Der Kauf eines Kinderfahrrads, insbesondere eines Mountainbikes, kann eine komplizierte Angelegenheit sein. Es ist wichtig, sich in die Bedürfnisse von Kindern beim Radfahren hineinzuversetzen, die sich mit zunehmendem Alter ändern.
Der Marktüberblick
Unser Kinder Mountainbike Testportal bietet einen kompletten Marktüberblick und bewertet jedes verfügbare Kinderfahrrad objektiv. Alle Testberichte lassen sich einfach nach Ihren Wünschen filtern, um das perfekte Bike für Ihren Nachwuchs zu finden. Für unsere Kaufberatung berücksichtigen wir alle relevanten Baugruppen, immer unter Berücksichtigung der altersspezifischen Bedürfnisse von Kindern.
Jede Laufradgröße bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Wir unterscheiden Kinderfahrräder in drei Arten. Ab einer Laufradgröße von 24 Zoll lohnt es sich, über eine Federgabel nachzudenken. Davor fährt man mit einer starren Gabel nicht nur günstiger, sondern meist auch besser.
Federgabeln: Ja oder Nein?
Wenn die Entscheidung für eine Federgabel gefallen ist, sollte man unbedingt ein Bike mit hochwertiger, luftgefederter Gabel kaufen. Gabeln mit einer Stahlfeder machen in den allermeisten Fällen keinen Sinn. Bikes mit guten Federgabeln sind teuer. Wer nicht bereit ist, über 600 € auszugeben, fährt auch im 24-Zoll-Bereich ohne Gabel besser.
Die Richtige Größe Finden
Verlassen Sie sich bei der passenden Größe fürs Fahrrad Ihres Kindes nicht auf allgemeine Alters- und Zoll-Empfehlungen! Ermitteln Sie die Innenbeinlänge Ihres Kindes und gleichen Sie sie, zusätzlich zur Körpergröße, mit den genauen Größenempfehlungen des Herstellers ab. Beim ersten Fahrrad ist es extrem wichtig, dass die kleinen Kinder im Sattel sitzend mit den Füßen zum Boden kommen.
Ab einer Laufradgröße von 20 Zoll wird eine ergonomisch korrekte Sitzposition zum in die Pedale treten wichtiger. Tendenziell gilt: Für Fahranfänger darf das Rad lieber zu klein als zu groß sein. Fortgeschrittene Fahrer profitieren dagegen eher von größeren Laufrädern.
Kinder freuen sich bereits beim ersten Fahrrad über ein leichtes, kindgerechtes Modell. In der Regel ist ein Mountainbike vor allem für die ersten Fahrversuche im Alter von 2,5 bis 4 Jahren die beste Wahl. Etwas mehr Geld zu investieren, lohnt sich. Denn so haben Kinder nach dem Umstieg vom Laufrad direkt Spaß am Radfahren. Bei der Radgröße gilt: Nicht raten, sondern Körpergröße und Innenbeinlänge messen. Manche haben bereits mit 3 Jahren die Größe für ein 16-Zoll-Bike. Andere sind noch besser auf einem 14-Zoll-Bike aufgehoben.
Marken und Budget
Lass dich beim Kinderfahrrad-Kauf nicht zu sehr von angesagten Marken blenden und fixiere dich nicht von vornherein auf einen bestimmten Hersteller. Hochwertige Kinderfahrräder bekommt man bereits unter 500 € - vor allem in den Größen bis 20 Zoll. Aber diese Highend-Räder machen in den wenigsten Fällen Sinn! Man muss nicht zwingend so viel Geld ausgeben, um den eigenen Kindern den Spaß am Radfahren näherzubringen. Auch mit einem leichten Hardtail können Sie Mama oder Papa auf einfachen Entdeckungstouren im Wald begleiten. Wer Geld sparen will, tut gut daran, auf nicht zwingend nötige Bauteile wie eine Federgabel zu verzichten. Gute Kinderbikes müssen nicht unendlich teuer sein.
Schaltung: Ja oder Nein?
