Mathieu van der Poel: Fahrradgröße und Details seines Canyon Aeroad CFR

Mathieu van der Poel, einer der Superstars des Profi-Radsports, fährt ein Canyon Aeroad CFR. Das Aeroad CFR ist das Flaggschiff unter den Canyon Aero-Rennrädern. Das neue Rad, hat sich gegenüber über dem Vorgängermodell in allen Punkten verbessert.

Das Canyon Aeroad CFR von Mathieu van der Poel

Das Canyon Aeroad von Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) wurde vor die Linse genommen. Der Top-Star fährt wie seine Teamkollegen um Sprinter Jasper Philipsen eine bislang unveröffentlichte Rennmaschine aus Koblenz. Im Vergleich zum aktuellen Modell zeigt das Bike kaum sichtbare Änderungen. Der Lenkkopf und das Unterrohr wirken etwas filigraner, der Übergang zum Oberrohr ist minimal kantiger. Neu konstruiert ist zudem der Übergang zwischen Sitzstreben und Sitzrohr. Die Ausfallenden auf der Antriebsseite sind verschlossen. Die Klemmung der Aero-Sattelstütze sitzt nun im Ober- statt im Sitzrohr. Das überarbeitete Canyon Aeroad von Mathieu van der Poel ist am etwas dickeren Sitzknoten zu erkennen. Grund: Die Klemmung der Sattelstütze ist nun wie beim Ultimate ins Oberrohr integriert. Beim Vorgänger saß diese auf der Rückseite des Sitzrohrs zwischen den Sitzstreben.

Van der Poel fährt (natürlich) einen CFR-Rahmen, bei Canyon das High-End-Pendant zu den S-Works-Modellen bei Specialized oder den Reparto-Corse-Rädern bei Bianchi.

Details des Canyon Aeroad von Mathieu van der Poel

Neben dem modifizierten Rahmen unterscheidet sich das Canyon Aeroad von Mathieu van der Poel durch weitere Details von den Aeroads seiner Teamkollegen: Passend zum weißen Design sitzt van der Poel auf einem farblich abgestimmten Selle-Italia-Sattel mit Carbon-Gestell. Auf dem Steuerrohr ist ein 3D-Logo mit den Initialen des Niederländers angebracht. Für die Flachetappe von Dax nach Nogaro setzte van der Poel auf die Kettenblatt-Kombi 54/40 Zähne und eine Kassette mit 11-34-Abstufung. Auf den Hochprofil-Laufrädern von DT Swiss sind 28 Millimeter breite Tubeless-Reifen von Vittoria montiert. Seinen Wahoo-Computer befestigt der Allrounder in einem 3D-gedruckten Halter.

Das Rahmen-Set von Van der Poel zeichnet sich zudem durch zahlreiche Details aus, die an seinen Parforceritt bei der Straßen-WM im Vorjahr erinnern: Farbtupfer in Regenbogen-Farben, die Startnummer unter dem Tretlager, die der Niederländer in Glasgow trug, oder die Daten seiner Triumphfahrt auf der Unterseite des Oberrohrs. Für die erste Etappe kombinierte der 29-Jährige eine 54/40-Kurbel mit einer 11-34-Kassette von Shimano. Der japanische Komponentenriese stellt auch die Laufräder: Auf den C50 sind 28 Millimeter breite Tubeless-Reifen von Vittoria montiert. An der Sattelstütze (SP0075) ist der Startnummernhalter angeschraubt. Um Gewicht zu sparen, fährt der Alpecin-Profi vorne wie hinten Scheibenbremsen mit einem Durchmesser von 140 Millimetern.

Die Bedeutung von Paris-Roubaix für die Entwicklung des Aeroad CFR

Die Canyon CFR Ingenieure nutzen Paris-Roubaix als ultimativen Maßstab für das Bike und sind bei jeder Austragung vor Ort, um die Rahmen vor und nach dem Rennen zu begutachten und zu testen. "Roubaix ist das ultimative Testgelände für ein Rennrad. Glatter Asphalt belastet das Bike kaum, aber der kurze Abstand zwischen diesen rauen und kantigen Pflastersteinen erzeugt eine sehr intensive Belastungsfrequenz. Diese massiven Erschütterungen wirken permanent auf den Rahmen ein, wodurch das Bike stark durchgeschüttelt und beansprucht wird. Das bedeutet, dass sich im Laufe des Rennens Dinge am Rad lösen könnten: Klemmverbindungen, Spiel im Steuersatz und vieles mehr.

Abseits des Rennens verwenden Lukas und sein Team auch spezielle „Shaker“-Testaufbauten, um die Auswirkungen des Kopfsteinpflasters zu simulieren und festzustellen, welche spezifischen Teile des Rahmens am stärksten beansprucht werden und daher am ehesten durch Carbon-Verstärkungen stabilisiert werden müssen. Paris-Roubaix hatte auch unmittelbaren Einfluss auf die neue Gabel des Aeroad CFR, nachdem die Bikes bei den extremen Wetterbedingungen des Rennens 2021 bis an ihre absolute Grenze belastet wurden.

„Um die Carbonfasern bei der Herstellung neuer Rahmen in die richtige Richtung zu bringen, müssen wir verstehen, was passiert - woher die Lasten kommen und wohin sie gehen. "Wir haben das Aeroad strukturell optimiert, um ein Carbon-Layup zu erreichen, das unsere Ziele im Bereich Steifigkeit erfüllt und gleichzeitig enorm robust ist, wenn es über das Kopfsteinpflaster von Roubaix geht. Obwohl das Aeroad ein aerodynamisches Bike ist, soll es dennoch so leicht wie möglich sein. Deshalb haben wir das Carbon-Layup optimiert, indem wir uns die „Tensorplots“ unserer Simulationen angesehen haben.

