Roval Laufräder im Test: Ein umfassender Überblick

Kaum ein Bauteil entscheidet so sehr über den Charakter und die Sprintqualitäten eines Bikes wie der Laufradsatz. Logisch, dass speziell in der Cross-Country-Kategorie besonders auf die Laufradsätze und ihr asketisches Gewicht geachtet wird. Roval, Komponenteneigenmarke vom Bike-Giganten Specialized, setzt nun in der Kategorie zum Angriff an.

Roval Control World Cup: XC-Laufradsatz im Fokus

Mit dem Roval Control Weltcup zeigen die Kalifornier, was aktuell technisch so möglich ist. Der neue Roval Control Weltcup ist mit nur 998 g der leichteste XC-Laufradsatz von Specialized. Dank Carbonspeichen und neuer Nabe will er seinen Vorgänger übertreffen.

Spezifikationen und Details

  • Gewicht: 998 g im Paar (mit TL-Band und Ventilen)
  • Speichen: Carbonspeichen für maximale Gewichtsersparnis
  • Nabe: Neue Specialized Nabe mit Centerlock-Aufnahme
  • Preis: 2950 Euro

Unter Einsatz einer eigenen, neu entwickelten Nabe hat Roval bei dem bewährten Control-Laufradsatz keine Faser auf der anderen gelassen und schier jedes Detail überdacht: Ziel war es 52 g im Kontext zum Vorgängermodell, den Control SL-Laufrädern, einzusparen, um die prestigeträchtige 1000 Gramm Marke zu durchbrechen. Dafür waren einige Detailschritte nötig. Übrigens: Die 998 wurden mit Felgenband und Tubeless-Ventilen erziehlt.

Wie gehabt sind die Felgen aus Carbon gefertigt. Sie fallen im Vergleich zum Vorgänger um 36 g leichter aus. Neu ist das verbreiterte Felgenhorn, welches nun 4 mm misst. Das soll den Laufradsatz Durchschlag-resistenter machen und die auftretende Kraft besser verteilen. Beeindruckend: Nach Angaben von Roval hat das Specialized Factory Racing Team in der Saison 2024 selbst im Prototypenstatus der Laufräder keine einzige Felge zu Bruch gefahren.

Neu ist die Verwendung von Carbonspeichen, die mit Titanhardware mit den Nippeln verbunden werden. Sie sollen deutlich zugfester ausfallen als Aluminium-Pendants.

So viel Hightech hat seinen Preis: Für das Vorderrad möchte Roval 1225 Euro erhalten. Das Hinterrad schlägt mit 1725 Euro zu Buche, insgesamt sind also 2950 Euro fällig.

Roval Rapide CLX: Aerodynamik und Handling im Fokus

Überragende Aerodynamik, geringes Gewicht und stabiles Handling - diese Widersprüche will Roval mit den Rapide CLX-Laufrädern überwinden. Dafür bekommen Vorder- und Hinterrad eine unterschiedliche Form.

#aeroiseverything - für die kalifornische Bike-Marke Specialized und den hauseigenen Komponentenhersteller Roval ist das nicht nur ein Marketing-Slogan. Beide Firmen haben sich konsequent dem Kampf gegen den Wind verschrieben und betreiben dafür einen eigenen Windtunnel. Und mit den Erkenntnissen aus dieser Win Tunnel genannten Anlage wurden die Roval Rapide CLX-Laufräder entwickelt.

Die sollen nicht irgendwelche Laufräder sein. Nein, es sollen die schnellsten Allround-Laufräder der Welt sein - also beim leichtfüßigen Klettern genauso helfen, wie beim schnellen, flachen Kampf mit dem Luftwiderstand. Große Worte. Gestützt werden sie jedoch von der Technologie und den Innovationen, die in den Laufrädern stecken.

Am augenscheinlichsten ist dabei die unterschiedliche Form von Vorder- und Hinterrad. Das Vorderrad an Bikes ist durch seine Lenkbarkeit anfälliger für Seitenwinde als das Hinterrad und hat daher einen größeren Einfluss auf das Handling. Deshalb ist das Vorderrad des 2.600 € teuren Roval Rapide CLX-Laufradsatz mit 51 mm Felgenhöhe 9 mm flacher als das Hinterrad mit 60 mm Felgenhöhe. Dafür ist es mit 35 mm Felgenaußenbreite aber auch deutlich breiter als das Hinterrad mit 30,7 mm Felgenaußenbreite. Die Innenmaulweite liegt jedoch vorne und hinten bei 21 mm.

