Die Region Altmühltal bietet Mountainbikern hervorragende Bedingungen für unvergessliche Touren inmitten des Naturparks. Zahlreiche Wege sind speziell für Radfahrer und Mountainbiker ausgeschildert. Entlang der Altmühl erwartet Sie eine gelungene Mischung aus Kultur und Natur.
Vielseitige Strecken für jeden Anspruch
Schmale Trails und breite Radwege führen bergauf und bergab durch Wälder und über weite Wiesen. Herrliche Radtouren durch die ländliche Gegend südlich von Riedenburg im Altmühltal. Über mehrere verschlungene Wege und Single-Trails, die durch dichten Wald führen, fahren Sie an der Altmühl entlang. Über die attraktive Route von Ingolstadt ins Altmühltal gelangen Mountainbiker schnell von der bayerischen Stadt in die bekannte Urlaubsregion.
Ein großer Vorteil ist die Flexibilität bei der eigenen Routenplanung. Die Anstiege im Altmühltal sind nicht lang, aber oft knackig und nötig, wenn man in den Genuss der besten Trails kommen will.
Trail-Highlights im Altmühltal
Heumödern-Trails in Treuchtlingen
Im Trailpark Heumödern bei Treuchtlingen wartet ein Mix aus gebauten und natürlichen Trails. Der Trailpark war bereits Austragungsort der Deutschen Meisterschaft im Enduro. Hier sind seit 2019 professionelle Trail-Bauer unterwegs. Neben einem Übungsparcours und Pumptrack an der Talstation stehen hier fünf verschiedene, permanent ausgeschilderte Trails zur Auswahl. Da kann man sich den ganzen Tag austoben.
Tour 1: Treuchtlingen-Trails
- Länge: 16,4 Kilometer
- Bergauf: 401 Höhenmeter
- Schwierigkeit: mittel
Routen-Beschreibung: Vom Kurpark verläuft der Weg am Schloss vorbei zur ersten Asphaltrampe hoch zur Burgruine. Ein enger Serpentinenweg führt dahinter zum Rodelbahn-Trail. Flowig geht’s zunächst auf erdigem Untergrund, später über spitze Steine und abschließend über Wurzelteppiche und einige Sprünge (Umfahrung möglich) steil den Skihang hinunter. Vorbei an der Talstation folgt man anschließend einem Schotterweg zu den Einstiegen aller weiteren Trails hinauf. Der Z-Trail hat viele Wurzeln und Steine sowie Anlieger und erfordert auf der steilen und schwierigen roten Abfahrt gutes Können! Einfacher ist die blaue Linie. Der Weg endet am Pumptrack neben der Talstation. Der Weg zum Siggi-Trail führt über den Julian-Trail, einem flachen Flowtrail, der auch für die Kleinsten geeignet ist und auf einem Zubringerweg endet. Der anschließende Siggi-Trail beginnt mit leichtem Gefälle und wird am Ende steiler, steiniger und wurzeliger. Es gibt zwei Optionen: rote Strecke mit, blaue Strecke ohne Sprünge. Der längste aller Heumödern-Trails, der Eulenhof-Trail, wartet schließlich mit großem Finale und führt auf der anderen Hangseite ins Tal hinunter: Viel Erde, kleine Anlieger und Wurzelpassagen machen diese weitestgehend naturbelassene Abfahrt sehr abwechslungsreich. Durch den Ort geht’s wieder zurück zum Stellplatz.
Startpunkt: Wohnmobilstellplatz Treuchtlingen am Kurpark
Highlights: Natürlich alle Heumödern-Trails. Eine Info-Tafel an der Talstation weist auf die aktuell sechs unterschiedlichen Trails mit Länge und Schwierigkeits-Level hin.
Schlüsselstellen: Die schwarze Line mit Steinfeld und kleinem Roadgap am Ende des Rodelbahn-Trails. Wer das nicht möchte, wählt einfach die rote Line.
Einkehr: An der Talstation Heumöderntal gibt’s Süßes wie Herzhaftes.
Trail-Runden in Eichstätt
In Eichstätt treffen wir Yeti-Marco, einen ehemaligen Bayerischen Meister im Downhill und ebenfalls Mitglied der Radlchaosgmoa auf dem Residenzplatz in Eichstätt. Nicht nur den, denke ich. Auch mich lässt er im einsetzenden Regen stehen wie einen Eimer Wasser. Obwohl ich mir auf der anspruchsvollen Abfahrt vom Figurenfeld und auf dem Lange-Bank-Trail mit seinen engen, glitschigen Abfahrtsserpentinen wirklich Mühe gebe.
Tour 2: Eichstätt Trail-Runde
- Länge: 34,6 Kilometer
- Bergauf: 796 Höhenmeter
- Schwierigkeit: mittel
Routen-Beschreibung: Nach kurzer Einrollphase auf dem Altmühltal-Radweg führt ein sehr steiler Pfad auf das Heide-Plateau und dann flach weiter bis zum Figurenfeld. Anschließend geht’s auf dem 8er-Trail hinunter zum Wanderparkplatz Hessental. Von hier führt ein breiter Schotterweg mit mäßiger Steigung über das Plateau zurück nach Eichstätt. Jetzt schraubt sich der Panoramaweg über anspruchsvolle Serpentinen hinauf und führt dann flowig bis zum Restaurant Schönblick. Es folgt die Schönblick-Trail-Abfahrt über grobe Jura-Kalksteine. Achtung: Der Weg endet an einer Treppe zur Straße! Jenseits der Straße fällt der Weg mit alpinem Charakter steil zur Altmühl hinab. Mit glühenden Bremsen und schmerzenden Unterarmen rollt man dann flach bis zum Anstieg zur Willibaldsburg, durch eine Allee und über Wald- und Wiesenwege am Fossiliensteinbruch vorbei. An der DAV-Kletterhalle wartet die JuraFlow-Jumpline, für die man sich allerdings vorher anmelden muss. Frei zugänglich ist dagegen der Lange-Bank-Trail, der sich bald steil und in engen Serpentinen zur Altmühl hinunterwindet. Kurzes Durchatmen im Flachen, bevor nach der Eisenbahnunterführung in Wasserzell die Frauenberger Uphill Challenge 2 ordentlich Dampf in den Beinen.
