Motorrad Satteltaschen oder Motorradkoffer eignen sich zum Transport von größeren Mengen an Gepäck und entlasten dabei effektiv den Rücken. Gerade auf längeren Fahrten stellt dies einen großen Vorteil dar. Wie auch in anderen Motorrad Satteltaschen Test Artikeln stellen wir euch hier die besten Soft-Packtaschen vor.
Universelle Weichgepäcksysteme: Eine Herausforderung
Glaubt man Katalogtexten, lässt sich universelles Weichgepäck anders als modellspezifische Gepäcksysteme einfach überwerfen, verzurren, und dann kann es losgehen auf große Tour. Die Praxis sieht anders aus, denn mit vielen aktuellen Maschinentypen harmonieren die jeweils speziellen Taschen nicht gut. Passen Gepäck und Motorrad aber zusammen und wackelt und rutscht nichts, steht einer Partnerschaft nichts im Wege. Dann gilt Weichgepäck als gute Alternative.
Auf dem Papier heißt es: „Leicht am Bike anzubringende Satteltaschen (…) optimal gestaltet für die Toursport- und Naked Bikes der aktuellen Generation.“ Aber denkste. Was der Werbetext verheißt, sieht in der Realität leider anders aus.
Sind Yamaha MT-07 und MT-09, Honda CB 650 F und Fireblade Jahrgang 2010 oder auch eine 2013er-KTM 1190 Adventure etwa nur Ausnahme-Motorräder, die so seltsam geformt sind, dass die beworbene Universal-Packtasche einfach nicht fest und sicher zu verzurren ist? Wohl kaum.
Beim hier vorliegenden Vergleich von 14 Packtaschen traten gehäuft Probleme beim Anbringen der angeblich universellen Gepäcksysteme auf.
Im Fuhrpark von Motorrad standen rund 25 verschiedene Motorradtypen, von der topaktuellen MT-07 bis zum Oldie-Wasserbüffel. Aber nur die wenigsten Maschinen ließen sich durch einfaches Überwerfen und stressfreies Verzurren mit einem der Weichgepäcksysteme bestücken. Vor allem sportliche Maschinen mit steil aufsteigendem, schmalem Heck sind wenig „empfangsfreudig“, wenn sie mit Packtaschen gepaart werden sollen.
Das Gepäcksystem selbst kann man dafür aber kaum schelten, nur weil sich auf radikal gestylten Maschinen wie etwa einer MV Agusta Rivale höchstens eine Packung Tempos verzurren lässt.
Vom Spontankauf ist abzuraten
Aber ärgerlich ist es für den Käufer, wenn er in die Irre geführt wird. Bei der Recherche zu diesem Artikel gemachte Aussagen von Anbietern, Händlern und Verkäufern sind bezeichnend.
„Jaaa, nein, gut, äh“, stottert sich da einer zurecht, „universell heißt ja eigentlich nur, dass die Taschen für einzelne Motorräder passen sollen.“ Man müsse nämlich schon genau schauen, ob das System speziell auch für die eigene Maschine passt.
Ein anderer erklärt: „Nein, eine Liste mit Motorrädern, an denen unsere Taschen passen, haben wir nicht. Aber Kunden, die unbedingt unsere Taschen haben wollen, basteln sich oft für ihr Motorrad tolle individuelle Halterungen!“
Nun gut, fasst man den Begriff „universell“ nach Duden auf, bedeutet er „umfassend, weit gespannt“. Sind damit etwa meterlange Extra-Spanngurte gemeint, um die Taschen sichern zu können, damit sie sich nicht bei Highspeed auf der Autobahn im Rad verheddern?
Anbieter Louis (aus dessen Katalogtext zitiert wurde) hat immerhin spezielle Abstandshalter im Programm. Zum Beispiel auch für die MT-07? Fehlanzeige, also angeschmiert. Universell im Zusammenhang mit Weichgepäck heißt also zunächst nichts anderes als „nicht modellspezifisch“.
Und bedeutet für den Kaufinteressenten, dass er sich besser mit Maschine und den wichtigsten Gepäckstücken auf den Weg zum Händler macht - denn ohne Probebepackung und -fahrt muss man von einem Spontankauf absolut abraten.
Vorteile von Weichgepäck
Ist das System jedoch kompatibel mit dem Motorrad, bietet Weichgepäck Vorteile. Etwa eine geringere Verletzungsgefahr bei Stürzen - der Grund, warum Reiseenduristen gerne Kofferträger mit Weichgepäck kombinieren.
