Ein schmaler Lichtkegel in der Dunkelheit - dies wirkt wie ein Fixstern, dem man folgt. Lichtanlagen für das Fahrrad sind für die meisten Radfahrer oft unverzichtbar. Auf dem Markt gibt es eine schier unüberschaubare Anzahl von Rad-Lampen und -Lichtern: Lampen am Rad, Lampen am Helm, Lampen an der Bekleidung, kleine Strahler, Rück-Blinklichter und Front-Leuchten und vieles mehr.
Für viele Radsportlerinnen und Radsportler ist eine Rückleuchte mittlerweile ganzjährig genutzter Ausrüstungsgegenstand - und zwar nicht nur bei ungünstigen Lichtbedingungen. Vom Hobbyfahrer bis zum Radprofi haben Aktive die Erfahrung gemacht, dass das rote Rücklicht gefährlichen Situationen vorbeugt und die Häufigkeit knapper Überholmanöver verringert. Immerhin ist man dank LED schon aus Hunderten von Metern sichtbar. Nachteile hat es keine, mit Rücklicht zu fahren. Das Aufladen per Micro-USB ist ein Kinderspiel, und viel mehr als 20 Euro muss die kleine LED-Leuchte auch nicht kosten - es sei denn, man legt auf spezielle Features wie Bremslicht-Automatik oder Radarwarner Wert.
Gesetzliche Bestimmungen und Zulassung
In Deutschland müssen diese Lichter den Vorschriften der StVZO entsprechen. Im Gegensatz zu früheren Regelungen können auch Lampen benutzt werden, die abmontiert werden können. Die Zulassung erfolgt durch das Kraftfahrtbundesamt.
Front- und Rücklicht müssen am Fahrrad angebracht sein. Unzulässig ist eine Beleuchtung mit Blinkfunktion am Fahrrad. „Fahrräder müssen mit einem oder zwei nach vorn wirkenden Scheinwerfern für weißes Abblendlicht ausgerüstet sein. Ein rotes Rücklicht ist vorgeschrieben.
Seit 2017 erlaubt die StVZO Fahrrad-Rücklichter mit Bremslichtfunktion, allerdings bedarf es einer Zulassung der einzelnen Geräte. Egal, ob mit oder ohne Bremslichtfunktion: Eine Fahrradlampe muss eine K-Nummer mit vorangestellter Welle tragen, damit sie für den Straßenverkehr zugelassen ist. Hat Ihre Lampe diese Kennzeichnung nicht, drohen bis zu 35 Euro Bußgeld, sofern die Polizei hier genau kontrolliert.
Leuchtkraft und Sichtbarkeit
Je günstiger eine Lampe und je weniger Leuchtkraft sie hat, desto eher ist sie dafür geeignet, „gesehen“ zu werden, und nicht dafür, selbst zu „sehen“. Anders gesagt: Die Leuchtkraft und die Ausleuchtfläche sind bei den stärkeren und teureren Lampen erwartungsgemäß in der Regel deutlich größer. Für alle Lampen führten wir standardisierte Ausleuchtungstests durch.
Grob kann man demnach drei Kategorien bilden:
- Auf dem Radweg beziehungsweise im Stadtverkehr sind 30 bis 60 Lux meist ausreichend, um genug zu sehen und gesehen zu werden.
- Mit 80 bis 100 Lux erreicht man bereits Leuchtweiten von rund 100 Metern. Das ist für die meisten Radsportler vollkommen ausreichend.
- Geht die Leuchtstärke darüber hinaus, wird der Weg auch weit nach links und rechts ausgeleuchtet. Lampen dieser Kategorie eignen sich somit auch für passionierte Nachtfahrer, die oftmals auch in sehr dunklen Waldabschnitten fahren.
Test-Parameter und Montage
Ein weiterer, wenn auch weniger stark gewichteter Test-Parameter betrifft den Montage-Vorgang an Lenkern und Sattelstützen - dies testeten wir je an „normalen“ Rundrohr- wie auch an Aero-Modellen. Dafür gilt: Die mitgelieferten Befestigungs-Straps sind oftmals relativ kurz. Teils passt die Form der Halterung zudem nicht an die Stütze oder den Lenker. Hier müssen viele Hersteller noch nachbessern.
