Main Donau Radweg: Eine umfassende Information

Der Main-Donau-Radweg ist eine beliebte Route für Radfahrer, die die malerischen Landschaften und historischen Stätten entlang des Main-Donau-Kanals erkunden möchten. Die Region der Deutschen Donau gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Süddeutschland. Europas zweitlängster Strom hat aber, neben den bezaubernden Flusslandschaften, auch jede Menge Kultur und sagenumwobene Geschichte zu bieten.

Die Etappen des Main-Donau-Radwegs

Beliebte Fahrradwege führen am Ludwig-Donau-Main-Kanal entlang. Sie lassen sich zu einer Tour verbinden, die von der Donau in Kelheim bis zur Regnitz in Bamberg führt.

  1. Die erste Etappe der Tour führt zuerst ein Stück auf dem Donauradweg und dann auf dem Fünf-Flüsse-Radweg entlang der Donau von Regensburg nach Kelheim (ca.
  2. Von Kelheim nach Berching (ca. 56 km) radelt man auf der zweiten Etappe weiter auf dem Fünf-Flüsse-Radweg. Dieser verläuft am Ufer des Main-Donau-Kanals über Essing, Riedenburg, Dietfurt a.d.
  3. Auf der dritten Etappe der Tour von Berching nach Nürnberg (ca. 67 Kilometer) folgen die Radler weiter dem Fünf-Flüsse-Radweg. Über Neumarkt i.d.OPf. gelangen sie in die alte Reichsstadt Nürnberg. Unterwegs zeigt sich der Ludwig-Donau-Main-Kanal von seiner idyllischsten Seite.
  4. In Nürnberg wechselt die Tour auf die Talroute des RegnitzRadwegs. Die vierte Etappe führt von Nürnberg bis Forchheim (41 Kilometer).
  5. Die fünfte und letzte Etappe führt von Forchheim nach Bamberg (40 Kilometer). In Eggolsheim lohnt ein Abstecher zur heute trockenen und sanierten Schleuse 94. In Pettstadt wird die Regnitz auf einer Gierseilfähre überquert. In Bamberg bildet die Schleuse 100 einen Höhepunkt fast am Ende der Tour.

Der erste Abschnitt der Tour (ca. 47 Kilometer) verläuft auf dem Altmühltal-Radweg. Wer per Bahn anreist, startet in Saal a.d. Donau und legt bis zum Startpunkt in Kelheim zusätzlich rund 7 Kilometer mit dem Rad zurück. Von Kelheim können Sie dann über Essing, Riedenburg und Dietfurt a.d. Auf dem zweiten Abschnitt der Tour folgen die Radler dem Fünf-Flüsse-Radweg. Über Berching und Neumarkt i.d.OPf. gelangen sie in die alte Reichsstadt Nürnberg.

Entlang des Kanals

Unterwegs zeigt sich der Ludwig-Donau-Main-Kanal von seiner idyllischsten Seite. Entlang der von wilden Wasserpflanzen bewachsenen Fahrrinne geht es vorbei an Schleusen und Schleusenwärterhäuschen, kleinen Brücken und Alleen. In Erlangen erinnert das Kanaldenkmal an die alte Wasserstraße, von der auf diesem Abschnitt nur wenige Spuren - zum Beispiel trockene Schleusen - erhalten sind. Über Forchheim führt der Weg nach Neuses an der Regnitz: Bis Bamberg nimmt nun der Main-Donau-Kanal den gleichen Verlauf wie sein Vorgänger. In Bamberg hat man noch einmal Gelegenheit, wie einst die Kanalschiffer übers Wasser zu fahren: Hier mündete der Kanal bei Schleuse 99 in die Regnitz.