Dann der Preis: Unter 100 Euro finden sich gute Lösungen, einzelne Koffer sind üblicherweise schon teurer. Schließlich Gewicht und Anbringung. Insbesondere für sportliche Bikes und leichte Mittelklassemaschinen empfehlen sich ausladende und schwere Koffersysteme kaum.
MOTORRAD stellt deshalb sehr verschiedene Überwurftaschen vor, die in jedem Fall eine ausführliche Anprobe wert sind.
Empfehlungen und Tests verschiedener Modelle
Im Folgenden werden verschiedene wasserdichte Motorrad-Gepäcktaschen vorgestellt und bewertet:
- Rhinowalk Motorradsatteltaschen: Gefertigt aus hochwertigem 500D PVC-Planenmaterial, wasserdicht und mit einem Fassungsvermögen von 18 / 28 / 48 Litern erhältlich.
- SW-MOTECH Blaze Satteltaschen: Universell einsetzbar, erweiterbares Volumen von 17 auf 21 Liter, wasserdichte Innentaschen inklusive.
- MOTO-DETAIL Gepäcksystem: Bestehend aus drei Taschen mit maximal 20 Litern pro Tasche, Kompressionsriemen zur optimalen Raumausnutzung.
- KRIEGA OS-6 Gepäcktasche: Einzelne Gepäcktasche mit hartem Boden, als Sozius- oder Seitentasche nutzbar, auch als Rucksack tragbar.
- Givi Canyon 50 Seitentaschen: Wasserdichte Seitentaschen mit Rolltop-Verschluss und 50 Litern Gesamtvolumen.
- Bagtecs WP8 Seitentaschen: Wasserdicht, universell einsetzbar, 60 Liter Gesamtvolumen, einfache Fixierung mit Spanngurten.
- XLMOTO H20 Satteltaschen: Wasserdicht, hitzebeständig, flexibles Material, 40 Liter Gesamtvolumen.
Detaillierte Testberichte einzelner Modelle
Hier werden einige der getesteten Modelle detaillierter betrachtet:
Bagster Cruise
- Preis: 121 Euro
- Materialien: Polyester, PVC
- Gewicht: 3300 g
- Packvolumen: jeweils 25 l (erweiterbar auf 39 l)
- Plus: Sehr clevere Erweiterungsmöglichkeit, gute Ausstattung, sehr gute Verarbeitung.
- Minus: Regenhaube nicht gut genug gegen Verlust zu sichern, etwas komplizierte Bedienung beim Bepacken.
- Fazit: Bietet viel Stauraum und ein ausgeklügeltes System. Passen gut zu Sporttouring-Maschinen.
Büse Satteltasche
- Preis: 119,95 Euro
- Materialien: Polyamid, Polyester, PVC
- Gewicht: 3270 g
- Packvolumen: jeweils 21 l (erweiterbar auf 31 l)
- Plus: Enorm viel nutzbarer Stauraum, bedienungsfreundlich von oben zu bepacken, praktische Außentaschen.
- Minus: Trolley-Funktion überflüssig, Tragegriffe schneiden ein, Reißverschlüsse einfachster Machart.
- Fazit: Gute Wahl für Enduros mit bereits installiertem Trägersystem.
Enduristan Monsoon 2
- Preis: 240 Euro
- Materialien: thermoplastisches Polyurethan, Polyamid
- Gewicht: 2520 kg
- Packvolumen: jeweils 15 l (erweiterbar auf 30 l)
- Plus: Wasserdichtes, tadellos verschweißtes Planen-Außenmaterial, Rollverschlüsse dichten gut ab.
- Minus: Außen- und Innenfächer fehlen, Material sehr weich und wenig formsteif.
- Fazit: Freundet sich am liebsten mit Geländemaschinen an und ist fürs Grobe ausgelegt.
Giant Loop Great Basin
- Preis: 399 Euro
- Materialien: vinylbeschichtetes Polyester, Polyamid
- Gewicht: 2130 g
- Packvolumen: 60 l
- Plus: Robuste Metallschnallen, sehr solider Hauptreißverschluss, ausreichend Stauraum für größere Reisen.
- Minus: Bepackung umständlich, Planen-Außenmaterial knickt schnell, unhandlich abseits vom Motorrad zu transportieren.
