit dem Kill-Schalter können Sie den Neiman entfernen. Um Ihr Schütz zu ersetzen, ist der Kil Switch Jetprime dank seines für jedes Motorrad spezifischen Plug-and-Play-Anschlusses sehr schnell zusammenzubauen. Masse einschneiden, made in Italy. 110,00 € inkl.

Pro und Contra der Nutzung des Kill-Switch

Es gibt unterschiedliche Meinungen darüber, ob es besser ist, den Motor mit dem Kill-Switch oder dem Zündschlüssel auszuschalten. Einige argumentieren, dass die Nutzung des Kill-Switch zu einer schnelleren Abschaltung in Notsituationen führt, während andere Bedenken hinsichtlich der potenziellen Auswirkungen auf die Elektronik des Motorrads äußern.

Solltest du deine Harley aber über den Killschalter nur vorübergehend abschalten (z.B. beim Warten vor einem Bahnübergang, langen Ampelphasen o.ä.) und dann wieder starten, wird die korrekte Funktionsweise des ABS (wenn vorhanden) soweit ich weiss nicht wieder überprüft. Das erfolgt m. E. nur bei einer vollständigen Stromkreisunterbrechung.

Mir hat man mal erklärt, daß beim Ausschalten mit dem Kill-Schalter jedes Mal ein kleiner Funke entsteht und der Schalter deshalb irgendwann hopps geht (korridiert) und die Kiste dann natürlich nicht mehr anspringt. Vielleicht kommt das noch aus der Zeit?

Weitere Aspekte

Es wird davon abgeraten, länger bei stehendem Motor zu rollen. Dann dreht auch die Ölpumpe, wenn ich nicht völlig falschliege. Finde ich zwar ein merkwürdiges Verhalten und auch nicht motorschonend, aber sollte nicht schädlich sein, oder?

Aber wer auf diese Idee kommt, kommt vielleicht auch auf die andere naheliegende Idee, bei nicht so steilem Gefälle (wie es zum Beispiel für die Berliner Berge typisch wäre) ohne Motorbremse bei stehendem Motor zu rollen. Die Getriebeschmierung ist nur bei laufendem Motor sichergestellt. Unzureichende Schmierung kann zu Getriebeschäden führen.

Honda geht auf Nummer sicher und schreibt einerseits "Gebrauchen Sie den Motorabstellschalter nur im Notfall. Wenn Sie den Schalter während der Fahrt betätigen, geht sofort der Motor aus. Es besteht Unfallgefahr".

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