Bei 16-Zoll-Bikes sollte man prinzipiell auf eine Schaltung verzichten. Ab einer Größe von 20 Zoll und mehr sind die einfache Bedienung der Gangschaltung und kindgerechte Schalthebel das A und O! Wir empfehlen Kettenschaltungen mit 1x-Antrieb. Nabenschaltungen machen die Kinderfahrräder oft schwer.
KU Bikes 24L MTB im Detail
KU Bikes ist eine authentische Firma aus dem Allgäu, die mit ihren hochwertigen, konfigurierbaren Rädern Kindern das Biken leichter machen will. Auch in der 24-Zoll-Version bleiben die Allgäuer ihrem minimalistischem Ansatz treu. Das 24L MTB steckt den sportlichen Einsatz locker weg und macht auch gelegentliche Ausflüge ins leichte Gelände möglich. Die Anbauteile und die Verarbeitung des Bikes hinterlassen einen wertigen Eindruck.
Gewicht & Ausstattung
Ein niedriges Fahrradgewicht macht das Bike-Handling von Kinder Mountainbikes besonders intuitiv. Mit 8,68 kg kann man dem 24L MTB durchaus das Prädikat "leicht" und damit auch "gut" verleihen. Oft wollen Kinder eine Federgabel haben. In der Praxis sind sie aber meist zu leicht, damit diese vernünftig funktioniert. KU Bikes verbaut deshalb eine starre Gabel und spart so zusätzlich auch noch Gewicht.
Wie sicher sich ein Bike fahren lässt, hängt maßgeblich auch mit den Reifen zusammen. KU Bikes verbaut 1,75 Zoll schmale Kenda Reifen und spart damit Gewicht und reduziert den Rollwiderstand. Im Gelände kommen diese Pneus aber schnell ans Limit.
Bremsen für Kinder Mountainbikes müssen vor allem zwei Kriterien erfüllen: Sie müssen mit wenig Handkraft bedienbar sein. Und der Bremshebel muss sich für die kleinen Hände anpassen lassen. Für die allermeisten Einsatzwecke sind die verbauten V-Brakes (Felgenbremsen) ausreichend. Allerdings muss man sagen, dass sich hydraulische Scheibenbremsen leichter ziehen und besser dosieren lassen. Im sportlichen Einsatz ist das ein Vorteil.
Die achtfach Kassette am 24L MTB ist kein Highlight, erfüllt in den allermeisten Fällen aber ihren Zweck. Die Micro Shift Schaltung funktioniert.
Größeneinschätzung & Ergonomie
Kurze Kurbeln sorgen dafür, dass der Kniewinkel beim Treten in einem angenehmen Bereich bleibt. Das erhöht nicht nur die Ergonomie, sondern auch den Fahrspaß für Kinder. Die 140 mm kurzen Kurbeln zeigen, dass sich die KU Bikes Produktmanager mit diesem Thema auskennen.
Der Hersteller empfiehlt keine exakte Größe. Nach einem Blick auf die Geometrie sagen wir pauschal: Zwischen 125 und 140 cm Körpergröße sollte das 24L MTB passen.
Vielfalt im 24-Zoll-Bereich
24 Zoll gilt für viele Kinder-Bikes als das perfekte Mittelmaß zwischen kleinen 20 Zoll und größeren 26 oder gar 29 Zoll Laufrädern. Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema Kinder-Mountainbikes auseinandersetzt, wird deshalb überrascht sein, wie groß die Vielfalt an 24-Zoll-Rädern inzwischen ist. Etablierte Hersteller, wie Marin und Scott bauen ihr Kinder-Portfolio beständig aus. Damit aber nicht genug: Bislang weniger bekannte Labels, wie Roko.Bike, geben mächtig Gas und werben um die Gunst der Familien. 24-Zöller mit Starrgabel versprechen günstigere Preise und ein niedrigeres Gewicht. Derweil können 24-Zoll-Hardtails mit Federgabel schon ernstzunehmende Spaß-Geräte für erste Sprünge und immer anspruchsvollere Abfahrten sein. Das Angebot klafft weit auseinander, weshalb wir uns drei der aktuell interessantesten Optionen zur Brust genommen haben.
Die neuesten 24-Zoll-Mountainbikes zeigen: Ihr Material muss dem der Erwachsenen heute in Nichts mehr nachstehen.
