DT Swiss EX 1700 SPLINE: High-End Alu-Laufradsatz im Härtetest

Der DT Swiss EX 1700 SPLINE-Systemlaufradsatz ist das Aluminium-Flaggschiff der Schweizer Felgen-, Speichen- und Naben-Spezialisten.

Das „E“ in EX 1700 steht dabei für Enduro und markiert den Einsatzbereich des 750 € teuren Modells, das für die härtesten Trails der Welt ausgelegt ist.

Ob DT Swiss dieses Versprechen halten kann?

Unser Testchef Felix hat die Laufräder in seinem Cannondale Jekyll Race-Bike und auch einigen E-Mountainbikes knapp 1,5 Jahre auf Herz und Nieren geprüft.

So viel sei verraten: Mit 95 kg Kampfgewicht und rabiatem Fahrstil gab es vor allem für die Alu-Felgen keine Gnade.

Technische Details des DT Swiss EX 1700 SPLINE

Technisch setzt der Laufradsatz auf die aktuellen DT 350-Naben mit Ratchet-Zahnscheibenfreilauf.

Der Wechsel des Freilaufkörpers (XD, Micro Spline, Shimano ASL) gelingt dadurch werkzeugfrei und mit wenigen Handgriffen.

Auch bei der Bremsscheibenaufnahme bietet DT Swiss die Wahl zwischen CENTER LOCK und 6-Bolt.

Unser Tester Felix hat sich bewusst für die minimal schwerere 6-Bolt-Version entschieden, um bei Problemen auf dem Trail auch mit dem Multitool an den Bremsscheiben hantieren zu können.

Wie der Beiname SPLINE schon andeutet, kommen Straightpull Competition-Speichen zum Einsatz, die ohne den klassischen J-Bend am Speichenkopf robuster sein sollen.

Dafür muss man sie beim Nachziehen der Speichen und beim Zentrieren klemmen, damit sie sich nicht mitdrehen.

Das Highlight des Systemlaufrads ist die verbaute EX 511-Felge aus Aluminium mit 30 mm Innenweite.

Bereits ab Werk ist in ihr das Tubeless-Felgenband verklebt und auch ein Ventil gehört zum Lieferumfang des EX 1700, der entweder als 29”- oder 27,5”-Variante angeboten wird.

Praxistest und Performance

Platten und Defekte an den Reifen sind für Felix ein absolutes No-Go.

Deshalb setzte er beim EX 1700 ausschließlich auf Downhill-Reifen oder Reifen mit super robuster Enduro-Karkasse (Schwalbe Super Gravity, MAXXIS Doubledown) in Kombination mit Inserts wie CushCore.

Alle Reifen sitzen sehr stramm und benötigen zum Aufziehen auf die Felge Gefühl und die richtige Technik, bei der der Reifen rundum ins Felgenbett gedrückt wird.

Dafür lassen sie sich im Anschluss problemlos mit einer gewöhnlichen Standpumpe tubeless aufpumpen. Cool!

EX 1700 steht hier für das Systemlaufrad.

In den ersten Wochen auf dem Trail zeigten sich die hohe Verarbeitungsqualität und die Kompetenz, die DT Swiss in den Laufradbau steckt.

Dabei trifft der Laufradsatz genau den Sweet Spot an Compliance, sodass er wenig Vibrationen an die Hände durchreicht und auch bei seitlichen Schlägen nicht verspringt.

Dennoch liefert er bei Highspeed ausreichend Präzision, um der angepeilten Linie zu folgen.

Auf einigen EWS-Rennen musste der EX 1700 beweisen, dass er auch bei möglichst niedrigem Luftdruck im Reifen und richtig fiesen Steinfeldern durchhält: Denn ein Wechsel des Laufrads während des Rennens ist eigentlich ausgeschlossen.

Über die zahlreichen Durchschläge beschwerte sich die super robuste EX 511er-Felge zwar mit einem lauten „Dong”, hält aber trotz zahlreicher Dellen nach wie vor die Luft.

