Motorradfahren ist ein beliebtes Hobby, birgt aber auch gewisse Risiken. Daher ist es für Motorradfahrer besonders wichtig, sich und ihre Familien finanziell abzusichern. Eine Risikolebensversicherung bietet diesen Schutz, indem sie im Todesfall eine vereinbarte Summe an die Hinterbliebenen auszahlt. Motorradfahrer sind aufgrund der erhöhten Unfallgefahr besonderen Risiken ausgesetzt.
Warum ist eine Risikolebensversicherung für Motorradfahrer wichtig?
Eine Risikolebensversicherung bietet finanzielle Sicherheit für die Familie des Versicherten im Falle eines tödlichen Unfalls. Denn wenn ein Mensch stirbt, ist das immer ein schwerer Schicksalsschlag für die Angehörigen. Wenn dann obendrein der finanzielle Ruin droht, dann ist das eine zusätzliche Last für Deine Familie.
Eine Risikolebensversicherung ist eine reine „Ablebensversicherung“ und dient zur finanziellen Absicherung von Partner, Kindern und Krediten oder Darlehen. Sie legen fest, wer das Geld im Todesfall bekommt: Ihre Erben, eine oder mehrere Person/en, zum Beispiel Ihr Lebenspartner und/oder Ihre Kinder. Das Geld steht der Person zur freien Verfügung. Wenn Sie sterben, zahlt der Staat nur eine geringe Witwen- und Halbwaisenrente, die in der Regel kaum zum Leben ausreicht.
Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?
Über eine Risikolebensversicherung (kurz: Risiko-LV) solltest Du nachdenken, wenn Du Deine Familie finanziell absichern möchtest. Denn wenn Dir mal etwas zustößt, kann für Deine Familie eine große finanzielle Lücke entstehen. Eine Risikolebensversicherung zahlt eine vereinbarte Summe an Deine Angehörigen, wenn Du stirbst. Sie gehört daher wie die Sterbegeldversicherung zu den Todesfallversicherungen. Besonders sinnvoll ist eine Risiko-LV in folgenden Fällen:
- Du hast eine Immobilie auf Kredit gekauft - Der Immobilienkredit kann zur finanziellen Last für Deinen Partner werden, wenn Du sterben solltest. Damit Dein Partner weiter den Kredit tilgen kann und nicht notgedrungen das Haus verkaufen muss, solltest Du ihn absichern. Diese Empfehlung gilt auch für unverheiratete Paare, die zusammen eine Immobilie erworben haben. Eine Risikolebensversicherung ist besser geeignet als eine Restschuldversicherung.
- Du willst Deine Familie absichern - Als Haupt- oder Alleinverdienerin Deiner Familie solltest Du Dich ebenfalls um die Absicherung Deiner Liebsten kümmern. Doch auch wenn beide Partner arbeiten, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll. Witwen- und Waisenrente liegen zusammen meist deutlich unter dem letzten Gehalt des verstorbenen Partners. Und wenn der überlebende Partner plötzlich alleinerziehend ist, muss er sich möglicherweise bei den Arbeitszeiten und seinem Gehalt einschränken.
- Du bist nicht verheiratet - Bist Du nicht mit Deinem Partner verheiratet, geht Ihr beide bei der Witwenrente leer aus, sollte einer von Euch beiden mal versterben.
Verschiedene Vertragsmodelle
Je nachdem, ob Du einen Partner hast, verheiratet bist oder als Alleinerziehende für Deine Kinder sorgst, gibt es unterschiedliche Arten, Deine Familie abzusichern.