Mitten durch Neumarkt verläuft der historische Ludwig-Donau-Main-Kanal. Idyllische Wege führen an seinem Ufer entlang. Die ebenen Strecken sind ideal für Radler und Wanderer. Der Ludwig-Donau-Main-Kanal wurde 1846 dem Verkehr übergeben. Seine heute noch erhaltenen Abschnitte gehören zu den schönsten Relikten deutscher Industriekultur und stehen unter Denkmalschutz. Im Lauf der Jahrzehnte haben sich das stille Wasser und seine Ufer zu einem natürlichen Lebensraum entwickelt.

Der Fünf-Flüsse-Radweg

Nachfolger des alten Kanals ist der Main-Donau-Kanal, an dem ebenfalls erlebenswerte Radwege verlaufen. Wegverlauf: Nürnberg - Unterölsbach - Berg - Neumarkt i.d.OPf. - Sengenthal - Mühlhausen - Berching - Plankstetten - Beilngries - Dietfurt a.d.

Charakteristik und Beschilderung

Fast immer eben, kaum Steigungen, als schöne Tagestour auch für Familien geeignet. Fast überall auf solid befestigten Wegformaten, teils auf Radwegen. Beschilderung: wo es möglich ist, dem Fünf-Flüsse-Radweg folgen; zwischen Neumarkt und Plankstetten hinreichend beschildert. Länge: 54,4 km.

Wegbeschreibung

Am besten nehmen wir die S-Bahn nach Burgthann; etwa 200 m südlich des Bahnhofs stoßen wir auf den Fünf-Flüsse-Radweg, auf dem wir - immer dem Alten Kanal folgend - bis Rasch radeln. Beeindruckende Hangeinschnitte und das 40 Meter hohe Kettenbach-Viadukt zeugen von den Strapazen, die mit dem Bau des König-Ludwig-Donau-Main-Kanals verbunden gewesen sein mussten! Immer dem Alten Kanal folgend, erreichen wir das Landesgartenschaugelände von Stadt Neumarkt. Eine zünftige Einkehr in der historischen Altstadt ist nun fällig! - Nachdem wir uns gestä rkt haben, setzen wir unsere schöne Tour am Alten Kanal fort. Fast immer im Wald, radeln wir auf dem Treidelpfad fast eben dahin. Geraume Zeit später begrüßt uns Mühlhausen, und weiter geht es ins historische Berching. Etwas später stoßen wir in Plankstetten mit seinem sehenswerten Kloster wieder auf den Fünf-Flüsse-Radweg, und bald kommen wir nach Beilngries. Der historische Stadtkern lohnt einen Besuch! - Weiter führt unsere Tour, auf beiden Seiten von Felswänden flankiert radeln wir altmühlabwärts bis ins schöne Dietfurt, wo wir unsere Tour zufrieden beenden.

Weitere Informationen

Der Donauradweg gilt als eine der schönsten Radtouren Europas. Vor allem der Abschnitt zwischen Passau und Wien gilt als wahrer Klassiker. Der Donauradweg ist auch gastronomisch bestens erschlossen. Man darf sich also nach jeder Etappe auf eine wohltuende Mahlzeit und ein gemütliches Bett in einem schönen Hotel oder Gasthof freuen. Bucht man die Reise bei einem Radreiseveranstalter, kümmert sich dieser in der Regel auch um den Gepäcktransport. So muss man sich beim Packen weder einschränken noch die Planung übernehmen.

Direkt entlang der blauen Donau verläuft der beliebteste deutsche Radweg. Start der Donau Radtour ist die erste Etappe von Donaueschingen nach Donauwörth, das inmitten einer reizvollen Naturlandschaft liegt. Am Anreisetag sollten sich alle Radreisenden genügend Zeit nehmen, um sich mit dem Ursprung der Donau auseinanderzusetzen und die historische Donauquelle im Schlosspark zu besichtigen. Nicht zu verfehlen, zwischen Schloss und Stadtkirche, entspringen hier symbolisch die Wogen der jungen Donau aus einem in Stein gefassten Brunnen. Zwei Marmorfiguren, die Mutter „Baar“ und die „Tochter Donau“, zeugen an dieser Stelle von der Entstehung des Flusses.

