Die Gründe, ein gebrauchtes Motorrad zu verkaufen, können vielfältig sein: Die Maschine steht ungenutzt in der Garage oder man hat sein neues Traumbike gefunden. Der private Handel mit Motorrädern floriert, Käufer und Verkäufer finden sich heute vorwiegend über das Internet.
Vorbereitung für den Verkauf
Bevor Sie Ihr Bike zum Verkauf anbieten, sollten Sie es bei einem Fachhändler oder einer Prüfstelle auf Herz und Nieren testen lassen und seinen Zustand durch ein Gutachten dokumentieren. Ein weit verbreitete Befürchtung von Käufern ist es, dass das Motorrad möglicherweise verdeckte Mängel aufweist.
Neben den inneren Werten zählt beim Verkauf im Internet selbstverständlich auch die Optik. Dazu sollten Sie das Motorrad zunächst gründlich waschen - und zwar auch an verdeckten Stellen wie hinter Verkleidungen. Bringen Sie Ihr Bike daher vor dem Verkauf auf Hochglanz, um es Interessenten von seiner besten Seite zu präsentieren.
Prüfen Sie darüber hinaus den Öl- und Wasserstand sowie den Reifenluftdruck, kontrollieren Sie die Bremsbeläge und den Säurestand der Batterie. Vergessen Sie zudem nicht, die Kette fachgerecht zu justieren und falls nötig zu schmieren. Sie können den Besuch bei der Prüfstelle auch vorziehen, um eine neue Plakette einzuholen. Wann ist die nächste Hauptuntersuchung (HU) fällig?
Inserat erstellen
Das Um und Auf im Internet sind gute Bilder, die Ihr Bike in bestes Licht rücken und so die Aufmerksamkeit potentieller Käufer wecken. Dunkle oder unscharfe Fotos können die Erfolgsaussichten dagegen deutlich schmälern.
Um verkaufsfördernde Fotos anzufertigen, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen und auf gute Lichtverhältnisse achten. Präsentieren Sie das Motorrad aus mehreren Ansichten und fertigen Sie darüber hinaus gute Detailaufnahmen an. Diese hat man üblicherweise nicht in der Garage, sondern im Freien mit der Sonne im Rücken.
Zusätzlich zu den Fotos ist natürlich auch eine umfangreiche und ehrliche Beschreibung des Bikes erforderlich. Erwähnen Sie zudem unbedingt, wann die letzte Wartung durchgeführt wurde. Geben Sie in der Anzeige auch eine Telefonnummer an, unter der mögliche Käufer Sie erreichen können. Dazu zählt die Angabe von Hersteller- und Typbezeichnung, Baujahr und Kilometerstand sowie Motorleistung.
Sollten Verschleißteile wie etwa Reifen nicht mehr im besten Zustand sein, dann verschweigen Sie das in der Anzeige nicht. Auch Ihre Preisvorstellung sollten Sie angeben. Ehrlichkeit wird von potentiellen Käufern honoriert und spätestens bei der Besichtigung kommt der Mangel ohnehin ans Licht.
Preisfindung
Den aktuellen Marktwert Ihres gebrauchten Bikes können Sie anhand gängiger Online-Portale leicht ermitteln. Durch einen zu hohen Preis schrecken Sie mögliche Käufer ab, doch auch ein zu geringer Preis kann mitunter Argwohn wecken: Durch die Transparenz des Internets ist der Spielraum bei der Preisfestsetzung gering.
Beziehen Sie beim Preisvergleich aber auch die regionalen Händler vor Ort mit ein. Generell gilt, dass Sie als Privatverkäufer deutlich unter dem Händlerpreis bleiben sollten. Einen Verhandlungsspielraum von etwa 10 bis 20 Prozent können Sie bei der Preisfestsetzung mit einkalkulieren.
Besichtigung und Probefahrt
Beantworten Sie alle Nachfragen am Telefon ehrlich und gewähren Sie möglichen Käufern so einen umfassenden Einblick. Das Inserat ist aktiviert und die ersten Kaufinteressenten melden Sich bei Ihnen.
Nehmen Sie sich für den Besichtigungstermin Zeit und bieten Sie dem Interessenten als zusätzliche Option eine Probefahrt an. Bevor der erste Interessent vor der Tür steht, sollten Sie alle nötigen Unterlagen wie etwa Fahrzeugbrief, Serviceheft, Bedienungsanleitung, TÜV-Gutachten bzw. Prüfbericht und diverse Rechnungen vorbereiten.
