Tom Simpsons Tod am Mont Ventoux
Am 13. Juli 1967 - vor 58 Jahren - starb der englische Rad-Star Tom Simpson bei der Tour de France 1967 am berüchtigten Mont Ventoux. Nach der Tragödie las sich Barthes‘ Umschreibung des „Schicksalsbergs“ wie eine beklemmende Prophezeiung. Simpson kollabierte und starb beim Erklimmen des 1909 Meter hohen „Riesen der Provence“. Offizielle Todesursache: Herzversagen durch Erschöpfung. Simpson ist der bis heute prominenteste Todesfall der Tour, zusammen mit dem fatalen Sturz von Fabio Casartelli 1995.Simpsons Ableben wurde und wird oft als sportlicher Heldentod verklärt, aber ein wesentliches Element war Simpsons Doping. Bei seinem Tod hatte der körperlich ausgetrocknete Simpson auch Amphetamine und Alkohol im Blut, sogar in der Brusttasche seines Trikots wurden Tabletten gefunden. Tourarzt Dumas soll mit Blick auf die Bedingungen noch kurz vor Simpsons Tod gesagt haben: „Wenn die Jungs heute ihre Nase in ein Fläschchen stecken, haben wir ein Problem.“
An der Stelle, an der das Leben von Tom Simpson sein Ende nahm, erinnert heute ein Gedenkstein an ihn, an dem viele Tour-Fahrer Equipment-Teile hinterlassen. Dass der Simpson-Gedenkstein auch ein Doping-Mahnmal ist, wird seltener wahrgenommen.
Einen seltenen Bruch in der Simpson-Verehrung vollzog 2012 der Schotte David Millar, erst selbst Doper, dann nach abgesessener Strafe Kämpfer für einen Kulturwandel. Als Millar nach abgesessener Dopingsperre am 45. Todestag seines Landsmannes am 13. Juli 2012 Tour-Etappensieger wurde, mahnte er: „Ich habe einst dieselben Fehler gemacht wie Tommy und nun sauber gewonnen.“
Der Tod von Samuele Privitera
Der Radsport trauert um Samuele Privitera. Das 19 Jahre alte Talent aus Italien ist an den Folgen eines Sturzes während der Aostatal-Rundfahrt in Norditalien gestorben. Laut italienischen Medienberichten stürzte der Teenager am Mittwoch bei einer Abfahrt etwa 35 Kilometer vor dem Ziel in Aosta, mutmaßlich auf einer unebenen Straße. Bei einer Geschwindigkeit von fast 70 km/h soll Privitera demnach seinen Helm verloren haben und gegen eine Absperrung geprallt sein.Nach Angaben der Organisatoren sei er vor Ort sofort vom Personal des dem Rennen folgenden Krankenwagens reanimiert und anschließend ins Parini-Krankenhaus in Aosta transportiert worden, wo er dann aber starb.
Die Tour de France nahm Anteil am tragischen Tod des jungen Italieners. Vor der 12. Etappe im Startort in den Pyrenäen wurden die Fahrer und die Zuschauer gebeten, eine Minute zu Ehren von Samuele Privitera zu applaudieren.
Der Radsport-Weltverband UCI kondolierte ebenfalls. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden, Teamkollegen und allen, die ihn unterstützt haben. Samueles Verlust ist in der gesamten Radsportgemeinschaft spürbar.“
Stürze bei der Tour de France
Auch die Tour de France nahm Anteil am Tod des jungen Italieners.- Mehrere Male krachte es auf der Strecke von Valencienne nach Dünkirchen und einige Rennradfahrer mussten die Tour abbrechen.
- Phil Bauhaus verpasste nur knapp den Etappensieg und landete auf Rang drei.
Es folgten unter anderem vier Sprintetappen. Die hektischen Schlusskilometer dabei neigten in der Vergangenheit oft zu schweren Unfällen. Um die Sicherheit der Fahrer zu verbessern, veränderten die Tour-Organisatoren auf gewissen Etappen die Sturz-Regel von drei auf vier bzw.
Fabio Casartelli: Ein weiterer tragischer Todesfall
Der 18. Juli ist kein Tour-Tag wie jeder andere: Es ist ein Dienstag, die große Pyrenäen-Etappe der Tour 1995 steht an. Es geschieht gleich in der Abfahrt vom ersten der fünf Anstiege des Tages. In einer kleinen Gruppe kommt Fabio Casartelli vom Portet d'Aspet hinunter, als er plötzlich stürzt und bei hohem Tempo mit dem ungeschützten Kopf auf einen Begrenzungsstein stürzt. Die Rettungskräfte können das Leben des jungen Italieners, Olympiasieger von Barcelona 1992, nicht retten.Heute erinnert ein Denkmal an das Drama - und wenn möglich, hält die Tour dort kurz zur Erinnerung inne.
Weitere Dramen und Schicksalsschläge
Am 18. Juli gab es in der Tour-Geschichte gleich mehrfach Machtdemonstrationen im Zeitfahren. Die Festina-Affäre begleitete das Rennen seit dem Start in Dublin, vor dem Einzelzeitfahren (das Ullrich vor Tyler Hamilton gewinnt) kommt es dann am 18. Juli 1998 zum großen Knall.Wieder ein 18. Juli, wieder ein Zeitfahren, wieder Ullrich: Manches ist ganz anders, manches wohl noch immer gleich. Neu ist auf jeden Fall, dass Jan Ullrich 2003 nicht in Magenta, sondern in den Bianchi-Farben am Start ist.
Große Geschichte wird 2015 in Mende geschrieben: Ausgerechnet am Mandela Day feiert das südafrikanische Team MTN-Qhubeka einen bewegenden Etappensieg auf dem Flugplatz im Zentralmassiv durch den Briten Steven Cummings.
Die ständige Gefahr
Auch deshalb bleibt Fabio Casartelli bis heute im kollektiven Radsport-Gedächtnis. Herbert Watterott hat stets den 18. Juli 1995 vor Augen, wenn er Rennfahrer mit 60 oder 80 Stundenkilometern Abfahrten hinunterrasen sieht, links der Berg, rechts der Abgrund.Bei der Tour de France 2023 fährt der Tod mit. Denn die Radprofis werden sich währen der dreiwöchigen Rundfahrt immer wieder an den vor knapp zwei Wochen verstorbenen Berufskollegen Gino Mäder erinnert fühlen.Die Bilder des Abhangs und der bunten Punkte der unten versammelten Rettungskräfte haben sich in das Bewusstsein vieler eingeprägt.Die gröẞte Tragödie der Tour-Historie: Am 18. Juli 1995 - heute vor 30 Jahren - endete das Leben von Fabio Casartelli auf brutale Weise. Die ungeschminkten TV-Bilder des schwer verletzten Casartelli, die zur besten Nachmittags-Sendezeit live in Millionen von Haushalten landeten, nahmen dem Radsport seine verklärte Unschuld.Drei Tage nach dem Tod des Kollegen gewann Armstrong die Etappe nach Limoges, im Ziel deutete er gen Himmel.
| Name | Datum des Todes | Ursache |
|---|---|---|
| Tom Simpson | 13. Juli 1967 | Herzversagen durch Erschöpfung und Doping |
| Fabio Casartelli | 18. Juli 1995 | Sturz bei einer Abfahrt |
| Samuele Privitera | 17. Juli 2025 | Sturz bei einer Abfahrt |
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