Kradmelder und Kradschützen in der Wehrmacht: Aufgaben, Ausrüstung und пропагандистское влияние

Dieser Artikel beleuchtet den Einsatz von Kradmeldern und Kradschützen in der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs. Als Kradmelder oder Kradschützen versahen sie in Vorkriegs- und Kriegszeiten ihren Dienst auf 'Stahlrössern'. Dieser Bildband dokumentiert den Einsatz der vielen Kradfahrer und ihrer unterschiedlichen Kräder zwischen 1934 und 1945.

Aufgabenbereiche und Unterscheidungen

Kradmelder und Kradschützen waren zwei unterschiedliche Aufgabenbereiche. Kradmelder waren in der Regel mit Solokrädern unterwegs und somit mobiler bei der Überbringung von Nachrichten und Befehlen. Sie waren meist Angehörige eines Stabes und mussten immer in Bereitschaft sein, um jederzeit losfahren zu können. Neben den Solokrädern gab es auch einige Beiwagenkräder, um gegebenenfalls.

Kradschützen hingegen hatten auf dem Beiwagen meist ein MG mitgeführt, das vom Beifahrer im Seitenwagen bedient wurde.

Ausrüstung und Bekleidung

Von der Spezialausrüstung für Kradmelder/Kradschützen war meines Wissens nur der Kradmantel verfügbar. Alles andere war wie gewöhnliche Infanterie.

Der Anzug war wohl sowas wie ein Arbeitsanzug für Kradfahrer. Der Kradfahrer ist mein Großvater und war einzig bei der Luftwaffe.

Krad im Krieg

Beeindruckende Einsatzaufnahmen zeigen herkömmliche Wehrmachtskräder von bekannten Herstellern wie BMW, NSU, Zündapp oder DKW aber auch eine Fülle von Fotos requirierter Maschinen. Zusätzlich vermittelt dieser ungewöhnliche Bildband eine Vorstellung vom Kradeinsatz ehemaliger Kriegsgegner. Neben bekannten Solo- und Beiwagengespannen von FN, Indian Chief, Harley-Davidson, BSA und Norton werden hier auch die superleichten Kräder der englischen und amerikanischen Luftlandetruppen vorgestellt.

Hitler verordnete den Herstellern ein Schrumpfen der Modellpalette, um im geplanten Krieg die Ersatzteilfrage zu entspannen. Der Chefredakteur der „Motorrad“ fand das prima, wie er im Editorial „weniger ist mehr“ verriet.

Ideologischer Kontext und Propaganda

Sauber ist keine Trennlinie zu ziehen zwischen faschistischer Ideologie und Motorrad-Geschichten. Stolz wird bei Tourenvorschlägen vermerkt, dass das Deutsche Reich größer geworden sei durch den Anschluss Österreichs und die Zerschlagung der Tschechoslowakei. Die „Motorrad“-Osterfahrt führt 1939 wie zwangsläufig in erobertes Land. Inzwischen geräumte Militär-Anlagen der Tschechen werden vorgeführt, um der geneigten Leserin ein wohliges Schaudern auf den Rücken zu zaubern. Keinen Gedanken verwendet der Autor darauf, wie Tschechen die Besetzung erleben mögen.

Am 1. September 1939 überfällt Deutschland Polen. Die Zeitschrift „Motorrad“ steigt Mitte September in die Kriegsberichterstattung ein mit einer Notiz zum Tod einer Charge des Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps NSKK. Der Nachruf kommt nicht ohne Lüge aus. Der Betrauerte sei im „Abwehrkampf gegen Polen“ gestorben. Das Titelblatt der ersten Oktoberausgabe zeigt ein Wehrmachtsmotorrad umringt von Soldaten. Das Straßenkreuz weist nach Warschau, noch 347 Kilometer. Das Ziel ist bald erreicht. Seite zwei zeigt Hitler in Danzig umjubelt.

Erfahrungen und Erinnerungen eines Kradmelders

„Ich habe nie einen Menschen erschossen“, hatte Georg gesagt, wenn wir Kinder fragten. Sechs Jahre Krieg, und keinen Menschen erschossen. Kam damit ein Kradmelder durch, der zwischen Truppenteilen hin und her wieselte, Kurierfahrten übernahm? War am Ende der Vorsatz, nie einen Menschen zu erschießen, die Grenze, an die sich mein Vater geklammert hat? Eine Grenze, die Platz für vielerlei Verhalten ließ, aber ihm half, vor sich Achtung zu bewahren, in einer Welt, die darauf angelegt war, Menschen den Anstand auszutreiben. Ich weiß es nicht. Ich habe ihn nie als Nazi erlebt.

Von 26. August bis 4. November 1939 steht für ihn als Einsatzraum Oberschlesien/Polen vermerkt. Das hatte er uns nicht erzählt. Wollte er durch das Verschweigen seine Kinder schützen, oder sich? Der Polenfeldzug war der schmutzige Auftakt für einen im Osten auf Völkermord angelegten Krieg.

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