- Ehepaare mit Kind: Einzelne Verträge
Für Ehepaare mit Kindern sind oft zwei separate Verträge sinnvoll. Jeder Partner schließt einen Versicherungsvertrag ab. In Euren Verträgen setzt Ihr jeweils den anderen als Bezugsberechtigten ein. Marie nennt daher Tobi als Bezugsberechtigten und Tobi setzt umgekehrt Marie in seinen Vertrag ein. Sollte Marie früher sterben, dann erhält Tobi das Geld aus ihrem Vertrag und umgekehrt. Wenn es mal zur Trennung kommen sollte, könnt Ihr den Bezugsberechtigten jederzeit ändern. Auch unterschiedlich lange Laufzeiten beider Verträge oder verschieden hohe Versicherungssummen sind möglich. Darüber kannst Du nachdenken, falls Dein Partner weniger verdient als Du und deshalb eine höhere Absicherung braucht für den Fall, dass Dein Einkommen wegbricht. Nach dem Tod eines Partners kann der überlebende Partner die Kinder als Bezugsberechtigte einsetzen. Sollte der schlimmste Fall eintreten und auch der zweite Elternteil sterben, bekommen die Kinder das Geld aus dem Versicherungsvertrag. - Unverheiratete schließen Über-Kreuz-Verträge ab
Als unverheiratetes Paar sind einzelne Verträge eher ungeeignet: Da Ihr im Todesfall das Geld aus dem Vertrag Eures Partners bekommt, gilt das als Erbe und damit fällt in der Regel Erbschaftssteuer an: Während Ehepartner einen hohen Freibetrag von 500.000 Euro haben, habt ihr als unverheiratetes Paar nur einen Freibetrag von 20.000 Euro. Alles was darüber hinausgeht, wird versteuert. Seid Ihr nicht verheiratet, solltet Ihr daher über eine besondere Variante der Risiko-LV nachdenken, die sich Über-Kreuz-Versicherung nennt. Denn in diesem Fall könnt Ihr Euch die Erbschaftssteuer sparen, sollte es mal zum Versicherungsfall kommen. Die Über-Kreuz-Verträge funktionieren so: Wieder schließt jeder für sich einen eigenen Vertrag ab, setzt aber den Partner als versicherte Person ein. In Deinem Vertrag legst Du also fest, dass Du selbst das Geld aus Deiner Versicherung bekommst, sollte Dein Partner mal sterben. Zum besseren Verständnis ein Beispiel: Tobi und Marie sind nicht verheiratet und schließen Über-Kreuz-Verträge ab. Das bedeutet, Tobi schließt eine Risiko-LV ab und setzt Marie als versicherte Person ein. Sollte Marie versterben, erhält er Geld aus seinem eigenen Versicherungsvertrag. Er muss dann keine Erbschaftsteuer zahlen, denn das Geld bekommt er aus einem Vertrag, der ihm ohnehin gehört. Die Verträge eignen sich aber auch für Ehepaare, die eine Versicherungssumme wählen möchten, die über die Freigrenze von 500.000 Euro hinausgeht. Das kommt etwa infrage, wenn Ihr einen Hauskredit und zusätzlich noch den Lebensunterhalt Eurer Familie absichern möchtet. Die einzelnen Über-Kreuz-Verträge könnt Ihr bei verschiedenen Anbietern abschließen - je nachdem, welcher Anbieter für welchen Partner am günstigsten ist. Nach einer Trennung müsst Ihr wieder den „eigenen“ Vertrag übernehmen, sprich: Dein Ex-Partner überträgt Dir seinen Vertrag, in dem er als Versicherungsnehmer und Du als versicherte Person genannt sind. Dann hast Du wieder einen eigenen Vertrag und kannst dann auch bestimmen, wer im Fall Deines Todes die Versicherungssumme bekommen soll. Dieses Tauschgeschäft, das aus Über-Kreuz-Verträgen zwei normale Risikolebensversicherungen macht, funktioniert aber nur mit Zustimmung beider Partner. - Paare ohne Kind: Verbundene Leben
Auch eine gegenseitige Absicherung in einem gemeinsamen Vertrag ist möglich. So ein Vertrag wird oft kurz „verbundene Leben“ genannt. Ein Beispiel: Stirbt Marie, erhält ihr Ehemann Tobi die Versicherungssumme. Sollte Tobi zuerst versterben, bekommt Marie das Geld. Geeignet ist die Versicherung aber eher für Paare ohne Kinder. Denn Kinder sind mit einem gemeinsamen Vertrag nicht ausreichend geschützt: Stirbt einer von Euch, zahlt der Anbieter nur einmal die versicherte Summe. Eure Kinder haben dann keinen Versicherungsschutz mehr für den Fall, dass auch dem zweiten Partner etwas passiert. Und im Fall einer Trennung könnt Ihr die verbundenen Lebensversicherungen nicht in zwei separate Verträge teilen. Ihr müsst die Versicherung kündigen (mit Zustimmung beider Partner) und steht dann allesamt ohne Versicherungsschutz da. Plant Ihr ohnehin keine Kinder, dann ist die verbundene Lebensversicherung eine gute Alternative zu den Über-Kreuz-Verträgen. Manchmal ist ein gemeinsamer Vertrag günstiger als zwei separate Verträge.
