Mitas CGS Reifen sind in der Szene zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten. Dabei können die Pneus aus der Tschechischen Republik auf eine lange, traditionsreiche Geschichte zurückgreifen. Die ist gesegnet von Offroad-Erfolgen und immer wieder tauchen die Firmennamen Continental und Barum darin auf. Doch dazu später mehr.
Mitas Sport Force+ Test auf Kawasaki Ninja ZX-10R
Der Mitas Sport Force+ ist ein herausragender Reifen im günstigen Preissegment, der speziell für Fahrer entwickelt wurde, die sportliche auf der Straße unterwegs sein möchten. Mit modernster Technologie und hochwertigen Materialien bietet dieser Reifen eine exzellente Balance zwischen Haftung, Stabilität und Langlebigkeit. Ob in engen Kurven oder auf langen Geraden, der Mitas Sport Force+ überzeugt durch präzises Handling und außergewöhnlichen Fahrkomfort. Der Mitas Sport Force+ ist die reine Straßensportvariante der Sport Force Serie.
Dabei bietet der reguläre Sport Force+ eine ausgewogene Mischung aus Haltbarkeit, Nassgrip und Sportlichkeit, die aber ganz klar in Richtung Hypersport geht. In unserem ausführlichen Mitas Sport Force+ Test haben wir den Reifen unter allen Gesichtspunkten ausführlich genauer betrachtet und auf der Kawasaki Ninja ZX10-R ohne ABS oder Traktionskontrolle auf der Landstraße getestet.
Traktion und Grip
Der Mitas Sport Force+ beeindruckt mit sehr guter Traktion auf trockener Straße. Beim Einbremsen in Kurven zeigt der Reifen eine stabile Grip-Performance am Vorderrad. Außerdem erreicht er schnell seine optimale Betriebstemperatur, ohne dabei eine lange Aufwärmzeit zu benötigen. Selbst bei sportlicher Fahrweise überhitzt der Reifen nicht und bietet ein hohes Gripniveau. Allerdings können am Hinterrad bei ruppigen Manövern Slides auftreten, die sich jedoch gut ankündigen und kontrollierbar sind.
Performance bei Nässe
Auf nasser Straße liefert der Mitas Sport Force+ soliden Grip, der eine gefahrlose Weiterfahrt im Rahmen der Straßenverkehrsregeln ermöglicht. Die Performance bei Nässe ist zuverlässig, sodass Fahrer auch bei schlechtem Wetter sicher unterwegs sein können.
Bremsverhalten
Der Mitas Sport Force+ bietet ein gutes Bremsgefühl, wobei er beim starken Bremsen leicht kippelig werden kann. Das Einbremsen in Kurven funktioniert gut und ziemlich neutral, der Verzögerungsgrip ist überzeugend.
Fahrkomfort
In Sachen Fahrkomfort überzeugt der Mitas Sport Force+ mit einer erstaunlich hohen Eigendämpfung. Selbst bei höheren Luftdrücken fährt sich der Reifen angenehm soft über schlechten Asphalt und Bodenwellen. Dies sorgt für ein komfortables Fahrerlebnis, auch auf längeren Strecken.
Verschleißfestigkeit und Laufleistung
Der Mitas Sport Force+ zeichnet sich durch eine hohe Verschleißfestigkeit aus und zeigt kaum Abrieb, selbst bei heißen Temperaturen und sportlicher Beanspruchung. Der Reifen schmiert nicht ab und bietet ein gleichmäßiges Verschleißbild, insbesondere am Hinterrad, ohne aufzureißen. Die Laufleistung des Mitas Sport Force+ ist beeindruckend, da Laufleistungen von mehr als 6.000 bis 10.000 Kilometern keine Seltenheit sind.
Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten
Bei hohen Geschwindigkeiten zeigt der Mitas Sport Force+ eine sehr stabile Performance und hält die angepeilte Linie treu. Auch in Schräglage ist immer ausreichend Stabilität gegeben. Allerdings verharrt der Reifen in Schräglage und erfordert Kraftaufwand zum Aufrichten, was als kleiner Nachteil empfunden werden könnte.
Agilität und Lenkverhalten
Der Mitas Sport Force+ ist extrem agil und lässt sich präzise über das Vorderrad steuern. Das Einlenkverhalten ist genau und direkt, jedoch kann der Reifen bei abrupten Manövern leicht kippelig wirken. In unserem Test hat der Sport Force+ auf der Kawasaki Ninja absolut nicht zum Aufstellen geneigt. Der Reifen hat sich wunderbar neutral im Radius fahren lassen.
