Fahrradkorb für Mountainbike ohne Gepäckträger: Die clevere Lösung für mehr Stauraum

Als Spezialist für Schnellbefestigungs-Lösungen am Fahrrad möchte Rixen & Kaul seinen Kunden praktisches und haltbares Zubehör bieten, das ihnen den Alltag erleichtert und zur Freude am Radfahren beiträgt. Rixen & Kaul wurde 1988 von zwei begeisterten Radfahrern gegründet und wird heute in zweiter Generation familiengeführt.

Wer zum Supermarkt radeln möchte, ohne Rucksack auf dem Rücken, weiß Fahrradkörbe zu schätzen. Einfacher lassen sich Einkäufe kaum transportieren. Vor dem Kauf sollte man sich aber zunächst eine Frage stellen: vorne oder hinten?

Die Vorteile von Fahrradkörben

Wer nur wenig Gepäck auf dem Fahrrad dabei hat, für den sind Lenkerkörbe ideal. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Sie haben das Gepäck im Blick.
  • Sie können schnell in den Korb greifen.
  • Und man braucht für die Montage keinen Gepäckträger.
  • Außerdem haben Lenkerkörbe meist einen Griff, so dass man sie einfach mit zum Einkaufen oder ins Büro nehmen kann.

Lenkerkörbe sind je nach Modell für eine Zuladung bis zu 7 kg ausgelegt. Für den großen Wocheneinkauf sind sie also nicht geeignet.

Außerdem bedarf es etwas Übung, um mit einem vollen Korb sicher zu fahren. Der Behälter am Lenker beeinflusst nämlich das Fahrverhalten.

Verschiedene Arten von Fahrradkörben

Fahrradkorb ist nicht gleich Fahrradkorb. Damit das Ganze unterwegs nicht wackelt, klappert oder nach Bastellösung aussieht, gibt es durchdachte Systeme, die das Ganze stabil und alltagstauglich machen. Fahrradkörbe gibt es in vielen verschiedenen Formen, Farben und Größen, vom einfachen Drahtkorb bis hin zum geschlossenen Korb mit Stoff. Genauso vielfältig sind die Preise. Aber auch hier gilt, dass einfache, handliche Körbe bereits für wenig Geld zu erwerben sind.

Lenkerkörbe

Körbe tragen deutlich weniger Gewicht, wenn sie am Lenker befestigt werden statt auf dem Gepäckträger. Und das ist nicht der einzige Unterschied.

Ein Korb am Lenker macht das Rad etwas instabil: Je schwerer der Inhalt, desto mehr verlagert sich der Schwerpunkt des Fahrrads. Das Gewicht sorgt für einen kräftigen Zug am Lenker, besonders beim Abstellen des Rades und beim Einschwenken des Vorderrades. Mit einem Seitenständer können Sie ein Fahrrad mit vollem Korb kaum noch parken.

Freigegeben sind Körbe für den Lenker in der Regel nur bis fünf oder maximal sieben Kilogramm Zuladung. Dafür haben Sie die Fracht während der Fahrt gut im Blick - und am Gepäckträger bleibt Platz für einen Kindersitz oder weitere Taschen.

Befestigung von Lenkerkörben

Montiert werden Fahrradkörbe mithilfe eines Adapters beispielsweise der Marke Klickfix. Hierdurch müssen am Lenker nichts kleben oder schrauben.

Gepäckträgerkörbe

Logischerweise ist hierbei ein Gepäckträger nötig, um einen Fahrradkorb hinten befestigen zu können.

Mehr Stabilität beim Fahren und eine deutlich höhere Zuladung mit bis zu zwanzig Kilogramm ermöglichen Körbe für den Gepäckträger. Günstige Modelle werden einfach auf den Gepäckträger geschoben und mit der Federklappe befestigt. Wer ein Fahrrad mit hohem Oberrohr ohne Durchstieg fährt, wird schnell feststellen, warum Fahrradkörbe hinten bei solchen Rädern eher unbeliebt sind: Man muss das Bein beim Auf- und Absteigen über den Korb bekommen. Je nach Höhe des Korbes und des Gepäckträgers erfordert das ein gewisses akrobatisches Geschick.