Die Rolle von Canyon Factory Racing (CFR)

Die Liebe zum Detail und die Akribie, mit der Canyon das Aeroad in Roubaix getestet hat, spiegeln die Philosophie von Canyon Factory Racing (CFR) wider. CFR ist das fortschrittliche Canyon Entwicklungsprogramm mit dem stetigen Bestreben, die Performance der Bikes auf die nächste Stufe zu heben. Lukas Birr sieht den Kern von CFR so: „CFR bedeutet für mich, das bestmögliche Produkt zu entwickeln, damit die Profis Rennen gewinnen können. Um dies zu erreichen, dürfen wir nie zufrieden sein und müssen immer nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen.

Technische Details und Anpassungen

Van der Poel fährt einen serienmäßigen Rahmen in Größe L - allerdings im Custom Design. Verzögert wird an van der Poels Rad wahlweise mit 160 oder 140 Millimeter Scheiben vorne und 140 Millimeter Discs hinten.

Cockpit

Das sehr cleane Cockpit ist aber nicht nur in Punkto Kabelverlegung ein kleines technisches Kunstwerk. Der Lenker lässt sich auch problemlos in der Breite von 390 Millimeter auf 430 Millimeter „ausfahren“. Van der Poel hat sein Canyon CP0018 Aero-Cockpit mit 130 Millimeter Vorbaulänge auf eine Lenkerbreite von 410 Millimeter eingestellt. Als Headunit verwendet er wahlweise den Wahoo Elemnt Bolt oder Roam.

Das Cockpit an van der Poels Rennmaschine bietet Canyon auch für Hobbysportler an - allerdings nur als Nachrüstoption und nicht in den Profi-Dimensionen des Allround-Talents. Bei einer Vorbaulänge von 110 Millimetern war dessen Sonderanfertigung nur 370 Millimeter breit. Ab Werk schrauben die Koblenzer mindestens 420 Millimeter breite Lenker-Vorbau-Kombis an die Räder, die Vorbauten variieren je nach Rahmengröße zwischen 60 und 80 Millimetern. Die sportlichste Version im Zubehör-Shop misst 110/400 Millimeter.

Laufräder und Reifen

Van der Poels Aero-Bike „läuft“ auf Shimanos C-Wheels und Vittoria-Reifen. Bei den Laufrädern entscheidet der Niederländer nach Topographie für Modelle mit 40, 50 oder 60 Millimeter hohen Carbonfelgen. Seine Reifenwahl fiel zuletzt bei der BinckBank Tour und bei Lüttich-Bastogne-Lüttich auf die Schlauchreifen Vittoria Graphene 2.0 in einer Breite von 28 Millimetern.

Bei den Reifen entschied sich van der Poel für schnelle Terreno Zero seines Ausrüsters Vittoria. Mit 38 Millimetern fielen diese etwas schmaler aus als bei vielen aktuellen Gravelbikes.

Weitere Details

Obwohl Canyon der zweiten Generation des Grail ein Staufach für ein Pannen-Set im Unterrohr spendierte, setzte “MvdP” lieber auf die altmodische Lösung und fixierte eine CO2-Pumpe von SKS, Modell Airbuster, per Klebeband an der Carbonstütze. Das Ganze schaut zwar etwas nach einer Bastellösung aus, dürfte bei einem Reifenschaden aber die schnellere Alternative sein.

Erfolge mit dem Canyon Aeroad

Schon vor der offiziellen Präsentation hat Alpecin Fenix-Profi Mathieu van der Poel mit dem neuen Canyon Aeroad CFR schon mehrere Siege eingefahren. Der Niederländer, der auf dem Vorgängermodel 2019 das Amstel Gold Race gewann, siegte auf dem neuen Aeroad bereits bei Tirreno-Adriatico sowie der Binck Bank-Tour. Das Arbeitsgerät des 28 Jahre alten Niederländers ist das schnellste Rennrad im Peloton. Davon profitierte auch Teamkollege Jasper Philipsen, der bei der Tour de France 2023 schon vier Etappen gewonnen hat.

Technische Daten im Überblick

Hier eine Tabelle mit den wichtigsten technischen Daten des Canyon Aeroad CFR von Mathieu van der Poel:

Komponente Spezifikation
Rahmengröße L (Custom Design)
Bremsen 160/140 mm Scheiben vorne, 140 mm Discs hinten
Cockpit Canyon CP0018 Aero-Cockpit, 410 mm Breite, 130 mm Vorbaulänge
Kurbel 54/40
Kassette 11-34
Laufräder Shimano C-Wheels (40, 50, 60 mm)
Reifen Vittoria Graphene 2.0 (28 mm), Terreno Zero (38 mm)
Sattel Selle Italia (farblich abgestimmt, Carbon-Gestell)

Verfügbarkeit

Dieses Bike ist jetzt käuflich zu erwerben und bietet Fans die Möglichkeit, mit genau den gleichen Spezifikationen wie Mathieu zu fahren. Ab Donnerstag, dem 10. April, ist das neue Aeroad Tensor CFR exklusiv auf Canyon.com oder über die Canyon App erhältlich. Dort sind auch Informationen zum Thema Bike-Service, kompatible Ersatzteile und Explosionszeichnungen zu finden.

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