Motorrad Knieschoner im Test: Sicherheit und Komfort

Die Kehrseite der Medaille: Die hohe Sturzgefahr beim Mountainbiken birgt auch gehörige Risiken. Zumindest am Knie ließen sich viele der Verletzungen verhindern oder zumindest abschwächen. Doch Knieschoner haben noch immer keinen allzu guten Ruf: schwitzig, schwer und unbequem - so lauten die gängigen Vorurteile.

Moderne Knieschoner: Sicher und trotzdem bequem

Mag sein, dass das vor einigen Jahren noch zutreffend war, als man versuchte, mithilfe von hartschalenbedeckter Schaumpolster die Einschläge abzufangen. Doch die Einführung sogenannter viskoelastischer PU-Schäume hat den Knieschoner-Markt einmal auf links gekrempelt. Ihre Eigenschaften sind geradezu phänomenal: Sie sind leicht, sprechen selbst bei geringen Krafteinwirkungen ohne Verzögerung an und nehmen schon nach kurzer Zeit wieder ihre ursprüngliche Form an.

Zudem sind die PU-Schäume im Gegensatz zu vielen anderen Dämpfungsmaterialien mehrschlagfähig und passen sich flexibel der Anatomie des Trägers an.

Worauf sollte ich beim Schonerkauf achten?

Nach Möglichkeit Schoner mit Markenprotektoren verwenden. Ein nach Motorradnorm EN 1621-1:2012 geprüfter Protektor ist die Mindestanforderung. Ob ein Level-1-Protektor genügt oder ob es das höhere Schutzlevel 2 sein soll, muss jeder für sich entscheiden. Schließlich schränken dickere, schwerere Kandidaten zumeist die Beweglichkeit etwas ein.

Ganz wichtig: eine Anprobe oder sogar Probefahrt, um den perfekten Sitz zu prüfen.

Die Laborwerte im Überblick

Erstaunlich, wie gut selbst die leichten Trail-Protektoren vor Verletzungen schützen. Die besten Modelle können sogar mit guten Bikepark-Knieschonern mithalten.

Selbstverständlich müssen alle Knieschoner, die in Deutschland in den Verkauf gehen, die Normprüfung EN 1621-1:2012 bestehen. Dass es innerhalb dieser Grenzen jedoch große Unterschiede gibt, beweist unser Test. Mit gerade mal 9,57 kN Restkraft würde der Flow 2.0 von IXS auch locker das schwere Level 2 der Norm erfüllen. Pearl Izumis Summit nimmt dagegen mit 30,76 kN nur knapp die Hürde zu Level 1.

Das ist ein gewaltiger Unterschied, bestätigt Sas-Tec-Experte Holger Hertneck. Um es etwas bildhafter zu machen, könnte man es mit dem Bremsweg eines Pkw vergleichen. Es ist, als würde ein Fahrzeug schon nach 30 Metern zum Stehen kommen, ein anderes erst nach 60. Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen.

Es ist auf jeden Fall besser, einen leichten Schoner zu tragen, als gar keinen! Allerdings sollte man auf guten Sitz achten, der ist bei Light-Schonern aufgrund zumeist fehlender Fixiermöglichkeiten oft etwas kritisch.

Wenn hochwertige Marken-Schaumprotektoren drin stecken, können Schoner zumeist bedenkenlos weiterverwendet werden - ein visueller Check, ob Risse oder Ausbrüche entstanden sind, vorausgesetzt Hartschalenprotektoren und minderwertige Schäume sind nach einem Impact meist hinüber (zu sehen an irreversiblen Verformungen). Ähnlich wie bei Helmen, deren EPS- oder EPP-Schale nach einem Einschlag komprimiert bleibt und nicht mehr den vollen Schutz bietet.

Wir von SAS-TEC empfehlen, die Schaumprotektoren vor dem Waschen herauszunehmen, da die Belastungen beim Waschen in der Maschine nicht absehbar sind (Stichworte: Temperatur, Waschmittel, Füllgrad, Schleudergang). Manuelle Handwäsche ist hingegen gar kein Problem.

