Bei Motorrädern sucht man nach dem Einhorn, einem Enduro-Motorrad, welches sowohl für die große Reise als auch für hartes Gelände geeignet ist. Auch wenn wir nach diesem sagenhaften Motorrad noch suchen, hat Mitas vielleicht schon den passenden Reifen dafür.
Schon 2022 waren wir mit dem Mitas E-09 bestückt bei der Seeker Raid Hobby-Rallye dabei. Der Reifen überzeugte sowohl auf dem Asphalt, als auch auf den steinigen Pisten und groben Wegen der bosnischen Berge. Inzwischen wurde der E-09 vom Enduro Trail XT+ abgelöst, der hinten auf das E-09 Profildesign mit robusten Schaufelblockprofil setzt, vorne aber dem ehemaligen E-13 Reifen mit kleineren, hohen Stollen nachempfunden ist. Diese Kombination, E-09 hinten und E-13 vorne, wurde von vielen Offroad-Cracks genutzt, so auch von NastyNils bei seinen Bosnia Rally Teilnahmen, und nun ist die Kombo quasi serienmäßig mit dem XT+ verfügbar.
Laut Mitas ist der Reifen für 80%-Offroad-Einsatz und 20%-Straßen-Einsatz konzeptioniert, doch was bedeutet das konkret im praktischen Einsatz? Im Gegensatz zu dem sehr steinigen, scharfen Untergrund am Balkan, muss sich der Enduro Trail XT+ diesmal in einem anderen Extrem beweisen: Schlamm. Auf unserer Reise durch Slowenien regnet es täglich und so werden Waldwege zur Schlammschlacht. Durch das Schaufelblockprofil soll sich der Enduro Trail XT+ Reifen für hartes als auch weiches, schlammiges Gelände eignen.
Genau wie beim E-09 liegt in dem flachen Profil des Hinterreifens die durchschnittliche Stollentiefe bei 13,2 mm. Der Vorderreifen wiederum weist das gleiche Profil wie der E-13 auf, bietet eine Stollentiefe von 12 mm und passt auch zu anderen Enduro Trail Reifen von Mitas. Die längs und nach vorne ausgerichteten Stollen sind aggressiv genug, um auch härtere Trails überwinden zu können, sollen dennoch aber auf Autobahnetappen und am Asphalt noch gut funktionieren.
Der Enduro Trail XT+ ist nämlich explizit für Reiseenduros empfohlen und soll diesen Spagat zwischen Offroad und Onroad meistern. In der Dakar Version wird durch die Heavy-Duty-Gummimischung obendrein noch die Haltbarkeit verbessert und die Laufleistung des Standard-XT+ um bis zu 20 % erhöht. Eine härtere Karkasse sorgt zusätzlich noch für gesteigerte Pannensicherheit und Stabilität bei schweren Beladungen. Pannensicherheit und mehr Laufleistung waren schlussendlich auch die Argumente, weshalb wir für unsere Tour den Enduro Trail XT+ Dakar genommen haben.
Die geplante Kilometeranzahl war nicht das Problem, aber dafür hassen Kollege Schaaf und ich nichts mehr, als irgendwo im Dreck mit unseren zarten Kameramann/Journalisten-Händen Reifen wechseln zu müssen.
Onroad-Performance des Mitas Enduro Trail XT+
Die angegebenen 20%-Straßentauglichkeit werden dem Enduro Trail XT+ nicht gerecht. In Wirklichkeit kann der Reifen wesentlich mehr, als man ihm auf den ersten Blick zugestehen würde. Mit vollem, Straßen-üblichen Luftdruck, im Fall der Triumph Tiger 900 Rally Pro ca. 2,5 Bar vorne und 2,8 Bar hinten, ist der XT+ noch etwas kippelig und nervös. Sobald man den Luftdruck an der Front aber leicht auf 2 Bar oder knapp darüber senkt, wird das Einlenkverhalten harmonischer und linearer.
