MTB Bundesliga Heubach: Informationen rund um das Bike the Rock

Das Bike the Rock in Heubach ist mit seiner 25. Auflage ein Klassiker unter den Bundesliga-Events. Regelmäßig sind Olympiasieger und Weltmeister in dieser kesselartigen Atmosphäre unterhalb der Ruine Rosenstein zu Gast. Gepaart mit seinen vielen Side-Events wie Enduro, Marathon und Pumptrack genießt das Bike the Rock bereits Kult-Charakter.

Neuerungen auf der XCO-Strecke ab 2023

Ab 2023 dürfen sich die Weltelite des Mountainbikesports in Heubach auf eine vollständig überarbeitete Rennstrecke freuen. Ein Eschensterben im Bereich des bisherigen Uphills macht eine Neugestaltung der XCO-Strecke notwendig. Aus diesem Grund entstand in enger Zusammenarbeit mit Rennfahrern und professionellen Streckenbauern ein neuer Verlauf der Strecke. Von Beginn an waren Forst, untere Naturschutzbehörde und Grundstückseigentümer an der Gestaltung der neuen Strecke beteiligt.

Die neue Strecke ist deutlich kompakter und moderner, was es auch für die Zuschauer deutlich leichter macht, das Renngeschehen zu verfolgen. Das Profil der neuen Strecke unterscheidet sich im Wesentlichen von der alten Strecke, dadurch, dass sich der bisherige lange Anstieg nun in drei einzelne aufteilt.

Streckenbeschreibung im Detail

Los geht's wie bisher in der Stellung. Auf einem ersten Anstieg mit grobem Untergrund müssen die Fahrer die ersten 90 Höhenmeter absolvieren, bevor es in die erste Abfahrt geht. In dieser warten einige technische Abschnitte aus natürlichen Hindernissen. Hier fordern enge Kurven, Steilstücke, Felsen und Bäume Konzentration und Kraft. Auf einem kurzen, nur leicht ansteigenden Abschnitt ist ein wenig Erholung möglich, bevor der zweite, teilweise recht steile Anstieg hinauf ins Bones Valley folgt. Hier folgt nach einer kurzen, flowigen Abfahrt ein Klassiker der Heubacher Rennstrecke - der Zorro-Drop. Dieser kurze, aber sehr steile Abschnitt erfordert beste Fahrtechnik und höchste Konzentration. Nur kurz kann man sich nach dieser harten Abfahrt erholen, bevor es weiter abwärts in die Stellung, dem Herzen von BiketheRock geht. Ein letzter kurzer Anstieg steht noch an, bevor es durch den Fichtenwald und das Expo-Gelände zurück in Richtung Start-Ziel-Bereich geht.

Die neue Strecke verlangt auf ihren 4km den Fahrerinnen und Fahrern alles ab und wird für Zuschauer noch attraktiver.

Bike the Rock: Ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft

Die Geschichte des Bike the Rock ist reich an berühmten Radsportlern, die in den vergangenen 20 Jahren beim ältesten HC-Rennen der Welt in Heubach am Start standen. Olympiasieger wie Gunn-Rita Dahle-Flesja, Sabine Spitz, Julien Absalon und Nino Schurter gaben sich schon die Ehre.

Doch 2025 wird noch einmal etwas ganz Besonderes geboten: Der niederländische Radsport-Superstar Mathieu van der Poel wird am 18. Mai in der «Stellung» nach fast zwei Jahren Abstinenz in den Mountainbike-Sport zurückkehren und damit beim zweiten Lauf der MTB-Bundesliga teilnehmen. Der 30-jährige Niederländer gilt als der vielleicht kompletteste Radsportler aller Zeiten. Doch zwei wichtige Titel fehlen ihm noch: der Weltmeistertitel und der Olympiasieg auf dem Mountainbike.

Das 20. Jubiläum des BiketheRock

Bereits zum 20. Mal war die Internationale Mountainbike-Bundesliga beim «BiketheRock» zu Gast. Zwar ist Heubach, obwohl das höchstdotierte deutsche Cross-Country-Rennen, kein offizielles Qualifikationskriterium, aber es gibt dem Bundestrainer Peter Schaupp die Chance, die besten deutschen Mountainbiker im direkten Vergleich zu sehen.

Angeführt wurde das Feld der deutschen Protagonisten von David List (Lexware), der zuletzt beim zweiten Weltcup-Lauf im brasilianischen Araxá als bester Deutscher mit Platz 14 glänzte, nachdem Aushängeschild Luca Schwarzbauer (Canyon-CLLCTV) dort mit gesundheitlichen Problemen eingebrochen war und daher auch auf einen Start in Heubach verzichten musste. Ebenfalls bei der Punktejagd und im Kampf um den verbleibenden zweiten deutschen Olympiastart mit dabei sind Julian Schelb (Stop&Go Marderabwehr) und Georg Egger (Orbea-Leatt-Speed Company).

Bei den Frauen gab es einen spannenden Zweikampf zwischen der Ukrainerin Yana Belomoina (KMC-Ridley) und der derzeit besten Deutschen in der Weltrangliste Lia Schrievers (1Vision). Ein Wort um den Sieg mitreden wollte sicher auch die Polnische Meisterin Paula Gorycka (Strüby Sting), die nicht in Brasilien war und vor drei Wochen den Swiss Bike Cup in Lugano gewann.