Nach gut 10 Monaten musste der EX 1700 zum ersten Mal auf den Zentrierständer, obwohl er noch immer sehr rund lief.

Doch die nächste Saison sollte er im Cannondale Jekyll Race-Bike von Felix weiter auf die Probe gestellt werden.

Cannondale setzt am Hinterrad allerdings auf den Ai-Offset, bei dem die Felge um 3 mm nach rechts versetzt werden muss.

Obwohl das Versetzen der Felge nicht ideal ist, steckte der EX 1700 auch mit Offset einige Einsätze in Finale Ligure, Les Orres und Co. klaglos weg.

Einzig die Anzahl der Dellen in der hinteren Felge nahm stetig zu.

Mit einer gerissenen Speiche musste sich das Hinterrad auf einem Rennen seinem größten Härtetest unterziehen.

Mit nur mehr 27 Speichen konnte der EX 1700 trotz ordentlichem Höhenschlag über die Ziellinie rollen. Respekt!

Nach 18 Monaten sind vor allem das Vorderrad und die Naben noch top in Schuss.

Am Heck ist es allerdings Zeit für eine neue EX 511-Felge: Die alte hat ihren Ruhestand redlich verdient.

Fazit

Der EX 1700 SPLINE ist zu Recht der Highend Alu-Laufradsatz für den Enduro-Einsatz von DT Swiss.

Die 18 Monate Härtetest im Renneinsatz hat er klaglos weggesteckt.

Denn vor allem am Hinterrad ist ein gewisser „Verschleiß“ von Felgen absolut in Ordnung.

Die Qualität des EX 1700 SPLINE ist nicht nur in punkto Komponenten enorm hoch, sondern vor allem auch im Laufradbau selbst und rechtfertigt so das Preisschild von 750 €.

Gewicht 2.014 g (29”; inkl.

E-MTBs und Laufräder: Besondere Anforderungen

E-MTBs sind der Renner. Laut Christophe Immer von Fulcrum „haben E-MTBs jedes Jahr bezüglich der Qualität hinzugewonnen und sich zum Sportgerät für die Masse entwickelt“.

Und Christian Lehner von Mavic unterstreicht: „Das E-MTB ist das SUV des Radsports!“

Doch die E-MTBs stellen durch zusätzliche Motorpower große Anforderungen an das Material.

Laut einer Untersuchung von DT Swiss fährt der durchschnittliche E-Biker 3500 Kilometer im Jahr, klettert 70.000 Höhenmeter und leitet durchschnittlich 400 Watt in den Antriebsstrang ein.

Dazu bringt er ein kurzzeitig maximales Drehmoment von 180 Newtonmeter auf und fährt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 21 Kilometern pro Stunde.

Friso Lohrscheider von DT Swiss stellt fest: „Die Beanspruchungen des Laufrades im E-MTB-Bereich sind deutlich höher.

Ein durchschnittlicher Hobbybiker (HB) tritt über eine Stunde 170 Watt, ein Profi 350 Watt.

Als kurzzeitige Maximalleistung schafft ein HB 900 Watt, ein Profi 1300 Watt.

Ein E-Bike-Motor hat eine Nenndauerleistung von 250 und eine kurzzeitige Spitzenleistung von 850 Watt.

Addiert man die Werte vom Fahrer, erreicht man das Doppelte des normalen Bikers und höhere Werte als ein Profisportler!

Im Schnitt liegt das Fahrkönnen durch viele Neueinsteiger beim E-MTB niedriger.

E-Biker fahren weniger aktiv, entlasten das Rad in entscheidenden Situationen weniger.

Wo mit dem normalen MTB ein Bunny Hop gezogen wird, trifft es jetzt direkt auf das Hindernis.

Das Systemgewicht errechnet sich aus der Summe von Rad, Fahrer und Gepäck.

Im Schnitt wiegen E-Bikes gut sieben Kilogramm mehr und auch der E-Biker ist schwerer.

Wird ein Fahrer mit 100, ein Rad mit 25 sowie ein Rucksack mit 8 Kilogramm addiert, liegt man schon darüber.

