Sushi Bike Ersatzakku: Alles, was Sie wissen müssen

Das Münchener Unternehmen Sushi Bikes hat mit seinen E-Bikes eine Nische im Markt erobert. Besonders hervorzuheben sind die Bemühungen, flexible und grüne Stadtmobilität bezahlbar zu machen, sowohl für Endverbraucher als auch für Unternehmen, die ihren Mitarbeitern E-Bike-Mobilität anbieten möchten. Die Sushi Bikes kommen mit einem Hecknabenmotor und fester Singlespeed Übersetzung, das heißt, dass es keine Gangschaltung gibt.

Neuerungen bei den Sushi Bikes

Sushi Bikes hat neue E-Bikes präsentiert, die einige interessante Neuerungen aufweisen. Zu den Verbesserungen gehören ein neuer Sattel und ein verändertes Bedienelement am Lenker. Das simple, mit trüben LEDs beleuchtete Element der ersten Generation wurde durch ein Display ersetzt, das in schlichter Optik die Akkukapazität, die Unterstützungsstufe und die Geschwindigkeit anzeigt.

Akkukapazität und Reichweite

Das merklichste Upgrade stellt der stärkere Akku des Maki M1+ dar, der jedoch nahezu die gleiche Größe beibehält. Durch den Einsatz anderer Zellen erhöht sich die Kapazität von 5,2 auf 9,6 Ah. Die Reichweite gibt Sushi nun mit 75 Kilometern an, während es zuvor 40 Kilometer waren. Im Test des ersten Sushi-Bikes ging uns tatsächlich nach etwas mehr als 40 km der Saft aus.

Hier eine Übersicht über die Akkudaten:

Merkmal Alte Version Neue Version (Maki M1+)
Kapazität 5,2 Ah 9,6 Ah
Reichweite 40 km 75 km

Preis und Ausstattung

Während das erste Sushi-Rad mit 999 Euro minimal unter der Grenze von vierstelligen Preisen blieb, erhöhen sich die Kosten mit dem Plus-Modell merklich. Das Maki M1+ und M2+ kosten 1199 Euro, die California-Roll-Modelle C1+, C2+ und C3+ mit tiefem Einstieg sind genauso teuer. Für ein E-Bike ist auch dieser Preis freilich noch immer niedrig.

In der Standardausstattung sind die E-Bikes von Sushi StVZO-konform, haben jedoch keine Schutzbleche oder weitere Anbauteile wie Gepäckträger. Die ersten Exemplare der neuen E-Bikes will der Hersteller ab November ausliefern. Das Maki ist in drei Rahmengrößen, nur in der Farbe Schwarz und wahlweise mit schwarzen oder braunen Reifen erhältlich, das California Roll wird in Einheitsgröße und drei Farben angeboten.

Fahrverhalten und Design

Die Geometrie ist sehr sportlich und direkt ausgelegt. Somit werden Lenkbefehle schnell umgesetzt und Hindernissen kann leicht ausgewichen werden. Bei unebener Strecke werden aber deutliche Komforteinbußen merkbar. Hier bieten weder Rahmen, Gabel und Anbauteile, noch die schmalen Reifen eine gute Dämpfung, was Kopfsteinpflasterpassagen sehr unangenehm werden lässt.

Das Design der Sushi Bikes ist sehr zurückhaltend und sie sind verhältnismäßig einfach konstruiert, setzen aber auf Lösungen, die eine lange Haltbarkeit und einfache Wartung ermöglichen. Ebenfalls geben die klassischen Schnellspanner, außen liegenden Lagerschalen und leichtes Kabelwirrwarr am Cockpit Aufschluss über den Low-Cost Ansatz von Sushi. Ebenfalls sucht man Bluetooth Konnektivität vergeblich.

Alltagstauglichkeit und Zubehör

Die Sushi Bikes haben einen Alltagsnutzen wie normale 28″ Bio-Bikes, mit dem Vorteil des E-Motors. In der Standardausstattung ist das Maki jedoch kaum Alltagstauglich. Schutzbleche und Ständer, sowie ein Gepäckträger sind alle optional. Das California Roll hat hier den Vorteil, es muss nur der Gepäckträger ergänzt werden. Für Städte mit leichten oder kurzen Steigungen sind die Sushi Bikes gut geeignet, längere oder stärkere Steigungen werden jedoch zum Problem. Mit einer entprechenden Ausstattung sind aber leichte Transportaufgaben oder die Mitnahme von Packtaschen kein Problem. Die 120kg Gesamtgewicht-Angabe dürfte jedoch trotz des geringen Eigengewichts für Einige zu wenig sein.

Dank des Standard-Designs lässt sich viel Fahrrad-Zubehör an die Sushi Bikes bauen. Sushi Bikes selbst bietet jedoch ein breites Zubehörprogramm an, auch in Kooperation mit anderen Brands. Von Schutzblechen, Gepäckträgern für vorne und hinten, über Taschen bis zu weiteren Gadgets lässt sich das Sushi Bike für den eigenen Gebrauch anpassen.

Tuning und Geschwindigkeitsbegrenzung

Ein häufig diskutiertes Thema ist die Aufhebung der Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 km/h. Es gibt verschiedene Ansätze, um diese Begrenzung zu umgehen. Eine Möglichkeit wäre, den Controller auszutauschen, wobei darauf geachtet werden muss, dass er in das Gehäuse des Akkus passt. Eine andere Option ist der Einbau eines anderen Akku-Halters mit integriertem Controller.

Beim analysieren des Protokolls ist mir keine einfache Möglichkeit aufgefallen, die Geschwindigkeitsbegrenzung des Bikes zu umgehen (will ich auch gar nicht, mir ging es nur um's Display). Natürlich sind mir nicht alle Werte des Protkolls bekannt, aber ich hatte dann eine Art Display Simulator gebaut und hier auch einmal mit allen Werten herumgespielt und das Bike ist immer bei 25 km/h geblieben. Ich gehe also davon aus, dass Lishui diesen Wert fest im Controller hinterlegt hat.

Akkureparatur und Zellentausch

Eine weitere wichtige Überlegung ist die Möglichkeit der Akkureparatur und des Zellentauschs. Spezialisierte Anbieter bieten den Austausch der alten Zellen gegen neue Marken-Qualitätszellen an. Dabei bleiben das Akkugehäuse und die Elektronik unverändert, was Ressourcen schont und die Umwelt entlastet.

Vorteile des Zellentauschs:

  • Verbesserung der Gesamtleistung des Akkus
  • Verlängerung der Lebensdauer des Akkus
  • Umweltschonend durch Ressourcenschonung

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