Das große Angebot an tollen 24-Zoll-Bikes macht es für Eltern schwer eine gute Kaufentscheidung zu treffen. Mein Tipp: ausgiebig informieren und den Nachwuchs in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen!
Drei Interessante Optionen im Detail
Unser Schnell-Check zeigt, wie spannend der Markt für Kinder-Mountainbikes für 700 bis 1100 Euro sein kann.
1. Marin San Quentin 24
Traditionshersteller Marin widmet sich dem Thema Kinder-Mountainbikes schon seit langer Zeit ausgiebig. Erst kürzlich stellten die Kalifornier eine große Palette unkomplizierter Kinder-Bikes mit Starrgabel vor. Bei Ausflügen ins Gelände könnte das Marin San Quentin 24 der richtige Begleiter sein. Genau, wie beim großen Bruder für Erwachsene, handelt es sich auch beim 24-Zoll-Modell des San Quentin um ein Trail-Hardtail. Die Vorlieben von Freeride-Trickmaschine Matt Jones für robuste, spaßige Bikes mit starrem Heck waren ausschlaggebend für die neueste Ausbaustufe des Marin Kinderbikes. Die geschrumpfte Version steht dem ausgewachsenen Trail-Hardtail in nichts nach. So lässt sich die Rockshox Judy Silver Federgabel mit 100 Millimetern Federweg dank Luftdämpfung auf niedrige Kindergewichte einstellen und kinderspezifische, hydraulische Scheibenbremsen von Tektro bringen den Nachwuchs sicher zum Stehen.
Der robuste Aluminiumrahmen kommt mit einer progressiven Geometrie rund um einen flachen Lenkwinkel von 65 Grad. Bei hohen Geschwindigkeiten in der Abfahrt können Kinder von der Laufruhe des San Quentin 24 profitieren. Eine niedrige Überstandshöhe garantiert viel Bewegungsfreiheit über dem Rahmen. Für Grip und zusätzliche Dämpfung sorgen Vee Tires Crown Gem, deren massive Breite von 2,6 Zoll auf Felgen mit 27 Millimetern Innenweite besonders gut zur Geltung kommt. Für den Weg zum Trail stehen am Trail-Hardtail für Kinder nur neun Gänge zur Verfügung. Dank der Kassette von Microshift können Kids aber immerhin zwischen elf bis 46 Zähnen wählen.
Das Marin San Quentin 24 im Detail:
- Preis: 1099 Euro
- Gewicht: 13,62 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
- Laufradgröße: 24“
- Verfügbare Rahmengrößen: One Size
- Größenempfehlung: 124 - 144 cm
- Federweg vorne: 100 mm
- Einsatzbereich: Trail- Hardtail
- Schaltung / Kassette: 1 x 9 / 11-46 Zähne
- Highlights: Trail-Geometrie, 2,6” breite Reifen
Gewicht und Ausstattung des Marin San Quentin 24 sind eher auf Fahrspaß und den Allround-Einsatz ausgelegt, als auf sportliche Touren. Über 13,5 Kilo wären selbst für ein Erwachsenen-Hardtail ohne Variostütze viel. Ein solider Rahmen, dicke Reifen und ein vom Dirtbike inspiriertes niedriges Oberrohr dürften dafür beim Erlernen der Fahrtechnik helfen. Da Marin nur eine Rahmengröße anbietet, sollten Eltern vor dem Kauf checken, ob das Trail-Hardtail ihrem Sprössling auch wirklich passt.
2. Roko.Bike 24
Vom kleinen Label Roko.Bike hat man in Deutschland wahrscheinlich noch wenig gehört. Zeit das zu ändern, denn die Polen haben sich auf leichte und günstige Kinderbikes spezialisiert. Erst seit 2022 ist das junge Unternehmen im Geschäft. Vorausgegangen war eine zweijährige Entwicklungs- und Testphase. Aktuell bedient Roko.Bike vor allem den polnischen Markt. Die Bikes sind über die Homepage aber auch hierzulande erhältlich, der Versand ist kostenlos. Mit dem Roko.Bike 24 will das kleine Label ein niedriges Gewicht und guten Vortrieb mit einem günstigen Preis vereinen. Rahmen und Starrgabel bestehen aus leichtem Aluminium, sodass das einfach gehaltene Bike mühelos unter der Neun-Kilo-Marke bleibt. Dass das Leichtgewicht in fünf verschiedenen Farben erhältlich ist, dürfte wählerische Kinder freuen. Extra kurze Kurbeln mit 127 Millimetern Länge sollten ergonomisch gut zu Kinderbeinen passen.