KLICKfix: Das System für flexible Fahrradkörbe

Klickfix von Rixen & Kaul ist vielen bekannt. Das Unternehmen hat schon vor vielen Jahren eine Art Standard gesetzt: Mit dem Klickfix-Adapter-System sitzen Frontkörbe und Lenkertaschen sicher am Rad, lassen sich aber unkompliziert entriegeln und mitnehmen. Die Montage ist dank unterschiedlicher Adapter an nahezu allen Lenkern, auch von E-Bikes, ebenso möglich wie am Vorbau und am Steuerrohr.

Du bist dir nicht sicher, ob dein Wunschkorb auf dein Fahrrad passt? Dann ist ein Klickfix-System sinnvoll, denn mit dem richtigen Adapter passt jeder Korb auf jedes Rad. Wir bieten Adapter für alle gängigen Lenker - auch für E-Bikes, für senkrechte Rohre zur Befestigung unter dem Lenker, für Gepäckträger als Fahrradkorb hinten und sogar für die Sattelstütze.

Neben der vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten hat ein Klickfix Fahrradkorb natürlich weitere Vorteile. Gerade, wenn man den Korb nicht ständig am Fahrrad lassen möchte, ist Klickfix praktisch. Man klickt den Korb nur in den Adapter ein und nimmt ihn per Knopfdruck wieder ab. Während der Fahrt ist das System total stabil. Es rutscht und wackelt garantiert nichts.

Ein weiteres Plus: Die Adapter sind kompatibel mit allen Klickfix-Produkten. Man muss sich also nicht für jedes Körbchen oder jede Tasche einen eigenen Adapter kaufen.

Damit Du auch den richtigen Adapter bekommst und nichts kaufst, was Du nicht brauchst, ist der Adapter nicht im Lieferumfang enthalten und kann im „Korbzubehör“ zusätzlich bestellt werden.

Alternativen zum Gepäckträger

Beim klassischen Mountainbike sieht es etwas anders aus. Wer sein Fully oder Hardtail zum Bikepacking nutzt oder im Alltag flexibel bleiben will, kann sich trotzdem mit einem Sattelstützen-Gepäckträger und einem leichten Fahrradkorb hinten behelfen, ohne das Fahrgefühl komplett zu ruinieren. Für den harten Offroad-Einsatz ist ein Korb natürlich Quatsch. Aber für den schnellen Einkauf, den Stadtweg oder das entspannte Touren-MTB?

Weitere Transportlösungen

Neben Fahrradkörben gibt es noch weitere Möglichkeiten, Gepäck am Fahrrad zu transportieren:

  • Gepäckträger- und Fronttaschen
  • Lenkertasche, Satteltasche, Rahmentasche
  • Rucksack

Gepäckträgertaschen

Absolute Klassiker des Fahrradtransports sind Gepäckträgertaschen. Wie der Name schon andeutet, kannst du diese Taschen an deinem Gepäckträger montieren. In den meisten Fällen werden die Gepäckträgertaschen seitlich am Träger angebracht. Es gibt allerdings auch Taschen, die - z.B. mit einem Racktime-System - auf dem Gepäckträger befestigt werden können.

Bei den Gepäckträgertaschen gibt es für viele Einsatzmöglichkeiten die passende Variante. Die Taschen können zum einen unheimlich geräumig sein und auf beiden Seiten des Hinterrads auf Touren für Stauraum sorgen, zum anderen sind sie aufgrund der Flexibilität auch bei Pendlerinnen und Pendlern sehr beliebt.

Mittlerweile gibt es eine Auswahl an stilsicheren und schicken Taschen, die unter anderem auch als Umhängetaschen genutzt werden können und in denen beispielsweise ein Laptop perfekt Platz findet.

Gepäckträgertaschen werden gerne auch Hecktaschen genannt. Damit erklärt sich bereits, was unter Fronttaschen gemeint sein könnte. Fronttaschen werden üblicherweise neben dem Vorderrad entweder direkt an der Gabel oder mit einem zusätzlichen Gepäckträger über dem Vorderrad angebracht.