Michi Grätz von Newmen: „Hohe Gewichte von Bikes, Fahrern sowie die geänderten Fahrgewohnheiten benötigen deutlich höhere Sicherheitsreserven.“

Die Hersteller heben deshalb die Systemgewichte an. Crank Brothers gibt 135, DT Swiss und Fulcrum 150 und Newmen 180 Kilogramm an.

Aus den genannten Gründen ist ersichtlich, dass Laufräder am E-MTB speziellen Bedürfnissen unterliegen, welche die Hersteller bei der Konstruktion berücksichtigen.

Was im Detail anders ist, haben wir mit verschiedenen Herstellern erörtert und gehen im Folgenden darauf ein.

Beim Freilaufkörper graben sich Ritzelpakete (Shimano HG Standard) tief ins Aluminium, wodurch die Ritzelabstände und daher die eingefrästen Steighilfen für die Kette zueinander nicht stimmen.

Die Schaltqualität leidet.

Auch der Tausch des Ritzelpakets wird so zum nervenraubenden Zeitproblem.

„Die Lösung ist die Fertigung aus gehärtetem Stahl, vor allem bei Shimano HG Freiläufen“, bestätigt Rainer Gerster von Crank Brothers.

Am Freilauf findet sich eine spezielle Eigenheit bei E-Bikes: Im Motorblock und in der Hinterradnabe ist je ein Freilauf verbaut.

Der Eingriffswinkel im Antritt erhöht sich, die Krafteinleitung wird verzögert.

Ein kleiner Eingriffswinkel ist wünschenswert, steht aber im Widerspruch mit einer hohen und sicheren Kraftübertragung.

Alex Mai von Reynolds: „Im Antritt treten in Summe der Fahrer- und Motorkraft extreme Peitschenkräfte beim Einrasten der Sperrklinken auf.

Wir verwenden sechs Sperrklinken, die gleichzeitig zum Einsatz kommen.

Greift eine nicht, bleiben immer noch fünf andere übrig“.

Fulcrum legt Klinken und Rastkörper groß und massiv aus, unterzieht das Material einem Härtungsprozess.

Die Achse beim E-Bike verbiegt sich unter der Spitzenleistung von gut 1800 Watt und einem Drehmoment von bis zu 180 Newtonmetern stark.

Dann stehen Lager nicht perfekt gerade, können verkanten und verschleißen schneller.

Und auch der Freilauf und damit die Sicherheit leidet, weil Zahnscheiben oder Klinken und Zahnrad nicht perfekt zueinander stehen.

Eine technische Finesse, die aktuell nur am Vorderrad zum Zug kommt, sind Torque Caps.

Maximilian Topp von Sram: „Die Größe der Kontaktfläche zwischen Nabe und Gabel beziehungsweise Rahmen ist weitaus ausschlaggebender für die Steifigkeit als der Durchmesser der Achse allein.

Die Torque Cap Technologie vergrößert die Oberfläche, die beide Komponenten miteinander verbindet und schafft eine stärkere und steifere Schnittstelle.

Bei Lagern spielt die Traglast eine wichtige Rolle.

Das Mehr an Last kann durch größere oder mehrere Lager abgefangen werden.

DT Swiss geht den Weg über die Größe und verspricht eine fast doppelt so hohe Drucklastaufnahme.

Reynolds setzt am Hinterrad fünf Lager ein (zwei am Nabenkörper, drei im Freilauf).

Sehr gut gelöst ist zudem das fein einstellbare Lagerspiel bei Newmen und Syntace.

Am Nabenkörper setzen die Hersteller auf Oversizing bei Wandstärken, Körper, Nabenflansche und Bremsaufnahmen, um den hohen Antriebs- und Verzögerungsleistungen zu begegnen.

Die Speichen werden beim E-Bike gerade im Speichenkopf, -bogen und -gewinde mehr belastet.

Daher verwenden die Hersteller verstärkte Modelle, die am und hinter dem Kopf 2,2 bis 2,34 Millimeter stark sind.

