Deuter Road One Rennrad-Rucksack im Test: Der ideale Begleiter für lange Touren?

Es ist ein bekanntes Dilemma: Auf langen Rennradtouren oder bei wechselhaftem Wetter reichen die Trikot- und Jackentaschen oft nicht aus, um Gels, Riegel und Wechselkleidung zu verstauen. Hier kommt der Deuter Road One Rennrad-Rucksack ins Spiel. Doch ist ein Rucksack auf dem Rennrad wirklich sinnvoll?

Viele Fahrradfahrer bevorzugen einen Rucksack für ihre Fahrten. Vor allem bei eher kurzen Distanzen fällt das ständige An- und Abmachen einer Fahrradgepäcktasche weg oder sie wählen den Rucksack aus dem einfachen Grund, weil ihr Rad keinen Gepäckträger hat. Dazu kommt: Fahrradrucksäcke funktionieren auch ohne Fahrrad gut. Man kann damit einkaufen gehen, unterwegs eine Besichtigungstour machen.

Disclaimer vorweg: Dieser Artikel ist kein bezahlter Blog-Post und wurde nicht von der Firma Deuter initiiert.

Deuter: Tradition und Innovation

Deuter ist eine traditionsreiche Firma aus Augsburg. Schon seit 1898 hat das Familienunternehmen Erfahrungen im Umgang mit Stoffen. Noch heute gelten Deuter-Rucksäcke und die ausgeklügelten Innovationen in puncto Belüftung, Tragekomfort und Stoff-Einsatz als Benchmark der Branche. Schön, ein Unternehmen mit einer solchen Tradition auch heute noch als High-Tech-Trendsetter zu sehen.

Der Deuter Road One im Detail

Der Deuter Road One ist ein spezieller Rucksack für Rennradfahrer. Der Road One von Deuter ist ein sehr kompakter und ultraleichter Rucksack, der sich besonders für Rennradfahrer eignet. Mesh am Schultergurt. Der vorliegende Fahrradrucksack wiegt nur 390 Gramm und nimmt minimale Maße auf dem Rücken ein. Dennoch bietet er mit fünf Litern Packvolumen ausreichend Platz um Wechselkleidung, Werkzeug oder sonstige Kleinigkeiten dabei zu haben.

Durch sein Aircontact-Rückensystem schmiegt er sich eng an den Körper, dürfte dank Air Mesh Bezug aber dennoch für ein wenig Luftzirkulation sorgen. Auch die Schulterträger sind mit Mesh versehen. Praktisch: Obwohl der Rucksack nur über wenig Stauraum verfügt, kann nasse Wäsche dennoch in einem Extra-Fach untergebracht werden. Zudem sind eine Halterung für die Luftpumpe sowie mehrere Innentaschen zum Verstauen von Wertsachen vorhanden.

Reflektierende Aufdrucke gewährleisten auch bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Sichtbarkeit. Außerdem kann ein Blinklicht an einer dafür vorgesehenen Halterung befestigt werden. Der Rucksack kann mit einer 2 Liter-Trinkblase ausgestattet werden. Eine Regenhülle ist im Lieferumfang enthalten, das Trinksystem aber nicht.

Die wichtigsten Eigenschaften des Deuter Road One:

  • Kompakt und leicht: Ideal für Rennradfahrer
  • Aircontact-Rückensystem: Schmiegt sich eng an den Körper
  • Mesh-Bezug: Sorgt für Luftzirkulation
  • Extrafach für nasse Wäsche
  • Halterung für Luftpumpe und Innentaschen für Wertsachen
  • Reflektierende Aufdrucke und Halterung für Rückleuchten
  • Kompatibel mit 2-Liter-Trinkblase

Vorteile des Deuter Road One

  1. Durch ihn lässt sich mit einem Zipp der ganze Rucksack öffnen und aufklappen. Man kommt so sehr bequem und vor allem schnell selbst an die Dinge heran, die ganz unten liegen.
  2. Durch die kleinen Netze und Taschen wird eine Separierung des Stauraums erreicht.
  3. Der kleine Rucksack bietet für seine Maße von 40 mal 15 (oben) und 22 (unten) Zentimetern erstaunlich viel Stauraum. Ich bekomme für den Ötztaler hier locker die oben angesprochenen Kleinteile mit, dazu ein Ersatz-Thermohemd, Ersatz-Beinlinge, eine Windweste, lange Handschuhe und Mütze mit unter.
  4. Der Rucksack "nuddelt" nicht herum. Sein Rückenteil - übrigens mit eingebautem Abstandshalter für schweißmindernde Durchlüftung des Rückens - ist sehr steif und etwas abgerundet. Den Rucksack merke ich beim Fahren kaum. Er ist trotzdem ich ihn mit allen meinen Klamotten vollgestopft habe, noch angenehm leicht.