Vorbaulänge und Lenkerbreite des Roko.Bike 24 sind mit 35, beziehungsweise 580 Millimetern knapp gehalten, sodass auch kleinere Kinder das Bike noch gut kontrollieren können. Ein 69,5 Grad steiler Lenkwinkel, neun straff übersetzte Gänge und schnell rollende Kenda-Reifen passen zum sportiven Charakter des Kinder-Hardtails. Entgegen aktueller Standards setzt Roko.Bike vorne wie hinten auf dünne Schnellspann-Achsen. Im Alltag dürfte deren Steifigkeit in gemäßigtem Gelände für Kinder problemlos ausreichen. Eltern erleichtert es den Ein- und Ausbau der Laufräder, wenn das Kinder-Bike zum Beispiel im Auto verstaut werden soll. Für 280 Euro mehr ist das Roko.Bike 24 auch mit einer minimalistischen 60-Millimeter-Federgabel erhältlich. Obwohl deren Krone aus leichter Kohlefaser konstruiert ist, bringt der Weichmacher immerhin rund 900 Gramm Mehrgewicht mit sich.
Das Roko.Bike 24 im Detail:
- Preis: 699 Euro
- Gewicht: 8,28 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
- Laufradgröße: 24“
- Verfügbare Rahmengrößen: One Size
- Größenempfehlung: 120 - 145 cm
- Federweg vorne: Starrgabel
- Einsatzbereich: Hardtail
- Schaltung / Kassette: 1 x 9 / 11-42 Zähne
- Highlights: geringes Gewicht, günstiger Preis, junges Unternehmen
Getreu dem Motto “Keep It Simple” stellt Roko.Bike ein unkompliziertes Kinderbike auf die zahm profilierten Reifen. Schön ist das leichte Gewicht und der faire Preis. Trotz nur neun Schaltstufen schafft es der Microshift-Antrieb mit der Übersetzungsbandbreite teurer Elffach-Schaltungen gleichzuziehen. Auf Touren über Schotter und Waldwege sollte auch die Starrgabel ausreichen. Für Familien-Touren und den Weg zur Schule braucht es ohnehin nicht mehr. Der sportliche Charakter besitzt das Potential Kinder für schnelle Fahrräder zu begeistern.
3. Scott Scale RC 400
Dank Fahrern, wie Nino Schurter und Kate Courtney, dürfte Scott-Sram-MTB-Racing eines der berühmtesten Crosscountry-Worldcup-Teams überhaupt sein. Der Modellname Scale ist deshalb kein unbekannter, sondern zieht sich vom Profi-Sportgerät bis zum Kinder-MTB durch die Hardtail-Produktpalette von Scott. Am 24-Zoll-Modell bleibt die Waage dank Alu-Starrgabel schon bei knapp über 9 Kilo stehen. Um Kindern viel Bewegungsfreiheit über dem Rad zu geben, hat Scott auf einen extra kompakten Rahmen mit niedriger Überstandshöhe geachtet.
Bei den wichtigsten Komponenten vertraut Scott auf Produkte von Shimano. So stammt nicht nur die Schaltung mit elf Gängen, sondern auch die Bremsanlage mit 160 Millimeter kleinen Scheiben von den Japanern. Fein profilierte und gut rollende Schwalbe Rocket Ron Reifen sollen dafür sorgen, dass Kindern kein Watt verloren geht. Insgesamt hat das Scott Scale RC 400 so das Potential zu einem pfeilschnellen Hardtail für ambitionierte Nachwuchs-Racer - ganz ähnlich dem großen Vorbild auf 29 Zoll. Auch im Alltagseinsatz soll der Silberpfeil dank Aufnahme für Flaschenhalter, Gepäckträger und Schutzblech Kinderherzen höher schlagen lassen.