Eine Risiko-LV kannst Du auch abschließen, wenn Du allein für Deine Nachkommen sorgst. In Deinem Vertrag wählst Du dann einfach Deine Kinder als Bezugsberechtigte aus. Sind sie noch minderjährig, solltest Du gleichzeitig einen Vormund festlegen, der das Geld verwalten soll. Tust Du das nicht, ernennt das Gericht einen Vormund. Die Versicherungssumme wird dann erst ausgezahlt, sobald dieser feststeht.
Wichtige Faktoren bei der Wahl einer Risikolebensversicherung für Motorradfahrer
- Versicherungssumme: Die Versicherungssumme sollte ausreichend hoch sein, um den finanziellen Bedarf Ihrer Familie im Todesfall zu decken. Beim Hauskredit ist das einfach, da nimmst Du einfach die Höhe der noch offenen Kreditsumme. Möchtest Du den Familienunterhalt absichern, kannst Du eine einfache Daumenregel anwenden. Du findest sie weiter unten in diesem Abschnitt.
- Laufzeit: Die Laufzeit der Versicherung sollte auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Die Risikolebensversicherung sollte so lange laufen, wie Deine Angehörigen einen Ausgleich für das fehlende Einkommen brauchen. Der Vertrag könnte beispielsweise enden, wenn Dein Immobilienkredit abgezahlt ist. Oder Du lässt die Versicherung bis zu dem Zeitpunkt laufen, an dem Deine Kinder voraussichtlich ihre Ausbildung beenden und eigenes Geld verdienen können.
- Beiträge: Die Prämienhöhe hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Alter, Gesundheitszustand, Beruf und Lebensstil.
- Beruf und Hobbys: Geben Sie bei der Antragstellung an, dass Sie Motorradfahrer sind.
- Gesundheitsprüfung: Eine Gesundheitsprüfung kann helfen, die Prämien zu senken.
- Konditionen und Vertragsdetails prüfen: Achten Sie genau auf die Vertragsbedingungen, Ausschlüsse und die Bedingungen für Motorradfahrer.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Die Versicherungssumme solltest Du hoch genug ansetzen. Den Familienunterhalt sichern: Wenn Du nicht mehr da bist, fehlt Dein komplettes Einkommen - dafür bekommt Dein Ehepartner aber eine Witwenrente und Deine Kinder eine Waisenrente. In der Regel können die Renten aber Dein Einkommen nicht auffangen. Und bedenken solltest Du auch, dass Dein Partner womöglich weniger arbeiten kann, wenn er Eure Kinder allein betreuen muss. Es entsteht also eine monatliche Lücke bei den Finanzen Deiner Familie.
Einfacher geht das mit einer weit verbreiteten Daumenregel: Hast Du Kinder, dann solltest Du als Versicherungssumme das 4- bis 5-fache Bruttojahresgehalt absichern. Die Restschuld eines Hauskredits solltest Du obendrauf rechnen.