In jedem Falle hat das kühle Nass, so wie es hier in Donaueschingen aus der Erde sprudelt, traumhafte Auenlandschaften geformt, die den Donau Radweg zu einem der beliebtesten Radreise-Klassiker in Europa machen.

Am folgenden Tag geht es auf dem Rad durch die sogenannte „Baar“ nach Mühlheim. Inmitten dieser einmaligen Landschaft zwischen Schwäbischer Alb und Schwarzwald, radelt man etwas weniger als 50 km Richtung Mühlheim, vorbei an den Orten Geisingen, Immendingen, Möhringen und Tuttlingen. Zwischen Immendingen und Möhringen gibt es die Besonderheit der sogenannten “Donauversickerung” - ein imposantes Naturschauspiel bei dem das Wasser des Flusses fast vollständig im Flussbett verschwindet. Das Donauwasser versickert nicht im Boden, sondern fließt nach unten hin ab - in ein unterirdisches Karstwassersystem, das etwa 12 km weiter das Wasser am Aachtopf wieder an die Oberfläche befördert. An durchschnittlich 155 Tagen im Jahr versickert die Donau. Auf diese geologische Besonderheit der unterirdischen Donau weisen am Flussufer auch mehrere hölzerne Schilder hin.

Die zweite Etappe entlang der Donau führt nach Sigmaringen. Highlight dieser etwa 49 km langen Strecke ist der Donaudurchbruch bei Beuron. Eingerahmt von den bis zu 200 m hohen Kreidefelsen führt das Flusstal durch die imposanten Jurakalk-Steinwände der Schwäbischen Alb. Teilweise liegen hier die schroffen Kalkstein-Felsen frei und glänzen in der Sonne. Ein wunderschöner Kontrast zu den blauen Wogen des Flusses und den saftig grünen Auenwiesen. Trotz der kleinen Steigungen kann man das enge Tal mit dem Fahrrad ganz bequem durchqueren. In Sigmaringen, dem heutigen Etappenziel verweilten einst die Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Nun ist es die bekannteste Sehenswürdigkeit von der Stadt: das Residenzschloss auf dem Schlossberg - direkt an der Donau. Märchenhaft thront das Schloss auf einem freistehenden Felsen und zeigt sich in seiner ganzen Pracht. Der Schein trügt nicht: das Schloss ist das größte seiner Art im ganzen Donautal. Eine Besichtigung der prächtigen Säle mit ihren Möbeln und dem feinen Porzellan, die Waffensammlung und die Bibliothek hauchen der spannenden Geschichte des Schlosses aus dem 11.

Ganz im Zeichen der Geschichte steht die dritte Etappe des Donau Radweges. In Hundersingen haben Sie die Möglichkeit das Heuneburgmuseum zu besuchen, in dem zahlreiche Zeugnisse aus der Keltenzeit bestaunt werden können. Auf dem sogenannten „Archäologischen Weg“ führt es die Urlauber mit dem Fahrrad zum Ende des Tages nach Riedlingen. Hier kann die Heuneburg, eine der wichtigsten keltischen Siedlungen, besucht werden. Die erste Besiedlung fand hier in der Mittelbronzezeit zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert v. Chr. statt. Einige Kilometer weiter erwartet Sie in Zwiefaltendorf ein verwunschenes Wasserschloss direkt an der Donau, dessen Geschichte bis in das 11. Jahrhundert zurückreicht. Sehenswert ist auch das Kloster Zwiefalten, das in den 70er und 80er Jahren umfassend restauriert wurde.