Das Scott Scale RC 400 im Detail:
- Preis: 899 Euro
- Gewicht: 9,15 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
- Laufradgröße: 24“
- Verfügbare Rahmengrößen: One Size
- Größenempfehlung: 125 - 135 cm
- Federweg vorne: Starrgabel
- Einsatzbereich: Hardtail
- Schaltung / Kassette: 1 x 11 / 11-42 Zähne
- Highlights: Elffach-Schaltung, Shimano-Scheibenbremsen, niedrige Überstandshöhe
Mit dem Scott Scale RC 400 können Nachwuchs-Mountainbiker ihren Race-Vorbildern nacheifern und Freude an Geschwindigkeit entwickeln. Einen kleinen Aufpreis muss man für das Image zwar einrechnen, dafür ist das Scale ein seit vielen Jahren bewährtes Kinder-Bike. Für Trails mit Wurzeln und Steinen sind die Starrgabel und die schmalen Reifen nicht unbedingt ausgelegt. Im Scale schlummert eher ein unkomplizierter Freund für Touren und Ausflüge. Genau das suchen viele Eltern für ihre Kinder.
Canyon Grand Canyon Young Hero: Eine Preiswerte Alternative
Mountainbikes & Kinder - diese Kombination hat in den letzten Jahren geboomt. Doch die Frage nach dem passenden Mountainbike für Kinder ist für Eltern oft eine Qual. Für 599 € ist das Grand Canyon Young Hero eine preislich attraktive Alternative. Das Mountainbike ist für Kinder und Jugendliche nach wie vor die beste Alternative zu Smartphone und Playstation. Wer ins Material-Wettrüsten - wie man es bei manchen MTB-Kinderrennen sieht - einsteigen will, kann gut und gerne 1.500 € und mehr für ein Jugend-Mountainbike ausgeben. Canyon bietet mit seinem Grand Canyon Young Hero eine preislich vernünftige Alternative.
Auf ein 24-Zoll-Bike passt man ca. ab einer Körpergröße von 125 cm. Gerade bei Kindern ist es wichtig, nicht nur die Laufrad- und Rahmengröße im Blick zu behalten. Das Canyon Grand Canyon kommt ab Werk mit einem 760 mm breiten Lenker - was für Kinder in der passenden Größe deutlich zu breit ist. Wir haben deshalb nach der ersten Testfahrt den Lenker links und rechts um jeweils 8 Zentimeter mit einer Eisensäge gekürzt. Mit 600 mm Breite ist man gut aufgestellt. Außerdem haben wir die 300 mm lange Sattelstütze so weit gekürzt, dass sich der Sattel maximal im Rahmen versenken lässt. In der Werkskonfiguration war das nicht möglich. Bei Kindern hat das Thema Gewicht - aufgrund ihres geringeren Körpergewichts - eine übergeordnete Bedeutung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass es bei diesem Gewicht bereits eine Federgabel und Scheibenbremsen an Bord hat. Unsere Marktanalyse zeigt: Wer eine Federgabel will, ist mit dem Gewicht von 11,5 Kilo gut dabei.
Federgabeln sind cool. Und genau deshalb wollen fast alle Kinder eine solche haben. Ab einer Laufradgröße von 24 Zoll macht das auch Sinn - davor sind Federgabeln eher ein unnötiger Ballast. Leider verbaut Canyon eine SR Suntour-Gabel mit Stahlfedern. Sie spricht zwar feinfühlig an, lässt sich aber nur bedingt auf sehr leichte oder eher schwerere Kinder einstellen. Eine Pille, die man in diesem Preissegment schlucken muss. Denn eine hochwertige Luftfedergabel kostet fast so viel wie hier das ganze Bike.
Die 9-Gang-Shimano-Cues-Schaltung ist robust, hat Schalthebel, die extra für kleine Hände ausgelegt sind, und stellt mit dem großen 46er-Ritzel an der Kassette auch einen leichten Klettergang bereit - ohne dass Kinder einen zweiten Schalthebel für den Umwerfer an der Kurbel bedienen müssen. Ähnliches gilt für die Tektro-Scheibenbremsen: Die Bremshebel lassen sich gut auf Kinderhände einstellen. Vor allem aber verzögern die Bremsen auch mit wenig Handkraft zuverlässig.