Während das Roval Rapide CLX-Hinterrad wie ein klassisches Aero-Laufrad aussieht, kommt das Vorderrad also ziemlich gewöhnungsbedürftig daher, steht die Felge doch deutlich über den Reifen hinaus.

Trotzdem war das Aufsehenerregendste an den Roval Rapide CLX bei ihrer Vorstellung nicht das Erscheinungsbild, sondern der Fakt, dass sie ausschließlich für den Einsatz mit Schlauch geeignet sind.

Die Tubeless-Aufregung hat sich deswegen mittlerweile gelegt und auch wir hatten Zeit, die Roval Rapide CLX-Laufräder einem gründlichen Test zu unterziehen.

Technologische Details

Der Fokus der Roval-Innovationen liegt hier ganz klar im Bereich der Felgenprofile, des damit zusammenhängenden Luftwiderstands und der von ihnen erzeugten Handling-Charakteristika in Seitenwind. Hier gehen die Entwickler neue Wege und werfen Konventionen über Bord - auch optische. Abgesehen davon sind die Roval Rapide CLX ziemlich herkömmliche Laufräder ohne technische Leckerbissen.

An den Roval-Laufrädern werden außenliegende DT Swiss-Nippel verwendet, an denen am Vorderrad 18 und am Hinterrad 24 DT Swiss AEROLITE T-head-Messerspeichen ansetzen - jeweils einfach gekreuzt an der Bremsseite und auf der Antriebsseite vorne radial und hinten zweifach gekreuzt.

Am anderen Speichenende setzen die Speichen an den Roval AeroFlange-Naben an, in denen sich ein DT Swiss-Innenleben versteckt und die mit Steckachsen mit den Maßen 100×12 mm vorne und 142×12 mm hinten kompatibel sind.

Ein Unterschied zu früheren Roval-Laufrädern auf CLX-Niveau. Denn anstatt weiterhin auf Keramiklager von CeramicSpeed zu setzen, laufen die Rapide CLX nun auf gedichteten Stahllagern.

Den Kraftschluss am Hinterrad stellt - ebenfalls von DT Swiss - ein Ratchet EXP-Freilauf her, der mit allen gängigen Schaltgruppen kompatibel ist. Mit einer feinen Verzahnung geht es hier immer schnell nach vorne.

Das Gewicht der Laufräder von 1.410 g (Satz mit Felgenband) liegt minimale 10 g über der Herstellerangabe, gehört aber zu den absolut leichtesten Laufrädern im Bereich 50-60 mm Felgenhöhe.

Testergebnisse und Fahreindruck

Für unseren Test waren die Roval Rapide CLX-Laufräder auf einem Specialized S-Works Tarmac SL7 montiert und rollten auf S-Works Turbo Cotton-Reifen in 700x26C. Diese Reifen sitzen auf den Roval Rapide CLX-Laufrädern äußerst satt. Einmal an ihrem Platz auf der Felge angekommen und aufgepumpt, fallen die 26 mm breiten Reifen in einem schönen U und haben dadurch eine optimale Abstützung. Dank der großzügigen Innenmaulweite von 21 mm fallen sie mit 28 mm etwas breiter aus als angegeben, was für mehr Kontaktfläche des Reifens mit dem Untergrund und deshalb für mehr Grip sorgt.

Im Antritt und Durchzug ist alles, wie es sein sollte: Dank hoher Steifigkeit und geringem Gewicht beschleunigt das Test-Bike mit den Rapide CLX sehr willig und man hat den Eindruck, dass jedes Watt in Vortrieb umgesetzt wird. Je schneller man wird, desto mehr zeigt sich dann die Paradedisziplin der Laufräder. Ihre Effizienz ist erstklassig, liegt auf einem Niveau mit deutlich höheren Aero-Laufradsätzen und scheint dem Fahrtwindwind keine Angriffsfläche zu bieten.

Doch nicht nur im Antritt und bei schneller Fahrt können die Laufräder überzeugen. Auch bergauf kann man mit ihnen flink unterwegs sein und sie ziehen einen nicht mit ihrem Gewicht nach unten.

