Cross-Country (XC) MTB-Laufräder spielen eine entscheidende Rolle für die Performance auf dem abwechslungsreichen und technischen Terrain dieser Disziplin. Häufige Fragen betreffen ihr geringes Gewicht, die ideale Felgenbreite, den Rollwiderstand, die für technische Trails erforderliche Robustheit und die Kompatibilität mit Tubeless-Systemen. Weitere Fragen betreffen die verwendeten Materialien (Aluminium oder Carbon), die Nabentechnologie und die Bedeutung der Speichen für die Fahrdynamik.
Die Bedeutung von Laufrädern für die MTB-Performance
Laufräder gelten als das beste Tuning fürs MTB. Doch stimmt das wirklich? Und was bieten aktuelle Nachrüstsätze? Ein neuer Laufradsatz kostet ein Vielfaches, dennoch gelten die Rundlinge als das Tuning-Mittel schlechthin. Ist dem wirklich so? Und für wen oder wann lohnt die Investition? Ist Carbon dabei das Nonplusultra, oder eignen sich auch gute Alu-Sätze?
Tatsächlich weisen die getesteten Laufräder zumeist attraktive Gewichte auf, die deutlich unter denen eines "08/15-Satzes" in einem 3000-Euro-Fully liegen dürften. Logo, die Carbonis wiegen dabei weniger als die Alu-Modelle: im Schnitt 265 g pro Satz. Wobei die beiden Kohlefaser-Wheels von Acros und Newmen mit unter 1600 g Paargewicht echte Traumwerte erreichen - bei voller Enduro- und hoher Gewichtsfreigabe (Acros nennt gar keine Beschränkung).
Die Ingenieure um Mavic legten bei der Entwicklung des Crossmax Pro Carbon größten Wert auf das Gewicht und ein ausgeklügeltes Felgenprofil, um dem Reifen die optimale Stabilität zu bieten.
Mavic Crossmax Pro Carbon: Ein genauerer Blick
Gelb. Das ist meine erste Assoziation mit Mavic, wenn ich an den traditionsreichen Hersteller von Fahrradkomponenten denke. Da ist es doch etwas verwunderlich, dass Mavic ihre Flaggschiffe aus Carbon für den Cross-Country und All-Mountain Bereich nicht plakativ, sondern nur besonders dezent mit der Signalfarbe markiert. Warum sich der Crossmax Pro Carbon trotzdem die gelbe Banderole um den Nabenkörper verdient hat, könnt ihr in den folgenden Absätzen erfahren:
Der Mavic Carbon Laufradsatz kommt mit je 24 zweifach gekreuzten Stahlspeichen und einer Carbonfelge mit 23 Millimeter Maulweite daher. Der Crossmax Pro Carbon zeigt sich im Seitensteifigkeitstest wenig nachgiebig, sprich recht direkt im Fahrverhalten. Im Beschleunigungstest pendelt sich der Wert im Mittelfeld ein.
Der Hersteller Mavic ist seit Jahren sowohl im Rennrad- als auch im MTB-Bereich eine sichere Bank. Vorhang auf für den Crossmax Pro Carbon!
Technische Details des Crossmax Pro Carbon
- Laufradsatz Gewicht: 27,5" 1470 g 29" 1510 g
- Felgen: Maße 23-584, 23-622
- Innenweite 23 mm
- Außenweite 28 mm
- Material Carbon (UD)
- Naben: Lagerung gedichtete und einstellbare Industrielager
- Achsstandard Boost und Non-Boost
- Bremsscheibenaufnahme Disc 6-Loch
- Material Aluminium
Erster Eindruck und Testfahrt
Wenige Tage vor der Flucht in den Süden erhielt ich zwei große Kartons, in denen sich die Laufräder befanden. Ein großes Grinsen machte sich in meinem Gesicht breit, die Crossmax Pro Carbon sahen genauso hochwertig aus, wie ich es mir erwartet hatte. Hier hat Mavic mal wieder ein absolutes Schmuckstück abgeliefert. Schnell war die Kassette auf dem Freilaufkörper montiert und die Bremsscheiben mit den beiliegenden Disc-Befestigungsschrauben mit dem Nabenkörper vereint.
Die insgesamt vier Sperrklinken kommen paarweise zum Eingriff und sorgen so für eine bessere Kraftübertragung und eine erhöhte Fahrdynamik, denn der Abstand zwischen zwei Sperrpositionen des Freilaufs beträgt nur 7,5°. Mir fallen direkt die abgeflachten Speichen ins Auge, diese sind konifiziert und nicht gekröpft.
Bereits auf den ersten Metern fällt mir eine ungewohnte Leichtigkeit auf. Während den Intervallen erwische ich mich immer wieder, wie ich die errechneten Leistungsbereiche unbewusst verlasse und kurze Rampen gnadenlos hochdrücke. Bereits nach 80 Minuten erreiche ich die bekannte Din Bar am Colle del Melogno und bin absolut begeistert von den Mavic Laufrädern.
Mit einigen kräftigen Pedaltritten starte ich in den Trail und bin von der Antriebsneutralität und der Seitensteifigkeit der Laufräder begeistert. Die Mavic Crossmax Pro Carbon Laufräder gepaart mit den Mavic Pulse Pro Reifen und einem geringen Luftdruck generieren jedoch eine solche Traktion, dass dieser Anstieg problemlos bezwungen werden kann.