Alle hochdämpfenden viskoelastischen PU-Schäume werden bei niedrigen Temperaturen steifer und bei hohen weicher. Das liegt an Ihren physikalischen Eigenschaften.

Sehen wir uns also zunächst die Preise der 10 Knieprotektoren aus der Tabelle an. Zunächst der Preisunterschied zwischen hochpreisigen und kostengünstigen Knieprotektoren: 47,04€ Euro. Ein stolzer Preisunterschied für ein und dieselbe Produktkategorie. Die Rolex unter den Knieprotektoren - das Fabrikat mit dem Namen (Carve Evo+ - verspricht besondere Wertigkeit zum Preis von 69,99€ Euro.

Der Hersteller Held - unser Knieprotektoren-Kleinstwagen - kostet 22,95€ Euro. Unsere Knieprotektoren-Rolex von Hersteller IXS kommt dagegen mit stolzen 69,99€ Euro daher.

Nun zu der Frage, in welchem Preisbereich man auf der Suche nach geeigneten Knieprotektoren gute Qualität findet, die auch von Rezensenten größtenteils laudiert - und von uns mit einem Platz in unserer Tabelle gewürdigt wird. Hier unsere Antwort: Im Schnitt bewegt sich der Preis für gute Knieprotektoren bei rund 65,77€ Euro. Errechnet haben wir diesen Mittelwert aus den drei Produkten mit der besten Bewertung.

Hier, bitteschön: Knieprotektoren Ellenbogenschutz. Externe Käuferbewertungen und die damit vermittelten Produktkenntnisse geben hilfreiche Impulse für die eigene Urteilsfindung beim Online-Kauf.

Wenn es nach den Verbrauchern bei Amazon geht, so schneidet das Produkt Sport-Knieprotektor mit 4.50 Bewertungen am Besten ab.

Nebenbei bemerkt ist die Marke, die in der Tabelle mit den meisten Artikeln zugegen ist O’Neal - sie kommt alles in allem 5 mal vor.

Die von uns ermittelten Kosten dieses Manufakts betragen lediglich 22,95€ Euro. Zu den hochpreisigen Marken zählt unter anderem IXS. die Knieprotektoren von IXS sind dieses Jahr durchschnittlich um 69,99€ zu erhalten.

Der automatischen Auflistung nach gehört die Marke Scoyco im Jahr 2025 zu den Top-Favoriten. Wenn es Ihnen wichtig ist, aktuellen Trends zu folgen, sollten Sie den Kauf von Scoyco-Knieprotektoren in Erwägung ziehen.

Neben den weiter oben genannten objektiven Bewertungsfaktoren fließen daher selbstverständlich auch subjektive Bewertungen in unsere Benotung mit ein. Diese Bewertungskriterien werden von unserem Tester-Team auf einer Skala von 1 bis 5 dargestellt. Dabei addieren wir die Aussagen der einzelnen Teammitglieder mit dem Urteil des Testers. Die addierte Beurteilung des Kriteriums ‘ Benutzerfreundlichkeit ’ für alle Knieprotektoren ist von 5. Mit einer besonders gut bewerteten‚ Benutzerfreundlichkeit (von möglichen 5) besticht der Knieprotektor .

Durchschnittlich konnten alle Knieprotektoren mit von 5 bewertet werden. Ebenfalls dabei: Das Kriterium ‘ Verarbeitungsqualität ’. Alle Knieprotektoren gemeinsam schnitten hier im Mittel mit von 5 ab.

ExpertenTesten.de nimmt Ihnen diese Arbeit ab. Wir stellen Ihnen unsere Kollationierungs-Tabelle vollkommen kostenlos zur Verfügung.

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Details zu einigen getesteten Knieschonern

Ortema GP5-Knieschoner

Der getestete GP5-Knieschoner ist zertifiziert nach Level 2 und bietet mit 13 kN bei 3,4 ms eine der besten Schutzwirkungen im Test. Die Schoner bestehen rundherum aus sehr dünnem, leichtem Stoff, auf der Vorderseite ist jedoch ein festeres Material angebracht. Damit sie beim Fahren an Ort und Stelle bleiben, ist oben an der Innenseite Silikongummierung angebracht. Zusätzlich gibt es am Oberschenkel einen abnehmbaren Klettverschluss. An der Wade ist nichts dergleichen zu finden.