Fronttaschen ähneln üblicherweise den Gepäckträgertaschen hinten und erweitern das Ladevolumen deines Fahrrads deutlich. Besonders für das Bikepacking oder längere Touren ergeben sie Sinn.

Lenkertaschen, Satteltaschen und Rahmentaschen

An sportlichen Fahrrädern kommen sogenannte Lenker-, Sattel- und Rahmentaschen zum Einsatz. Diese Taschen ermöglichen praktischen Stauraum am Rennrad, Gravel- oder Mountainbike. Die Lenkertasche hat den großen Vorteil, dass sie einfach zu erreichen ist und Platz bietet für Dinge, die du schnell griffbereit haben möchtest, wie Wertgegenstände, Snacks oder Getränke.

Lenkertaschen eignen sich auch wunderbar als Handtasche, wenn du gerade mal nicht auf dem Fahrrad sitzt. Bei größeren Varianten passen hier natürlich auch schon Teile der Camping-Ausrüstung rein.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Satteltasche, die zumeist am Sattel und Sattelstütze befestigt wird. Für die meisten Radlerinnen und Radler kommt die Satteltasche zum Einsatz, um hilfreiche Utensilien und Zubehör wie Ersatzschlauch, Werkzeug & Co. unterzubringen. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit deutlich größere Satteltaschen zu nutzen, die besonders bei Radreisen oder längeren Touren von Vorteil sein können. Diese größeren Taschen können beispielsweise 13 Liter Volumen fassen.

Zu guter Letzt gibt es noch die Rahmen- sowie Oberrohrtaschen. Letztere werden oft vorne oberhalb des Oberrohrs in der Nähe des Lenkers befestigt und sind vom Stauraum mit der Satteltasche vergleichbar. Praktisch sind Ausführungen, bei denen du in einem transparenten Einschub dein Handy verstauen kannst, um jederzeit das Smartphone im Blick zu haben und dich zu navigieren. In der Tasche selbst kann dann zum Beispiel eine Powerbank das Handy mit Strom versorgen.

Unterhalb des Oberrohrs, also „im“ Rahmen, kann eine Rahmentasche angebracht werden. Auch diese sind für diverse Kleinigkeiten bestens geeignet. Wenn du dich für eine Rahmentasche entscheidest, solltest du darauf achten, ob noch genügend Platz für deine Trinkflaschen vorhanden ist.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Hilfreich ist, wenn man den Korb für den Einkauf einfach entfernen und mitnehmen kann. Mit Ausnahme des Modells von Thule ist das bei allen Testmodellen möglich. Die Frontkörbe werden in der Regel über einen Adapter mit Schnellverschluss am Lenker verschraubt. Bei einigen Modellen sichert ein Schloss den Korb gegen Diebstahl.

Vor dem Kauf sollten Sie aber darauf achten, dass der Korb weder die Frontlampe verdeckt noch der Adapter mit der Steuereinheit Ihres E-Bikes kollidiert. Einige Hersteller bieten die Adapter in verschiedenen Ausführungen an, sodass es meistens eine passende Lösung gibt.

Bei Material und Design gibt es eine riesige Auswahl auf dem Markt. Wir haben im Test den klassischen Drahtkorb aus beschichtetem Metall ebenso wie eine Rattan-Imitation, Kunststoff- und Stoff-Varianten sowie ein neuartiges, wasserdichtes Nylongewebe ausprobiert.

Tests von Fahrradkörben

Hier sind einige Beispiele für getestete Fahrradkörbe und ihre Eigenschaften:

Rixen & Kaul Shopper Pro

Unser Testkorb ist der Shopper Pro: Er besteht aus robustem Stoff, der einen festen Boden hat und oben mit einem Ring aus Metall in Form gehalten wird. Bei Nichtgebrauch kann der Shopper Pro flach zusammengelegt werden und benötigt kaum Platz. Am Lenker faltet er sich durch sein Eigengewicht von allein auf. Ebenso, wenn er mit den angenähten Tragegriffen angehoben wird.