Doch das Bike the Rock steht nicht nur für Spitzensport der Elite-Kategorien, sondern auch für hochwertigen Nachwuchssport: Auch die Rennen der U23-Kategorien haben HC-Status, die der U19 gehören zur UCI Junior Series, quasi den Weltcup für die Junioren. Bei den Männern U23 trafen die Brasilien-Rückkehrer Lennart Krayer, Paul Schehl und Ben Schweizer auf eine ganze Reihe hochmotivierter und ausgeruhter Niederländer und Schweizer. Favorit war aber der Ukrainische Meister und ehemalige Junioren-Europameister Oleksandr Hudyma (KMC-Ridley).

Die Rennen der Elite Männer und Frauen wurden live übertragen.

Rückblick auf das Bike the Rock 2022

Fast drei Jahre ist es her, dass das beliebte «BiketheRock» in Heubach stattfinden konnte. Doch so wie es momentan aussieht, werden sich die Spitzen-Mountainbiker beim höchstdotierten deutschen MTB-Rennen unterhalb des Weltcups am 23. und 24. April wieder messen.

Am Sonntagmorgen, dem 24. April, starteten die U19-Fahrer bei der UCI Junior Series, danach folgten die U23-Männer. Über Mittag wurden die Frauen und Juniorinnen in einem gemeinsamen Rennen, aber mit getrennten Wertungen ihre Besten ermitteln, ehe am Nachmittag die Männer ihm Rahmen der Mountainbike-Bundesliga um die Podiumsplätze kämpften.

Doch auch die Freizeitsportler, Amateure und Kinder kamen beim Bikefestival im Ostalbkreis nicht zu kurz. Schon traditionell eröffneten die Marathon-Fahrer beim Bike Marathon am Samstagmorgen das Rennwochenende in Heubach. Auf der 30-Kilometer-Runde über den Rosenstein kamen sowohl sportliche Familien als auch ambitionierte Athleten auf ihre Kosten. Anschließend stand die Veranstaltung ganz im Zeichen des Nachwuchses: Kinder von der U19 bis zur U15 kämpften auf der verkürzten Cross-Country-Strecke um Platzierungen. Neben dem Spaß am Radfahren stand dabei auch der sportliche Ehrgeiz im Fokus. Gleiches galt für die Enduro-Spezialisten.

Höhepunkt des Samstags war am Abend die erste Deutsche Pumptrack-Meisterschaft. Auf der permanenten Asphaltbahn in der Stellung, die schon 2016 eröffnet wurde, kämpften die besten Sportler Deutschlands erstmals um Meisterehren.

Ergebnisse und Highlights vom Int. Mountainbike-Bundesliga Rennen

Weltmeister Alan Hatherly musste sich nach einem Sturz mit dem vierten Platz begnügen. Überlegener Sieger wurde nach packendem Rennen der Deutsche Meister Luca Schwarzbauer (Canyon CLLCTV) in einer Zeit von 1:27:03 h. Der Fast-Lokalmatador - der 28-Jährige wohnt 45 Autominuten entfernt in Kirchheim/Teck - setzte sich gegen die Attacken des Franzosen Mathis Azzaro (Origine) durch, der ihm in der zweiten Rennhälfte immer mehr auf die Pelle rückte, nachdem er zur Rennhälfte mit Defekt zurückgefallen war. Noch deutlicher fiel der Sieg der Weltmeisterin Puck Pieterse (Alpecin-Deceuninck) bei den Frauen aus. Zunächst hatte Nina Graf (geb. Benz, Lapierre) noch mithalten können, musste dann aber den Attacken von Pieterse Tribut zollen und verlor zur Rennmitte den Anschluss. Mit dem vierten und fünften Platz sorgten die beiden Württembergerinnen Ronja Eibl (Origine) und Kira Böhm (Cube Factory Raicng) in dem international hochklassig besetzten Feld für insgesamt drei Podiumsplätze für German Cycling.

Ergebnisse der U23-Klasse

Dominant in der männlichen U23-Klasse zeigte sich das niederländische KMC-Ridley-Team. Allen voran Tagessieger Tom Schellekens belegte es mit dem Ukranischen Meister Oleksander Hudyma und Rens Teunissen van Manen die Plätze 1, 2 und 4. Bester Deutscher wurde als Sechster der Freiburger Paul Schehl, der nach seinem heftigen Sturz beim Weltcup-Auftakt in Brasilien vor einigen Wochen sein erstes Rennen bestritt. Gleich zwei Lexware-Bikerinnen waren auf den Podium der weiblichen U23-Klasse zu finden, auch wenn der Sieg an die Österreicherin Katrin Embacher (Trek Future Racing, 1:16:54 h) ging: Sina van Thiel belegte als beste Deutsche mit einem Rückstand von 29,1 Sekunden zu den zweiten Platz.

UCI Junior Series Rennen

Die beiden Junioren-Rennen zählten zur höchsten UCI-Kategorie „Junior Series“ - eine Woche vor dem Weltcup in Nove Mesto, in dessen Rahmen ebenfalls Junior Series Rennen ausgetragen werden, war die internationale Besetzung beeindruckend. Die Siege gingen an Connor Wright von der australischen Nationalmannschaft und bei den Frauen an die slowenische Europameisterin Marusa Sekezi (Cube Next Generation).

Ausblick auf die Zukunft

Am Pfingstwochenende (07./08. Juni 2025) geht es weiter in Gedern im Wetterauskreis.

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