Möchtest Du nur Deinen Partner absichern, beispielsweise weil Du die Hauptverdienerin bist, dann kannst Du etwas niedriger ansetzen mit dem 3-fachen Deines Bruttojahresgehalts. Das ist besonders sinnvoll, wenn einer weniger verdient als der andere.
Eine Besonderheit ergibt sich, wenn ein Partner gerade in Elternzeit ist oder vorübergehend seine Stunden reduziert hat. Hier habt Ihr zwei Möglichkeiten bei der Wahl der Versicherungssumme: Ihr könnt Euch an dem aktuellen Einkommen oder Elterngeld des Partners orientieren. Wenn der Partner wieder mehr Geld verdient, setzt er die Versicherungssumme hoch. Das geht in der Regel mit Hilfe der Nachversicherungsgarantie. Sollte dem Partner aber bis dahin etwas passieren, dann muss der Überlebende mit der niedrigen Versicherungssumme klarkommen. Die zweite Möglichkeit ist daher, die Versicherungssumme von vornherein höher anzusetzen. Das ist besonders sinnvoll, wenn Ihr einen gemeinsamen Hauskredit habt und auf Dauer mit einem zweiten Gehalt kalkuliert. Orientiert Euch im Zweifel an dem letzten vollen Gehalt des Partners und nehmt das als Grundlage für die Daumenregel.
Hauskredit absichern
Möchtest Du einen Hauskredit absichern, damit Deine Familie im Todesfall nicht mit Schulden dasteht, solltest Du die noch offene Restschuld obendrauf rechnen. Frag die Höhe der Restschuld bei der Bank nach.
Habt Ihr noch einen offenen Kredit in Höhe von 200.000 Euro, dann rechne diesen Betrag noch zusätzlich zur Versicherungssumme. Als Familie mit einem Jahresbruttogehalt von 50.000 Euro solltest Du also insgesamt 450.000 Euro absichern: 250.000 Euro für den Lebensunterhalt und 200.000 Euro für den Kredit.
Ganz klar: Je höher die Versicherungssumme, desto kostspieliger wird auch die Versicherung. Ist Dir die Versicherungssumme zu hoch, dann ist es besser, etwas geringer anzusetzen als gar nichts zu tun! Wenn Dir etwa 350.000 Euro mit Blick auf den Beitrag zu hoch erscheinen, dann schau doch mal, wie viel die Versicherung mit 200.000 Euro Versicherungssumme kosten würde. Auch damit kann Deine Familie schon einen Teil der Kosten abfedern.
Die Versicherungssumme anpassen
Eine weitere Überlegung zur Versicherungssumme: Soll die Summe über die Jahre gleich bleiben oder mit den Jahren steigen oder im Gegenteil sogar geringer werden?
- Konstante Versicherungssumme - Entscheidest Du Dich für eine konstante Versicherungssumme von beispielsweise 200.000 Euro, erhält Deine Familie in jedem Fall diesen Betrag ausgezahlt - unabhängig davon, ob Du in fünf, zehn, oder zwanzig Jahren sterben solltest.
- Steigende Versicherungssumme - Damit die Versicherungssumme auch noch in zehn oder zwanzig Jahren ihren Wert hat, kannst Du Dich für eine steigende Versicherungssumme, die sogenannte Dynamik, entscheiden. Aber: Dadurch steigen auch regelmäßig Deine Beiträge. Und Du solltest bedenken, dass der Geldbedarf Deiner Familie vermutlich mit den Jahren sinkt: Zum einen sind Deine Kinder irgendwann aus dem Haus und verdienen ihr eigenes Geld. Zum anderen kann Dein Partner irgendwann wieder mehr arbeiten, wenn die Kinder größer sind und dadurch mehr eigenes Geld verdienen.
- Fallende Versicherungssumme - Eine Risikolebensversicherung mit fallender Versicherungssumme kommt in der Regel bei einer Baufinanzierung infrage. Der Sinn dahinter: Einen Kredit zahlst Du mit den Jahren ab, die Restschuld wird damit immer niedriger und Du benötigst mit der Zeit eine geringere Versicherungssumme. Fallende Risikolebensversicherungen sind in der Regel am günstigsten.