Luftdruckempfehlung
Wir haben den Sport Force+ auf der Kawasaki Ninja gemäß der Druckempfehlung von Mitas gefahren. 2,5 bar an der Vorderachse und 2,7 bar an der Hinterachse konnten uns jedenfalls im gemischten Straßeneinsatz durchaus überzeugen.
Fazit zum Mitas Sport Force+
Obwohl wir keine allzu großen Fans des Mitas Sport Force+ EV waren, konnte uns die zivilere Variante des Reifen durchaus überzeugen. Der reguläre Sport Force + erfreut mit viel Agilität, einem hohen Gripniveau und einem breiten Einsatzspektrum. Uns persönlich hat im Straßenbetrieb der Mitas Sport Force+ deutlich besser als die geschärfte EV Version gefallen. Der Reifen leistet sich durch die Bank weg eigentlich keine großen Schwächen und kann mit einem guten Gripniveau für den Landstraßeneinsatz überzeugen. Vor allem stabilere Maschinen dürften vom extrem agilen Fahrverhalten des Sport Force+ profitieren.
Der Mitas Sport Force+ ist eine günstige Alternative, die in der Gesamtheit durchaus überzeugen kann! Der sportlich agile Auftritt gefällt, die Haltbarkeit ist auf einem soliden Niveau und dabei wird auch der Alltags- / Allwetternutzen nicht zu sehr eingeschränkt.
Mitas Motocross Reifen im Überblick
Beim Offroadfahren kommt es dabei umso mehr auf den richtigen Reifen an. Loose Untergründe bieten schon von Haus aus weniger Grip und so ist der richtige Reifen unabdingbar um die Leistung von Motocross Maschinen auf den Boden zu bringen.
Merkmale von Motocross Reifen
- Spezielle Abstimmung: Reifen für Motocross Bikes sind speziell auf lose Untergründe abgestimmt.
- Stollenprofil: Diese verfügen über Stollen um idealen Grip in Schlamm, auf Erde oder im Sand zu bieten.
- Vielfalt: Je nach Track, Fahrzeugleistung und Fahrerniveau empfehlen sich auch beim Motocross unterschiedliche Reifen.
Reifenauswahl nach Terrain
Bei Motocross Reifen gibt es viele Profile, die für unterschiedlichste Terrains entwickelt wurden. Wenn du viel auf trockenem Boden fährst, musst du harte Gummis wählen, um die Leistung in Vortrieb umzusetzen. Wenn du hingegen die meiste Zeit auf nassem Untergrund fährst, dann solltest du weiche Reifen wählen.
Langlebigkeit und Lebensdauer
Ein guter Motocross Reifen ist sehr langlebig. Es bedarf schon etlicher Kilometer bis er dermaßen abgenutzt ist, dass nicht mehr genug Profil vorhanden ist um zu funktionieren. Mit einem Motocross Reifen macht man in der Regel locker 7.000 Kilometer. Eine genaue Zahl kann man nicht nennen, da es ganz auf den Reifen, aber auch auf das Gelände und den Fahrstil ankommt. In der Regel beträgt die Lebensdauer der Reifen, die fürs Motocross verwendet werden, 4 Jahre. Das hängt aber auch ganz klar davon ab, wie oft du auf die Strecke gehst.
Empfehlungen für Motocross Reifen
Es gibt sehr viele Motocross Reifen auf dem Markt. Hier sind einige Empfehlungen:
- Pirelli Scorpion MX32 Mid Soft: Bietet beste Performance auf weichem bis mittelhartem Untergrund.
- Metzeler MC360 Mid Soft: Der perfekte Reifen für weiches bis mittel-weiches Terrain.
- Dunlop Geomax 33: Überzeugt vor allem mit einem extrem breitem Einsatzbereich.
- Michelin Starcross 6 Serie: Der Top-Cross-Reifen des Herstellers aus Frankreich und in vielen verschiedenen Variationen im Programm.
- Mitas Terraceforce MX SM: Ein leistungsstarker Motocross-Wettbewerbsreifen für weiche bis mittlere Bedingungen.
- Maxxis MX-ST: Bietet hohe Stabilität, ausgezeichnete Handlingeigenschaften und herausragende Traktionswerte auf den unterschiedlichsten Untergründen.