- Fazit: Verträgt sich gut mit verschiedenen Motorrädern und bietet viel Platz, aber Ein- und Auspacken geraten zum Fummelakt.
Hein Gericke Street Line
- Preis: 79,95 Euro
- Materialien: Polyamid
- Gewicht: 2850 g
- Packvolumen: jeweils 11 l (erweiterbar auf 15 l)
- Plus: Flache Bauform, Platz für kleine Wochenendausrüstung, große Außentaschen.
- Minus: Tragegriffe unkomfortabel, Innenseiten nur schwach verstärkt, Regenschutz nur lose Haube.
- Fazit: Sauber verarbeitet, preisgünstig - klasse! Guter Kompromiss aus kompakter Bauform und gut nutzbarem Stauraum.
Held Arvo
- Preis: 129,95 Euro
- Materialien: Polyester, PVC
- Gewicht: 2750 g
- Packvolumen: jeweils 14 l (erweiterbar auf 20 l)
- Plus: Sehr robuste Griffe, Schultertragegurte, festes Außenmaterial, sehr ordentliche Verarbeitung.
- Minus: Nur lose Regenhaube, Klett-Verbindungsriemen zwischen den Taschen vergleichsweise dünn und schwach ausgelegt.
- Fazit: Mit den kompakten und sauber verarbeiteten Held Arvo lässt es sich gut auf Kurztour mit Übernachtung gehen.
Modeka Regular
- Preis: 69,90 Euro
- Materialien: Polyester
- Gewicht: 1910 g
- Packvolumen: jeweils maximal 30 l
- Plus: Geringes Eigengewicht, große Außentaschen, tragefreundliche Schultergurte, einfach zu bedienendes Reißverschluss-Stauraum-Erweiterungssystem.
- Minus: Dünne, lose und knapp bemessene Regenhaube, Reißverschlüsse qualitativ unter Durchschnitt, Materialien wirken etwas billig.
- Fazit: Die günstigsten Satteltaschen in diesem Vergleich. Allerdings wirken die Modeka Regular auch am billigsten gemacht.
Ortlieb Moto Speedbags
- Preis: 199,95 Euro
- Materialien: Polyamid, Polyurethan
- Gewicht: 2030 g
- Packvolumen: jeweils 23 l
- Plus: Breite, aber kaum auftragende Überwurf-Verbindungsbänder, steife Innenwände, gutes Ordnungsprinzip mit Innenfächern, wasserdichtes Außenmaterial.
- Minus: Tragegriffe bestehen nur aus dünnen Gewebebändern, recht dünnes Planenmaterial.
- Fazit: Wasserdichte Konstruktion, genügend Stauraum, schlaue Features. Passen an viele Maschinentypen - die sehr praktischen Ortlieb Speedbags sind ihren hohen Preis wert.
Polo Drive
- Preis: 79,95 Euro
- Materialien: Polyamid
- Gewicht: 2530 g
- Packvolumen: jeweils 20 l
- Plus: Nur wenig Raum einnehmende Innenbeutel als Nässeschutz, Außentaschen groß genug, solide verarbeitet, formsteifes Gewebe.
- Minus: Nutzbarer Stauraum im Vergleich gering, laut Hersteller nur drei Kilogramm Zuladung erlaubt, für kompakte Abmessungungen recht hohes Eigengewicht.
- Fazit: Klein, kompakt und solide. Die handlichen und preislich attraktiven Polo Drive Veneto passen zu vielen Motorrädern, bieten aber nur Platz für wenige Utensilien.
Saddlemen XL Sport Saddlebags
- Preis: 110,70 Euro
- Materialien: geschäumtes Polyurethan, Polyamid
- Gewicht: 1400 g
- Packvolumen: k. A.
- Plus: Taschenkorpus aus geschäumtem, semifestem Material, sehr formstabil, extrem geringes Eigengewicht.
- Minus: Bieten nur wenig nutzbaren Stauraum, Montageanleitung nur auf Englisch, nur schmale Verbindungsbänder zwischen den Taschen.
- Fazit: Die schlanken Saddlemen XL Sport Saddlebags sind an vielen Maschinen schnell installiert, ähneln aber mehr Schminkköfferchen.
Shad Zulupack SW42
- Preis: 99 Euro
- Materialien: PVC, Polyamid
- Gewicht: 2290 g
- Packvolumen: jeweils 18 l
- Plus: Vergleichsweise große und praktische Außenfächer, solide Tragegriffe, sinnvolle Verstärkungen innen, gut nutzbares Platzangebot.