Vor der Fahrt wird er einfach in den Klickfix-Adapter eingehängt und sitzt unterwegs wippend, aber sicher am Rad. Man kann ihn oben offen lassen oder einen angenähten, etwas dünneren Stoff als eine Art Deckel nutzen. Oben wird dieser mit einem Kordelzug zusammengeschnürt, damit die Ladung nicht heraus hüpft. Wasserdicht ist die Konstruktion nicht. Rixen & Kaul bietet allerdings eine andere Version mit zusätzlicher Regenhülle an, den Shopper Plus.

Mit einem Gewicht von 1090 Gramm ist der Shopper Pro nicht allzu schwer, bietet aber mit 24 Litern Volumen viel Platz für Einkäufe. Sieben Kilogramm gibt Rixen & Kaul als maximale Traglast an.

Das gefällt am Shopper Pro: Der Korb lässt sich leicht anbringen, abnehmen und zusammenfalten. Er ist für einen Frontkorb sehr groß.

Das weniger: Wasserdicht ist der Shopper Pro nicht - zumal Regenwasser nicht unten ablaufen kann.

Für wen sich der Shopper Pro eignet: Alle, die einen großen Korb für viele Einkäufe suchen.

Racktime Baskit Edge 2.0

Der Gepäckträger-Korb Baskit Edge trägt den Zusatz 2.0, weil er mit Racktimes neuem System Snap-it 2.0 kompatibel ist. Das Unternehmen aus Münster hat bereits vor einiger Zeit das Snap-it-System aktualisiert, älteres Zubehör ist jedoch nicht kompatibel mit dem Update. Unseren Testkorb gibt es in beiden Varianten zu kaufen.

Wer keinen aktuellen Gepäckträger von Racktime hat, obwohl viele Fahrräder bereits ab Werk mit Racktime-Trägern ausgerüstet werden, kann eine Adapterplatte auf einen beliebigen anderen Gepäckträger schrauben. Diese kostet allerdings knapp 25 Euro.

Ist das Rad mit dem passenden Träger oder der Adapterplatte ausgerüstet, lässt sich der Korb einfach darauf schieben, bis der Schnappmechanismus mit einem leichten Klick einrastet. Entnommen wird der Korb, indem man auf einen kleinen Hebel drückt.

Der Korb selbst wiegt nur 1013 Gramm und besteht aus schwarzem Kunststoff. Der Hersteller gibt an, dass für die Produktion 50 Prozent recycelte Kunststoffe verwendet werden. Das Material ist im unteren Bereich verstärkt, sodass der Korb die angegebene Maximallast von zehn Kilogramm problemlos trägt. Sowohl auf dem Rad als auch in der Hand. Ein breiter Handgriff hilft, auch schwere Einkäufe leicht tragen zu können.

Damit der Korb im Geschäft oder Einkaufswagen gut abgestellt werden kann, hat er unten vier Füße. In Fahrtrichtung vorne ist der 24 Zentimeter hohe Korb etwas abgesenkt, sodass er weder mit dem Sattel noch mit dem Hinterteil des Radfahrenden kollidieren kann. Racktime gibt zehn Jahre Garantie auf den Korb und verspricht, dass der Kunststoff auch bei Minusgraden nicht spröde wird.

Das gefällt am Baskit Edge 2.0: Der Kunststoff-Korb ist leicht und stabil.

Topeak Basket Front/Rear

Den Basket von Topeak ist ein klassischer Fahrradkorb aus Kunststoff-beschichtetem Metall in Schwarz. Es gibt ihn in einer Ausführung mit Lenkerhalterung (»Basket Front«) und einer anderen für hinten (»Rear«), die nur mit dem MTX Quick Track-System funktioniert. Topeak setzt das MTX-System neben Körben auch für Fahrradtaschen ein. Einen passenden Gepäckträger gibt es von Topeak selbst - oder man kauft für einen herkömmlichen Gepäckträger den Omni Quicktrack Adapter, der zum Teil auch als Quicktrack Rack angeboten wird.