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Mitas Junior Mousse und Terra Force-MX MH Reifen Test
Mitte des Jahres brachte Mitas eine spannende Neuheit auf den Markt: einen speziellen Mousse für den Junioren-Offroad-Bereich. Für uns war das die perfekte Gelegenheit, diese Innovation unter echten Rennbedingungen auf Herz und Nieren zu prüfen.
Testbedingungen und Teilnehmer
Unser Testfeld bestand aus vier talentierten Nachwuchsfahrern - Lenny, Elias, Paul und Emilian. Alle sind aktive Teilnehmer im Enduro-Jugendcup und haben bereits Erfolge in der Jugendserie verbucht. Sie fuhren auf 85ccm Motocross-Maschinen, ausgestattet mit 19 Zoll Vorderrädern und 16 Zoll Hinterrädern. Der Testzeitraum erstreckte sich über die Monate August, September und Oktober, in denen die Ausrüstung bei verschiedenen Jugendcup-Veranstaltungen und Trainings zum Einsatz kam.
Produktdetails
Der Junior Mousse ist in zwei Standardgrößen erhältlich: 70/100-19 für das Vorderrad und 90/100-16 für das Hinterrad. Die Terra Force-MX MH Reifen, in den Größen 90/100-16 hinten und 70/100-19 vorne, sind speziell für mittleren bis harten Untergrund konzipiert. Ihre weiche Gummimischung soll maximale Traktion gewährleisten.
Montage
Der Montageprozess war ein entscheidender Teil unseres Tests. Der Mousse wurde mit Silikonpaste behandelt und ließ sich leicht in die Reifen einlegen. Sowohl der Vorder- als auch der Hinterreifen konnten problemlos montiert werden.
Performance
Bei den Tests auf verschiedenen Untergründen, wie feuchtem Ackerboden mit Stroh, zeigte sich die Reifen-Mousse-Kombination von ihrer besten Seite. Sie bot ausgezeichneten Halt in Kurven und auf weniger griffigen Böden. Besonders hervorzuheben ist die Traktion des Terra Force-MX MH in Kombination mit dem Mousse, die auf nassen, rutschigen und anspruchsvollen Endurosektionen überzeugte.
Haltbarkeit
Ein wichtiger Faktor in unserem Test war die Haltbarkeit. Der hintere Reifen, mit seiner relativ weichen Gummimischung, zeigte auf hartem Untergrund Schwächen, da es zu Problemen mit herausgerissenen Reifenprofilstollen kam. Dies deutet darauf hin, dass der hintere Reifen nicht unbedingt für längere Zeit auf Hartboden-Strecken eingesetzt werden sollte. Für 1-2 Renneinsätze bietet die Reifenkombination jedoch eine hervorragende Performance.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Mitas Mousse in Kombination mit den Terra Force-MX MH Reifen eine starke Wahl für den Junioren-Offroad-Bereich darstellt. Die Montage ist unkompliziert und sogar für junge Fahrer machbar, die Haltbarkeit und Performance sind überzeugend. Einziger Nachteil ist die geringere Eignung des hinteren Reifens für harte Untergründe.
Extrem-Enduroreifen im Test: Ein Überblick
Nachdem unser FIM Enduroreifentest 2015/2016 sehr gut bei allen Lesern ankam, worden die Fragen nach einem Extrem-Enduroreifentest immer häufiger gestellt. Das ist natürlich berechtigt zumal die Extrem-Enduroveranstaltungen sich häufen und immer mehr Fahrer einen geeigneten Reifen suchen.
Testbedingungen und Testgelände
Als Testgelände stand uns die Strecke vom Melz-Exdrähm vom SHC Meltewitz e.V. zur Verfügung. Da konnten unsere beiden Testfahrer Eddie Findling, als erfahrener Extrem-Endurofahrer und Marko Barthel als Allrounder alle Facetten eines Extremenduroreifens bestens beurteilen. Getestet wurde auf einen festgelegten Streckenabschnitt, damit jeder Reifen unter den selben Bedingungen zum Einsatz kommt.
Testkriterien
In unseren Test haben wir viele Faktoren mit aufgeführt, dazu gehören Profiltiefe, Stollenabstand, Reifendimension, Laufrichtung, FIM zugelassen und auch die Wechseleigenschaften sind unterschiedlich ausgefallen.
Ergebnisse im Überblick
Insgesamt 8 Reifenpaare mit Mousse haben wir genauer unter die Lupe genommen, darunter sind die Marken Gibson, X-Grip, Shinko, Mefo, Maxxis, Metzeler und Mitas.Alle unsere Testreifen sind nach dem FIM Regelwerk zugelassen bis auf der Reifen von der Marke „Metzeler“.