- Minus: Bei voller Beladung entsteht am Rollverschluss sc...
Weitere getestete Modelle (Auszug)
Zusätzlich zu den oben genannten Modellen wurden auch folgende Taschen getestet:
- XL Moto Satteltaschen wasserdicht H2O
- Bogotto SB-Speed
- Moto Detail Satteltaschen
- QBag ST07
- Enduristan Blizzard XL
- Mosko Moto & Outback Motortek Rack Backcountry Offsetkit
- Shad Terra TR40
- SW-Motech SysBag WP L
- Hepco & Becker Royster Neo
- Lonerider MotoBags 31
Verschiedene Arten von Gepäcklösungen
Es kann grundsätzlich zwischen mehreren Arten von Gepäcklösungen für das Motorrad unterschieden werden:
- Aluminiumkoffer: Hohe Stabilität, lange Lebensdauer, reichlich Stauraum.
- Hartschalenkoffer: Ähnliche Haptik wie Aluminiumkoffer, bestehen aber in der Regel aus dickem Kunststoff.
- Ledertaschen: Stilvolle Optik, verschiedene Größen.
- Stofftaschen: Robust, gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Montage der Satteltaschen
Die Montage der Satteltaschen erfolgt je nach Modell auf unterschiedliche Art und Weise. Zum einen ist es möglich, dass zunächst Transportbügel im hinteren Bereich des Motorrades angebracht werden müssen, an welchen dann später die Satteltaschen fixiert werden müssen.
Für wen eignen sich Satteltaschen?
Satteltaschen eignet sich grundsätzlich für alle Motorradfahrer, welche Gepäck mitnehmen möchten und dabei nicht nur auf einen Rucksack limitiert sein möchten. Gerade bei längeren Fahrten machen Satteltaschen Sinn, denn hier wirken sich diese entlastend auf den Rücken aus.
Wichtige Kaufkriterien
Bevor Satteltaschen für das Motorrad erworben werden, sollten noch einige wichtige Faktoren beachtet werden, damit es nicht zu einem Fehlkauf kommt:
- Volumen: Das Volumen der Satteltaschen stellt einen der wichtigsten Faktoren dar.
- Kompatibilität: Die Satteltaschen sollten kompatibel mit dem eigenen Motorrad sein.
- Optik: Die Optik der Satteltaschen darf natürlich nicht unterschätzt werden.
- Funktionen: Natürlich sollte auch auf den Funktionsumfang geachtet werden.
- Preis: Nicht zuletzt spielt auch der Preis eine wichtige Rolle.
Vorteile von Satteltaschen gegenüber anderen Gepäcksystemen
Hier stellen wir euch die Vorteile der genannten Motorrad-Satteltaschen im Test gegenüber anderer Gepäcksysteme wie z.B.
FAQ zu Motorrad Satteltaschen
Kann ich Satteltaschen an meinem Motorrad befestigen?
Satteltaschen können an allen Motorrädern befestigt werden. Wenn der benötigte Halter jedoch gleich mitgeliefert wird ist die Montage sehr einfach und Ihr müsst euch nicht den Kopf zerbrechen wie Ihr die Taschen am besten befestigt.
Sind die Satteltaschen wasserdicht?
Ja, alle vorgestellten Satteltaschen haben eine wasserdichte Schicht.
Aluminiumkoffer oder Soft-Packtaschen?
Diese Entscheidung muss leider jeder Motorrad für sich selbst treffen. Im harten Gelände werden aber vermutlich die meisten Softtaschen verwenden.
Die zuvor vorgestellten Satteltaschen sind für alle bekannten Motorradtypen geeignet und können daher mit bestem Gewissen empfohlen werden. Wer sich für eine der empfohlenen Satteltaschen entscheidet, sollte dabei aber auch einen Blick auf die wichtigsten Kaufkriterien werfen.
Alternativen zu Satteltaschen: Motorrad-Hecktaschen
Neben Satteltaschen gibt es auch Motorrad-Hecktaschen, die eine einfache und vergleichsweise günstige Möglichkeit bieten, zusätzlichen Stauraum zu schaffen.
Was ist eine Motorrad-Hecktasche?
Eine Hecktasche fürs Motorrad ist ähnlich einem Tankrucksack. Sie lässt sich in der Regel auf dem Sozius-Sitz oder Gepäckträger des Motorrads anbringen und sorgt damit für Stauraum auf dem Bike.