Besonders vertrauensfördernd ist es, wenn Sie dem potentiellen Käufer die Möglichkeit zu einer Probefahrt einräumen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie dabei unbedingt ein Pfand des Interessenten einbehalten, etwa seinen Personalausweis.
Kaufabwicklung
Bereiten Sie vor dem Übergabetermin alle nötigen Unterlagen wie Fahrzeugbrief, Wartungsheft, Bedienungsanleitung, TÜV-Bericht, etwaige Belege sowie die Schlüssel vor. Ein Käufer ist gefunden und Sie haben sich auf den Preis geeinigt. Nun gilt es, bei der Kaufabwicklung an alle wichtigen Formalitäten zu denken.
Melden Sie das Motorrad noch vor der Abholung ab und denken Sie daran, alle Versicherungen rechtzeitig zu kündigen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie unbedingt auf einem schriftlichen Kaufvertrag bestehen. Am sichersten ist es, wenn Sie auf Barzahlung bestehen, bei der Annahme von Schecks sollten Sie hingegen vorsichtig sind: Bei der Bezahlung gilt.
Überlassen Sie dem Käufer das Motorrad sowie den Fahrzeugbrief niemals, bevor Sie die gesamte Summe erhalten haben, zählen Sie das Geld nach und prüfen Sie es auf seine Echtheit.
Alternativen zum Privatverkauf
Sie wollen sich den Zeitaufwand für das Schalten von Anzeigen und die Termine mit privaten Kaufinteressenten sparen? Um einen guten Preis zu erzielen, nehmen wir zunächst eine kostenlose Wertermittlung vor. Autodandler bietet Ihnen einen umfassenden Service, wenn Sie Ihr gebrauchtes Motorrad verkaufen wollen - ganz gleich welche Marke und welches Modell.
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Oldtimer-Versicherung
Unabhängig vom Zustand des Wagens und seines Modells ist es wichtig, bei einer zuverlässigen Versicherung eine Oldtimer-Versicherung abzuschließen. Auf diese Weise sparst du Geld, ohne auf einen leistungsstarken Versicherungsschutz zu verzichten. Für die Oldtimer-Versicherung warten wir unseren Rundum-Schutz mit besonderen Konditionen auf.
Zusätzliche Tipps für den Verkauf
Wer seinen Oldtimer verkaufen möchte, sollte unbedingt Ordnung in seinen Papieren haben. Fehler können fatale Folgen haben. Vor dem Oldtimer-Verkauf sollten Sie unbedingt eine Preis-Recherche durchführen. Sinnvoll ist es auch, ein entsprechendes Wertgutachten erstellen zu lassen. Für welche Summe kaufen Interessenten das von Ihnen angebotene Modell?
Ist der Käufer an einer Probefahrt interessiert, sollten Sie zunächst selbst den Oldtimer fahren. Möchte der Käufer auch an das Steuer, lassen Sie sich zuvor den Führerschein zeigen. Gut ist es auch immer, Zeugen dabei zu haben.
Oftmals ist es eine gute Idee, den Oldtimer-Verkauf durch eine Autoversteigerung zu realisieren. Allerdings gibt es auch ein gewisses Risiko, wenn Ihr Fahrzeug nicht den Geschmack der Käufer trifft. Dann könnte der Erlös vom Oldtimer-Verkauf unter Ihren Erwartungen bleiben. Hier gelten im Grunde dieselben Regeln wie für den Verkauf per Annonce.
Checkliste für den Gebrauchtkauf
- Vergleichen Sie als Erstes die Fahrgestellnummer am Motorradrahmen mit der im Fahrzeugbrief.
- Lassen Sie sich nicht vom ersten Eindruck blenden: Zum Verkauf stehende Motorräder sind meist auf Hochglanz poliert. Betrachten Sie den Gesamtzustand kritisch und notieren Sie sich Schäden und Mängel.
- Undichtigkeiten an Motor, Kühlsystem, Kraftstoffanlage und Getriebe sind vor allem für die Umwelt schädlich und sollten möglichst schnell beseitigt werden. Gleichzeitig zeugen sie von einer gewissen Nachlässigkeit des Besitzers und können als Argument für eine Preissenkung dienen.
- Schleifspuren an den Lenkerenden, Schwingungsdämpfern und den Armaturen geben Hinweise auf Stürze.
- Umbauten: Klären Sie mit dem Verkäufer, welche Komponenten und Bauteile verändert oder umgebaut wurden, weshalb dies vorgenommen wurde und wie diese eingetragen bzw. zugelassen wurden.
- Nehmen Sie in jedem Fall die Sitzbank herunter, um auch hier den Pflegezustand der Maschine zu prüfen.
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