Wir empfehlen Dir grundsätzlich eine konstante Versicherungssumme mit oder ohne Dynamik. Meist soll die Risikolebensversicherung nicht nur ein Haus absichern, sondern zusätzlich den Lebensunterhalt der Familie. Falls Du irgendwann feststellst, dass die Versicherungssumme zu hoch ist, weil Du zum Beispiel Dein Haus abgezahlt hast oder die Kinder volljährig sind, kannst Du den Vertrag einfach ändern.
Wie lange sollte der Vertrag laufen?
Die Risikolebensversicherung sollte so lange laufen, wie Deine Angehörigen einen Ausgleich für das fehlende Einkommen brauchen. Der Vertrag könnte beispielsweise enden, wenn Dein Immobilienkredit abgezahlt ist. Oder Du lässt die Versicherung bis zu dem Zeitpunkt laufen, an dem Deine Kinder voraussichtlich ihre Ausbildung beenden und eigenes Geld verdienen können.
Wenn Du also mit 30 Jahren über das Thema nachdenkst, und vielleicht schon Kinder hast, sind 20 oder 25 Jahren eine passende Versicherungsdauer.
Bedenke aber: Je länger der Vertrag läuft, desto mehr kostet er. Geh dennoch lieber auf Nummer sicher und schlag ein paar Jahre drauf.
Was kostet eine Risikolebensversicherung?
Die Kosten für eine Risikolebensversicherung hängen unter anderem davon ab, wie hoch die Versicherungssumme ist und wie lange der Vertrag läuft. In unserem Vergleich haben wir Preise für 30 Musterkunden abgefragt. Für 200.000 Euro Versicherungssumme lag der Preis für verschiedene Laufzeiten, Berufe, Alter und Hobbys meist zwischen 100 und 300 Euro...
Motorradfahren als Risikofaktor
Motorradfahren ist beim Großteil der Versicherungen als gefährliches Hobby eingestuft. Nicht ohne Grund, denn unter den durch Verkehrsunfälle Getöteten, bekleiden Motorradfahrer den traurigen zweiten Rang.
Laut ADAC-Unfallstatistik (Quelle: Statistisches Bundesamt) entfielen in 2015 rund acht Prozent der Gesamtunfälle im Verkehrsgeschehen auf Motorräder - Mofas und Mopeds ausgenommen. Ist der verunglückte Motorradfahrer Familienvater und Hauptverdiener, kann der Unfall für seine Familie einen hohen Einkommensverlust bedeuten. Eine Risikolebensversicherung (RLV) bietet hier einen effektiven Schutz, indem sie beispielsweise mit einer Einmalzahlung in Höhe der Versicherungssumme die Versorgungslücke schließt, die im Todesfall des Hauptverdieners entstehen kann.
Für die Ermittlung individueller und fairer Tarife ist deshalb im Rahmen des RLV-Antrages die Beantwortung von Gesundheitsfragen erforderlich. Individualisten mit einer Vorliebe für riskante Hobbies - Motorradfahren ist beim Großteil der Versicherer als gefährliches Hobby eingestuft - sollten ihre Leidenschaft für einen temporeichen Fahrstil zügeln.
Es ist allgemein bekannt, dass Motorradfahren mit einem hohen Risiko verbunden ist: Schwere Unfälle und sogar Todesfälle sind keine Seltenheit unter Motorradfahrern. Dieses Hobby wird beim Abschluss einer Risikolebensversicherung standartmäßig so gut wie immer erfragt und kann zu Risikozuschlägen oder sogar einer Antragsablehnung führen. Je nach Art des Motorradsports schätzen die Versicherer das Risiko unterschiedlich ein und prüfen individuell, ob ein Zuschlag oder eine Ausschlussklausel greift. Nicht selten wird Motorradsport von Versicherern pauschal abgelehnt, den das Risiko eines Unfalls gilt als besonders hoch.