Alles in allem wiegt der Rucksack dann beim Rennen nur 1,5 kg. Ich merke das Gewicht kaum - habe daher, wie leider bei längeren Touren mit dem großen Bruder des Road One irgendwann unvermeidlich - keinerlei Rückenschmerzen.

Praxiserfahrungen mit dem Deuter Road One

Ich gebe zu, anfangs stehe ich diesem Teil sehr skeptisch gegenüber. Das Wetter soll trocken - warm - nass - kalt werden. Ich benötige also unterschiedliche Klamotten. 238 Kilometer Streckenlänge, das wird ein langes Rennen. Also brauche ich 6 Gels. Und ich will auf dem Finisher-Foto keinesfalls als Michelinmännchen oder Religionslehrer auf ADFC-Tour aussehen! Nachher im Ziel war ich heilfroh, das Ding dabei gehabt zu haben. Denn der Deuter Road One ist einfach Spitze!

Auch für den Alpen-Traum versprach die Wettervorhersage nichts Gutes: Regen, Niesel, Kälte und auf dem Joch (Gott behüte!) Schnee. Auch wenn meine Vorfreude auf das Rennen ob der Wettervorhersagen und den zusätzlichen Gefahren, die wegen rutschiger, glitschiger Fahrbahn, Sichtbehinderungen durch Nebel und Gischt sowie erhöhter Gefahr durch Fehler der anderen Teilnehmer etwas getrübt war, so war ich doch eine Sorge los: Wohin mit dem Scheiß?

Laut Deuter wurde absichtlich auf den sonst üblichen Beckengurt verzichtet, um die Freiheit bei der Bewegung nicht einzuschränken. Je nach Vorliebe der Tester kommt das unterschiedlich an, denn während manche die minimalistische Herangehensweise sehr schätzen, würden sich einige insbesondere für zügige Abfahrten auf schlechten Straßen einen stabilisierenden Zusatzgurt am Becken durchaus wünschen, um ein Verrutschen zu vermeiden.

Wind und Wetter machen dir auf dem Rennrad nichts aus; genauso wenig wie deinem Rennrad-Rucksack. Wir verwenden leistungsstarke Materialien mit PFC-freier schmutz- und wasserabweisender Imprägnierung. Die umweltverträgliche DWR (Durable Water Repellency) Beschichtung des Radrucksacks sorgt dafür, dass Wasser auf der Außenseite der Textilien abperlt, ohne die Umwelt zu belasten.

Alternativen zum Deuter Road One

Viele Fahrradrucksäcke in unserem Test, das Fach sollte gepolstert sein und das Laptop schützen. Viel Stauraum ist wichtig, wenn Sie auch Einkäufe transportieren möchten. Weitere Zusatzfächer benötigen Sie dafür nicht. Flickzeug, Wechselwäsche, Trinksystem - für eine Tour wird der Fahrradrucksack anders gepackt als im Alltag.

Für Helmträger: Viele Rucksäcke verfügen über eine praktische Helmhalterung. Tourenrucksäcke verfügen häufig über die Möglichkeit, ein integriertes Trinksystem mitzuführen. So können Sie eine Trinkblase - die müssen Sie meistens separat kaufen - mit Wasser oder isotonischen Getränken mitnehmen und auf Wasserflaschen verzichten. Durch einen Ausgang legen Sie den Schlauch der Trinkblase nach vorn, sodass Sie unterwegs während der Fahrt trinken können.