Im Seitenwind und bei seitlichen Böen zeigt sich, dass die Roval-Überlegungen von einem flacheren aber breiteren Vorderrad aufgehen. Die Anfälligkeit hält sich hier im Rahmen, gänzlich leugnen können die Rapide CLX ihre üppige Felgenhöhe aber nicht.

Positiv hervorzuheben ist die Robustheit der Laufräder: Im harten Dauereinsatz über mehrere Monate und tausende von Kilometern gab es nichts zu bemängeln: kein Knarzen, kein Klappern, keine losen Speichen, keine Seiten- oder Höhenschläge.

Roval Rapide CLX II: Die Weiterentwicklung

Die Roval Rapide CLX II, bekannt als die ultimativen Aero-Laufräder, sind nicht mehr ausschließlich an Specialized-Bikes zu finden. Die Kombination aus flacher und breiter Front sowie tiefer und schmaler Heckgeometrie verspricht den optimalen Mix aus Aerodynamik und Seitenwindstabilität.

Als Aero-Allrounder sollen die Roval Rapide CLX II verschiedenste Bedingungen meistern, doch wie sehen die richtigen Specs dafür aus? Mit 1.485 g liegen die Laufräder zwar unter der magischen 1,5-kg-Grenze, sind aber knapp 100 g schwerer als der Durchschnitt im Testfeld. Dafür liegen die Stärken anderswo, denn vor allem das Vorderrad ist das Alleinstellungsmerkmal der Roval Rapide CLX II.

Mit der 35 mm breiten Felge ist das Rad zwar nicht breiter als die direkte Konkurrenz von Reserve, aber durch die sich nicht verjüngende Form auch an den Flanken extrem breit. Das Resultat ist eine auffällige und etwas ungewöhnlich breite Felgenwulst. Mit 28C-Reifen ergibt das eine Felge getreu der 105-%-Regel. Diese projiziert ein ideales aerodynamisches Ergebnis bei einer breiteren Felge, relativ zur Reifenbreite.

Auch abseits der Felgen leistet Roval ganze Arbeit. Die eigens entwickelten Naben stehen wie das ganze Laufrad unter dem Aero-Motto und sollen durch die organische Form besonders wenig Luftwiderstand verursachen. Optisch sind die Laufräder sehr schick.

Mit einer ausgeglichenen Compliance funktionieren die Rapide auch auf langen Runden und vermitteln schon fast ein weiches Gefühl. Und so sind andere Laufräder direkter. Mit der Spritzigkeit und unangefochtenen Effizienz der Laufräder mit Carbonspeichen können die Roval nicht mithalten. Im direkten Vergleich wirken die klassisch gespeichten Laufräder geradezu weich. Dennoch lassen sich die Räder gut beschleunigen und halten die Geschwindigkeit zuverlässig.

Schon gefühlt spielen die Roval Rapide CLX II in der oberen Liga mit. Und das bestätigt sich auch im Windkanal. Nur minimal langsamer als die Konkurrenz von Reserve belegen die Rapide den dritten Platz.

Roval Rapide CLX II steht im ersten Augenblick nicht für Allround, doch die schicken Laufräder sind vielseitiger als gedacht. Besonders im Windkanal zeigt sich der Anspruch nach erstklassiger Aerodynamik. Auf der Straße bestechen sie durch viel Compliance und ein weicheres Fahrgefühl.

Roval Terra CLX II: Für Gravel-Abenteuer

Specialized erweitert sein Laufrad-Portfolio um ein neues Topmodell für den Cross-Country-Rennsport. Der Roval Control World Cup Laufradsatz wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Specialized Factory Racing Team entwickelt und soll laut Hersteller neue Maßstäbe in puncto Gewicht und Performance setzen.

Bis auf die Felge ist alles neu. Die Roval Low Flange Disc Naben wurden vom Alpinist CLX II übernommen und machen die neue Version Terra CLX II um 50 Gramm leichter. Dadurch beschleunigt er schneller, lässt sich in Kurven agil steuern und ist auch auf der Langstrecke und mit Gepäck effizient.

Neben dem geringen Gewicht ist der Gravel-Laufradsatz laut Hersteller widerstandsfähiger denn je. Specialized sieht sein Einsatzgebiet von All-Road bis Gravel; für puristische Gravel-Races, Bikepacking-Trips quer über den Kontinent bis hin zu Mixed-Surface-Abenteuern.