Heute wird Ihr Weg entlang der Donau kurz unterbrochen. Auf dem Weg nach Ulm radeln Sie durch das schöne Biosphärengebiet Schwäbische Alb über Allmendingen nach Blaubeuren. Direkt hinter dem Benediktinerkloster befindet sich der sagenumwobene Blautopf. Der kleine trichterförmige See leuchtet in der Sonne wie ein Tintenfass. Hier entspringt die Blau, fließt 22 km Richtung Ulm und mündet dort schließlich in die Donau. Die in hellem blau und grün leuchtende Quelle hat tatsächlich etwas Mystisches an sich. Das weit verzweigte Höhlensystem unter der Karstquelle ist ein Highlight für Taucher. Das Naturschauspiel inspirierte auch Eduard Mörike 1853 zu seiner “Historie von der schönen Lau” in der die “Wasserfrau mit langen fließenden Haaren” am Blautopf ihr Lachen wiederfindet. Manch Einheimischer erzählt, dass die Nixe seitdem vereinzelt wieder aufgetaucht sei. Das romantische Kleinod ist jedenfalls sehenswert und im Café nebenan finden auch Radler einen idyllischen Platz für eine Pause, bevor es entlang der Blau über Blaustein direkt nach Ulm weitergeht.

Den Beinamen Doppelstadt trägt Ulm aufgrund der Lage in Schwaben und Bayern (Neu-Ulm auf der anderen Seite der Donau). Während eines Rundgangs in der Geburtsstadt Albert Einsteins, können Sie auch die Gelegenheit nutzen und die 768 Treppenstufen des Ulmer Münsters emporsteigen. In Richtung Dillingen geht es auf der fünften Etappe ohne nennenswerte Steigungen weiter an der Donau entlang. In Elchingen können Sie nach den ersten zwölf Kilometern der heutigen Etappe eine kleine Pause einlegen und die Wallfahrtskirche besichtigen. Die dreischiffige gotische Basilika aus dem Jahre 1142 wurde nach einem Brand Ende des 18. Jahrhunderts restauriert. In der großen Schlacht um Ulm 1805, die auch im näheren Umfeld des angeschlossenen Klosters Elchingen seinen Lauf nahm, nutzte Napoleon die Anlage als Herberge. In Günzburg lohnt sich ein Abstecher zur Frauenkriche in der Ortsmitte. Baumeister Dominikus Zimmermann verlieh der Kirche ihren unverkennbaren Rokoko-Stil. Nach einer Übernachtung in der alten Residenzstadt Dillingen wird die Tour zum Zielpunkt Donauwörth fortgesetzt.

Über Höchstädt mit dem Schloss Pfalz-Neuburg führt der Weg nach Donauwörth weiter durch die malerischen Donauauen. In der Altstadt von Donauwörth, der Donauperle an der Romatischen Straße, belohnen Sie sich für die Radreise am Fluss mit einem besonders guten Essen. In Donauwörth kreuzte einst der vorrömische Handelsweg zwischen Nürnberg und Ausgburg die Donau. Im ehemaligen Kapuzinerkloster ist das Käthe Kruse Puppenmuseum untergebracht, das mit seiner Sammlung nicht nur Kinder begeistert.

Gleich vier Schlösser liegen heute auf dem Weg nach Ingolstadt - Schloss Leipheim bei Günzburg, Schloss Bertholdheim und Schloss Stepperg. Highlight ist jedoch das Schloss Neuburg. Die Wände des traumhaften Innenhofs sind mit Sgraffitotechnik dekoriert und sorgen zusammen mit den vielen Arkadengängen für ein einzigartiges Ambiente. Durch kleine Wälder verläuft der letzte Streckenabschnitt bis nach Ingolstadt, wo sie die alte Stadtmauer und weitere Festungsanlagen besichtigen können. Diese sind Zeugnis der Stadtgeschichte, in der sich auch der Begriff der “Schanzer” durchgesetzt hat.