Der Ortlieb Velocity 17 ist die klassische Kuriertasche. Ideal für kleinere Menschen oder diejenigen, die nicht viel transportieren möchten. Der Rucksack trägt sich angenehm leicht am Rücken. Eine verstärkende Rückenplatte sorgt dafür, dass sich keine spitzen Ecken in den Rücken bohren. Von außen hat der Velocity ein Rückenpolster, das für den notwendigen Abstand zwischen Rücken und Rucksack sorgt. Weiteren Tragekomfort bieten die ergonomisch geformten Gurte. Sie sind gepolstert und innen mit Mesh ausgestattet. Die Einstellung der Schultergurte funktioniert einfach und intuitiv. Einen Brust- und einen Hüftgurt hat der Rucksack ebenfalls. Ganz in Kurier-Manier hat die Tasche einen Rollverschluss, der mit einem Klettverschluss verschlossen wird. Unterhalb des Klettverschlusses kann man bei Bedarf ein Blinklicht oder einen Helm befestigen. Das Ortlieb-Logo reflektiert Licht in der Dunkelheit. Im Inneren ist ein großes Fach mit einem Reißverschluss und ein gepolstertes Laptop-Fach. Pluspunkte gibt es auch hier beim Wasser-Test. Das Material hält dicht. Ortlieb gibt auf seine Produkte - übrigens auch Made in Germany - fünf Jahre Garantie. Der Velocity 17 ist in mehreren Farben erhältlich.

Unsere Empfehlung für Tourenradler: der Deuter Trans Alpine 30. Der Fahrradrucksack steckt voller Überraschungen für den Fahrradfahrer. Mit 30 Litern Volumen hat der Trans Alpine den zweitgrößten Stauraum von allen Fahrradrucksäcken im Test. Der Rucksack hat einen Kontaktrücken mit Belüftungskanal. Die Gurte sind ebenfalls ergonomisch geformt, gepolstert und mit Mesh überzogen. Auf Höhe der Schulter sind Lageverstellriemen angebracht. Der Brustgurt hat eine integrierte Pfeife und kann leicht in der Höhe verstellt werden. Der Hüftgurt hat Hüftflossen mit kleinen Taschen. Kommen wir zu den Fächern - davon gibt es viele. Zunächst: Im Boden befindet sich die Regenhülle. An den Seiten sind rechts und links elastische Netz-Taschen eingenäht. Über einen Reißverschluss kann man einfach den Boden des Trans Alpine 30 erreichen. Links an der Seite ist ein Luftpumpenfach. Fächer über Fächer: Vorne ist noch ein offenes Einschubfach, ein weiteres Fach mit wiederum einem Fach und drei offenen und einsehbaren kleinen Fächern. Das Hauptfach hat wieder zwei Fächer und verfügt über eine Vorrichtung für ein 3-Liter-Trinksystem. Reflektoren am Rucksack und auf der wasserdichten Regenhülle sorgen für Sichtbarkeit im Dunkeln.

Der Osprey Raven 10 ist auf die weibliche Anatomie zugeschnitten - und das Konzept hat uns in der Praxis voll überzeugt: Der Rucksack sitzt angenehm und stabil, ideal für sportliche Touren und Tagesausflüge sowie Trails. In den Zehn-Liter-Rucksack passt zwar nicht viel rein, es reicht aber für Regenjacke, Apfel, Energieriegel & Co. Eine 2,5-Liter-Trinkblase ist hier schon dabei. Und in der Tool-Tasche befindet sich eine Werkzeugrolle. Neben dem Hauptfach mit weiteren Fächern gibt es an der Front ein elastisches Schnellzugriffsfach für beispielsweise die Regenjacke und ein Reißverschlussfach, das überraschend tief ist. Die Lasten werden sehr gut verteilt. Wir waren auf unserer Teststrecke mit sechs Kilogramm Zuladung unterwegs. Der Rucksack liegt eng am Körper, und auch bei sportlichen Fahrten bleibt er stabil am Rücken. Auch die Schultergurte sind gepolstert und mit atmungsaktivem Mesh versehen. Der Brustgurt ist magnetisch. Besonders gut gefallen hat uns, dass der Osprey Raven 10 kompakt ist und den Fahrerinnen viel Bewegungsfreiheit bietet. In unserem Regentest hat das Material dem Wasser gut standgehalten, allerdings sind die Nähte an den Reißverschlüssen nicht verschweißt. Hier dringt bei Starkregen Wasser ein.