Das Canyon Grand Canyon ist ein echtes Mountainbike, zeigt bei den Rahmendetails aber auch eine pragmatische Seite. Am Unterrohr ist Platz für ein Bordo-Schloss, und am Oberrohr gibt es einen zusätzlichen Montagepunkt für ein kleines Täschchen - z. B. für Snacks oder den Haustürschlüssel. Canyon hat mit dem Grand Canyon Young Hero ein sinnvolles, bezahlbares und robustes Bike auf die Laufräder gestellt. Das Bike begeistert Kinder und hat durchdachte Details. Mit guter Bremse und soliden Reifen ist der Nachwuchs auch im richtigen Gelände sicher unterwegs.
Checkliste für den Kauf eines Kinder-Mountainbikes
Welche Mountainbikes für Kinder geeignet sind und was beim Kauf wichtig ist: Hier unsere Community-Favoriten und Experten-Tipps für Kinder-MTBs von woom, Puky, S’COOL und Co.
Wie bei allen Kinder-Fahrrädern gilt es auch bei MTBs zunächst, die richtige Größe (hier 24“) zu wählen. Ein breiter Lenker und breite Reifen mit tiefem Profil sind zwei der Merkmale eines Mountainbikes. Premium-MTBs kommen von woom, Cube, KTM oder S’Cool. Aber es gibt auch Preis-Leistungs-Tipps. Für Einsteiger empfehlen Experten ein Mountainbike mit Federung vorne, nicht gleich ein Fully.
Unsere Favoriten für Kinder-Mountainbikes
- Premium-Modell ab 6 Jahre (woom OFF 4): Ultraleichtes 20-Zoll-Mountainbike mit Aluminium-Rahmen, Carbongabel und kindgerechten Bremshebeln.
- Klassiker ab 8 Jahre (Puky): Kindermountainbike mit Alu-Rahmen, 8-Gang-Schaltung und solider Verarbeitung.
- Preis-Leistungs-Tipp ab 8 Jahre (Bergsteiger Montreal): Vollgefedertes 24-Zoll-Kinderfahrrad mit 18-Gang-Shimano-Schaltung und Scheibenbremse vorne.
- Elektro-MTB ab 12 Jahre (S’COOL): E-Bike mit Heckmotor, Hydraulikbremsen, Neun-Gang-Schaltung und Luftfedergabel.
Auch Kinder-Mountainbikes gibt es in vielen unterschiedlichen Varianten, jeweils abgestimmt auf das Gelände und die Anforderungen des Fahrers. Die Vielzahl an MTB-Varianten macht die Entscheidung, welches Bike nun zum Kind passt, nicht unbedingt einfacher. Und auch beim Gewicht und der Qualität der Anbauteile und Einzelkomponenten gibt es deutliche Unterschiede.
Wofür auch immer man sich entscheidet, die Verarbeitung muss perfekt sein. Ansonsten kommt es stark auf das Fahrverhalten der Kinder an. Wer viel in den Bergen unterwegs ist, sollte sich in Richtung Premium-Hersteller bewegen. Hier ist der Fahrspaß für die Kleinen vor allem wegen des geringeren Gewichts am größten. Wollen Kinder ein Mountainbike aus optischen Gründen, liefern auch günstigere Hersteller ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bauart: Für Kinder wird zum Einstieg häufig ein Mountainbike Hardtail empfohlen. Ein Fully ist hingegen gefedert und somit auch für größere Hindernisse im Gelände geeignet. Dirtbikes und BMX-Bikes sind bei Kindern ebenso sehr beliebt. Sie werden zur Gruppe der Mountainbikes gezählt, allerdings für ganz andere Zwecke eingesetzt.
Größe: Wie auch bei anderen Kinderfahrrädern ist die richtige Größe der Räder und des Rahmens das erste entscheidende Kriterium beim Kauf. Die unterschiedlichen Rahmengeometrien der Hersteller erlauben gerade bei Kinder-MTBs aber oft keine fixe Zuordnung zu einer Größe, deshalb hier unbedingt auf die Herstellerangaben zur Körpergröße achten.