Frisch gestärkt geht es an diesem Tag entlang der Donau in Richtung Kelheim. Kurz hinter Bad Gögging ereichen Sie das 617 n.Chr. gegründete Kloster Weltenburg. Inmitten der tollen Kulisse im Innenhof des Kloster können Sie im Biergarten einkehren und sich das Bier aus der ältesten Klosterbrauerei der Welt mit einem bayerischen Schmankerl schmecken lassen. Das Kloster liegt in der wunderschönen Donauschlinge direkt am Donaudurchbruch, den Sie an diesem Tag noch mit dem Schiff erkunden. Die Schifffahrt durch den malerischen Donaudurchbruch ist ein unvergessliches Erlebnis.

Nach der Übernachtung in Kelheim können Sie mit einer kleinen Wanderung zur Befreiungshalle auf den Michelsberg in Kelheim starten. Ludwig I. gab den Bau des mächtigen Rundbaus in Auftrag. Im Innern sind die Statuen der Siegesgöttinnen zu sehen, die stellvertretend für die 18 Volksstämme stehen und an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon erinnern sollen. Auf dem Weg zu dem monumentalen Bauwerk, das 1863 eingeweiht wurde, genießt man einen wunderbaren Blick auf das Donautal und Kelheim.

Nach der etwa 40km langen Fahrt über Bad Abbach und Sinzing erwartet Sie mit Regensburg eine einzigartige bayerische Großstadt, die sogar seit 2006 zum UNESCO-Welterbe gehört. In der Geschichte nimmt die Stadt als politisches Zentrum des Heiligen Römischen Reiches und somit Tagungsort des Immerwährenden Reichstags bis 1806 eine herausragende Stellung ein. Die charmante Donaustadt hat neben den vielen Sehenswürdigkeiten wie die Domkirche, Schloss St. Emmeram und die Steinerne Brücke, die als die älteste Deutschlands gilt, besonders eines zu bieten: eine wunderbare Atmosphäre.

Die zehnte Tagesetappe der Donau Radtour umfasst die etwa 50 km lange Strecke von Regensburg nach Straubing. Eine erste Rast können Sie kurz hinter Donaustauf einlegen. Die große Gedenkhalle Walhalla wurde nach dem Vorbild des römischen Pantheon gebaut und 1842 eingeweiht. Der bayerische König Ludwig I. initiierte die Erbauung der Gedenkstätte, in der bekannte deutsche Persönlichkeiten verewigt wurden. In der mit Marmor verkleideten Halle befinden sich zur Zeit 130 Büsten und 65 Gedenktafeln. Von der Aussichtsplattform vor dem Ehrentempel genießen Sie nach dem Rundgang einen wunderbaren Blick in das Donautal.

Weiter geht die Fahrt zum Schloss Wörth, dem Wahrzeichen der Stadt und zeitgleich eines der größten Schlösser in Bayern. Nach dem Bau im 10. Jahrhundert wurde das Schloss immer weiter ausgebaut bis es schließlich im 16. und 17. Jahrhundert durch das Zutun des Pfalzgrafen Johann III. seine heutigen Ausmaße erreichte. Auch in Straubing, dem heutigen Zielort, erwartet Sie ein markantes Bauwerk: der 68m hohe Stadtturm. Obwohl der Turm, dessen Bau zu Beginn des 14. DonaustaufWörth a.d. Wörth a.d.