Großen Männern und Frauen möchten wir den Deuter Bike 14 für Tagestouren empfehlen. Der Hersteller empfiehlt den Rucksack für Menschen ab 1,70 m; für uns mit 1,71 m Körpergröße ist der Rucksack aber nicht passend, daher würden wir den Rucksack erst ab einer Körperlänge von 1,75 m empfehlen. Mit 14 l Fassungsvermögen eignet sich der Rucksack für Tagestouren oder die Freizeit. Die Fächeraufteilung ist durchdacht: Das Frontfach lässt sich fast komplett aufklappen, hier befinden sich dann weitere Fächer, darunter ein Reißverschlussfach für Schlüssel und Portemonnaie. An den Seiten sind elastische Taschen für beispielsweise Trinkflaschen angebracht. Der Rucksack verfügt auch über eine Trinkblasenvorrichtung. Das Haupftfach lässt sich weit öffnen. Die Zuladung liegt bei zwei bis sechs Kilogramm, bei sechs Kilogramm lässt der Tragekomfort nach. Die Schultergurte sind ergonomisch geformt, gepolstert und atmungsaktiv.

Der Cylite Touring Backpack 01 ist mega komfortabel! Der 23-Liter-Rucksack liegt eng am Körper an und kann mithilfe der Kompressionsriemen kompakt zusammengepresst werden. Der Kontaktrücken ist mit Belüftungskanälen versehen, sodass die Luft gut zirkulieren kann. Sowohl die Rückseite des Rucksacks als auch die Schultergurte sind mit Luftlöchern versehen. Die Schultergurte sind ergonomisch geformt. Hier befinden sich auch die Taschen, eine mit Reißverschluss, die andere ist nach oben offen. Größere Smartphone können aber in den Hüftflossen untergebracht werden. In jeder Flosse sind zwei elastische Taschen untergebracht: eine mit Zugriff von der Seite und eine mit Zugriff von oben. An der Front des Cyclite Touring Backpack 01 befinden sich mehrere Fächer: Zum einen sind hier das Helmnetz und im Boden die Regenhülle untergebracht. Das Hauptfach ist über die Rückseite zugänglich. Im Innenfach gibt es die Möglichkeit, eine Trinkblase unterzubringen. Das Material ist sehr dünn, aber stabil. Allerdings war unser weißes Testmodell etwas empfindlich bei Dreck.

An dieser Stelle möchten wir auch ein Hybridmodell empfehlen: den Ortlieb Vario. Ortlieb hat eine pfiffige und schnelle Lösung gefunden, um eine Fahrradtasche auch als Rucksack tragen zu können. Die Idee: Auf einer Seite der Tasche befindet sich das Quick-Lock-Befestigungssystem und auf der anderen ist ein gepolstertes Tragesystem mit Brustgurt und ergonomischen Schulterträgern untergebracht. Die sogenannte Flap verdeckt dann jeweils die Seite, die gerade nicht genutzt wird. Dabei wird die Flap einfach festgehakt. Der Wechsel funktioniert gut, im Praxistest ging es bei uns von Mal zu Mal besser und schneller. Das Quick-Lock-Befestigungssystem lässt sich ohne Werkzeug an das Fahrrad anpassen. Die Klemmen für den Gepäckträger lassen sich auf der oberen Schiene positionieren, indem man sie öffnet, die richtige Position sucht und die Klemmen wieder schließt. Ein Kratzschutz sorgt dafür, dass der Lack des Gepäckträgers vor Kratzer geschützt ist. Dreht man am Rädchen des Arretierhaken auf der unteren Schiene, können die gewünschte Position des Hakens und der gewünschte Winkel eingestellt werden. Als Rucksack lässt sich die Tasche gut und angenehm tragen: Die Gurte sind ergonomisch geformt und gepolstert. Für schmale Schultern können sie jedoch zu groß ausfallen. Auch ein Brustgurt ist dabei. Das Rückenteil ist verstärkt und mit Lüftungskanälen versehen. In der Flap ist eine Tasche integriert, an die man jedoch nicht gut herankommt, wenn die Tasche als Gepäckträgertasche im Einsatz ist. Wermutstropfen: Mit über 1.600 Gramm Eigengewicht ist der Vario recht schwer. Die Tasche ist dafür wasserdicht und das Material macht einen extrem robusten Eindruck. Sollten dennoch Schäden auftreten, hat man bei Ortlieb die Möglichkeit, die Tasche reparieren zu lassen.

