Laufräder mit Carbonfelgen gelten nicht mehr als Luxusartikel: Mittlerweile existieren zahlreiche Modelle mit Profi-Optik, die für deutlich weniger als 1000 Euro erhältlich sind. Carbonfelgen-Laufräder sind inzwischen erschwinglich: Zahlreiche professionell gestaltete Modelle sind bereits für unter 1000 Euro zu haben.
Doch wie schneiden sie im Vergleich zu Profi-Material ab? Unser Test von sechs Modellen liefert die Antwort. Hier beschäftigen wir uns mit den Mai Bikes GRV Carbon Allroad Gravel. Unser Schwestermagazin TOUR hat die Gravel-Laufräder Mai Bikes GRV Carbon Allroad Gravel auf Tauglichkeit geprüft.
Mai Bikes: Komponenten für Selbstaufbauer
Der junge Unternehmer Felix Mai aus Bielefeld bietet neben einer kleinen Modellpalette von Kompletträdern auch ein Arsenal ausgewählter China-Komponenten an, um sich ein Rad selbst aufzubauen. Neben einem Carbonrahmen-Set und günstigen China-Schaltungen gehört dazu auch der auffällige Laufradsatz mit Wellenprofil, der an die sündteuren Top-Modelle von Fulcrum, Princeton oder Zipp erinnert.
Foto: Georg Grieshaber
Kunstwerk: Der gefräste Nabenkörper wirkt trotz des günstigen Preises sehr nobel
Preis und Gewicht
Für 699 Euro bekäme man letztere allerdings nicht einmal gebraucht. Zugeständnis an den Schnäppchenpreis ist vor allem, dass der Gravel-Laufradsatz nicht zu den leichtesten gehört: 250 Gramm mehr sind es gegenüber dem leichtesten Exemplar im Test von Engage, das 200 Euro mehr kostet.
Steifigkeit und Fahrsicherheit
Dafür ist vor allem das Vorderrrad sehr steif, womit sich auch schwere Fahrer mit Gepäck sicher fühlen dürften.
Der Gravel-Bike Trend
Da schaut nicht nur das Rennrad neidisch: Der Gravel-Trend ist ungebrochen. Schnelle Dropbar-Bikes für Untergründe jenseits von smoothen Asphalt gewinnen weiter an Popularität und werden zunehmend vielschichtiger. Beim Kauf bedeutet das: Augen auf! Denn Gravel-Bike ≠ Gravel-Bike. Die Unterschiede sind mittlerweile so groß wie beim Smarphone-Kauf.
Auf den ersten Blick sind sowohl das neuste iPhone 15 Pro Max und die sagenhaft günstige Alternative aus Fernost in ihrem Einsatzgebiet als auch ihrer Funktion identisch. Immer mehr technische Features und die dazu passenden sagenhaften Marketing-Versprechen machen die Wahl des richtigen Gravel-Bikes zunehmend komplexer. Hinzu kommt, dass manche Bikes in ganz anderen Einsatzbereichen besser performen als angepriesen - ganz schön tricky!
Egal, ob Pendeln, Racing, Offroad-Abenteuer oder Bikepacking - für jedes Segment gibt es Spezialisten. Für viele sind jedoch Allrounder spannender, die im besten Fall vieles davon richtig gut können. Oder sogar besser - wie dieser Vergleichstest gezeigt hat!
Wisst ihr schon, welcher Gravel-Typ ihr seid? Nein? Dann macht unsere interaktive Gravel-Kaufberatung! Hier bieten wir euch die Möglichkeit, mehr über euch und eure Needs herauszufinden. Falls ihr primär auf Asphalt und nur gelegentlich auf Schotter unterwegs sein wollt, dann kann ein Allroad-Bike auch eine spannende Option sein. Mit einer entspannten Sitzposition und guten Compliance bieten Allroad-Bikes viel Komfort, rollen deutlich schneller auf Asphalt und bieten durch die immer breiter werdenden Reifen auch auf leichtem Gravel genug Traktion und Pannensicherheit.
Wer auf kompromisslose Highspeed Action auf Schotter, Hardpack und Asphalt steht, wird bei Gravel-Race-Bikes hellhörig. Leicht, steif, aerodynamisch und mit einer sportlich gestreckten Sitzposition geht es auf diesen Rennfeilen mit Vollgas vorwärts. Für alle Vollblut-Racer deren Gravel-Bike einzig allein auf Speed getrimmt sein darf, haben wir uns die Startnummer ans Trikot gepinnt und sind mit neun kompromisslosen Race-Bikes und ohrenbetäubender Kampfjet-Begleitung durch die Wüste gejagt.