Mitas Enduro Trail XT+ Dakar Reifen Test
Auch wenn wir nach diesem sagenhaften Motorrad noch suchen, hat Mitas vielleicht schon den passenden Reifen dafür. Schon 2022 waren wir mit dem Mitas E-09 bestückt bei der Seeker Raid Hobby-Rallye dabei.
Konzeption und Design
Der E-09 wurde inzwischen vom Enduro Trail XT+ abgelöst, der hinten auf das E-09 Profildesign mit robusten Schaufelblockprofil setzt, vorne aber dem ehemaligen E-13 Reifen mit kleineren, hohen Stollen nachempfunden ist. Laut Mitas ist der Reifen für 80%-Offroad-Einsatz und 20%-Straßen-Einsatz konzeptioniert, doch was bedeutet das konkret im praktischen Einsatz?
Performance im Gelände
Durch das Schaufelblockprofil soll sich der Enduro Trail XT+ Reifen für hartes als auch weiches, schlammiges Gelände eignen. Genau wie beim E-09 liegt in dem flachen Profil des Hinterreifens die durchschnittliche Stollentiefe bei 13,2 mm. Der Vorderreifen wiederum weist das gleiche Profil wie der E-13 auf, bietet eine Stollentiefe von 12 mm und passt auch zu anderen Enduro Trail Reifen von Mitas. Die längs und nach vorne ausgerichteten Stollen sind aggressiv genug, um auch härtere Trails überwinden zu können, sollen dennoch aber auf Autobahnetappen und am Asphalt noch gut funktionieren.
Dakar Version
In der Dakar Version wird durch die Heavy-Duty-Gummimischung obendrein noch die Haltbarkeit verbessert und die Laufleistung des Standard-XT+ um bis zu 20 % erhöht. Eine härtere Karkasse sorgt zusätzlich noch für gesteigerte Pannensicherheit und Stabilität bei schweren Beladungen.
Straßentauglichkeit
Die angegebenen 20%-Straßentauglichkeit werden dem Enduro Trail XT+ nicht gerecht. In Wirklichkeit kann der Reifen wesentlich mehr, als man ihm auf den ersten Blick zugestehen würde. Mit vollem, Straßen-üblichen Luftdruck, im Fall der Triumph Tiger 900 Rally Pro ca. 2,5 Bar vorne und 2,8 Bar hinten, ist der XT+ noch etwas kippelig und nervös. Sobald man den Luftdruck an der Front aber leicht auf 2 Bar oder knapp darüber senkt, wird das Einlenkverhalten harmonischer und linearer. So geht dann auch erstaunlich viel am Asphalt.
Laufleistung
Selbst nach der Strecke Wien bis Ljubljana, knapp 400 km mit durchgängigem Tempo von 120 - 130 km/h, sieht man dem Pneu die Strapazen kaum an und hat noch mehr als genug Profil für weitere Offroad-Abenteuer.
Fahrverhalten auf Schotter
In Kombination mit den vorwärts gerichteten Stollen am Vorderrad und noch einmal verringertem Luftdruck, kann man sich so sehr motiviert in die Schotterkurven werfen. Die Seitenführung des XT+ Vorderrads ist echt passabel, die im Vergleich zu Hardenduro-Reifen etwas rundere Form bleibt berechenbar und neigt nicht zum plötzlichen Einknicken. Am Heck wiederum lässt es sich sehr fein mit der Traktion spielen. Druck auf die äußere Fußraste und der XT+ Pneu bietet auch auf losem Untergrund schönen Vortrieb.
Performance im Schlamm
Für einen Reiseenduro-tauglichen Reifen, geht mit dem Enduro Trail XT+ sehr viel. Auch in glitschigen Situationen schafft man es mit einer behutsamen Gashand noch Traktion zu finden und Vortrieb aufrecht zu erhalten. Wird es jedoch tiefer und klebriger, gerät er an seine Grenzen. Zwar dauert es wesentlich länger, als bei den meisten anderen "Kompromiss-Reifen" für den gemischten Einsatz, doch schlussendlich stehen auch beim Enduro Trail XT+ die Stollen noch zu nah beieinander, um dicken Schlamm zu entfernen.