Eine Motorrad-Hecktasche ist vor allem für Sportmotorräder oder Enduros geeignet, bei denen ein Tankrucksack zu hoch baut und damit zu unpraktisch für eine entspannte Fahrt ist. Auch für Maschinen, bei denen keine Satteltaschen oder Koffer Platz finden, bietet sich eine Hecktasche an.
Empfehlenswerte Hecktaschen
Hier eine Übersicht einiger empfehlenswerter Motorrad-Hecktaschen:
- Held Iconic Evo Hecktasche: Erhältlich in zwei Größen (M und L), mit Organizerfächern, Netz-Innentasche, Tragegriff, Spanngurten und Regenhaube.
- Held Vivione Hecktasche: Wasserdichter Stauraum, Rundum-Reißverschluss zur Steigerung des Volumens, Tragegriff, Reflex-Einsätze und Tragegurt.
- Kriega US-20 Drypack: Vielseitig einsetzbar als Hecktasche, Tankrucksack, Seitentasche oder Tragetasche.
- Kriega US-10 Drypack: Eine Nummer kleiner als der US-20, bietet ähnliche Vorteile.
- Rhinowalk Motorrad-Sitztasche: Groß, bietet bis zu 60 l Stauraum.
- QBag Hecktasche: Fasst 60 l und ist wasser- und staubdicht.
Wie befestigt man eine Motorrad-Hecktasche?
Hecktaschen lassen sich am einfachsten mit Spanngurten oder Spanngummis mit dem Sitz oder dem Heckträger verbinden. Bei den meisten Hecktaschen gehören die Verbindungsgurte zur Ausstattung dazu, manche kombinieren diese mit Schnellverschlüssen.
Kann man auf jedem Motorrad eine Hecktasche anbringen?
Bei den allermeisten Maschinen lässt sich eine Hecktasche befestigen. Dafür ist lediglich eine ausreichend lange Sitzbank, ein zweiter Sitz oder Gepäckträger nötig. Schwierig wird es bei Maschinen mit nur einem Sitz.
Sind alle Hecktaschen fürs Motorrad wasserdicht?
Die meisten Hecktaschen sind wasserabweisend, einige auch wasserdicht. Besonders Kunststoff-Gewebe wie etwa Ballistic Nylon oder PU-Leder schützen den Inhalt vor Feuchtigkeit.
Weitere Aspekte bei der Wahl des Gepäcksystems
Bei der Wahl des richtigen Gepäcksystems spielen auch persönliche Vorlieben und die Art der geplanten Touren eine Rolle. Minimalisten kommen möglicherweise mit einem Rucksack oder einer Gepäckrolle aus, während Komfortliebhaber auf Hecktaschen mit fester Struktur setzen.
Wetterschutz
Ein wichtiges Thema bei allen Gepäcksystemen ist der Wetterschutz. Gepäckrollen sind in der Regel aus wasserdichtem PVC, während Rucksäcke oder Hecktaschen meist wasserdichte Inlays verwenden. Regenhüllen bieten zusätzlichen Schutz, sind aber weniger komfortabel.
Befestigung
Auf wackelndes Gepäck sollte man in jedem Fall verzichten. Eigene Zurrgurte sind auf jeden Fall zu empfehlen, denn es gibt nichts Schlimmeres als wackelndes Gepäck.
Packvolumen
Die fängt am eigenen Motorrad und den vorhandenen oder fehlenden Befestigungsmöglichkeiten an. Die Auswahl der Klamotten zu ändern oder die Tour kurz zu halten.
Motorradtaschen/-rucksäcke: Top-Produkte im Überblick
Hier finden Sie die derzeit besten Motorradtaschen/-rucksäcke. Die Liste zeigt von Käuferinnen und Käufern gut bewertete Produkte. Auch Testsieger und Preis-Leistungs-Tipps aus Magazinen sind dabei. Wir arbeiten unabhängig und neutral.
- Motorradrucksäcke: Einige Modelle sind sowohl auf dem Rücken tragbar als auch am Motorrad montierbar.
- Tankrucksäcke: Der Klassiker unter den Motorradtaschen, wird mit Halter-/Adaptersystem, Magneten, Saugnäpfen oder Riemen befestigt.
- Topcases/Hecktaschen: Werden auf dem Heckgepäcktrager mittels einer Adapterplatte oder über einen gesonderten Träger hinter der Sitzbank mit Schnellverschlüssen befestigt.