So geht dann auch erstaunlich viel am Asphalt. Klar, die Stollen geben in Schräglage spürbar etwas nach, doch halten gleichzeitig den Grip am trockenen Asphalt recht lange. Vor allem dank des breiten, deutlich fühlbaren Grenzbereichs bewegt man sich zuversichtlich durch das Winkelwerk. Leider waren uns auf unserer Tour nicht allzu viele Kilometer mit trockenen Kurven gegönnt. Trotz seines sehr stolligen Looks, hat man mit dem Mitas Enduro Trail XT+ auch auf dem Asphalt Spaß.
Der Großteil der asphaltierten Kilometer spulten unsere Reifen auf der Tiger 900 und der Royal Enfield Himalayan aber auf der Autobahn ab. Wer meint, dass sich die delikaten Stollen auf hunderten Kilometern bei 120 - 130 km/h abhobeln müssten, den kann ich beruhigen. Selbst nach der Strecke Wien bis Ljubljana, knapp 400 km mit durchgängigem Tempo von 120 - 130 km/h, sieht man dem Pneu die Strapazen kaum an und hat noch mehr als genug Profil für weitere Offroad-Abenteuer.
Woran man sich sowohl auf der Landstraße als auch auf der Autobahn aber gewöhnen muss, ist die Tendenz des Vorderrads jeder Spurrille, Fräskante und anderen längs ausgerichteten Unebenheiten zu folgen. Das kann manchmal, zum Beispiel beim Spurwechsel, zu etwas Unruhe im Fahrzeug führen, jedoch zumindest mit unseren Maschinen in keinem bedenklichen Ausmaß.
Offroad-Eigenschaften auf Schotter
Unsere Tour quer durch Slowenien wurde Großteils von uns selbst gesteckt, ohne die Strecken im Vorhinein zu kennen. Der Track folgt einfach den kleinsten Wegen, die sich von Orten der Zivilisation fernhalten. Dementsprechend waren wir viel im waldigen Hügelland und Mittelgebirge des dünn besiedelten Osten Sloweniens unterwegs. Alle größeren Wege hier sind geschottert, in unterschiedlicher Güte. Wirklich groben, Material-zerstörenden Schotter wie in Bosnien findet man aber kaum. Stattdessen sind es eher feine, planierte Schotterstraßen, mal sehr gleichmäßig, mal mit festen Steinen oder erdigem Untergrund gewürzt.
Der Mitas Enduro Trail XT+ lässt Spielereien mit der Traktion transparent zu. Das Schlechtwetter ist auf diesen Untergründen relativ irrelevant. Wenn überhaupt, wird die Schotterpiste noch griffiger. In Kombination mit den vorwärts gerichteten Stollen am Vorderrad und noch einmal verringertem Luftdruck, kann man sich so sehr motiviert in die Schotterkurven werfen. Die Seitenführung des XT+ Vorderrads ist echt passabel, die im Vergleich zu Hardenduro-Reifen etwas rundere Form bleibt berechenbar und neigt nicht zum plötzlichen Einknicken. Am Heck wiederum lässt es sich sehr fein mit der Traktion spielen. Druck auf die äußere Fußraste und der XT+ Pneu bietet auch auf losem Untergrund schönen Vortrieb. Druck auf die innere Fußraste und es geht quer dahin.
Zumindest auf den fein planierten Schotterstrecken. Auf Wegen mit festerem, griffigerem Boden hat der Mitas Reifen fast zu viel Grip und der Drift muss schon mit Nachdruck eingeleitet werden, um die Traktion zu brechen. Das ist aber schlussendlich ein Luxusproblem und die Schotterperformance des Enduro Trail XT+ insgesamt löblich. Dass der Mitas Reifen auf Schotter gut funktioniert, hat uns nach der mit dem Vorgänger E-09 durchlebten Seeker Raid wenig überrascht.