Luftdruckempfehlung
Die Triumph Tiger 900 Rally Pro nutzte auf unserer Reise den Mitas Enduro Trail XT+ Reifen auf ihren Schlauchlosfelgen. Die Royal Enfield Himalayan setzt hingegen auf klassische Schlauchreifen. Im Fall der Tiger haben wir den Reifendruck für die schlammigen Passagen auf 1,6 Bar vorne und 2,0 Bar hinten. Die Himalayan war mit 1,5 Bar vorne und 1,8 Bar hinten unterwegs.
Vergleich mit Konkurrenzreifen
Populäre 50/50-Reifen, wie der Metzeler Karroo 4, Heidenau K60 Ranger oder Dunlop Trailmax Raid, wurden von mir in Betracht gezogen, da sie ausgezeichnet auf der Straße funktionieren und passable Offroad-Performance bieten. Durch die geringere Profiltiefe und größeren, enger beieinander stehenden Profilblöcke, war aber ein Problem im schlammigen Gelände absehbar. In die engere Auswahl kam auch der Klassiker unter den Reiseenduro-Reifen, der Conti TKC 80. Durch sein Alter ist er aber etwas rutschig im Nassen und vor allem die großen Stollen am Vorderrad waren mir zu breit und flach für Gatsch und weiche Erde. Zur Auswahl stand noch der Michelin Anakee Wild, NastyNils' liebster 50-50-Offroadreifen, der aber auf der befestigten Straße nicht so rund rollt.
Fazit
Der Mitas Enduro Trail XT+ ist ein toller Reifen für all jene, denen die Offroad-Performance von gängigen 50-50 Reifen nicht mehr reicht. Man kann sich mit ihm souverän über leichten bis groben Schotter, Forststraßen und Feldwege bewegen, erst bei klebrigem Schlamm ist Schluss. Gleichzeitig sind aber auch längere Anfahrten über die Autobahn kein Problem und im Trockenen lässt es sich recht flott durchs asphaltierte Winkelwerk cruisen. Wie bei Stollenreifen üblich braucht es etwas Eingewöhnungszeit für die Eigenbewegung der Stollen und Vorsicht im Nassen.
Wer vor hat große Touren anzugehen, sollte aufgrund der höheren Laufleistung, schwereren Beladung und zur Vorbeugung möglicher Pannen eher zur Dakar Version des XT+ Reifens greifen.
Weitere Erfahrungen mit Mitas Reifen
Was beim E07 allerdings überrascht ist der Vorderreifen. Bei den meisten Reifen hält der fast doppelt so lang wie der Hinterreifen.
Der Mitas E07 hingegen hat mich im Sand überzeugt.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte
Die Mitas-Geschichte liest sich wie ein Abenteuerroman: Ehemals von Michelin als ‚Michelin Veritas‘ in den 1920er Jahren gegründet, führt die Spur in den Osten, nach Otrokovice, wo auch heute das traditionsreiche Werk steht. Mitas produzierte Landwirtschafts- und LKW-Reifen für den namhaften Konkurrenten Continental und nennt sich heute Mitas CGS Tyres. So kam auch eine Liason mit dem Hersteller Barum zustande, mit dem sich Mitas noch Anfang der 2010er Jahre den Doppelnamen teilte.
Mitas ist heute in erster Linie bekannt für Landwirtschaftsreifen. Der Markenname ist hauptsächlich in Tschechien und Polen bekannt oder hierzulande in der Offroad-Bikerszene. Für Zweiradfahrer bietet Mitas heute ein vollständiges Programm für Reiseenduros, Cross- und Endurofahrer, Supermotards und Gespannfahrer (die ehemals unter der Marke Trelleborg (hier: Altbestände) vertriebenen Winterreifen).
Ein reiner Stollenreifen hält nicht lange genug und ein Straßenreifen macht auf Schotter, Sand, Schlamm und steinigem Untergrund auch keinen Spass.
Tabelle: Mitas Motocross Reifen Empfehlungen
| Reifen | Geeignet für |
|---|---|
| Pirelli Scorpion MX32 Mid Soft | Weicher bis mittelharter Untergrund |
| Metzeler MC360 Mid Soft | Weiches bis mittelweiches Terrain |
| Dunlop Geomax 33 | Breites Einsatzspektrum: Sand, Schlamm, Mischböden |
| Michelin Starcross 6 Serie | Verschiedene Variationen für unterschiedliche Bedingungen |
| Mitas Terraceforce MX SM | Weiche bis mittlere Bedingungen |
| Maxxis MX-ST | Unterschiedliche Untergründe |
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