Der wasserdichte Vaude Clubride Urban 17 eignet sich für Pendler, fürs Büro und den City-Alltag. Der nachhaltigig produzierte Rucksack hat uns sehr gut gefallen und ist eine gute Alternative zu unserem City-Testsieger. Neben dem Hauptfach gibt es ein kleines Laptopfach. Hier passen nur Geräte bis 13,3 Zoll rein. Weitere kleine Innenfächer sind ebenfalls vorhanden. Leider gibt es kein Frontfach für den Schlüssel oder das Portemonnaie. Dank des Klappverschlusses kann man den Rucksack schnell öffnen und wieder schließen. Die ergonomischen Schultergurte sind gepolstert, einen Hüft- oder Brustgurt gibt es jedoch nicht. Für leichte Lasten ist der Rucksack mit seinem 17-Liter-Fassungsvermögen ideal. Schwere Lasten würden wir hiermit nicht transportieren. Der Kontaktrücken ist mit einem Ventilationskanal versehen, der für kurze Strecken in der City ausreicht.

Der Evoc Explorer Pro 26 ist für Mehrtagestouren und Bikepacking gemacht. Der Hersteller empfiehlt den Rucksack für eine Rückenlänge von 38-43 Zentimeter. Der Rucksack bietet viel Stauram, ist allerdings mit mehr als 1.300 Gramm kein Leichtgewicht. Ungewohnt ist der Hüftgurt: Man legt das breite Band, das über einen Klettverschluss verschlossen wird, um den Bauch, ähnlich wie ein Taillenband bzw. Kummerbund. Darüber verschließt man den Steckverschluss. Hüftflossen sind hier ebenfalls angebracht. Die Schultergurte sind ergonomisch und atmungsaktiv, allerdings auch ein bisschen hart, was uns beim längeren Tragen gestört hat. Die Last ist gut auf den Hüften verteilt, Schultern und Rücken werden somit entlastet. Gut ist auch die Belüftung am Rücken. Der Kontaktrücken ist am unteren Rücken gepolstert und mit Belüftungskanälen versehen, sodass die Luft gut zirkulieren kann. Eine Regenhülle und eine Helmhalterung sind ebenfalls vorhanden, allerdings gibt es nur ein reflektierendes Element.

Der Thule Alltrail 22L eignet sich für den Alltag und kurze Touren mit dem Rad. Ausgestattet ist der Rucksack mit einer Regenhülle und einer 2,5-Liter-Trinkblase. Gefallen hat uns, dass der Trinkschlauch magnetisch ist, sodass der Schlauch nach dem Trinken wie von selbst wieder zum Schultergurt zurückkehrt. Der Rucksack hat an der Front eine Einschubtasche und eine Reißverschlusstasche mit kleinen Fächer für Schlüssel & Co. An den Seiten sind elastische Taschen. Das Hauptfach hat neben dem Trinkblasenfach zwei weitere Fächer, in einer davon ist die Regenhülle verstaut. Neben den ergonomisch geformten Schultergurten gibt es einen Hüftgurt sowie einen Brustgurt. Die Last wird gut verteilt, der Rucksack sitzt nah am Körper. Allerdings fällt der Belüftungskanal am Rücken eher dünn aus, für längere Touren und schweißtreibende Aktivitäten ist der Rucksack daher eher nicht geeignet. Schade ist, dass keine reflektierend...

Worauf man beim Kauf eines Fahrradrucksacks achten sollte

Die Last des Fahrradrucksacks liegt beim Fahrradfahren auf dem Rücken. Und je schwerer der Rucksack samt Inhalt, desto wichtiger ist der Tragekomfort. Aus diesem Grund muss ein Fahrradrucksack über einen stabilen Rücken - idealerweise ergonomisch geformt - verfügen, sodass die Gegenstände nicht in den Rücken des Fahrers drücken. Damit man am Rücken nicht ins Schwitzen kommt, sollte ein Fahrradrucksack eine gute Belüftung haben. Ebenfalls wichtig für den Tragekomfort sind gepolsterte und ergonomisch geformte Schultergurte, auch ein Brustgurt und ein Hüftgurt sind sinnvoll, da sie helfen, den Fahrradrucksack fest am Körper zu fixieren.