- Satteltaschen: Lassen sich an nahezu jedem Motorrad befestigen, Ausnahme sind etwa eine hohe Auspufflage.
- Koffergepäcksysteme: Die Hartschalenkoffer sind stabil und robust, meistens wasserdicht, mit einem Schloss ausgestattet und sitzen dank Trägersystem bombenfest.
- Gepäckrollen/Packtaschen: Bieten eine leichtere Zugänglichkeit zum Gepäck. Rollen und Taschen lassen sich mit Spanngurten auf der Sitzbank oder am Heck jedes Motorrads befestigen.
„Wer sein Gepäck wasserdicht verstaut hat, fährt guten Gewissens durch jedes noch so fiese Sauwetter. Zwölf wasserdichte Rucksäcke mussten sich in unserem Test gegen das deutsche Frühjahrs- und Sommerwetter behaupten.“
Testergebnisse wasserdichter Satteltaschen
Hier finden Sie eine Zusammenfassung der Testergebnisse für wasserdichte Satteltaschen:
- XL Moto Satteltaschen wasserdicht H2O: Einfache Montage, simpler Aufbau, universelle Anbringung, pflegeleichtes Material, geringes Gewicht, gut und kompakt verzurrbar, gepolsterter Formring gibt Schutz, Verschlussgurt verläuft rundum und komprimiert fest, praktisches Netzfach innen, dicht im Nässetest.
- Bogotto SB-Speed: Einfache und schnelle Montage, simpler Aufbau, universelle Anbringung, gut zugängliches Nebenfach, Volumen erweiterbar, geringes Gewicht, formstabil, Gurte durch Clip schnell abnehmbar, zentraler Tragegriff.
- Moto Detail Satteltaschen: Schnelle und einfache Montage, simpler Aufbau, universelle Anbringung, pflegeleichtes Material, geringes Gewicht, formstabil, dicht im Nässetest.
- QBag ST07: Schnelle und einfache Montage, simpler Aufbau, universelle Anbringung, pflegeleichtes Material, geringes Gewicht, formstabil, großflächige Reflektoren, Klett an der Öffnung.
- Enduristan Blizzard XL: Einfache Montage, gut verzurr- und komprimierbar, schmiegt sich rutschfest an, robustes und durchdachtes Material, adventuretauglich, große Öffnung, geringes Gewicht, stabiler Griff, kontrastierende Beschichtung innen, durchdachte Form, kompakt, dicht im Nässetest.
- Mosko Moto & Outback Motortek Rack Backcountry Offsetkit: Intuitive Montage, durchdachter und robuster Materialmix, vielseitig, mehrere Fächer, gut komprimier- und erweiterbar, stabiler Halt, dicht im Nässetest.
- Shad Terra TR40: Leicht verständliche Montage, fester Sitz, cleveres Schließsystem, durchdachter Materialmix, gut komprimierbar, Zusatztasche inklusive, dicht im Nässetest.
- SW-Motech SysBag WP L: Universelle Montagemöglichkeit, fester Halt auf PRO-Seitenträger, durchdachter Materialmix, clevere Verschlüsse, einfache Handhabung, praktische Innentasche, zusätzliche Fächer, zentraler Griff, Standfüße, gut komprimierbar, dicht im Nässetest.
- Hepco & Becker Royster Neo: Träger und Taschen schnell und einfach montierbar, robuste halbweiche Schale, formstabil, verschweißte Reißverschlüsse, keine Gurte notwendig, Volumen erweiterbar, am Motorrad gut befüllbar, geringes Gewicht, kein Kontakt zum Motorrad, stabiler Halt, dicht im Nässetest.
- Lonerider MotoBags 31: An vielen Rohrträgern verwendbar durch individuelle Verschraubung, alle Materialien sehr robust und technisch durchdacht, formstabil, keine abstehenden Gurte, große Öffnung, Innentasche gut tragbar, stabiler Halt, dicht im Nässetest.
Zusammenfassung
Die Wahl der richtigen Motorrad Packtaschen hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Art des Motorrads, der Art der geplanten Touren und der persönlichen Vorlieben. Wasserdichte Modelle sind besonders empfehlenswert, um das Gepäck vor den Elementen zu schützen. Eine sorgfältige Prüfung der Testergebnisse und Kaufkriterien kann helfen, die beste Wahl zu treffen.
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