Von Straubing aus radeln Sie heute Richtung Bogen, einer der bekanntesten Wallfahrtsorte in Bayern. Hier soll der Sage nach im Jahre 1104 ein steinerndes Marienabbild am Donauufer angeschwemmt worden sein. Das Treibgut wurde in die Kapelle auf dem Bogenberg gebracht, der auch heute noch das Ziel vieler Pilger ist. Weiter geht es an der Donau bis zum Kloster von Metten. Seit seiner Gründung im Jahr 766 wird es bis heute bewohnt und ist mit seinen klassischen Barockelementen äußerst sehenswert. Von Metten aus ist es nur noch ein kurzes Stück bis nach Deggendorf, dass sich selbst als “Tor zum Bayerischen Wald” betitelt. Von Deggendorf sind es nur noch etwa 60 km bis in die Dreiflüssestadt Passau. Einen lohnenswerten Zwischenstopp können Sie am Kloster Niederaltaich einlegen. Im lauschigen Innenhof oder in den kühleren Gewölben des Klosters schmeckt die bayerische Brotzeit besonders gut. Schon bei der Ankunft in Passau erblickt man einen der drei Ströme, die das malerische Stadtbild beherrschen. Hier fließen die Flüsse Inn, Ilz und Donau zusammen. Barocke Architektur, enge Gassen und Straßenmusiker sorgen in Passau für ein italienisch anmutendes Flair. Charmanterweise wird Passau auch das bayerische Venedig genannt. Die Altstadt auf der Landzunge zwischen Donau und Inn bietet nicht nur neben dem Wittelsbacher Brunnen und dem Dom St. Stephan viele weitere Kulturdenkmäler. Ein herrliches Panorama auf das Drei-Flüsse-Eck genießen Sie auch vom Vester Oberhaus. Die 1219 gegründete Burg liegt der Altstadt gegenüber und war einst die Residenz des Bischhofs.

Nach Passau verlässt man Niederbayern und passiert die Grenze zu Österreich. Die Reise geht entlang an der schönen, sagenumwobenen Donau in Richtung des österreichischen Engelhartszell. Hier befindet sich das einzige Trappisten-Kloster Österreichs und gleichzeitig eine wunderschöne Stiftskirche im Rokoko-Stil. Auf ihrem Weg durch das Naturschutzgebiet Donauleiten kommen Sie auch an der berühmten Schlögener Schlinge vorbei. Ein Naturschauspiel, auf das die Oberösterreicher besonders stolz sind. Der Aussichtspunkt und der Naturlehrpfad geben einen Überblick über das Naturschauspiel der Flussschleife. Übernachtet wird am Ende dieser Tagesetappe beispielsweise in St. Heute verlassen Sie das Obere Donautal und radeln etwa 50 km bis nach Linz. Auf dem Weg nach Linz empfehlen sich heute Zwischenhalte: Aschach oder Ottensheim. Letzteres bietet mit Schloss am Donauufer und traditionellem Marktplatz eine herrliche Kulisse für eine Verschnaufpause. Weiter geht es nach Linz - Oberösterreichische Landeshauptstadt und gleichzeitig drittgrößte Stadt Österreichs. Linz ist nicht nur für Sissi-Fans interessant - obwohl Elisabeth, die Kaiserin von Österreich hier ihren Franz Joseph ehelichte und wohl auch das erste Mal die Backkunst der gleichnamigen Linzer Torte probierte.

Die erste Zwischenstation am heutigen Tag ist das Kloster St. Florian im Südosten von Linz. Das bekannte Barockkloster mit Stiftsbasilika wurde 1750 fertiggestellt, anhand gefundener Mauerreste kann man die Geschichte der Wallfahrtsstätte bis ins das 4. Jahrhundert zurückverfolgen. Sehenswert sind neben dem prachtvollen Bauwerk auch die Gärten und Parkanlagen rund um das Kloster. Weiter führt der Donauradweg vorbei an Wiesen und durch kühle Wälder bis man mit dem Rad Enns erreicht, die vermeintlich älteste Stadt Österreichs. Ein Stadtrundgang führt an der St. Laurenzkirche und am Stadtturm vorbei, von dem Sie den weiten Blick über die Stadt genießen können. Ab Enns geht über Hütting in das hübsche Barockstädtchen Grein. Lassen Sie sich in Grein ein wenig durch die kleinen Gassen mit ihrem nostalgischen Charme treiben. LinzSt. St. Heute erwartet Sie eine der landschaftlich reizvollsten Abschnitte an der Donau. Die Donau mäandert durch die leuchtenden Täler des Strudengaus, um das sich viele Legenden spannen: neben...

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