Beim Anziehen ist der Protektor der Ortema GP5 zunächst etwas steif. Besonders bei kühleren Temperaturen fällt das auf, und dadurch schmiegen sich die Schoner erst mal nicht so gut an das Knie an. Wenn man ein paar Minuten gefahren ist, haben sich die Protektoren jedoch aufgewärmt und sind angenehm flexibel. Durch das geringe Gewicht des GP5 ist dieser dann sehr angenehm zu tragen.

Allerdings bietet das sehr dünne Material nicht genug Festigkeit, was dazu führt, dass der Schoner herunterrutscht. Vor allem auf langen, rauen Abfahrten wird er durch die Vibrationen nach unten gerüttelt. Da hilft auch der Klettverschluss am Oberschenkel nicht mehr viel.

Test: 11 MTB-Knieschützer

Im Sturzfall kann ein Knieschoner Gold wert sein. Welche Modelle überzeugen in der Praxis? Moderne Knieschoner und Protektoren fühlen sich leicht und luftig am Bein an und schützen im Sturzfall zuverlässig.

Hier eine Übersicht einiger getesteter Modelle:

  • POC Joint VDP System K: Hoher Tragekomfort, deckt besonders die Kniescheibe ab.
  • 7iDP 7 Project Lite: Geringes Gewicht, eher ein Beinling als ein Protektor.
  • IXS Carve Evo+ K. Guard: Wertig verarbeitet, eng geschnitten, gutes Schutzgefühl.
  • O’Neal Redeema K. Guard B: Schneller Ein- und Ausstieg dank Reißverschluss, viel Schutz vorne am Knie.
  • Endura MT 500 Lite: Klasse Passform, schnelles An- und Ausziehen, erstklassiges Klimamanagement.
  • G-Form Pro Elite Knee Guards: Flexibel, weich, schmiegt sich gut an, bietet auch seitlich viel Abdeckung.
  • Amplif Salvo Polymer Knee: Recht schwer, guter Schutz, schneller An- und Auszug dank Reiß- und Klettverschluss.
  • 100 Percent Teratec Knee Guard: Sehr leicht, guter Schutz bei frontalen Einwirkungen, gutes Klimamanagement.
  • Scott Grenade EVO: Decken Knie und Schienbein großzügig ab, bieten seitlich zahlreiche Softpads.
  • ION K Pac: Wuchtig, schützt dank großer Abdeckfläche des Protektors im Falle eines Sturzes sehr zuverlässig.
  • Leatt K. Guard 3df 5.0: Bietet viel Schutzfläche, liegt aber an der Kniescheibe nicht optimal an.

Michele Vulcano, Produktmanager beim Protektorenhersteller Viscotec in Stuttgart, erklärt: "Ein Protektor kann bei einem glücklich verlaufenden Sturz möglicherweise Verletzungen lindern, nicht verhindern. Er ist keine Versicherung, dass nichts passieren kann, und bei einem Frontalcrash mit einem Auto bräuchte man schon einen Engel, der einen darüber hebt, um heil davon zu kommen."

Professor Dietmar Otte, Leiter der Verkehrsunfallforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover, zieht eine ähnliche Bilanz. Sein Team untersucht jährlich rund 200 Motorradunfälle, Otte gilt als einer der Pioniere bei der Erforschung von "Persönlicher Schutzausrüstung" (PSA).

Ottes Ansicht nach waren vorgeformte Schalen aus progressiv dämpfenden Polyurethan-Schäumen des schwedischen Konfektionärs Halvarssons vor rund 25 Jahren die ersten wirksamen Protektoren.

Seit der 1997 in Kraft getretenen Norm EN 1621-1 müssen Hersteller, die ausdrücklich auf die Schutzwirkung der Motorradbekleidung hinweisen, ihre Produkte entsprechend zertifizieren lassen.