Risikozuschläge und Ausschlüsse
Dennoch ist es prinzipiell möglich, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, auch wenn man eine Form von Motorradsport betreibt. Zwar sollte immer mit Risikozuschlägen oder einer Antragsablehnung gerechnet werden, doch durch eine Risikovoranfrage können bei den Versicherungen individuelle Angebote für Ihren Motorradsport erfragt werden. Ausschlaggebend für den erfolgreichen Abschluss einer Risikolebensversicherung ist dabei oft, ob der Sport als Wettbewerb ausgeübt wird.
Beispiele für Risikobewertungen
- Bei der Enduro bzw. dem Geländefahren kommt es darauf an, ob der Sport nur in der Freizeit oder mit Wettbewerbsintention ausgeübt wird. Als Freizeitaktivität führt Enduro zu Risikozuschlägen von etwa 1‰.
- Fahrsicherheitstraining mit dem Motorrad stellt in der Regel kein Hindernis beim Abschluss einer Risikolebensversicherung dar.
- Als reine Freizeitaktivität wird Motocross mit dem Motorrad oder dem Quad mit einem Risikozuschlag von etwa 1‰ bewertet.
- Bei vielen Versicherern sind fast alle Formen von Motorradrennen unabhängig ihrer Dauer oder Länge mit einer Ausschlussklausel belegt. Dennoch können Risikolebensversicherungen für Motorradfahrer, die sich an Rennen beteiligen, mit Risikozuschlägen von bis zu 10‰ abgeschlossen werden.
Risikozuschläge werden bei einer Risikolebensversicherung anhand der Versicherungssumme in Promille errechnet.
Risikovoranfrage und Sonderlösungen
Sämtliche Formen von Motorradfahren erschweren den Abschluss einer Risikolebensversicherung. Hierbei können Risikovoranfragen helfen, die dem Versicherungsinteressenten ermöglichen, verschiedene individuelle Angebote miteinander zu vergleichen.
Einige Versicherer bieten spezielle Sonderlösungen für den Abschluss einer Risikolebensversicherung an, bei denen die zu beantwortenden Fragen reduziert werden. Manche Sonderaktionen verzichten dabei ganz auf Fragen zu gefährlichen Hobbies oder bitten Sie nicht, ihre Form des Motorradsports zu spezifizieren.
Weitere wichtige Versicherungen für Motorradfahrer
Neben der Risikolebensversicherung gibt es weitere Versicherungen, die für Motorradfahrer wichtig sind:
- Motorrad-Haftpflichtversicherung: Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und kommt für Schäden auf, die Sie anderen zufügen.
- Teilkasko- und Vollkaskoversicherung: Sie schützen Ihr eigenes Motorrad bei Diebstahl, Feuer, Naturgewalten oder selbstverschuldeten Unfällen.
- Krankenversicherung und Krankenhaus-Zusatzversicherung: Sie übernehmen die Kosten für medizinische Behandlungen nach einem Unfall.
- Krankentagegeldversicherung: Sie zahlt Ihnen ein Tagegeld, wenn Sie aufgrund eines Unfalls arbeitsunfähig sind.
- Berufsunfähigkeitsversicherung: Sie zahlt Ihnen eine monatliche Rente, wenn Sie aufgrund der Unfallfolgen Ihren Beruf nicht mehr ausüben können.
- Unfallversicherung: Sie leistet bei schwerwiegenden und bleibenden gesundheitlichen Schäden in Folge eines Unfalls.
- Rechtsschutzversicherung: Sie hilft Ihnen, Ihre Schadensersatzansprüche nach einem Unfall durchzusetzen.
Fazit
Ein Vergleich der Risikolebensversicherung für Motorradfahrer ist unerlässlich, um den bestmöglichen Schutz zu einem fairen Preis zu erhalten. Durch die Analyse verschiedener Angebote und das Berücksichtigen der spezifischen Bedürfnisse Ihrer Lebenssituation können Sie sicherstellen, dass Sie optimal abgesichert sind.
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