Eine doppelt konifizierte Version steckt hohe Belastungen durch den verjüngten Mittelteil besser weg.

Im Handel erhältliche Speichen für E-MTBs sind die DT Alpine III oder die Sapim Force.

DT spricht von etwa 35 Prozent mehr Zugspannung, 51 Prozent besserer Dauerhaltbarkeit bei nur 10 Gramm Mehrgewicht.

Bezüglich Nippel gibt es ein Comeback der Messingnippel.

Sie sind höher belastbar, ermüden später, sind korrosionsfrei und haben beim Einspeichen selbstschmierende Eigenschaften.

Bei den Felgen an E-Bikes sind deutlich mehr Defekte zu verzeichnen, bestätigen Laufrad- und Radhersteller auf Nachfrage.

Der starken Beanspruchung des Felgenbodens durch hohe Antriebs- und Bremslasten begegnen die Hersteller mit mehr Wandstärke, optimierten Auflageflächen sowie Austrittswinkeln für den Speichennippel.

DT gibt dadurch eine doppelt so hohe Haltbarkeit sowie einen um 20 Prozent höheren Nippelauszug an.

Zum anderen werden an E-Bikes meist 2.6 bis 2.8 Zoll breite Reifen eingesetzt.

Perfekte Performance bieten diese nur mit niedrigem Luftdruck, wodurch die Gefahr von Durchschlägen, Snakebites und Burping steigt.

Weitere Finessen, die die Performance verbessern, sind asymmetrische Speichenbohrungen (Fulcrum, Reynolds).

Sie gleichen Speichenwinkel und -spannung an und machen das Laufrad steifer und haltbarer.

Newmen stellt die Felgenhörner um 25 Grad an.

Der Kniff vermindert Schäden um circa 40 Prozent, weil Dellen vor allem bei schräg angestellten Laufrädern in Kurven durch Durchschläge entstehen.

Im Motocross- und Endurobereich ist dieses Detail übrigens schon lange Standard.

Fulcrum wiederum passt Profil, Breite und Höhe den Ansprüchen an Vorder- und Hinterrad an.

Für gute Zielführung ist die Felge am Vorderrad höher und steifer.

Das Gewicht der E-MTB Laufräder?

Christophe Immer von Fulcrum bringt es auf den Punkt: „Das Dogma der letzten 20 Jahre - das Gewicht - hat beim E-MTB nicht die allerhöchste Priorität.

Bei Rädern kommen 79er - ein 29er Laufrad mit 2.4 bis 2.5 Zoll breiten Reifen am Vorder- und einem 27,5er Laufrad mit 2.6 bis 2.8 Zoll breiten Reifen am Hinterrad.

Das verbessert die Spurführung am Vorderrad durch höheren Luftdruck und weniger wandernde Karkassen und die Traktion am Hinterrad.

Die Idee ist bei Motorrädern schon lange Standard.

Spezifische E-MTB Laufradsätze sind definitiv sinnvoll und versprechen eine bessere Haltbarkeit bei überschaubarem Mehrgewicht.

Dieser Artikel wurde am 3. Oktober 2018 veröffentlicht.

Durch das höhere Gewicht und die raschere Geschwindigkeit der E-Bikes und Pedelecs wird eine deutlich höhere Belastung auf das Laufrad (Vorderrad, Hinterrad für Kettenschaltung und Hinterrad mit Nabenschaltung) ausgeübt.

Dies erfordert eine erhöhte Stabilität, damit Sie das Rad dennoch lange und zuverlässig nutzen können.

Bei Verwendung von weniger qualitativen Fahrradteilen, welche nicht ausreichend stabil sind, besteht die Gefahr eines Unfalls durch plötzliche Speichenrisse oder Felgenbrüche.

Da E-Bike Fahrer weniger aktiv fahren, wird das Rad in wichtigen Situationen geringer entlastet.

Besonders sollte beachtet werden, dass der Felgenboden des Laufrades, welches Sie verbauen möchten, verstärkt ist.