Herausforderungen im Schlamm
Die spannendste Herausforderung an uns und den Reifen war von Anfang an klar: Schlammige Auf- und Abfahrten. Nicht nur ist der TET Sloweniens dafür bekannt, bei feucht-nassem Wetter anspruchsvoll zu werden, auch davon abseits liegen zahlreiche Forst- und Waldwege auf unserem Track. Diese sind dabei oft überhaupt nicht steil oder anspruchsvoll. Doch durch den vielen Regen der letzten Tage und Wochen davor ist der Erdboden dermaßen vollgesogen mit Wasser, dass selbst ebene Wegstücke zum schweißtreibenden Hindernis werden.
Im Schlamm gilt es, das Momentum zu halten, da man aus dem Stand fast nicht mehr loskommt. Damit man trotzdem das Maximum aus der verfügbaren Traktion herausholen kann, sollte der Reifen möglichst lange frei sein bzw. die Möglichkeit zur Selbstreinigung besitzen, das heißt dass Schlamm aus dem Profil herausgeschleudert wird. Irgendwann ist Schluss. Bei diesem lehmigen, durchnässten Boden hätten wir auch mit Hardenduro-Reifen gekämpft. Das sind selbst die tiefen Stollen des XT+ dicht. Für einen Reiseenduro-tauglichen Reifen, geht mit dem Enduro Trail XT+ sehr viel. Auch in glitschigen Situationen schafft man es mit einer behutsamen Gashand noch Traktion zu finden und Vortrieb aufrecht zu erhalten. Wird es jedoch tiefer und klebriger, gerät er an seine Grenzen.
Zwar dauert es wesentlich länger, als bei den meisten anderen "Kompromiss-Reifen" für den gemischten Einsatz, doch schlussendlich stehen auch beim Enduro Trail XT+ die Stollen noch zu nah beieinander, um dicken Schlamm zu entfernen. Vor allem auf lehmigem Boden mit dazwischen verteilten nassen, glitschigen Steinen ist für uns Schluss mit lustig und wir müssen umkehren. Mit unserem durchschnittlichen Offroad-Fahrkönnen und den recht schweren Maschinen hätte es unter diesen Umständen aber jeder Reifen schwer gehabt.
Laufleistung und Reifenzustand
Im Summe spulen wir 1.300 km auf unserer Reise ab, davon ca. 500 km Autobahn, 300 km Landstraße und 500 km auf unbefestigten Wegen. Nach all diesen Kilometern ist der Reifenzustand eigentlich noch sehr gut und geeignet für mindestens eine weitere Tour, wenn nicht sogar mehrere. Die absolute Laufleistung kann ich nicht nennen, vor allem da sie ja auch vom Fahrzeug und der gefahrenen Strecke stark abhängig ist. In manchen einschlägigen Foren ist die Rede von Laufleistungen von 2.000 km, wobei es noch keine echten Langzeiterfahrungen mit dem neuen Enduro Trail XT+ gibt.
Außerdem kommt mir das arg knapp vorkommt. Meine Einschätzung nach diesen ersten 1.300 km ist, dass man nur mit großem Asphaltanteil, einem starken Motorrad und motivierter Gashand den Pneu so schnell abhobelt. Für Fahrten, mit etwas Zurückhaltung im Handgelenk und auch mal auf weichen Wald- oder Feldwegen abgespulten Kilometern, würde ich eine Laufleistung von 4.000 km oder sogar mehr für realistisch halten.
Auch der Hinterradreifen des XT+ Dakar hat noch einige Touren in sich. Die Triumph Tiger 900 Rally Pro nutzte auf unserer Reise den Mitas Enduro Trail XT+ Reifen auf ihren Schlauchlosfelgen. Die Royal Enfield Himalayan setzt hingegen auf klassische Schlauchreifen. Im Fall der Tiger haben wir den Reifendruck für die schlammigen Passagen auf 1,6 Bar vorne und 2,0 Bar hinten. Die Himalayan war mit 1,5 Bar vorne und 1,8 Bar hinten unterwegs.