Gewicht: Besonders bei Kinder-MTBs ist ein geringes Gewicht wichtig. Unnötiger Ballast erhöht den Kraftaufwand enorm und das Fahrvergnügen leidet deutlich.
Bremsen: Diese sind bei MTBs besonderen Belastungen ausgesetzt. Sie müssen somit nicht nur kraftvoll zupacken, sondern auch gut dosierbar und für Kinderhände gut erreichbar sein.
Top-Marken: Zu den besten Marken bei Kinder-Mountainbikes zählen die woom OFF Mountainbikes, die es wahlweise ohne und mit Federung gibt.
24-Zoll Mountainbikes im Test: Bulls, Cannondale, KTM, Scott und Woom
Kinderräder galten lange als schwieriges Geschäft, hochpreisige Modelle sowieso. Doch so langsam scheint sich das zu ändern, was auch mit der Wertigkeit des Fahrrades an sich zu tun hat. Auch Kinderräder sind längst kein selten genutztes Spielzeug mehr, sondern Teil moderner Familienmobilität, dazu Sportgerät und technisches Faszinosum. Klar wollen die Kids am liebsten auf Bikes, die technisch an jene von Mama und Papa angelehnt sind. Hierfür hat sich in den letzten Jahren viel getan.
Die teureren Ausführungen wiegen allesamt nur zwischen neun und elf Kilo, was für Kinderräder sehr wenig ist. Zwei Bikes sind mit sensibel ansprechenden Luftfedergabeln ausgestattet, eins mit einer topmodernen Elfgangschaltung, und sogar ein Modell mit Carbonrahmen ist dabei. Bei Preisen bis zu tausend Euro kann man natürlich kurz mal schlucken - nicht vergessen darf man aber, dass gerade hochwertige Kinderräder auf dem Gebrauchtmarkt sehr begehrt sind und zu hohen Preisen weiterverkauft werden können.
- Bulls Tokee Ultra Lite: Leichtes Carbonrahmen, Luftfedergabel, hydraulische Scheibenbremsen, Zehnfach-Schaltung.
- Cannondale Cujo: Leichter Aluminiumrahmen, Starrgabel, 2,6 Zoll breite Reifen, hydraulische Scheibenbremsen, Zehngang-Kettenschaltung.
- KTM Wild Speed Disc: Aluminiumrahmen, Stahlfedergabel (Manko), 1x-Antrieb.
- Scott Scale RC 400: Sehr geringes Gewicht (9 kg), Elffach-Zahnkranzkassette, sportlicher Laufradsatz.
- Woom Off Air 5: Luftfedergabel, hochwertige Technik, Hydraulikbremsen, Neungang-Schaltung.
Ein 24-Zoll Mountainbike ohne Dreifach-Kettenblatt zu bekommen, war vor vier Jahren noch fast unmöglich. Inzwischen hat sich das Konzept eines soliden Kinder-MTBs mit Starrgabel und 1x-Antrieb durchgesetzt, und wer seinen Kindern ein Rad mit diesen Ausstattungsdetails gönnt, kann sicher sein, solides, vielseitiges und nicht zu schweres Material zu erwerben. Und auch wenn statt der Scheibenbremsen noch V-Brakes montiert sind, kann man bedenkenlos zugreifen: Die einfach aufgebauten Felgenbremsen sind kräftig genug, dabei günstig und leicht zu warten.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass alle 24-Zoll Mountainbikes in unserem Test auf ihre Art überzeugen konnten. Das Scott Scale war das leichteste Rad im Test. Das Bulls Tokee Ultra Lite überzeugt mit seiner technisch herausragenderen Ausstattung, vor allem wegen des Carbon-Rahmens. Das Cannondale 24-Zoll MTB zeigt tolle Off-Road Eigenschaften, vor allem wegen der sehr breiten Reifen. Beim Wild Speed Disc von KTM muss man unter anderem bei der Federgabel einige Abstriche machen. Trotzdem ist es absolut empfehlenswert, da es preislich attraktiv ist.
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