Moderne Fahrräder weisen verschiedenste Rahmen-, Sattelstützen- und Cockpit-Formen auf. All diese Muster bei einem Beleuchtungs-Set zu bedienen, ist ungemein schwierig. Somit sind nicht alle Licht- mit allen Lenker- und Stützenmodellen kompatibel.
Bedienung und Anzeige
Meist findet sich neben dem Einschaltknopf noch eine mehrstufige Akku-Anzeige. Ein Musterbeispiel ist hier die Sigma Aura 80. Dennoch gibt es auch hier „Sonderwege“, die im Test überzeugen: Die digitale Anzeige von Busch und Müller, das umfangreiche Digital-Display von Trelock inklusive einer Einstellungshilfe, die zusätzlich piepsende Akku-Anzeige von Lupine oder die App-Steuerung von Supernova. Letztere führt dazu, dass die Hightech-Lampe ihr ganzes Potenzial entfalten kann.
Weitere Leucht-Features, wie etwa ein automatisches Fernlicht oder auch ein Tagfahrlicht-Sensor, bieten noch mehr Sicherheit. Alle diese Features schmälern zwar teils die Leuchtdauer, können aber auch - je nach Einsatzbereich - sehr sinnvoll sein.
Zusätzliche Funktionen
Manche Rücklichter weisen zudem einen Tageslicht-Sensor auf, der das Licht bei Dämmerung automatisch zuschaltet. Andere Test-Lichter verfügen über eine Auto-Abschalt-Funktion: Der Erschütterungs-Sensor schaltet die Lampe bei einem Nichtgebrauch des Fahrrads automatisch ab.
Blinkende Rücklichter mit Bremsfunktion
Ein deutlich helles Akku-Rücklicht mit Bremslichtfunktion kann dabei eine Hilfe sein. Wir stellen dir die besten davon vor.Noch vor nicht allzu langer Zeit musste man noch nach Akku-Rücklichtern mit Bremslichtfunktion suchen, die Auswahl war überschaubar. Mittlerweile ist der Bedarf an guten Produkten gestiegen, das Angebot gewachsen. Was die Rückleuchten dennoch voneinander unterscheiden, erklären wir dir in diesem Artikel.
Vorteile einer Akku-Rückleuchte mit Bremslichtfunktion
- Erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr - Ein Rücklicht mit Bremsfunktion signalisiert anderen Verkehrsteilnehmern deutlich, wenn du bremst. Das reduziert das Risiko von Auffahrunfällen, besonders in unübersichtlichen Situationen oder bei schlechten Sichtverhältnissen wie Dunkelheit oder Regen.
- Klare visuelle Kommunikation mit Autofahrern - Autofahrer sind durch Bremslichter am Fahrrad besser auf plötzliche Geschwindigkeitsänderungen vorbereitet. Dadurch können sie rechtzeitig reagieren und den Sicherheitsabstand einhalten.
- Vorteil bei Gruppenfahrten - In Gruppenfahrten - sei es im Alltag oder bei sportlichen Touren - hilft ein Rücklicht mit Bremsfunktion, dass nachfolgende Radfahrer deine Bremsmanöver rechtzeitig erkennen und sich anpassen können, was Stürze verhindert.