Universeller nutzbar ist der Frontkorb, der mit dem Lenkeradapter Fixer 3e geliefert wird. Die Platte des Adapters wird fest mit dem Korb verschraubt, die Halterung am Lenker. Adapterhülsen für verschiedene Rohrstärken der Lenkerstangen werden mitgeliefert. Der Adapter reicht weit nach vorn, sodass das System mit den meisten E-Bike-Displays harmoniert. Anders als bei der Konkurrenz wird der Adapter nur mit zwei Schnallen am Lenker befestigt.

Der Korb rastet durch sein Eigengewicht beim Einschieben leicht in den Adapter ein und kann mit einem Knopfdruck wieder entriegelt und abgenommen werden. Ein Schloss gibt es nicht, aber einen Drahtbügel, der in der Mitte einrastet und mit dem sich der Korb gut tragen lässt. Mit einem Gewicht von 1290 Gramm ist das Modell relativ schwer. Am Lenker trägt der Korb maximal fünf Kilogramm Gewicht und fasst 16 Liter.

Im Test rutschte der beladene Korb zunächst gelegentlich nach unten. Wir hatten jedoch lediglich ein Sicherungskabel übersehen und nicht montiert. Befestigt man den Frontkorb korrekt, trägt er die Last, ohne zu verrutschen.

Das gefällt am Basket Front respektive Rear: Sowohl das Lenker- wie auch das Gepäckträgermodell sind unkompliziert abnehmbar.

Ortlieb Up-Town City

Ortlieb interpretiert das Thema Fahrradkorb auf eigene Weise: Der Up-Town City ist zwar tatsächlich ein Korb, sieht aber aus wie eine leicht tonnenförmige Fahrradtasche. Er besteht aus PU-beschichtetem Nylongewebe und behält seine Form durch Ringe und einen kleinen Stabilisator im Innern. Das stabilisierende Element lässt sich leider nur mit Aufwand entfernen - sonst könnte man den Korb flach zusammenfalten. Mit einem Gewicht von 1070 Gramm ist er deutlich leichter, als er aussieht.

Der Ortlieb-Korb hat insgesamt 17,5 Liter Volumen und einen Deckel aus demselben leichten Material. Der Deckel wird mit etwas Kraft über den oberen Rand gespannt und sitzt dann sicher, auch deshalb ist der Up-Town City als einziger Korb im Test wasserfest.

Befestigt wird er mit Ortliebs eigenem System, das kompatibel ist mit der bekannten Klickfix-Halterung von Rixen & Kaul. Ortlieb selbst stellt vier Lenkeradapter zur Verfügung. Die einfache, kurze Variante für normale Fahrräder und eine längere, die Raum für den Steuerungscomputer des E-Bikes lässt. Beide gibt es jeweils mit und ohne Korbverriegelung per Schlüssel.

Die Montage funktioniert wie bei Klickfix. Man sollte die detailreiche Bedienungsanleitung lesen, um das Fixierkabel richtig um den Lenker zu legen. Der benötigte Inbus-Schlüssel wird mitgeliefert, die ebenfalls hilfreiche Zange nicht. Um das Fixierkabel zu kürzen, benötigt man einen Seitenschneider.

Der Up-Town City lässt sich danach einfach einhängen, befestigen und gegebenenfalls abschließen. Am Griff kann man ihn gut tragen.

Basil Bremen Rattan Look

Der Bremen Rattan Look vom niederländischen Hersteller Basil wirkt wie ein Weidekorb, hat aber tatsächlich ein Skelett aus beschichteten Stahlstangen. Der Boden besteht ebenfalls aus einem Stahlgeflecht, sodass Regenwasser abläuft. Auch der Tragegriff ist aus Stahl, der mit einem rutschfesten Kunststoffmaterial ummantelt ist.

Die Konstruktion macht den Korb sehr stabil - allerdings auch schwer. Mit einem Gewicht von 1720 Gramm inklusive der Halterung ist er der schwerste Korb im Test. Er ist eher hoch als tief oder breit, insgesamt fasst er 16 Liter und trägt bis zu fünf Kilogramm Last.