Mavic Deemax DH: Für den harten Einsatz
Ich war extrem erfreut, als ich gehört habe, dass ich einen Satz Mavic Deemax DH testen darf, obwohl ich eigentlich seit vielen Jahren auf hochwertigen Carbon-Laufrädern unterwegs bin. Persönlich verbinde ich Mavic nur mit positiven Erlebnissen, trotzdem kenne ich viele, die noch zu der Zeit von 26“ ziemlich von der Ersatzteilversorgung und etwas exotischen Speichen enttäuscht worden sind.
Allerdings hat sich Mavic die durchaus verständliche Kritik wohl zu Herzen genommen und die neuen Laufräder mit herkömmlichen Messerspeichen ausgestattet. Diese sind heute sogar einzeln für jedes Laufrad zu kaufen und liegen sogar schon bei den Laufrädern dabei, obwohl die meisten von uns diese wahrscheinlich nie brauchen werden, aber trotzdem ein Plus an Unbeschwertheit mit sich bringt.
Die Felgen sind schon ab Werk für das Fahren ohne Schlauch abgeklebt. Das Felgenband ist dabei auch recht glatt, wodurch sich der Reifen sehr gut aufziehen lässt. Ich habe die Laufräder mit Continental Argotal getestet bzw. fahre sie tatsächlich immer noch.
Nach vielen coolen Runs kann ich heute jedenfalls folgendes Fazit ziehen: Die Deemax DH sind was für dich, wenn du bergab die maximale Performance und Haltbarkeit suchst. Das Gewicht ist mehr als okay. Entwickelt für den harten Downhill Einsatz, aber definitiv geeignet für ein abfahrtsorientiertes Enduro und E-Bike sowieso.
Mavic hat eine absolut geile Qualität und einen durchdachten Lieferumfang. Probleme von damals sind heute Geschichte. Um Spaß am Biken zu haben, muss man auf keinen Fall tiefer in die Tasche greifen. Der Preis ist in meinen Augen echt fair.
Mavic Crossmax: Erschwingliche Technologie für Jedermann
Der Name Crossmax ist in der Welt des XC-Fahrens und -Rennens wohlbekannt. Diese neuen Laufräder bieten viele der gleichen Funktionen und Technologien wie Profi-XC-Rennräder, aber zu einem deutlich erschwinglicheren Preis. Ein Highlight ist unsere UST-Technologie, die eine einfache Montage von Tubeless-Ready-Reifen ermöglicht und dir alle Vorteile wie bessere Traktion, mehr Kontrolle, ein sanfteres Fahrgefühl und weniger Risiko von Reifenpannen bietet.
Das leichtere Design der Infinity-Nabe optimiert die Seitensteifigkeit und die Speichenspannung. Unser Instant Drive 360-Freilauf mit Doppelsperrklinkensystem sorgt für schnelles Einrasten und höchste Zuverlässigkeit.
Technische Spezifikationen des Crossmax
- Gewichtspaar: 1770 g
- Material: Maxtal
- Innenbreite: 25 mm
- Bohrung: traditionell (vorne/hinten 24 löcher)
- Bremsen: Scheibenbremsen
- Reifen: UST Tubeless Ready - Verwendung mit Mavic Tubeless Tape
- Material: stahl
- Körpermaterial: aluminium
- Achsgröße: vorne 15x110 / hinten 12x148
- Freilauftechnologie: Instant Drive 360
Test: Alu- und Carbonlaufräder ab 600 Euro
Die Gewinner auf einen Blick:
- Testsieger unter den Alu-Laufrädern werden die Veltec ETR Extradrei.
- Bei den Carbon-Laufrädern sichern sich die Acros Enduro-Carbon-LSR 29" den Testsieg.
- Den Kauftipp bei den Alu-Laufrädern holen sich die Race Face Aeffect R.
- Die Newmen Advanced SL A.30 sichern sich den Kauftipp unter den Carbon-Laufrädern.
Hier eine Übersicht über einige getestete Laufräder:
| Laufrad | Preis pro Paar | Gewicht (Paar) | Material Felge | Maulweite | Testfazit |
|---|---|---|---|---|---|
| Crankbrothers Synthesis Enduro Alloy | 600 Euro | 2024,5 g | Alu | 31/29 mm | Die Crank-Räder gehören zu den seiten- und torsionssteifsten im Test. |
| DT Swiss XM 1700 Spline | 719 Euro | 1890 g | Alu | 30/30 mm | Die beliebten Mittelklasse-Laufräder der Schweizer sind - für Alu-Felgen - leicht und prima zu beschleunigen. |
| Mavic Crossmax XL S 29 | 750 Euro | 1891 g | Alu | 30/30 mm | Das neue Crossmax- Laufrad kommt dezenter daher als früher - und ist rundum eine solide Wahl. |
| Acros Enduro-Carbon-LRS 29" | 1199 Euro | 1550 g | Carbon | 29/29 mm | Acros liefert ein superleichtes und klasse aufgebautes Paar Carbon-Rundlinge. |
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