Prinzipiell bevorzuge ich Schlauchreifen, da man so auch im Fall von Felgenschlag oder aufgeschnittenen Reifen in der Wildnis sich noch helfen kann. Bei Reifenschäden durch spitze Objekte lässt sich der Schlauchlosreifen zwar unkomplizierter flicken, doch im Ernstfall muss man trotzdem notdürftig einen Schlauch einziehen, was nicht bei jeder Schlauchlosfelge so einfach möglich ist.
Durch die weichen Bedingungen bestand auf unserer Tour nicht die Gefahr eines großen Reifenschadens, aber falls man z.B. in Bosnien mit hohem Tempo über gnadenlose Steinpisten brettern möchte, ist der XT+ Dakar durch die harte Karkasse und Heavy-Duty-Gummimischung gut geeignet. Der Nachteil hiervon ist, dass sich der harte Reifen nur sehr schwer händisch von der Felge hebeln lässt. Schon am verwandten E-09 hat sich so mancher Hobby-Schrauber beim händischen Reifenwechsel die Zähne ausgebissen.
Unser Tipp: Mit plattem Reifen noch ein Stück vorsichtig weiterfahren, um den Gummi durch die Walkbewegung auf Temperatur zu bringen und dann möglichst flott den warmen, dadurch weicheren Pneu von der Felge bringen.
Vergleich mit Konkurrenzreifen
Das Reiseenduro-Segment wächst beständig und so auch die Anzahl an Reifen für den gemischten Einsatz. Für alle, die gerade einen passenden Pneu für ihre On-/Offroad-Tour suchen, wage ich einen schnellen Vergleich mit Konkurrenzreifen, die im Vorfeld der Reise in Frage gekommen sind.
Populäre 50/50-Reifen, wie der Metzeler Karroo 4, Heidenau K60 Ranger oder Dunlop Trailmax Raid, wurden von mir in Betracht gezogen, da sie ausgezeichnet auf der Straße funktionieren und passable Offroad-Performance bieten. Durch die geringere Profiltiefe und größeren, enger beieinander stehenden Profilblöcke, war aber ein Problem im schlammigen Gelände absehbar.
In die engere Auswahl kam auch der Klassiker unter den Reiseenduro-Reifen, der Conti TKC 80. Durch sein Alter ist er aber etwas rutschig im Nassen und vor allem die großen Stollen am Vorderrad waren mir zu breit und flach für Gatsch und weiche Erde. Zur Auswahl stand noch der Michelin Anakee Wild, NastyNils' liebster 50-50-Offroadreifen, der aber auf der befestigten Straße nicht so rund rollt.
Der Mitas Enduro Trail XT+ ist ein toller Reifen für all jene, denen die Offroad-Performance von gängigen 50-50 Reifen nicht mehr reicht. Man kann sich mit ihm souverän über leichten bis groben Schotter, Forststraßen und Feldwege bewegen, erst bei klebrigem Schlamm ist Schluss. Gleichzeitig sind aber auch längere Anfahrten über die Autobahn kein Problem und im Trockenen lässt es sich recht flott durchs asphaltierte Winkelwerk cruisen.
Wie bei Stollenreifen üblich braucht es etwas Eingewöhnungszeit für die Eigenbewegung der Stollen und Vorsicht im Nassen. Wer vor hat große Touren anzugehen, sollte aufgrund der höheren Laufleistung, schwereren Beladung und zur Vorbeugung möglicher Pannen eher zur Dakar Version des XT+ Reifens greifen.