Einkehr: Restaurant Schönblick (km 15,6) oder für einen Snack in Schnellers Backstub’n am Stadtrand von Eichstätt
Kipfenberg und seine abwechslungsreichen Trails
Unsere letzte Station heißt Kipfenberg, wo wir einen Premium-Campingplatz direkt am Ufer der Altmühl ergattern - mit Burgblick! Heute will uns der 55-jährige Physik-Ingenieur sein Revier zeigen, und das bedeutet erst mal wieder: klettern. Zum Schloss Arnsberg geht’s hinauf und weiter über den Michelsberg, wo wir nicht nur über die Aussicht staunen, sondern auch über die 120 Meter hohen, weißen Kalksteintürme.
Tour 3: Kipfenberg Trail-Runde
- Länge: 32,4 Kilometer
- Bergauf: 685 Höhenmeter
- Schwierigkeit: mittel
Routen-Beschreibung: Die ersten Kilometer führen auf Asphalt und Schotter hoch zur Burg Arnsberg. Von hier fährt man über Waldwege, vorbei an schroffen Felsformationen, bis zum Michelsberg mit tollem Panoramablick. Achtung: Bikes innerhalb der eingezäunten Gebiete schieben! Über den sehr wurzeligen und schmalen Husarensteig (oder auch Mühlensteig genannt), geht’s erst flach an den Felsflanken entlang, bevor sich der Pfad im letzten Teil in engen Serpentinen hinab ins Birktal wickelt. Nach der Straßenquerung führt eine steile Straße hinauf zur Burg Kipfenberg und dem geografischen Mittelpunkt Bayerns. Optional fährt man von hier eine kleine Singletrail-Runde auf steinig-wurzeligem Terrain oder weiter auf dem langen ADAC-Trail (Kressensteig) bergab. Unten fädelt man in den Radweg Richtung Birktalmühle ein und nimmt dort den Abzweig in den Wald hinauf. Ein Gemisch aus Wald- und Schotterwegen schlängelt sich allmählich hinauf zur Burg, wo unterhalb des alten Gemäuers der PCB-Trail ins Tal nach Arnsberg startet. In Arnsberg überquert die Tour die Altmühl und kämpft sich anschließend kurz und knackig wieder hoch. Nach knapp 100 Höhenmetern ist der letzte Anstieg gemeistert, und man folgt der flachen Schotterstraße bis zum Startplatz des Drachenfliegerclubs Böhmingen. Danach geht’s auf sanften Waldwegen und erdigen Trails am Limes-Turm vorbei und über den wurzeligen Limes-Weg wieder hinunter zum Ortseingang Kipfenberg.
Startpunkt: Azur Camping in Kipfenberg
Highlights: Panoramablicke ins Altmühltal von der Burg Arnsberg und dem Michelsberg sowie Husarensteig, ADAC- und PCB-Trail
Schlüsselstellen: Der enge und wurzelige Husarensteig mit seinen Serpentinen am Ende erfordert eine sehr gute Fahrtechnik.
Einkehr: Das Café im Römer und Bajuwaren-Museum an der Burg Kipfenberg
Weitere Mountainbike-Möglichkeiten im Altmühltal
- UrTrails Altmühltal: Sechs MTB-Runden zwischen Kelheim, Riedenburg, Painten und Ihrlerstein.
- Trailpark Heumödern: Mit Lift und liebevoll gepflegten Trails.
- Jura Flow Anlage in Eichstätt: Pumptrack, Table- und Dirtline.
- Kelheim: Vier Trail-Runden im östlichen Altmühltal.
Verhaltensregeln für Mountainbiker im Altmühltal
- Fahrt bitte nur auf den beschilderten Wegen und nicht querfeldein.
- Baut auch bitte keine illegalen Trails!
- Singletrails und Wanderwege verlaufen oft auf den gleichen Wegen - bitte nehmt Rücksicht aufeinander!
- Hinterlasst keine Spuren in der Natur: Nehmt euren Müll mit nach Hause und achtet auf eine schonende Fahrweise!
- Bremst beispielsweise nicht mit blockierenden Rädern - das fördert Bodenerosion und verursacht Wegeschäden auf unseren Trails!
- Haltet eure Bikes unter Kontrolle - für eure eigene Sicherheit und die anderer!
- Passt eure Geschwindigkeit der jeweiligen Situation an und seid bereit, immer in Sichtweite anhalten zu können.
- Nehmt Rücksicht auf die Tiere im Wald!
Mit diesen Tipps und Routenbeschreibungen steht einem unvergesslichen Mountainbike-Erlebnis im Altmühltal nichts mehr im Wege!
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