Die besten Akku-Rücklichter mit Bremslichtfunktion im Überblick
Hier ist eine Übersicht einiger empfohlener Akku-Rücklichter mit Bremslichtfunktion:
| Produkt | Besonderheiten | Gewicht | Preis |
|---|---|---|---|
| Busch & Müller Brixxi | Kompakt, hohe Leuchtkraft, Notbremslicht | 48 g | 49,90 Euro |
| Sigma Blaze | Auto-Sensorlicht, spritzwassergeschützt | 22 g | 29,95 Euro |
| Ansmann Bikelight Rear LED break | Verzögerungssensor, wetterfest (IPX5) | k. A. | 19,99 Euro |
| Trelock LS 740 I-Go Vector Brake Light | Schlankes Design, wasserdicht | 25 g | 29,99 Euro |
| Lupine C14 Mag STVZO | Magnetische Befestigung, Lichtsensor, robust | 60 g | 95 Euro |
| Cube Acid Pro Evolution | Breiter Abstrahlwinkel, spritzwassergeschützt | 25 g | 19,95 Euro |
| Lezyne Strip Alert | Alert Bremslichtfunktion, 270 Grad Abstrahlwinkel | 66 g | 19,95 Euro |
| Velmia Fahrrad Rücklicht mit Bremsanzeige | Tag-/Nachtsensor, wasserdicht (IPX4) | 30 g | 29,98 Euro |
| Cateye Rapid X2G Kinetic | Bewegungssensor, automatische Energiesparfunktion | 32 g | 29,98 Euro |
| AXA Dwn Rear Brake light | USB-C-Anschluss, spritzwassergeschützt | 30 g | 27,95 Euro |
*Daten: Herstellerangaben, alle Leuchten sind STVZO-konform
Expertenwissen: Funktionsweise eines Bremslichts
Bei den meisten Bremslichtern funktioniert das Ganze über einen Beschleunigungssensor (auch Accelerometer). Das ist ein Chip, der auf der Elektronik sitzt und Beschleunigungen in unterschiedliche Richtungen messen kann. Das Wirkprinzip ist elektromechanisch (MEMS: mikro-elektromechanisches System). Ein Bremsvorgang ist nichts anderes als eine negative Beschleunigung in Fahrtrichtung oder eine Beschleunigung entgegengesetzt zur Fahrtrichtung. Bei konstanter Geschwindigkeit ist die Beschleunigung null, wenn man Geschwindigkeit aufbaut, ist die Beschleunigung positiv in Fahrtrichtung.
Worauf beim Kauf achten?
Beim Kauf des Fahrrad Rücklichts sollte man auf namhafte Hersteller setzen und darauf achten, dass das Rücklicht StVZO-konform ist. Während man nach vorne sehen und auf Gefahren reagieren kann, bietet ein Rücklicht den besten Schutz gegen Gefahren von hinten.
Detaillierte Produktvorstellungen
Lupine C14 Mag LED-Rücklicht
Das Lupine C14 Mag LED-Rücklicht besticht durch seine hochwertige Verarbeitung und innovative Funktionen wie Bremslichtfunktion und Lichtsensor. Das robuste Aluminiumgehäuse macht das Rücklicht wasserdicht und widerstandsfähig, obwohl es mit rund 75 Gramm zu den schwereren Modellen gehört. Dank einer integrierten Magnethalterung können Sie das Rücklicht ohne weiteres zum Laden entnehmen und auch diebstahlsicher wegpacken, wenn Sie Ihr Fahrrad unterwegs abstellen.
Sigma Blaze LED-Rücklicht
Das LED-Rücklicht Sigma Blaze überzeugt durch StVZO-Konformität und innovative Funktionen wie Bremslicht und Auto-Sensor-Licht, die für zusätzliche Sicherheit sorgen. Mit einem Gewicht von 26 Gramm ist es leicht und kompakt, ideal für die Montage an der Sattelstütze. Die seitliche Sichtbarkeit von 240 Grad sorgt für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr.
Lezyne Strip Alert Rücklicht
Das Lezyne Strip Alert Rücklicht überzeugt durch seine robuste Bauweise und die innovative Alert Bremslichtfunktion, die bei einem Bremsvorgang alle fünf LEDs für drei Sekunden aufleuchten lässt, um die Sicherheit von Rennradfahrern zu erhöhen. Mit einem Gewicht von knapp über 60 Gramm und einer seitlichen Sichtbarkeit von 270 Grad bietet das Rücklicht eine hohe Sichtbarkeit und Robustheit.
BBB Signal Brake BLS-167 Akku-Rücklicht
Das Akku-Rücklicht BBB Signal Brake BLS-167 überzeugt im Test durch seine innovative Bremslichtfunktion und seine vielseitigen Leuchtmodi. Das Rücklicht bietet fünf verschiedene Modi und eine Besonderheit ist der Parkmodus, der das Fahrrad bei Stillstand erkennt und nach drei Minuten in den Standby-Modus schaltet.
Busch & Müller IXBACK Senso
Das Rücklicht IXBACK Senso von Busch & Müller besticht durch seine quadratische Form und das innovative LineTec-Linsensystem, das aus einer LED ein helles Lichtband erzeugt. Die Bedienung erfolgt intuitiv über einen seitlich angebrachten Taster, der zwischen Dauerlicht und einem sensorgesteuerten Senso-Modus wechselt.
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