Mitas Sport Force+ Test auf Kawasaki Ninja ZX-10R
Der Mitas Sport Force+ ist ein herausragender Reifen im günstigen Preissegment, der speziell für Fahrer entwickelt wurde, die sportliche auf der Straße unterwegs sein möchten. Mit modernster Technologie und hochwertigen Materialien bietet dieser Reifen eine exzellente Balance zwischen Haftung, Stabilität und Langlebigkeit. Ob in engen Kurven oder auf langen Geraden, der Mitas Sport Force+ überzeugt durch präzises Handling und außergewöhnlichen Fahrkomfort.
Der Mitas Sport Force+ ist die reine Straßensportvariante der Sport Force Serie. Dabei bietet der reguläre Sport Force+ eine ausgewogene Mischung aus Haltbarkeit, Nassgrip und Sportlichkeit, die aber ganz klar in Richtung Hypersport geht. In unserem ausführlichen Mitas Sport Force+ Test haben wir den Reifen unter allen Gesichtspunkten ausführlich genauer betrachtet und auf der Kawasaki Ninja ZX10-R ohne ABS oder Traktionskontrolle auf der Landstraße getestet.
- Der Mitas Sport Force+ beeindruckt mit sehr guter Traktion auf trockener Straße.
- Beim Einbremsen in Kurven zeigt der Reifen eine stabile Grip-Performance am Vorderrad.
- Außerdem erreicht er schnell seine optimale Betriebstemperatur, ohne dabei eine lange Aufwärmzeit zu benötigen.
Selbst bei sportlicher Fahrweise überhitzt der Reifen nicht und bietet ein hohes Gripniveau. Allerdings können am Hinterrad bei ruppigen Manövern Slides auftreten, die sich jedoch gut ankündigen und kontrollierbar sind. Auf nasser Straße liefert der Mitas Sport Force+ soliden Grip, der eine gefahrlose Weiterfahrt im Rahmen der Straßenverkehrsregeln ermöglicht. Die Performance bei Nässe ist zuverlässig, sodass Fahrer auch bei schlechtem Wetter sicher unterwegs sein können.
Der Mitas Sport Force+ bietet ein gutes Bremsgefühl, wobei er beim starken Bremsen leicht kippelig werden kann. Das Einbremsen in Kurven funktioniert gut und ziemlich neutral, der Verzögerungsgrip ist überzeugend. In Sachen Fahrkomfort überzeugt der Mitas Sport Force+ mit einer erstaunlich hohen Eigendämpfung. Selbst bei höheren Luftdrücken fährt sich der Reifen angenehm soft über schlechten Asphalt und Bodenwellen. Dies sorgt für ein komfortables Fahrerlebnis, auch auf längeren Strecken.
- Der Mitas Sport Force+ zeichnet sich durch eine hohe Verschleißfestigkeit aus und zeigt kaum Abrieb, selbst bei heißen Temperaturen und sportlicher Beanspruchung.
- Der Reifen schmiert nicht ab und bietet ein gleichmäßiges Verschleißbild, insbesondere am Hinterrad, ohne aufzureißen.
- Die Laufleistung des Mitas Sport Force+ ist beeindruckend, da Laufleistungen von mehr als 6.000 bis 10.000 Kilometern keine Seltenheit sind.
Bei hohen Geschwindigkeiten zeigt der Mitas Sport Force+ eine sehr stabile Performance und hält die angepeilte Linie treu. Auch in Schräglage ist immer ausreichend Stabilität gegeben. Allerdings verharrt der Reifen in Schräglage und erfordert Kraftaufwand zum Aufrichten, was als kleiner Nachteil empfunden werden könnte. Der Mitas Sport Force+ ist extrem agil und lässt sich präzise über das Vorderrad steuern. Das Einlenkverhalten ist genau und direkt, jedoch kann der Reifen bei abrupten Manövern leicht kippelig wirken.
In unserem Test hat der Sport Force+ auf der Kawasaki Ninja absolut nicht zum Aufstellen geneigt. Der Reifen hat sich wunderbar neutral im Radius fahren lassen. Wir haben den Sport Force+ auf der Kawasaki Ninja gemäß der Druckempfehlung von Mitas gefahren. 2,5 bar an der Vorderachse und 2,7 bar an der Hinterachse konnten uns jedenfalls im gemischten Straßeneinsatz durchaus überzeugen.