Basil setzt auf eine Klickfix-kompatible Halterung. Basil produziert jedoch auch eigene Adapter, die anders am Rad befestigt werden. Im Test haben wir den KF Handlebar Holder genutzt, der über ein eigenes Gelenk zum Einstellen des Winkels für den Korb verfügt. Mit zwei Schellen und einer Klettverbindung wird er an insgesamt drei Punkten befestigt. Die Montage ist etwas friemelig, aber einfacher als bei Klickfix.

Der Adapter passt an alle Lenkerkonstruktionen, auch an viele E-Bikes mit Display. Er sitzt mindestens ebenso stabil wie das Klickfix-Original mit seinen Montagekabeln. Alternativ gibt es einen Halter, der am senkrecht stehenden Lenkerrohr angebracht wird - etwa falls ein sehr großes E-Bike-Display oder andere Aspekte gegen den Handlebar Holder sprechen.

Der Korb lässt sich leicht entfernen und anbringen. Abschließen kann man den Bremen Rattan Look mit dem System von Basil leider nicht.

Das gefällt am Basil Bremen Rattan Look: Der Korb ist stabil und macht mit seinem natürlichen Erscheinungsbild vor allem an klassischen City-Rädern eine gute Figur.

Thule Pack 'n Pedal

Der Pack 'n Pedal von Thule spricht mit seinem Design, das eher der Automobilwelt entsprungen scheint, all diejenigen an, denen ein »normaler« Fahrradkorb zu altbacken wirkt. Er macht vor allem auf Mountain-, Fitness- oder Tourenbikes eine gute Figur.

Der Korb besteht aus Kunststoff mit Aluminium-Applikationen am oberen Rand. Der Pack 'n Pedal setzt einen Gepäckträger voraus, denn eine Halterung für den Lenker gibt es nicht. Wir haben ihn mit Thules Nachrüst-Gepäckträger Tour Rack ausprobiert.

Mit einer Höhe von 23 Zentimetern und einer Fläche von 40 mal 34 Zentimetern ist er recht groß, aber nicht hoch. Vorteil: Man bekommt das Bein beim Aufsteigen gut über den hinten angebrachten Korb. Allerdings fällt auf einer Buckelpiste auch leichter etwas heraus als bei den anderen Körben im Test. Zumal es keinen Deckel oder eine andere Abdeckung für den Pack 'n Pedal gibt.

Der Korb sitzt dank vier Befestigungsschrauben sicher. Aber schnell abnehmen lässt er sich als einziger Korb im Test nicht. Sie müssen also auf jeden Fall eine Tasche dabeihaben, die Sie in den Korb stellen können. Inklusive der Befestigungselemente wiegt der Pack 'n Pedal 1290 Gramm.

Das gefällt am Pack 'n Pedal: Der Korb hat ein ganz eigenes Design, bietet viel Platz, ist stabil und dabei nicht zu schwer.

Das weniger: Er lässt sich nicht abnehmen.

Gewicht beachten!

Wenn ihr plant mit mehr Gepäck unterwegs zu sein, beachtet das zusätzliche Gewicht von Fahrradtaschen und Korb. Je nach Zuladung kann das Handling deines Bikes beeinflusst werden. Zudem haben die meisten Räder ein zulässiges Gesamtgewicht, dass die Hersteller als Empfehlung angeben.

Bei längeren Touren mit viel Gepäck, zum Beispiel an Wochenende oder im Urlaub, solltest du das Mehrgewicht bei der Streckenwahl mit einplanen.

Fahrradanhänger oder Lastenrad als Alternative?

Je nach Einsatzzweck könnte zum Beispiel ein Fahrradanhänger eine gute Alternative zu Fahrradtaschen sein. Sie sind ebenfalls erschwinglich, bieten enorm viel Platz und lassen sich so gut wie an alle Fahrräder montieren. Auch das Handling ist nach ein bisschen Übung kinderleicht. Die Anschaffung eines Lastenrads bedeutet einen größeren finanziellen Aufwand, allerdings sind Anhänger sehr gut für schwere Lasten geeignet und beim Kindertransport sehr beliebt.

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