Alle, die ein Bike für Freiheit, Reiselust und Entdeckungsfahrten, das tägliche Pendeln, spannende Offroad-Abenteuer, aber auch Training und gelegentliche Gravel-Rennen suchen, sind in diesem Gravel-Allrounder-Vergleichstest genau richtig. Kaum eine andere Bike-Gattung schafft es, auf so vielen verschiedenen Untergründen Geschwindigkeit, Fahrspaß und Komfort zu bieten. Mit diesem Vergleichstest haben wir das beste Gravel-Bike 2024 gesucht - den besten Allrounder, der für jedes Abenteuer bereit ist: egal, ob Pendel-Alltag oder Gravel-Event.
E-Gravel-Bikes
Ihhh oder Uhhh? Zu langsam, zu schwer, zu unhandlich, zu unsportlich, zu uncool und nur was für alte Leute. Sicher? Im Dropbar-Segment sind E-Bikes noch immer vorurteilsbehaftet. Doch was ist an diesen Klischees noch dran? Nicht mehr viel! Wie das SCOTT Solace eRIDE 10 erst unlängst als Gewinner unseres Allroad-Vergleichstests beweisen konnte, haben E-Bikes im Dropbar-Bereich nicht nur ihre Daseinsberechtigung, sondern sind teilweise sogar spaßiger, sicherer und vielseitiger als ihre analogen Geschwister.
Sexy Kraftpaket. Dank neuer, leichter Motorsysteme werden Unterschiede im Handling immer weiter minimiert. Diese kompakten Antriebe versprechen viel Leistung bei geringem Gewicht. Das ist auch am Gravel-Bike spannend und ermöglicht Abenteuer weit über dem eigenen Leistungsniveau - ganz egal, wo das liegt. Gerade auf Strecken mit bewegtem Höhenprofil können E-Gravel-Bikes ihren Vorteil voll ausspielen. Sie ermöglichen längere Touren mit mehr Höhenmetern und steileren Anstiegen, die nicht weniger anstrengend sein müssen.
Sie sorgen lediglich für den notwendigen Rückenwind, um nicht über das eigene Leistungs-Limit gehen zu müssen oder verschieben dieses einfach weiter nach hinten. Die körperlichen Einstiegshürden sinken und der Einsatzbereich vergrößert sich. Egal, ob komfortables Pendeln, Gravel-Action in den Bergen oder smartes Training.
Worauf kommt es bei Gravel-Bikes an?
Bevor ihr euch über euer zukünftiges Gravel-Bike Gedanken macht, sollte euch klar sein, wo und wie ihr fahren wollt und auf welche Eigenschaften ihr besonders Wert legt. Jedes Gravel-Abenteuer ist einzigartig: Unterschiedliche Untergründe, Wetterbedingungen, Topographien, Fahrstile, Fahrtdauern, Mengen an Gepäck und unvorhersehbare Hindernisse stellen euch, genauso wie das Gravel-Bike, vor unterschiedlichste Herausforderungen.
Die Fahrstabilität gibt an, wie nervös bzw. laufruhig sich das Bike bei verschiedenen Geschwindigkeiten verhält. Ein gutes Gravel-Bike sollte einen ausgewogenen Mix aus Agilität und Laufruhe bieten, Lenkimpulse präzise und berechenbar umsetzen, ohne sich aufzuschaukeln und sowohl auf schnellen Abfahrten als auch langsamen Kletterpassagen nicht nervös wirken.
Egal, ob schlechter Asphalt, grober Schotter, Waldwege oder Singletrails. Ein Gravel-Bike sollte für alles gewappnet sein und im besten Fall auf allen Untergründen richtig viel Spaß machen. Das heißt: ausreichend Grip, Komfort und sicheres Handling für roughe Passagen und gleichzeitig die Leichtfüßigkeit und Übersetzungsbandbreite für schnelle Geraden und steile Climbs.
Der leichtfüßige Antritt und die Effizienz bei hohen Geschwindigkeiten sind ein Haupt-Spaßfaktor auf dem Gravel-Bike. Hierbei spielen Gewicht, Gewichtsverteilung, Profil der Reifen, Sitzposition, Übersetzung und Anbauteile die Hauptrolle. Wer ein Gravel-Bike für kompromisslosen Topspeed sucht, sollte sich nach einem Gravel-Race-Bike umschauen.