Von der vorhergehenden Generation ist nur die Felge geblieben. Die hat bereits mehrfach beim Unbound Gravel gesiegt. Die Terra CLX II ist keine Hookless-Felge. Warum nicht? Specialized erklärt, dass die Konstruktion mit Haken am Felgenhorn das Einsatzgebiet der Felge vergrößert. Die Bandbreite an Reifen, die auf der Felge gefahren werden kann, ist größer und auch mit dem Reifendruck kann stärker variiert werden. Mit einer Maulweite von 25 Millimetern sind Reifen von 28 bis 47 Millimeter kompatibel; der maximal zulässige Druck beträgt 5,5 Bar. So kann das Setup an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.

Zum Einsatz kommen die Roval LFD Naben, die auf DT Swiss 180 Naben basieren und für einwandfreie Fahrqualität sorgen. Hinzu kommen SINC Keramiklager, die für Effizienz sorgen.

Details zum Roval Terra CLX II

  • Felge: Terra CLX Carbon Clincher, 700C, für Scheibenbremsen, tubeless-kompatibel, mit Haken
  • Felgendimensionen: 32 Millimeter tief, 30 Millimeter äußere Breite, 25 Millimeter Maulweite
  • Nabe Vorderrad: Roval Light (LF13), DT Swiss 180, 100 × 12 Millimeter
  • Nabe Hinterrad: Roval Light LF14R, DT Swiss 180, 142 × 12 Millimeter
  • Lager: DT Swiss SINC Keramiklager
  • Gewicht: Laufradsatz 1250 Gramm*
  • Preis: Vorderrad: 1100 Euro, Hinterrad: 1500 Euro

Roval Alpinist SLX: Aluminium-Alternative für Rennradfahrer

„Aluminium, dass sich wie Carbon anfühlt“ - so beschreibt Specialized diesen neuen Rennrad-Laufradsatz. Sein großer Bruder aus Carbon, der Specialized Roval Alpinist CLX II, ist gemacht für schnelle Beschleunigungen, gutes Handling in der Kurve und das Erklimmen von zahlreichen Pässen.

Um mehr Rennradfahrerinnen und Rennradfahrern ein ähnliches Fahrerlebnis zu ermöglichen, hat der Hersteller den neuen Alpinist SLX entwickelt. Ein Alpinist aus Aluminiumlegierung. Der komplette Laufradsatz liegt hier bei 850 Euro. Der Alpinist CLX II wiegt 1373 Gramm, die Alu-Variante liegt mit 1485* Gramm nur 112 Gramm darüber. Gar nicht mal schlecht für Alu.

Die 24-Millimeter tiefe Felge aus der Aluminiumlegierung 6069 wurde mit einem Kugelstrahlverfahren behandelt. Das soll die Lebensdauer maßgeblich erhöhen. Um ein möglichst geringes Gesamtgewicht zu erreichen, werden DT Swiss 350 Naben und Sapim Speichen eingesetzt. Leichter geht es wohl kaum, wenn man bei Alu bleibt.

Details zum Roval Alpinist SLX

  • Felge: Alpinist Alloy, Aluminiumlegierung 6061, kugelgestrahlt, 700C, für Scheibenbremsen, tubeless-kompatibel
  • Felgendimensionen: 24 Millimeter tief/23,5 Millimeter breit, 20 Millimeter Maulweite
  • Naben: DT Swiss 350 Straightpull
  • Freilauf: Ratchet Freilauf (36 Zähne, 10º Eingriffswinkel, konvertierbar), Shimano RD HG Freilaufkörper 11-fach
  • Gewicht: Laufradsatz 1485 Gramm*
  • Preis: Vorderrad: 350 Euro, Hinterrad 500 Euro

Roval Traverse SL II 240 6B: Dauerhaltbarkeit im Test

Wer sich einen teuren Carbon-Laufradsatz gönnt, der will daran lange Freude haben. Das weiß auch Specialized und konzentriert sich bei den Laufrädern der hauseigenen Marke Roval verstärkt auf das Thema Haltbarkeit. Das Lineup der Traverse SL II Laufräder startet erst bei 1500 Euro. Die von uns getestete Highend-Version mit DT Swiss 240 Naben schlägt gar mit satten 2300 Euro zu Buche.