Im Unterschied zu Wanderrucksäcken sind die Hüftflossen nicht von so großer Bedeutung, da das Gewicht beim Fahrradfahren nicht von der Hüfte mitgetragen werden soll. Selbst Schönwetterradler können von einem Regenschauer überrascht werden, daher sollte der Fahrradrucksack wasserdicht bzw. nicht sofort durchgenässt sein. Wasserdichte Rucksäcke sind entweder aus einem wasserdichten Material wie beispielsweise LKW-Planen oder sie verfügen über eine Regenhülle, die meistens im Boden des Fahrradrucksacks verstaut ist. Einen Blick sollte man auch auf die Verschlüsse werfen. Rollverschlüsse schützen das Innere in der Regel besser vor eindringendem Wasser.

Kann ich mein Laptop gut und sicher im Fahrradrucksack verstauen? Sieht er schick genug fürs Büro aus? Ein City-Rucksack hat meistens andere Anforderungen zu erfüllen als ein Tourenrucksack. Ein Laptop-Fach haben viele Fahrradrucksäcke in unserem Test, das Fach sollte gepolstert sein und das Laptop schützen. Viel Stauraum ist wichtig, wenn Sie auch Einkäufe transportieren möchten. Weitere Zusatzfächer benötigen Sie dafür nicht. Flickzeug, Wechselwäsche, Trinksystem - für eine Tour wird der Fahrradrucksack anders gepackt als im Alltag.

Frauenrucksäcke unterscheiden sich von Unisex-Modellen nicht nur im Design. Frauen haben schmalere Schultern als die meisten Männer und auch einen kürzeren Rücken. Dagegen kann die Hüfte breiter sein. Große Frauen mit breiten Schultern und schmaler Hüfte haben mit Unisex-Modellen keine Probleme, schmale und zierliche Männer kommen mit einem Frauenrucksack besser zurecht. Beladen Sie den Fahrradrucksack, um zu testen, wie komfortabel er bei Belastung ist.

Preis und Verfügbarkeit

Der Deuter Road One kostet zurzeit (Quelle: Google Shopping) zwischen 50 und 65 €. Beim Online-Shop Bike24 werden 59,95 € aufgerufen, der britische Primus Wiggle verlangt schon stolze 74,94 € (Stand 11.09.2014).

Fazit

Insgesamt empfehlen die meisten Nutzer den Road One, weil er in seinem speziellen Revier in dieser Qualität und Konzeption so gut wie keine Konkurrenz zu fürchten braucht. Sowohl die Funktionalität als auch die Haltbarkeit konnten in den Jahren seit der Markteinführung überzeugen, so dass auch das Kaufen gepflegter gebrauchter Modelle kein allzu großes Risiko für den Käufer darstellen dürfte.

Ursprünglich für Rennfahrer konzeptioniert, eignet sich der Road One für alle, die minimalistisch bepackt auf die Langstrecke gehen wollen. Marathonfahrten mit möglichst wenig Gepäck sind ebenso die Domäne des Road One wie der schnelle Trip in die Stadt, bei dem man kleinere Dinge transportieren möchte. Die gute Verarbeitung und die cleveren Details im Design überzeugen nicht zuletzt auch wegen des günstigen Preises, den der Hersteller für dieses Backpack aufruft. Die Kompatibilität mit dem Deuter-Trinksystem rundet das Konzept gekonnt ab.

Der Deuter Road One ist ein angenehmer Begleiter, der genügend Platz bietet, um alle wichtigen Utensilien bei sich zu haben, ohne dabei schwer ins Gewicht zu fallen. Zudem ist er vielseitig einsetzbar und bewährte sich im Test auch bei der einen oder anderen Cyclocross-Ausfahrt. Den ambitionierte Rennradfahrer wird er aber wohl oder übel zu sehr einengen, so dass sich dieser weiterhin auf seine Trikottaschen beschränken wird.

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