Obwohl wir keine allzu großen Fans des Mitas Sport Force+ EV waren, konnte uns die zivilere Variante des Reifen durchaus überzeugen. Der reguläre Sport Force + erfreut mit viel Agilität, einem hohen Gripniveau und einem breiten Einsatzspektrum. Uns persönlich hat im Straßenbetrieb der Mitas Sport Force+ deutlich besser als die geschärfte EV Version gefallen. Der Reifen leistet sich durch die Bank weg eigentlich keine großen Schwächen und kann mit einem guten Gripniveau für den Landstraßeneinsatz überzeugen. Vor allem stabilere Maschinen dürften vom extrem agilen Fahrverhalten des Sport Force+ profitieren.
Der Mitas Sport Force+ ist eine günstige Alternative, die in der Gesamtheit durchaus überzeugen kann! Der sportlich agile Auftritt gefällt, die Haltbarkeit ist auf einem soliden Niveau und dabei wird auch der Alltags- / Allwetternutzen nicht zu sehr eingeschränkt.
Die Marke Mitas
Die aus der Tschechischen Republik stammende Reifenmarke Mitas ist eine Ikone, die sich in der Welt der Motorradreifen, insbesondere in den Segmenten Offroad, Trail und Sport, einen soliden Ruf erarbeitet hat. Als Erbe eines seit den 1930er Jahren geschmiedeten technischen Know-hows verbindet sie dank ihrer Zugehörigkeit zur Trelleborg-Gruppe Tradition und Innovation.
Mitas in einigen Zahlen:- Mehr als 110 Jahre Geschichte in der Reifenbranche.
- Präsenz in über 100 Ländern weltweit.
- Europäische Produktion mit Werken in der Tschechischen Republik und Serbien
Die Marke Mitas bietet robuste, langlebige und gut gestaltete Reifen, oft zu sehr günstigen Preisen. Sie ist eine ideale Wahl für Motorradfahrer, die Qualität zu einem erschwinglichen Preis wollen. Die Trail-Reihe von Mitas ist so konzipiert, dass sie sich an das anspruchsvollste Gelände anpasst und gleichzeitig auf der Straße leistungsfähig bleibt. Sie ist die perfekte Option für Trail- und Offroad-Fans. Mitas-Reifen werden in Europa, hauptsächlich in der Tschechischen Republik, in Serbien und Slowenien, nach strengen Normen hergestellt. Durch diese Produktionskontrolle wird eine gleichbleibende Qualität gewährleistet.
Welcher Reifen von Mitas eignet sich für mich?
Wir bieten Ihnen eine Auswahl der besten Mitas-Reifen für Ihr Fahrzeug. Erfahren Sie mehr über die Eigenschaften und Vorteile jedes einzelnen Reifens:
- Offroad Trail Reifen: E-09 - Ein Reifen, der sich an ein gemischtes Fahrverhalten zwischen Offroad und Straße anpassen soll. Er bietet eine hervorragende Traktion auf losem, steinigem oder sandigem Untergrund.
- All-Terrain-Reifen: E-07 - Einer der beliebtesten Reifen der Marke für Trail-Motorräder. Dank seiner robusten Struktur und der verstärkten Karkasse hält er Stößen und langen Strecken stand.
- Pneu Trail: Terra Force-R - Ein perfekter Reifen für lange Strecken und für den Tourismus. Seine silikareiche Zusammensetzung verleiht ihm einen ausgezeichneten Grip und eine gute Straßenlage, auch bei Regen.
- Pneu route: Sport Force + - Entwickelt für das Fahren auf trockenen und nassen Straßen. Er bietet ein hervorragendes Bremsverhalten und sorgt auch nach langen Fahrten für eine gleichmäßige Leistung.
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