Neben dem Ego-Push haben Haptik und Verarbeitungsqualität zudem auch einen echten Nutzen! Sie erleichtern die Handhabung, verbessern die Haltbarkeit und animieren einen, unterbewusst nach dem Ride zum Lappen zu greifen.
Komfort und Fahrspaß
Frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel”, sollte ein gutes Gravel-Bike in möglichst vielen Situationen durch einen hohen Fahrspaß bestechen und dazu anstacheln weiterzutreten. Der Fahrspaß wird dabei von allen vorherigen Testkriterien bedingt, um konstant ein Grinsen ins Gesicht zu zaubern, muss das Bike in allen Kategorien im richtigen Verhältnis glänzen.
Egal, ob roughe Abfahrten oder Langstrecken über schlechten Asphalt: Stöße, Schläge und Vibrationen, die das Bike an den Rider weitergibt, sorgen früher oder später für schmerzende Gelenke und eine schlechtere Kontrolle auf Abfahrten. Neben leichten Federgabeln setzen daher viele Hersteller auf Sonderlösungen, um auf die speziellen Anforderungen am Gravel-Bike einzugehen.
Da viele Gravel-Bikes auf zusätzliche Federelemente verzichten und die massiv gebauten Rahmen wenig Compliance bieten, sind sie oft auch noch allein für die Dämpfung verantwortlich. Die Wahl des richtigen Reifens ist also entscheidend, um am Ende nicht auf der Nase zu liegen, gut vom Fleck zu kommen und nicht durchgerüttelt zu werden. Reifenhersteller entwickeln daher konstant neue Reifenprofile, Gummimischungen, Karkassen und Reifengrößen für Gravel-Bikes.
E-Antrieb am Fahrrad
Im Dropbar-Segment ist dieser Trend aufgrund von Gewicht und gesetzlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen bisher weniger durchschlagend als im Rest der Bike-Welt. Die neueste Generation kompakter Motorsysteme schmälert den Gewichtsnachteil allerdings immer weiter. Hinterrad-Nabenmotoren wie der MAHLE X20 sind auf den ersten und zweiten Blick kaum noch zu erkennen und insgesamt sehr leicht.
Bikepacking mit dem Gravel-Bike
Für ein echtes Abenteuer braucht es meistens ein wenig mehr als nur einen Riegel und ein Multitool in der Trikot-Tasche. Anschraubpunkte für Taschen, Racks und Schutzbleche vergrößern das Einsatzgebiet des Gravel-Bikes enorm und ermöglichen es euch, euer Bike an verschiedene Bedingungen anzupassen.
Klar findet das ultimative Gravel-Adventure in unseren Köpfen bei strahlendem Sonnenschein statt. In der Realität können ein paar Schutzbleche aber den Unterschied zwischen spaßigen Matsch-Abenteuern und nass-kalter Kapitulation bedeuten. Die meisten Taschen werden immer noch klassisch mit Straps am Rahmen befestigt. Feste Anschraubpunkte erleichtern jedoch die Anbringung und verhindern ein Rutschen sowie Reibstellen auf dem Lack.
Kaum sind 1-fach-Antriebe am Gravel-Bike etabliert, kommt die nächste Neuerung um die Ecke - Mullet-Schaltungen. Was nach einer gewagten Frisur klingt, ist der neueste Trend im Antriebsbereich, bei dem eine Gravel-Kurbel mit einer großen Mountainbike-Kassette und passendem Schaltwerk kombiniert wird.
Nachteil ist natürlich das erhöhte Gewicht am Hinterrad. Wer nur im Flachland unterwegs ist, kann sich dieses Mehrgewicht also sparen.
Selbstreflexion beim Bike-Kauf
Vor einer Kaufentscheidung Gewissheit darüber zu haben, was die eigenen Bedürfnisse sind, ist entscheidend. Der Rat der eigenen Bike-Buddys ist zwar gut gemeint, richtet sich jedoch oft nach deren Vorlieben. Außerdem wächst das Gravel-Bike-Portfolio vieler Hersteller und die verschiedenen Interpretationen eines geländegängigen Dropbar-Bikes gehen teilweise sehr weit auseinander.
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