Christoph Gatzweiler, Ressortleiter Technik beim Industrie-Verband Motorrad (IVM) in Essen, erklärt: "Deutschland hätte dort gern das Kraft-Zeit-Verhalten verankert, denn unserer Ansicht nach sind Beschleunigungsspitzen, die durch den Protektor weitergeleitet werden, besonders kritisch".

Klar ist: Gelenk- und Rückenprotektoren sind sinnvoll, auch wenn sich nach wie vor die Geister daran scheiden, ob Hartschalen oder Weichschäume besser sind. Spezialist Otte sieht in der Kombination beider den Königsweg, bemerkt aber allgemein: "Knochenbrüche kann man kaum verhindern, aber die Art der Fraktur durchaus beeinflussen."

Protektoren könnten gefährliche offene Brüche (Infektionsrisiko) und komplizierte Trümmerbrüche, die häufig Folge von starken punktuellen Belastungen sind, zu vergleichsweise einfachen Brüchen "umwandeln" (mit besseren Heilungschancen). Außerdem schützen selbst einfache Hartschalen- und Schaumteile Haut und Gewebe gut vor Abschürfungen und reibungsbedingten Brandverletzungen, weil sie als zusätzlicher Schleifschutz dienen, wenn sich das Obermaterial von Jacke und Hose auf dem Asphalt in Wohlgefallen auflöst (bei einem Sturz meist schon nach drei Sekunden Rutschzeit).

Protektoren sollten fest mit dem Außengewebe verbunden sein und nicht allzu locker in den dafür vorgesehenen Taschen baumeln. Beim Sturz würden sie sich wegdrehen - Schutz dann: gleich null. Zur Prüfung Fahrhaltung einnehmen und einen Helfer prüfen lassen, wie fest die Schützer an Rücken und Gelenken anliegen.

Helmut Faidt, Protektorenentwickler bei Sas-Tec im schwäbischen Markgröningen, stellt fest: "Wir könnten Schaumprotektoren so herstellen, dass sie nur eine Restkraft von fünf Kilonewton durchlassen, aber die wären dann drei Zentimeter dick und würden die aktive Sicherheit einschränken."

Hier ist eine Tabelle mit den Ergebnissen eines Protektorentests, der verschiedene Marken und Modelle hinsichtlich Sicherheit, Komfort und Abdeckung vergleicht:

Marke Sicherheit (max. Wert nach EC-Norm 35 kN) Komfort (Punkte max. 70) Abdeckung Fazit Gesamtpunkte (max 100) Note Platz
Polo Schulter 11,0 kN, Ellbogen 13,0 kN, Hüfte 10,2 kN, Knie 8,7 kN 64 Ausgezeichnet Erstklassiger Komfort bei voller Sicherheit ohne Kompromisse 87 Sehr gut 1
Held Schulter 18,4 kN, Ellbogen 16,1 kN, Hüfte 17,0 kN, Knie 14,0 kN 53 Generell gut Klasse Belüftung und Tragekomfort 80 Gut 2
BMW Schulter 17,0 kN, Ellbogen 17,,2 kN, Hüfte 17,3 kN, Knie 10,7 kN 56 Hervorragend Vorbildliche Abdeckung der Gelenke 77 Gut 3

Christiane Reckter, 45, ist Expertin für persönliche Schutzbekleidung beim TÜV Rheinland in Köln und testet am Prüfstand unter anderem Baumuster für CE-Protektoren. Privat überprüft sie die Schützer auch auf dem Motorrad, Snowboard und Mountainbike - und ist dabei schon recht sturzerprobt.

Frau Reckter, glauben Sie denn wirklich daran, dass diese kleinen Schaumteile echten Schutz bieten? Ja, natürlich! Zumindest, wenn das Material entsprechend fest ist und einer prüfungsrelevanten Aufschlagenergie von 50 Joule widerstehen kann. Eigentlich sind diese Protektoren in erster Linie entwickelt worden, um bei einem Sturz Haut und Gewebe vor Abrieb zu schützen, und weniger dafür, Knochenbrüche zu vermeiden.

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