Das 24-Stunden-Rennen bei Rad am Ring auf dem Nürburgring ist aufgrund eines schweren Unfalls abgebrochen worden.
Schwerer Unfall führt zum Abbruch des Rennens
Am Sonntag kam es zu einem schweren Unfall, der den Abbruch des 24-Stunden-Rennens bei Rad am Ring auf dem Nürburgring zur Folge hatte. Kurz vor dem Ende des Rennens kam ein Mann zu Sturz und verletzte sich so schwer, dass er per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste. Weil der Heli auf der Strecke landete, musste das Rennen abgebrochen werden.
Der Radfahrer, der gestürzt war und sich schwer verletzt hatte, befindet sich auf dem Weg der Besserung. Das teilte der Veranstalter am Mittwoch mit. Der Mann war nach dem Unfall in die Uniklinik Bonn geflogen worden. Er sei in einem stabilen Zustand und ansprechbar.
Der Radfahrer war am Sonntag im Bereich der Nordschleife zwischen Kallenhardt und Wehrseifen ohne Fremdeinwirkung gestürzt. Einsatzkräfte des Medical-Centers am Nürburgring sollen vor Ort gewesen sein und einen Rettungshubschrauber gerufen haben. Damit der Hubschrauber auf der Strecke landen konnte, brachen die Veranstalter das Rennen gegen 10.45 Uhr und damit eineinhalb Stunden vor dem eigentlichen Ende ab.
Bei nur etwas mehr als einer Stunde Restzeit entschieden sich die Veranstalter dazu, das Rennen nicht wieder aufzunehmen. Ein Neustart hätte sich nicht gelohnt, hieß es von Veranstalterseite. Der verletzte Fahrer, der nach Bonn gebracht wurde, war auf trockener Straße, aber bei starkem Wind in einer Rechtskurve zu Fall gekommen. Rettungskräfte, die genau wie der Helikopter direkt an der Rennstrecke bei Rad am Ring stationiert waren, kamen dem Verletzten schnell zu Hilfe.
Der verletzte Radfahrer bedankt sich der Mitteilung des Veranstalters zufolge bei den Ersthelfern.
Rad am Ring: Jubiläum mit Teilnehmerrekord
Rad am Ring ist seit 2003 am Nürburgring und feierte sein 20-jähriges Jubiläum. Und das mit einer Rekordbeteiligung. Auf der ehemaligen Formel-1-Rennstrecke waren nach Angaben des Veranstalters insgesamt mehr als 9600 Teilnehmer dabei, am Kernrennen, den 24 Stunden, beteiligten sich knapp 5800. Dazu gesellten sich zahlreiche Zuschauer.
Inkludiert in das dreitägige Event für Hobby-Radsportler war in diesem Jahr auch ein Bundesliga-Radrennen. Das konnte am Sonntagnachmittag problemlos durchgeführt werden.
Tausende Radsportlerinnen und Radsportler haben am Wochenende bei "Rad am Ring" auf dem Nürburgring teilgenommen. Kein Motorenheulen, nur leises Kettenrattern - und sicher auch Schnaufen und Fluchen: Der Nürburgring war am Wochenende fest in der Hand der Radfahrer.
Karl Platt, ehemaliger Mountain-Bike-Profi, ist mit seinem Achter-Team Ledschends in der "Grünen Hölle" zum Sieg gefahren. Und das nicht nur mit sportlichem Ehrgeiz, sondern obendrein noch für den guten Zweck: Das Team sammelte Geld für eine Radsportlerin, die einen Unfall erlitten hatte und mit den Folgen zu kämpfen hat. Insgesamt sind rund 10.000 Radsportlerinnen und Radsportler in mehreren Wertungen angetreten - solo oder in Zweier- bis Achter-Teams. Neben diesem Hauptrennen wurden zahlreiche weitere Wettbewerbe ausgetragen.
Problematik der Unfallberichterstattung
Wenn im Umfeld des Nürburgrings - und auf der Rennstrecke selbst - insgesamt rd. 12.000 aktive Radfahrer an zwei Renntagen u.a. auch bei einem 24h-Radrennen unterwegs sind, dann muss man mit Stürzen und Verletzten rechnen. Wenn man nun die aktuelle Berichterstattung in Zeitungen und Fernsehen - soweit das möglich war - verfolgt hat, so ist auffallend, dass nirgendwo von irgendwelchen Stürzen oder dann auch verletzten Radfahrern die Rede war. Ich habe diese Tatsache für mich kopfschüttelnd festgestellt.
So versucht man auch die Unfallzahlen am Nürburgring „unter Kontrolle zu halten“. Nicht was die Unfälle selber betrifft, sondern ihr „Öffentlich-werden“.
Bei meinem Recherchen bin ich dann darauf gestoßen, dass auch der Veranstalter von „Rad am Ring“ durchaus um die Unfall-Problematik z.B. bei einem 24h-Radrennen weiß. So ist bei ihm u.a. Folgende Streckenpassagen der Nordschleife sind ausgeleuchtet: Fuchsröhre, Wehrseifen und Brünnchen.
Wir möchten uns einmal mehr bei allen Teilnehmern Mitarbeitern, Helfern, Sponsoren und Partnern herzlich für ein unvergessliches Rad am Ring 2025 bedanken. Wir haben euer Lob genossen nehmen aber auch die wenigen kritischen Wortmeldungen ernst. In unseren Köpfen ist schon Rad am Ring 2026. Zurecht, denn der Termin steht fest: 24. bis 26. Juli 2026. Im Fokus steht da insbesondere das Gravel-Race, mit dessen Premiere wir zufrieden waren. Aber ein jedes erste Mal offenbart, dass Theorie und Praxis dann eben doch nicht ganz deckungsgleich zu bekommen sind. Konstruktives Feedback zu Vorkommnissen auf der Strecke verarbeiten wir immer! Nur so konnten wir aus Rad am Ring machen, was es heute ist!
Obwohl jeder Sturz einer zu viel ist, werden wir sie leider auch in Zukunft nicht alle verhindern können. Wir wünschen allen, die mit Blessuren den Nürburgring verlassen haben, von Herzen gute Genesung.
Zur Einordnung: Wir hatten 2025 insgesamt 32 Vorfälle mit medizinischer Betreuung, vier weniger (!) als im letzten Jahr. Darunter fallen (einige) Kreislaufprobleme bei den Tourenfahrern und auch sonstige protokollierte Verletzungen. Absolute Unfallschwerpunkte sind Kallenhardt (meist zu frühes Einlenken) und Brünnchen (meist zu weit rechts angefahren).
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