Das Profil sollte außerdem extra breit ausgebaut sein.

Das Material der Felge muss belastbar und hochwertig sein, um Gefahren zu vermeiden.

Auch die Auflageflächen und Austrittswinkel für die Speichennippel sollten bei der verwendeten Felge optimiert sein.

Verstärkte Felgenhörner und eine höhere Maulweite können die Gefahr von Durchschlägen reduzieren.

In Verbindung mit einer geeigneten E-Bike Felge müssen die verbauten Speichen ebenso hinreichend robust sein.

Auch die Nabe in einem Laufrad für E-Bikes und Pedelecs sollte verstärkt sein, aus einem stabilen Material bestehen und einen Freilaufkörper aus gehärtetem Stahl aufweisen.

Besteht der Freilauf aus Aluminium, graben sich die Ritzelpakete schnell in das Aluminium hinein und verhindern so die Passung zu den Steighilfen für die Kette und den Ritzelabständen.

Wenn sich das Ritzel sich durch den Aluminiumsteg frisst und freiläuft, kann in der Folge keine Antriebskraft mehr übertragen werden.

Auch lässt sich der Austausch des Ritzelpaketes in diesem Fall nicht mehr ohne Weiteres durchführen.

Die Shimano Radnaben XT und Ultegra beispielsweise sind mit Stahlachsen und Stahlfreilaufkörpern ausgestattet.

Es ist sinnvoll eine Nabe zu wählen, welche eine möglichst hohe Anzahl an massiven Sperrklinken aus hochfestem Werkzeugstahl aufweist.

Da durch den gleichzeitigen Antritt des Fahrers und der Motorkraft des Bikes große Peitschenkräfte beim Einrasten der Sperrlinken entstehen, kann es passieren, dass eine der Klinken nicht erfolgreich greift.

Dies kann durch eine höhere Anzahl von Sperrklinken abgefangen werden.

Wenn sich die Achse unter der Spitzenleistung der E-Bikes und dem hohen Drehmoment verbiegt, stehen die Lager nicht gerade und weisen Verkantungen und einen schnelleren Verschleiß auf.

Auch der Freilauf und damit Ihre Sicherheit leidet, wenn die Klinken, das Zahnrad und die Zahnscheiben nicht korrekt zueinanderstehen.

Dieser Problematik kann durch einen großen Achsdurchmesser, stärkere Wände und ein stabiles Achsmaterial entgegengewirkt werden.

Die größere Traglast, die auf die Lager wirkt, kann durch Vergrößerung oder eine höhere Anzahl an Lagern ausgeglichen werden.

Durch das höhere Gewicht der E-Bikes und Pedelecs muss das Laufrad natürlich ein höheres Systemgewicht aufweisen.

Das Gewicht der Laufräder ist beim Einsatz an E-Bikes und Pedelecs eher zweitrangig.

Systemlaufräder im Überblick

Kompletträder nahezu aller Leistungsklassen und Fahrradtypen werden in der Regel von Haus aus mit Systemlaufrädern ausgestattet.

Diese sind jedoch aber auch bei Laufradherstellern ab rund 200 EUR separat erhältlich.

Systemlaufräder sind in ihren Komponenten (Felgen, Naben, Speichen) bestens aufeinander abgestimmt und daher sehr stabil.

Für ein hochwertiges Systemlaufräder muss mit etwa 400 EUR gerechnet werden.

Leichtbauweise

Je nach Anspruch kann ein Systemrad aber auch mit einem vierstelligen Bertrag zu Buche schlagen, insbesondere dann, wenn es nicht nur gut abgestimmt und stabil, sondern auch noch besonders leicht sein soll.

Die Leichtbauweise mit oftmals nur 16 oder 20 Speichen ist allerdings nicht nur teurer.

Sie führt auch dazu, dass sich die Laufräder weniger gut für schwere Fahrer eignen.

Nachteilig kann sich unterwegs wiederum auswirken, dass Ersatzteile nur schwer oder gar nicht zu bekommen sind, und dass sich das Zentrieren recht schwierig gestaltet.