Roval will die Neuauflage der beliebten Traverse SL sowohl beim Gewicht, als auch bei der Haltbarkeit optimiert haben - zwei Bereiche, die gerade an Laufrädern nicht immer gut miteinander harmonieren. Unsere Waage misst am 29-Zoll-Vorderrad inklusive Felgenband und Tubeless-Ventil 750 Gramm. Beim Hinterrad stoppt die Waage bei 861 Gramm. Zusammen ergibt das ein gutes Gewicht von 1611 Gramm für einen Trail-Laufradsatz mit 30 Millimetern Felgeninnenweite.

Im Vergleich zum Vorgänger verspricht Specialized eine um 15 Prozent gestiegene Stabilität am Vorderrad. Am Hinterrad sollen es sogar 25 Prozent sein. Das asymmetrische Felgenprofil erlaubt eine gleichmäßige Spannung der 28 Speichen pro Laufrad, was der Haltbarkeit zusätzlich zu Gute kommen soll. Überarbeitet hat Roval auch das Felgenhorn, welches dank einer vergrößerten Auflagefläche den Reifen vor bis zu 85 Prozent stärkeren Belastungen schützen soll, bevor es zu einem Durchschlag kommt.

Details zum Roval Traverse SL II 240 6B

  • Laufradgröße: ausschließlich 29 Zoll
  • Innenweite: 30 Millimeter
  • Zulässige Reigenbreiten: 2,3 bis 2,6 Zoll
  • Einsatzbereich: Trail
  • Speichenzahl: 28
  • Gewicht: 1611 Gramm (BIKE-Messung)
  • Gewichtsfreigabe: 125 Kilo
  • UVP Vorderrad: 925 Euro
  • UVP Hinterrad: 1375 Euro

Typisch Roval lässt sich Specialized nicht lumpen und schickt die Traverse SL II Laufräder fahrfertig zum Kunden. In der Felge klebt bereits das Tubeless-Felgenband und ein Tubeless-Ventil ist ebenfalls ab Werk eingeschraubt. Letzteres kommt ohne Kontermutter aus und lugt ästhetisch schlicht aus dem mattschwarzen Carbon. In der hochwertigen Verpackung steckt neben zwei Ersatzspeichen, zwei Ersatznippeln und den Handbüchern auch ein Aufbau-Protokoll. Dieses belegt den Aufbau von Hand und die Messung der Toleranzen. Der erste Eindruck entspricht also dem, was man von einem Laufradsatz für 2300 Euro erwarten darf.

Erster Fahreindruck

Schlauchlos spart der Wechsel auf die Carbon-Laufräder vorne und hinten jeweils rund 300 Gramm am Dauertest-Bike. Über ein halbes Kilo Gewichtsersparnis an rotierender Masse sind beachtlich und sorgen dafür, dass das Allmountain merklich schneller vom Fleck schießt. In Sachen Beschleunigung schlägt eben Nichts einen leichten Laufradsatz, wie den Roval Traverse SL II.

Bereits auf der ersten Ausfahrt fällt auf, dass das Bike durch den Wechsel auf die leichten Rovals merklich besser klettert. Während sich die Originallaufräder in Trail-Anstiegen schwerfällig wie Dampfwalzen den Berg hochwuchteten, gelingt das mit dem Roval Traverse SL II 240 6B deutlich leichtfüßiger, agiler. Insgesamt verleihen die Specialized-Laufräder dem Dauertest-Allmountain ein deutlich sportlicheres Fahrverhalten auf welligem Terrain.

Vergleich ausgewählter Roval Laufräder
Modell Einsatzbereich Gewicht (Satz) Preis (ca.) Besonderheiten
Control World Cup XC-Racing 998 g 2950 € Leichtester XC-Laufradsatz von Specialized, Carbonspeichen
Rapide CLX Rennrad, Aero 1410 g 2600 € Unterschiedliche Felgenform vorne/hinten, Aerodynamik optimiert
Rapide CLX II Rennrad, Aero, Allround 1485 g ca. 2600 € Breite Felgen, Aerodynamik optimiert, Compliance
Terra CLX II Gravel 1250 g 2600 € Tubeless-kompatibel, Hook-Felge, DT Swiss 180 Naben
Alpinist SLX Rennrad, Aluminium 1485 g 850 € Aluminium-Alternative, DT Swiss 350 Naben
Traverse SL II 240 6B Trail, Mountainbike 1611 g 2300 € Carbon, DT Swiss 240 Naben, Dauerhaltbarkeit

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