Aluminium/Carbon

Noch leichter und noch teurer sind Laufräder aus Carbon beziehungsweise aus Aluminium und Carbon.

Außer durch ein extrem geringes Gewicht zeichnen sie sich durch eine hohe Steifigkeit aus.

Die Anschaffungskosten liegen im vierstelligen Bereich - der Kundenstamm ist dementsprechend relativ klein.

Carbon-Laufräder können nur mit Schlauchreifen gefahren werden und haben auch eine gewichtige, technisch bedingte Schwäche: Die Bremsleistung lässt bei Nässe signifikant nach.

Darüber hinaus haben sich Carbonlaufräder in Tests als sehr wartungsanfällig herausgestellt - für den Alltag empfehlen sich Carbonräder also (bislang jedenfalls) nicht unbedingt.

Klassisch gespeichte Laufräder

Klassisch gespeichte Laufräder wiederum gelten als unschlagbar in puncto Haltbarkeit und Stabilität.

Sie werden nach Maßgabe des Fahrergewichts sowie des Einsatzzwecks von einem Fachmann zusammengebaut, wobei auch Einfluss genommen werden kann auf die verwendeten Materialien.

Klassisch gespeichte Laufräder besitzen meistens 32 oder 36 Speichen, weswegen sie für schwere Fahrer eine gute Alternative zu einem Systemlaufrad darstellen.

Aber auch Vielfahrer schwören häufig auf diesen Laufradtyp.

Obwohl die Bauweise prinzipiell sehr leichte Laufräder zulässt, sind klassisch gespeichte Laufräder meistens etwas schwerer als Systemlaufräder.

Außerdem sollte bedacht werden, dass die Anschaffungskosten proportional zum Gewicht ansteigen.

Gute Modelle sind jedoch schon ab rund 300 EUR zu haben.

Laufräder für Rennräder und Mountainbikes

Laufräder für Rennräder und Mountainbikes machen im Handel das Gros unter den Laufrädern aus.

Es gibt sie in allen Bauarten, wobei Mountainbike-Laufräder abhängig von den an sie gestellten Anforderungen in puncto Stabilität mitunter breiter sind.

Laufräder mit mittelhohen Felgen vereinen viele Tugenden: Sie bewegen sich preislich im moderaten Bereich, achten aufs Gewicht und erzielen auch im Windkanal saubere Ergebnisse, ohne bei Seitenböen gleich davon zu segeln wie ihre hochgebauten Aero-Verwandten.

AX-Lightness Engage 50C im Test

Mit der Untermarke Engage zielt der deutsche Carbon­spezialist AX-Lightness auf den Markt für hochwertige und dennoch erschwingliche Laufräder.

Auch die Bikes der Marke Benotti aus gleichem Haus werden mit dem Laufrad-Portfolio zu attraktiven Angeboten.

Optisch präsentiert sich der schlicht 50C genannte Laufradsatz in einem matten UD-Finish mit gelaserten Engage-Logos vergleichsweise nobel.

Die aufwendig gefräste Nabe bietet einen modernen Zahnscheiben-Freilauf.

Aufgebaut mit hauseigenen leichten Naben und Sapim CX Sprint-Speichen, wird der Satz respektabel leicht, allerdings nicht sehr verwindungssteif, was ihn auch ein paar Bewertungspunkte kostet.

Trotz der Freigabe für sehr schwere Fahrer (oder leichtere mit Gepäck am Rad), würden wir ihn deshalb eher für leichtere Piloten empfehlen.

Die breiteste Felge in diesem Vergleich eignet sich laut Hersteller für Allroad und Gelände und für ­Reifen zwischen 28 und 45 Millimetern Breite.

Feature Description
Naben DT 350 mit Ratchet-Zahnscheibenfreilauf
Speichen Straightpull Competition
Felge EX 511 Aluminium, 30 mm Innenweite
Reifen Downhill-Reifen oder Enduro-Karkasse mit Inserts
Besonderheiten Tubeless-Felgenband verklebt, inkl. Ventil

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